Azubis und duale Studenten bloggen


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Mein duales Studium – ein Rückblick – Teil 2

Das erste Projekt an der Hochschule ist vorbei, an das Arbeiten hat man sich beinahe gewöhnt und die ersten drei Semester sind auch schon vorüber. Letzte Woche berichtete ich Euch über die erste Halbzeit. Diese Woche schließe ich mich mit der zweiten ab  – natürlich nur soweit wie es möglich ist, denn fast drei Wochen habe ich ja noch 🙂

Von Heilbronn nach Heilbronn – die Theorie

Von der Niederlassung in Heilbronn ging es erst einmal ins neue Jahr 2013. Der Blog „BERAstarters“ feierte sein erstes Jahr und ich freute mich sehr darüber :). Natürlich sollte der Blog damit nicht beendet sein, er ging mit mir wieder ins Theoriesemester. Das Grundstudium war mittlerweile vorbei und Fächer wie Mathematik, Statistik, Bilanzierung und Co. gehörten der Vergangenheit an. Was ein Glück. 🙂 Ein Planspiel, in dem wir in die Rolle eines Managers eines Industrieunternehmens schlüpfen durften, war die Besonderheit dieses Semesters. In Gruppen aufgeteilt hatten wir ein eigenes Unternehmen, mussten die verschiedenen Geschäftsbereiche wie Vertrieb, Marketing, Forschung und Entwicklung, sowie Personal managen und den Unternehmensauftritt mit Flyern und Namen entwickeln. Wahnsinnig spannend war es auf jeden Fall, weil es nicht nur die eigene Unternehmensentwicklung zu beachten gab, sondern auch die der Konkurrenz. Über acht Phasen überlegten, entschieden, revidierten und konzipierten wir und nach Fasching konnten wir das Projekt mit einem Vortrag und einem Test beenden. Natürlich hatten wir während dieser Phase auch normale Vorlesungen, beispielsweise in meinen Profilfächern Consulting Kommunikationsmanagement  und Personalmanagement. Für meine VWL-Mindmap habe ich zwar noch immer keinen Verlag gefunden, aber zumindest konnte ich damit die Prüfung gut abschließen.

Ab nach SHA

Die siebeneinhalb Monatsphase im Unternehmen stand an. Worüber viele hier schmunzeln werden, war für mich schon beinahe eine kleine Herausforderung. So lange hatte ich in meinem bisherigen beruflichen Leben noch nicht gearbeitet. 🙂  Natürlich beschäftigte ich mich dabei nicht nur mit unterschiedlichen Social Media und Marketing Aufgaben, sondern bildete ich mich auch bei einem Vortrag zum Social Media in Mosbach weiter,  durfte meine buchhalterischen Fähigkeiten in der unternehmenseigenen Buchhaltung testen und stellte fest, dass ich nicht nur in der Theorie daran verzweifelte, sondern auch in der Praxis.  Eine längerfristige Beziehung ist unmöglich ;). Zum Glück ging es wenig später wieder in die Social Media Abteilung, in der ich mich um einiges wohler fühlte und konnte mich glücklich und zufrieden auch auf meine Summer School in Chile vorbereiten. Vor der großen Reise ging es aber noch für das Azubiprojekt zwei Tage ins Allgäu. Darüber berichteten in Gastbeiträgen Sabrina Neeser und Verena Stadtmüller und für mich hieß es ab ins Abenteuer Südamerika.

Zwischenziel Chile

Vino del Mar - aber dazu, komme ich ein anderes Mal ;)

Vino del Mar – aber dazu, komme ich ein anderes Mal 😉

Als kleine Unterbrechung in der langen Praxisphase ging meine Reise in die Summer School nach Chile. Dies war das größte Highlight meines dualen Studiums. Und ich erinnere mich noch sehr gerne an das River-Rafting und Snowboarden in den Anden und an die Stadt Vino del Mar.  Natürlich auch weniger an die Vorlesungen, aber die waren eine eher lästige Begleiterscheinung. Viele der Vorlesungen waren nicht ganz so spannend und nahmen vor allem Zeit weg, Chile zu erkunden. 😉 Daher werde ich irgendwann wieder dort hinfliegen, um noch mehr zu sehen.

Hin und Her 🙂

IMG_0254Kaum war ich wenige Wochen zurück, durfte ich beim Heilbronner Firmenlauf mitjoggen. Mal wieder ein sehr cooles Erlebnis mit den Kollegen , was mich auch dieses Jahr veranlasste mitzulaufen.  😉 In den nächsten Wochen wurden Themen wie die Aufgaben des Marketings aufgegriffen , meine zweite Projektarbeit, , die hohe und steigende Akademisierung in Deutschland  und die Informationssuche 2.0. Auch besuchte ich ein zweites Mal die Buchhaltung in Schwäbisch Hall – dieses Mal klappte es auch um einiges besser ;).

Puh, in diesen siebeneinhalb Monaten stand sehr viel an und ich war gefühlt immer wo anders. 😉 Die Zeit verging dabei wie im Fluge und ich habe viel gelernt. 🙂 Abgeschlossen wurde diese erlebnisreiche Praxisphase mit dem Unterricht für den Ausbilderschein, den ich mit meinem Zeugnis erhalten werde, einem Fahrsicherheitstraining und dem Business Etikette Seminar ;).

Das 5. Semester

Nach dem ganzen „Stress“, empfand ich die Rückkehr an die Hochschule ja beinahe schon als Entspannung. 😉  Dort erwarteten mich meine neuen Wahlfächer: „Corporate Social Responsibility“ und Medienmanagement.

Die Weihnachtszeit bekamen wir ganz gut rum und mit dem neuen Jahr, hatte mein Blog wieder Geburtstag. Dabei wurde er doch erst vor „ein paar Sekunden“ ein Jahr alt. 😉 Mächtig stolz ging es mit „Gamification – die neue Art des Lernens“ in das dritte Jahr. Computerspiele, die mir Buchhaltung etwas näher bringen, gibt es zwar leider noch nicht, aber ich warte noch darauf. 😉

Mit dem fünften Semester schleicht sich das Ende auch schon langsam in das Bewusstsein ein, denn schon jetzt fand das erste Treffen mit meinen Betreuern zur Bachelorarbeit statt.  „Bloß keine Panik!“  war hier das Stichwort, schließlich hatte ich ja noch ein paar Monate vor mir.

Erst einmal ging es zurück in die Praxisphase und damit in den Umzug des Marketings . In den neuen Räumen war auch ich fest integriert und kaum hatte ich mich an die neue Aussicht gewöhnt, ging es schon wieder zurück an die Hochschule.

  1. Semester

Bild 5Das letzte Semester sollte beginnen und damit das offizielle Ende einläuten. Etwas mulmig wurde mir dabei schon, aber ich beschäftigte mich lieber ein letztes Mal mit den verschiedenen Dozententypen, den aktuellen Trends in der Hochschullandschaft  und den Ergebnissen einer Studie über Studenten.  Der Blog hatte mich nun über zwei Jahre begleitet und war mein „Baby“. Natürlich musste ich auch darüber einen Beitrag verfassen. 😉

Die Ergebnisse meiner empirischen Studie (einer Umfrage an der Hochschule) überraschten mich doch sehr!  Dort ging es um die Zukunft der Studenten, denn in vier Monaten sollte diese ja beginnen.

Das letzte Theoriesemester endete wieder einmal mit den Prüfungen.

Ein letztes Mal zu früh ankommen,
ein letztes Mal nervös auf dem Flur sitzen,
ein letztes Mal die Anspannung spüren,
ein letztes Mal […]

Ich kann bis heute kaum glauben, dass bald alles vorbei sein wird. Ich hatte mich so an die Theorie- und Praxisphasen gewöhnt und werde sie vermutlich vermissen.

Zum Glück hatte ich keine Zeit für die Trauer, denn die Fußball-WM stand an.  Mit einer eisernen Disziplin und einem genauen Plan schaffte ich die Vereinbarung von Vorlesungen, Prüfungen und den Spielen. Okay, ein paar kleinere Ausnahmen gab es natürlich, aber nichts desto trotz hatte ich Anfang Juli meine Prüfungen hinter mich gebracht. „Ein Hoch auf uns, auf dieses Leben, auf den Moment…“ 

Der Abschluss, die letzte Phase, die Bachelorarbeit

BücherZwischen mir und dem Abschluss stehen noch genau 60 bis 80 Seiten.  Recht viel für die drei Monate die noch übrig bleiben. 😉 Aber ein gutes Zeitmanagement ist ja alles 😉  Und im Prinzip ist schreiben ja leicht. „Man muss nur die falschen Wörter weglassen. 😉 Nun ja, fast.

Mittlerweile bin ich schon recht weit, aber noch ein großer Berg namens Fazit, Handlungsempfehlung, Schaubilder und Literaturverzeichnis steht vor mir, aber ich bin guter Dinge, dass ich es bald abschließen kann. Spätestens am 26.09, denn drucken muss ich die Arbeit ja auch noch ;).

Und damit sind wir gerade in der Gegenwart angekommen. Nächste Woche gebe ich Euch einen kleinen Einblick in die Zukunft – die neuen dualen Studenten.

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Viel erlebt und noch mehr gelernt – mein Rückblick auf 3 Jahre Studium – Teil 1

Vor drei Jahren hat für mich das Abenteuer duales Studium (mit dem Vorpraktikum) 😉 begonnen. Zeit für einen Rückblick mithilfe der vielen Blogbeiträge auf mein duales Studium.

Los geht’s: Mein Start bei der BERA

Und genau so lautete auch mein erster Blogbeitrag. Am 18. Januar rief ich den Blog „BERAstarters“ ins Leben. Keine einfache Aufgabe, aber ich bin stolz auf die 135 Beiträge, die der Blog mittlerweile vorzeigen kann. 🙂 Viel harte Arbeit und Zeit stecken dahinter, vor allem war die Themensuche nicht immer so ganz einfach … 😉

IWir (die neuen dualen Studenten und Auszubildenden) mit Herr Rath und Frau Terdengen den ersten Blogbeiträgen drehte sich alles um meinen Einstieg bei der BERA. Darunter mein Weg zur BERA, den Start beim Praktikum, mein zukünftiger Aufgabenbereich und der Kick-Off Veranstaltung in Schwäbisch Hall.

Das war aber noch alles die Ein- und Hinführung zum Studium, denn dieses sollte erst im Oktober beginnen …

Das erste Semester – ein Überblick

Nach dem Vorpraktikum, in dem ich die BERA und meinen zukünftigen Aufgabenbereich kennen gelernt habe, ging es dann am 01.10. direkt an die Hochschule. Von dem Start im falschen Kurs bis hin zu den ersten Hochschulprüfungen – das erste Semester war ziemlich aufregend. Ich erinnere mich gerne daran, wie ich zum ersten Mal den Campus und die Kursräume betrat und von den Gebäuden überwältigt war. Immerhin wurde der Campus erst mit unserem Start fertig und dass die Technik noch nicht wirklich funktioniert, fanden wir ja auch erst etwas später heraus. 😉 Übrigens tut sie das manchmal bis heute immer noch nicht. ^^

Aber ich lernte auch meine Kommilitonen näher kennen und das System der DHBW. Für den damaligen DHBW Mosbach Campus Heilbronn waren wir erst der zweite Jahrgang an der Hochschule und daher gab es noch nicht allzu viele Erfahrungsberichte. Wir mussten uns selbst mit der Organisation der DHBW vertraut machen. Aber auch für sie waren wir noch die Versuchskaninchen und testeten in den darauffolgenden Jahren Dozenten, Abläufe, Stundenpläne und vieles mehr. Es hatte positive Aspekte, wie beispielsweise, als die Verwaltung feststellte, dass die Korrektur der Bachelorarbeit des vorherigen Jahrgangs und die ersten Projektarbeitend des jüngeren Jahrgangs schon genug Arbeit für die Dozenten bedeuteten und diese nicht noch unsere zweite Projektarbeit zur gleichen Zeit korrigieren könnten. Somit durften wir unsere Arbeit erst später abgeben und hatten mehr Zeit zum Schreiben. Es hatte aber auch negative Aspekte. Beispielsweise den Stundenplan der ersten Semester. Ich habe bei keinem der Studenten anderer DHBWs ein so überfülltes Semester gesehen. Nicht nur, dass wir täglich von mindestens 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr Vorlesungen hatten, sie gingen oftmals noch in die Nacht hinein (bis 20:00 oder 21:00 Uhr) und auch samstags hieß es für uns: aufstehen und in die Vorlesung gehen! Aber wir überstanden es und wie ich gehört habe, haben sich solche Vorlesungszeiten für die zukünftigen Studenten auch erledigt.

Social Media

Social Media

Nach den Prüfungen hieß es dann für mich: ab nach Schwäbisch Hall in die Praxisphase. Es war mein erster Einsatz im Social Media Management. Dabei arbeitete ich aber nicht nur an meinem Blog, sondern arbeitete am Unternehmensauftritt der BERA in den verschiedenen sozialen Netzwerken, erstellte Präsentationen, arbeitete an Projekten und vieles mehr. Ich wurde von Anfang an eingebunden und durfte selbständig verschiedene Aufgaben übernehmen.

Das zweite Semester – der Spaß beginnt 😉

Im zweiten Semester ging es dann in den Blogbeiträgen nicht nur über die Vorlesungen und die Dozenten, sondern auch um das Projekt unseres Kurses und das Studentenleben. Um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass wir ein Studentenleben hatten, wie es an klassischen Unis der Fall ist. Durch unsere langen Vorlesungstage, den Samstagsunterricht und die zusätzlichen Projekte konnten wir nicht so viel feiern wie andere. Wir hatten auch keine Semesterferien, sondern sind ja arbeiten gegangen. Ein klassisches Studentenleben ist was anderes, was aber nicht heißt, dass wir es nicht zumindest etwas genießen konnten. Das Zeitmanagement ist bei uns nur noch wichtiger als bei anderen 😉 Zu dem Thema gibt’s auch einen guten Gastbeitrag.

Ach ja: wer bald ein Studium an der DHBW beginnt und Furcht vor Mathe und Statistik hat: Auch diese Erfahrungen habe ich festgehalten.

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Nach den Prüfungen ging‘s dann wieder zurück nach Schwäbisch Hall.  Zu meinem Aufgabenbereich dem Social Media Management kam nun ein Mitarbeiter-Newsletter, die Organisation eines Messeauftritts hinzu, sowie ein Vortrag, unser Azubi-Projekt die Restaurierung des Jugendzentrums des Stadt- und Kreisjugendrings Heilbronn und nach Feierabend noch die Projektarbeit für die Hochschule.

Das dritte Semester

Das dritte Semester! Wahnsinn wie die Zeit vergeht. 😉 Aber es gab noch viel zu zu erleben. Zum einen konnten wir unser Projekt des letzten Semesters abschließen, bei dem ich mitpräsentiert habe und sind für ein VWL-Planspiel ins Allgäu gefahren. Das war auch leider der einzige „Großausflug“ während unseres dualen Studiums. Ich hätte gerne, wie die Studenten aus dem Kurs Konsumgüterhandel noch einige mehr gemacht. 😉 Gerne auch unter der Woche.

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Der Stress nahm auch im dritten Semester noch nicht wesentlich ab, aber zumindest kannten wir uns mittlerweile sehr gut aus und auch an die Prüfungsphasen hatten wir uns beinahe gewöhnt. Die Ergebnisse meiner Umfrage im Kurs zu den Prüfungsvorbereitungen waren doch etwas überraschend. Mit den Prüfungen war aber auch dieses Praxissemester abgeschlossen und für mich hieß es wieder zurück an den Arbeitsplatz. Dieses Mal aber nicht nach Schwäbisch Hall, sondern nach Heilbronn – in die Niederlassung. Wie auch die anderen Auszubildenden durfte ich die ganze BERA-Welt kennenlernen und somit auch das Tagesgeschäft in den Niederlassungen. Ich erlebte in Heilbronn einiges und hatte sehr viel Spaß am Empfang , bei den Vorstellungsgesprächen und beim Besuch eines Kundenunternehmens. Von dem Einsatz in der Niederlassung in Heilbronn habe ich sehr viel mitgenommen! Aber das dürft Ihr gerne in den Beiträgen lesen. 😉 Im Januar feierte mein Blog dann den ersten Geburtstag und wenig später begann auch das vierte Semester – aber dazu komme ich dann nächste Woche. 😉


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„Ein Hoch auf uns“

Fußball_03

„Ein Hoch auf uns
Auf dieses Leben
Auf den Moment
Der immer bleibt“

Falls Sie es trotz der vielen Berichte in Radio, Zeitungen, Internet und natürlich in den sozialen Netzwerken nicht mitbekommen haben sollten – „wir“ sind Weltmeister! Mit „wir“ meine ich natürlich die deutsche Nationalmannschaft, die sich in Brasilien vor wenigen Tagen den Pokal geholt hat.

Aber um diese Gewinner soll es hier gar nicht gehen. Ich möchte nicht in direkte Konkurrenz zu den großen Medien stehen, die bereits ausführlich über die Spiele und die Rückkehr berichtet haben.

Bei mir soll es zwar ebenfalls um Meister gehen – aber um halbfertige.

Wir, die fast fertigen Meister

Im letzten Blogbeitrag habe ich euch darüber berichtet, dass ich ja leider die WM nicht ohne weiteres genießen konnte. Zusammen mit meinen Kommilitonen und Kommilitoninnen an der DHBW Heilbronn verbrachte ich die Zeit nämlich damit, unsere letzten schriftlichen Prüfungen und die große mündliche Prüfung zu über- und hoffentlich auch zu bestehen.

Aber genau diese zwei Events habe ich jetzt mal dazu genutzt, das Thema Fußball vorerst (für mindestens die nächsten zwei Jahre) ein letztes Mal zu beleuchten. Ich möchte euch anhand der WM unseren Weg zum Finale, dem Bachelor, beschreiben.

Holen wir uns den Sieg!

Wenn man unser Studium mit der WM vergleicht, haben wir letzte Woche erfolgreich das Halbfinale hinter uns gebracht. Und es war ebenfalls ein ziemlich anstrengender Weg, der mit der alles entscheidenden Vorbereitung beginnt.

Die Vorbereitung

Am Anfang wird das Ziel festgelegt. Schon durchschnittlich ein Jahr vor dem Schulabschluss haben wir uns über unsere Zukunft Gedanken gemachen. Wie soll es weitergehen? Was möchte ich machen? Das waren hier die klassischen Fragen. Mit der Entscheidung für ein duales Studium an der DHBW  Heilbronn oder in einem bestimmten Unternehmen war die Aufwärmphase geschafft und die Vorbereitungsphase konnte beginnen. Statt ein Trainingscamp in Südtirol zu besuchen und in einem fünf Sterne Hotel zu residieren, hieß es bei uns: Bewerbungen schreiben, an Auswahlgesprächen teilnehmen und oftmals auch eine Wohnung suchen. Es hat geklappt – und die Vorbereitung konnte mit der Unterschrift des Arbeitsvertrages abgeschlossen werden.  

 

Liegewiese und Sonnenbank

Unser Spielfeld 😉

Die Gruppenphase

Als Gruppenphase könnte man die ersten vier Semester beschreiben. Der Kurs lernte sich kennen, man begann zusammen zu arbeiten, hatte Höhen und Tiefen und erlebte einiges zusammen. Man lernte immer wieder neue „Gegner“ (Prüfungen) kennen und „besiegte“ sie mit Wissen. Auch wenn man, wie einige bei uns, die erste Chance verpasst und die Prüfung in Wirtschaftsmathematik nicht bestanden hatte, konnte man es durch eine Hausarbeit und die Prüfung in Statistik wieder ausgleichen.

Einige Spiele (Semester) waren schwerer als andere. Im dritten Semester beispielsweise waren wir beinahe überfordert mit der Anzahl der Spieler (Prüfungen), denen wir gegenübertreten mussten, und kamen an unsere Leistungsgrenzen. Nichtsdestotrotz überstanden wir sie und konnten auch die Gruppenphase abschließen – weiter ging’s in die K.O.-Runden.

Die K.O.-Runden

Nun wurde es immer härter. Wir bekamen es mit neuen Taktiken (Fächern) zu tun und unsere Spielzüge (Inhalte) wurden immer spezifischer. Einige aus unserer Stufe mussten auch mal in die Verlängerung (Prüfungen wiederholen). Zu einem Elfmeterschießen (Mündliche Prüfung, wenn die Wiederholungsprüfung nicht bestanden wurde) kam es meines Wissens sehr selten. Kampfgeist, Motivation und Teamgeist wurden nun immer mehr gefragt. Die Spieler kannten sich aber mittlerweile und jeder wusste um die Schwächen des anderen auf dem Spielfeld.

Beim Halbfinale, den mündlichen Prüfungen, wurden wir nochmals stark gefordert. Die Taktiken und Spielzüge aus den gesamten vorherigen Spielen (Inhalte des ganzen Studiums) mussten in Erinnerung gerufen werden und einsatzbereit sein. Zudem musste jeder auch noch selbst seine Ideen einbringen und diese wurden anschließend auf die Probe gestellt. Bei uns war es das Bachelorthema, welches wir präsentieren mussten.

Das Spiel war ein harter Kampf. Der Ball wechselte sehr schnell zwischen den Mannschaften. Konnte man den Ball aber am Ende gewinnen und ihn ins Tor feuern (die Fragen der Prüfer beantworten), konnte man das Spiel für sich entscheiden, stolz und zufrieden den Platz (Prüfungsraum) verlassen und sich auf das Finale freuen.

Das Finale

Wie bereits oben beschrieben befinden wir (duale Studenten) uns aktuell im Finale. Die Vorbereitung, die Gruppenphase, die K.O-Kunden inklusive Halbfinale, sind seit letzter Woche geschafft und vor uns steht „nur“ noch die Bachelorarbeit. Mit ihr wird sich auch bei uns damit entschieden, ob wir Meister werden. 😉

Anders als die deutsche Nationalelf haben wir aber statt weniger Tage drei Monate Zeit, um die Arbeit zu schreiben. Neben der Arbeitszeit natürlich, was die Zeit dann doch etwas reduziert.

Ich war ziemlich froh, als ich die vielen Prüfungen letzte Woche hinter mich gebracht habe. Das könnt ihr mir gerne glauben. ^^ Nach einem Wochenende abseits vom Spielfeld, bin ich nun wieder bereit mich der Bachelorarbeit anzunehmen. Ich bin mir auch sicher, dass wir das letzte Spiel auch noch überstehen werden.

Und damit verabschiede ich mich dann auch mal wieder in die Kabine (Büro). Ich muss nämlich heute arbeiten. Das Training (Bachelorarbeit schreiben) beginnt bei mir nämlich erst heute Abend. 😉

 

Bild: Thomas Kölsch  / pixelio.de

Abschluss


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In 6 Schritten zum Weltmeister und Prüfungskönig – Lernen während der WM

Die Autos sind geschmückt, in den Medien gibt es kaum ein anderes Thema und öffentliche Orte mit Fernsehanschluss sind zu bestimmten Zeiten ziemlich überfüllt. Der Grund: natürlich die Fußball-WM.

Uns Studierenden an der DHBW Heilbronn hätte kaum etwas Schlimmeres passieren können, als zeitgleich die letzten und ich möchte auch beinahe sagen, entscheidenden Prüfungen schreiben zu müssen. Aber auch Studierende an anderen Hochschulen und Universitäten ergeht es ähnlich und Fußball-, Länder- und Großereignisfans stehen vor der Herausforderung die WM mit der Prüfungsvorbereitung zu vereinbaren.

Nachdem ich bereits die ersten anderthalb Wochen Prüfungen inmitten der Gruppenphase und der ersten KO-Spiele [ich hoffe doch erfolgreich ;)] absolviert habe, kann ich beruhigend sagen: Es geht!

Hier sind meine 6 Tipps für den Genuss von Weltklassefußball während der intensiven Vorbereitung auf die Prüfungen.

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1. Spiele/Länder/Mannschaften auswählen

Zwar sind die Gruppenphasen vorbei und die Hälfte der Teilnehmerländer sind ausgeschieden, seit knapp drei Tagen wird aber in den K.O.-Runden weitergespielt. Jetzt könnte jedes Spiel das letzte einer Mannschaft sein. Weil es aber dennoch viele Spiele sind, die mit Nachspielzeit und Elfmeterschießen unter Umständen auch recht lang werden können, gilt es nun umso mehr, sich für wenige Mannschaften zu entscheiden.
Ziel ist es hier, sich nur auf wenige Länder zu beschränken und nur ihre Spiele anzusehen. Ganz wichtig ist, sich festzulegen, aber fast noch wichtiger: sich auch daran zu halten. Dem Gedanken: „Ich schau nur mal kurz in das andere Spiel rein, weil es ja unser nächster Gegner sein könnte“, solltet Ihr nicht unterliegen.

Tipp: Sich auf eine überschaubare Menge von Mannschaften festlegen und auch nur diese Spiele verfolgen.

2. Zeitmanagement

Der erste Schritt ist getan: die Länder sind ausgesucht. Nun geht es um das Zeitmanagement und die Organisation. Der nächste Schritt wäre nun herauszufinden, wann (Datum und Uhrzeit) die Mannschaften spielen. Zu hoffen, dass sie nicht zu spät spielen, damit man es noch verfolgen kann um den nächsten Tag fit und ausgeschlafen auch etwas früher beginnen zu können, ist nicht die schlechteste Idee. Darauf habe ich immer gesetzt und wurde bis auf vergangenen Montag, beim Spiel Deutschland gegen Algerien, nicht enttäuscht. 😉

Wenn man weiß, wann die Spiele sind, sollte man seine Lernplanung auch danach richten. Spielt die Mannschaft um 18.00 Uhr dann ist es wohl eine eher schlechte Idee, kurz davor nochmal mit der Wiederholung anzufangen. Besser wäre es, sich den Tag so einzuplanen, dass man zum Spielbeginn nicht mitten im Thema ist, sondern es schon zuvor abgeschlossen hat. Eines lässt sich sagen: Egal wie „langweilig“ ein Spiel zu sein scheint, das Kapitel nebenher zu beenden, funktioniert nicht. Zudem könnt Ihr Euch vermutlich auch nach dem Spiel nicht mehr erinnern, was Ihr kurz zuvor gelernt habt.

Tipp: Das Spiel in den Tages- und Lernplan aufnehmen.

3. Wahl angemessener Orte

Zwei Tage vor der Prüfung auf das Public Viewing in – beispielsweise – Berlin? Kann man machen, muss man aber nicht. Natürlich kann man das Spiel an einem Ort der eigenen Wahl ansehen, da man die Zeit ohnehin nicht zum Lernen eingeplant hatte, aber nicht jeder Ort ist empfehlenswert. Denn beispielsweise beim Public Viewing in der Innenstadt „verliert“ man nicht nur die Spielzeit, sondern auch die Zeit für die Feier danach. Oder habt Ihr es schon einmal geschafft, in kurzer Zeit zu verschwinden ohne auf dem Parkplatzchaos die Nerven zu verlieren und zwischen den hupenden Teilnehmern des Autokorsos unbeschadet davonzukommen? Ein gemeinsamer Abend in der Bar nebenan oder bei Freunden ist in der Prüfungsphase wohl eher geeignet.

Tipp: Den Abend mal ruhiger angehen lassen und die Spieler von der Couch aus anfeuern.

4. Vorbereitung

Das klassische Bild eines Fußballabends ist geprägt von Chips, Bier und weiteren ungesunden Lebensmitteln. Hier gilt: Was auch sonst [in Mengen] nicht gesund ist, das ist es natürlich während der Prüfungsphase erst recht nicht. Mit einem, wenn auch leichten, Kater lässt es sich schwer lernen und ungesundes Essen macht einen eher träge als fit. Auf Eurem Fußballtisch sollten andere Sachen stehen. Statt Bier gibt es eben klassische Getränke wie Sprudel und Saft und statt Chips und Co. leistungsförderndes und gesundes Essen wie einen Obstsalat, Gemüsesticks oder Nüsse.

Tipp: Bier und Chips auf die Ersatzbank – Obst und Gemüse in die Startelf.

5. Spiele genießen

Es ist soweit, Ihr habt den ganzen Tag über fleißig gelernt und Eure Mannschaft spielt in wenigen Minuten. Zuerst einmal könnt Ihr stolz auf Euch sein, dass Ihr den Tag gut organisiert habt, nur das Spiel Eurer Wahlmannschaft anschaut und zuhause auf dem Sofa mit einigen Kommilitonen oder Freunden sitzt. Jetzt kann das Spiel nun auch wirklich losgehen!

Dabei gilt es, die Spiele auch zu genießen! Nun dürft Ihr für die Spielzeit Eure Prüfungen vergessen, die Aufschriebe beiseite legen und Euch voll und ganz auf die Ballwechsel auf dem Bildschirm konzentrieren und mitfiebern.

Tipp: Kopf aus, Augen auf!

6. Auf Siege hoffen

Als letzten Schritt gilt es nun zu hoffen, dass Eure Wahlmannschaft auch so weit wie möglich kommt. Das tu ich gerade zumindest! Denn meine einzige Chance, ein Spiel entspannt, ohne Hintergedanken mit den ungesunden Lebensmitteln und auf dem Fandorf in Heilbronn genießen zu dürfen, ist das Finale. Und ich hoffe, dass Deutschland auch so weit kommt und dann auch gewinnt, damit ich schönere Erinnerungen an die WM habe, als das Lernen zwischendrin ;). Und außerdem muss ich bei unserem BERA-Tippspiel noch einige Punkte einholen ;).

Für alle Nicht-Fußballfans und für die, deren Lieblingsmannschaft leider schon ausgeschieden sind: die Regeln lassen sich natürlich auch auf andere Ereignisse übertragen. Wie beispielsweise der Handball-, Volleyball-, Hockey- und sonstiger WMs und natürlich Olympia, in denen man nicht nach Lieblingsmannschaften sortiert, sondern nach Wahlsportarten. 🙂

wm

Die Belohnung nach einem fleißigen Tag 😉

Und damit verabschiede ich mich mal wieder zum Lernen! Eine schöne WM wünsche ich Euch auch weiterhin!

 


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Ein letztes Mal

Ein letztes Mal zu früh ankommen,

ein letztes Mal nervös auf dem Flur sitzen,

ein letztes Mal die Anspannung spüren,

ein letztes Mal warten, bis das Zimmer geöffnet wird,

ein letztes Mal in das Zimmer eintreten,

ein letztes Mal nach dem Namenskärtchen auf dem Tisch suchen,

ein letztes Mal die Taschen und das Handy nach vorne bringen,

ein letztes Mal instruiert werden,

ein letztes Mal auf die Prüfungsbögen warten,

ein letztes Mal die Prüfungsfragen beantworten,

ein letztes Mal den Bogen abgeben,

und ein letztes Mal die Hochschule verlassen …

Tür

Liebe Leser und Leserinnen,

wie Ihr sicher wisst, befinde ich mich in meinem letzten Semester und stehe kurz vor meinen letzten Prüfungen und meiner mündlichen Abschlussprüfung. Dass ich etwas nervös bin, könnt Ihr euch sicher vorstellen.

Insgesamt erwarten mich fünf Prüfungen, die aus elf Teilprüfungen bestehen. Letzteres setzt sich entweder aus verschiedenen Semestern oder Fächern zusammen. Auch wenn fünf Prüfungen erst einmal wenig klingt, kann ich euch sagen, dass die 11 verschiedenen Bestandteile alles andere als zu unterschätzen sind. Dieses Jahr stehen Fächer wie Unternehmensführung, Mitarbeiterführung, VWL, Medienmanagement, Consulting und CSR auf dem Programm.

Zusätzlich haben wir noch unsere mündliche Abschlussprüfung. Bei dieser müssen wir unser Bachelor-Thema vorstellen und werden dabei noch über Inhalte unseres Studiums befragt. Vor dem zweiten Teilbereich habe ich am meisten Respekt. Dies liegt vor allem daran, dass wir dafür keine Zeit haben, nicht wissen, welche Themen alle abgefragt werden und welche Dozenten dabei sein werden. Zum Zeitaspekt: Während wir freitags die letzte Prüfung (CSR) hinter uns haben, sollen wir bereits montags zur mündlichen Abschlussprüfung bereit stehen. Das wird ein „Spaß“. 😉

Aber eigentlich erfahren wir erst an diesem Tag, ob unser Bachelorthema, welches wir vor der Theoriephase abgeben mussten, von der Hochschule anerkannt wird oder nicht. Versteht Ihr nicht? Wir auch nicht, aber das ist unserer Hochschule. Wir bereiten nun also die Präsentation vor und hoffen, dass das alles passt. 😉
Die Prüfungen werden die letzten Male sein, in denen wir für eine längere Zeit an der Hochschule sein werden. Im Moment kann ich es mir noch gar nicht so wirklich vorstellen. Ich werde Euch aber berichten, wie es sich anfühlt, wenn es vorbei ist. Bis dahin werde ich nämlich von Tatjana, Sabrina, Kristina, Yvonne und Nadine (Auszubildende und duale Studenten der BERA) unterstützt. Sie werden die nächsten Wochen den Blog übernehmen und über ihre Ausbildung schreiben. Ich freue mich schon darauf und wünsche allen viel Spaß beim Schreiben!

Viele Grüße

Kerstin


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„Irgendwas mit Medien“ – Wir liegen voll im Trend

Egal ob Schulabgänger aus Haupt-, Realschule oder Gymnasium – Ausbildungsstellen und Studiengänge im Medienbereich erleben gerade einen regelrechten Boom. Das Wort Medien ist zur Mode geworden und gerade durch seine Vielfältigkeit zieht es viele Studienabgänger an. Also egal ob Web und IT, Journalismus, Design und Fotografie, Medienproduktion und Print, Film, Fernsehen und Theater, Radio, Audio und Musik oder auch Management, Marketing und PR – es gibt viele Möglichkeiten, in die Medienbranche einzusteigen.

Medien? – Unsere Hochschule ist dabei 😉

Durch meinen Einsatz im Marketing arbeite ich auch regelmäßig mit den verschiedenensten Medien. Angefangen mit Social Media, über die Homepage und verschiedene Internetseiten, bis hin zu Flyern. Mir gefällt es ziemlich gut, was auch der Grund für meine Entscheidung war, das Fach Medienmanagement zu wählen.

Auch unsere Hochschule liegt voll im Trend und bietet Fächer an, die „irgendwas mit Medien“ zu tun haben an. 😉 – so auch Medienmanagement Die Beschreibung von dem Fach klang sehr gut. Es ging vor allem um das Kennenlernen von Medien und die strategische Planung, die Projektüberwachung und –steuerung. Aber wie das in den Vorlesungen umgesetzt werden sollte, das wussten wir nicht wirklich. Was wir aber wussten, war, dass es ziemlich interessant werden sollte, weil wir immerhin für 13 Vorlesungseinheiten etwa sieben verschiedene Dozenten erwarteten.

Eine Kamera, zwei Dozenten, eine Vorlesung

Videokamera

Bild: Pixabay.com/ bandvela

Und da saßen wir dann in der Vorlesung. Zu unserer ersten Stunde gab es gleich mehrere Überraschungen.

1.) Es stand nicht wie klassisch eine Person im Raum, die uns unterrichten sollte, sondern zwei.
2.) Eine riesige Filmkamera, wie man sie aus Making-Offs aus Film und Fernsehen kennt, stand im Raum. Was das wohl bedeuten sollte? Wir wussten es nicht, aber sollten es bald herausfinden.

Die zwei freiberuflichen Dozenten kommen aus der Fernsehwelt und sind schon seit mehr als 20 Jahren bei verschiedenen Fernsehsendern tätig. Vor allem im Bereich von Dokumentationen. Gereist sind sie schon beinahe in der ganzen Welt und hatten schon jahrelang Erfahrung sammeln können. Der Kurs war begeistert! Es war super interessant, den beiden bei ihren Erzählungen zuzuhören und auch einen sehr praxisnahen Unterricht erleben zu dürfen.

Interviews und Produktvorstellungen

Das Thema war – wer hätte es gedacht: Videos. Um genauer zu sein: Imagevideos. Zu Beginn lernten wir viel über die Planung und Umsetzung und vor allem über das Budget von Imagevideos. Am Ende mussten wir uns sogar ein eigenes Imagevideo zu einem der mitgebrachten Produkte planen. Zum einen sollten wir das Thema raussuchen und den Inhalt des Videos und das Budget planen.

Mein Team hatte das Produkt Hölleblöms. Kennt ihr es? Wir bis dahin auch nicht. Wir fanden aber heraus, dass es ein Heilbronner Getränk ist. Es ist ein Erfrischungsgetränk aus Holunderblüten. Holunderblüten daher, da Heinrich von Kleist einst unser Käthchen von Heilbronn unter einem Holunderbusch hat ausruhen lassen. http://www.mein-heilbronn.de/de/handel/hoellebloems.html. „Regional“, „erfrischend“ und „besonders“ waren somit auch unsere Leitattribute für unseren kleinen Film. 🙂 Und das Käthchen von Heilbronn war unsere Protagonistin.Hölleblöms

 

 

 

 

 

Am Ende mussten wir ihn noch vor der Kamera vorstellen – Deswegen auch die Kamera. 😉 Aber auch schon davor wurden wir mit der Kamera interviewt. Unser Dozent wollte uns damit auf mögliche zukünftige Interviews vorbereiten und uns an das Medium Fernsehen näher heranführen. 😉

Die erste Vorlesung Medienmanagement fand ich schon mal super. Die Dozenten haben wir in zwei Wochen nochmal. Bis dahin werden wir aber erst einmal andere kennenlernen. Mal sehen, ob sie diese Vorlesung noch toppen können. 😉

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Dozententypen – eine Vorstellung

Eine Veranstaltung am Montag hat mir mal wieder bewusst werden lassen, welche Möglichkeiten die Dozenten bei der Gestaltung einer Vorlesung eigentlich haben. Während ich nun in dem Fach „Mitarbeiterführung“ in einem Stuhlkreis (und das im 6. Semester!!) meine Kommilitonen betrachten konnte, wurde mir klar, dass es das Thema für den Blogbeitrag werden sollte.

Dozenten – ohne sie geht’s nicht

Dozenten stellen mit vielen anderen Aspekten die Basis des Studiums dar. Gäbe es keine Dozenten, würden wir nichts lernen. Das gilt nicht nur für unsere Hochschule, sondern auch für Schulen, Unis, Weiterbildung- und Fortbildungsanbieter und vielem mehr. Oder könntet Ihr euch vorstellen, so schnell fahren zu lernen ohne jemanden, der sich die Zeit und Nerven nimmt, euch das Fahren beizubringen? Schließlich muss uns irgendwer den Stoff aufbereiten und in irgendeiner Weise vermitteln, den wir lernen wollen.

Aber nun wieder zurück zum Thema. In unserem Studium sind wir schon sehr vielen Dozenten begegnet, mit unterschiedlichen Charakteren und ebenso unterschiedlichen Unterrichtsstilen. Aus der Vielzahl von diesen kristallisieren sich aber mehrere Typen heraus mit denen ich mich jetzt beschäftigen möchte:

1) Die PPF: „PowerPoint Freaks“

präsentationDie Vorlesung beginnt und der Laptop läuft bereits und der Beamer surrt auch schon vor sich her… Wer kennt sie nicht? Die Vorlesungen mit dem Beamer. Es sind eigentlich die für den Studenten entspanntesten Vorlesungen. Sich berieseln lassen von den Worten des Dozenten und nicht unmittelbar mitschreiben zu müssen, da man die PowerPoint ja schon bereits im Vorfeld bekommen hat. Die PowerPoint-Vorträge kommen in den meisten Fächern zustande (ausgenommen bei Fächern, bei denen man rechnen muss).

Etwas anstrengender sind dann aber die PowerPoint Freaks die zwei Versionen von Präsentationen erstellt haben. Die eine, etwas unvollständige für die Studenten und die andere für die Vorlesung. Ganz nach dem Motto: „Findet die Fehler“. Dieser Untertypus ist etwas anstrengender. Es gilt, die Lücken zu finden und zu füllen, was sich nicht immer als ganz so einfach darstellt.

Fazit: Die PPF’s sind die Beliebtesten bei den meisten Studenten. Sie machen ihnen das Leben in den Vorlesungen dadurch recht angenehm, dass man die Unterlagen zur Verfügung gestellt bekommt und der Dozent aus seinem Wissen schöpfen kann.
Ein Nachteil: Je mehr Dozenten selbst vortragen, desto umfangreicher wird der Stoff.

Die Vorlesungen mit den zwei verschiedenen Präsentationen ist mir aber nur einmal begegnet und definitiv nicht zu empfehlen, weil es bei den Studenten bei unübersichtlichen Präsentationen mehr zur Verwirrung führt, als diese produktiv mitarbeiten zu lassen.

2) Die Praktiker: „Ohne Taschenrechner – ohne Ergebnis“ 

Der Kursraum ist still. taschenrechnerAlle sitzen sie, beinahe schon mit rotem Kopf vor ihren Blättern und tippen wie wild auf ihren Taschenrechnern herum – willkommen im Unterricht der „Praktiker“.

Die Vorlesungen, bei denen man in der PowerPoint-Präsentation noch Aufgaben findet, die man auch noch selbstständig bearbeiten muss.

Die Praktiker bilden neben den PPF die größte Gruppe. Vor allen in den Fächern BWL, VWL, Wirtschaftsmathematik und Statistik sind sie anzutreffen. Was auch durchaus Sinn macht. In Mikroökonomie über das Angebot und die Nachfrage zu sprechen und nicht einmal eine Aufgabe dazu gerechnet zu haben, halte ich für sehr einseitig.

Aber auch in „Laberfächern“, wie sie von uns so gern genannt werden, findet man diese Situation vor. Es geht darum, seine eigene Meinung zu bilden und nicht die von Dozenten zu akzeptieren.

Fazit: Es ist durchaus sinnvoll, auch mal Fragen in die PowerPoint zu platzieren. Gut dosiert können sie die Motivation und das Interesse der Studenten erhöhen und sie auch aus ihrem schläfrigem Zustand des Zuhörens erlösen. Aber Achtung: zu viele Fragen sind schon wieder kontraproduktiv und so kommen wir zu dem nächsten Typus: MSM.

3.) MSM: Machen Sie mal …

Die MSM. Eine sehr anstrengende Gruppe. Sie kommen nur sehr unregelmäßig vor, sind aber bei den Studenten nicht immer so beliebt. Dieser Typus wird mit viel Eigenarbeit und stressigen Aufgaben verbunden.

MSM sind die Dozenten, die weitgehend auf präsentation_02PowerPoint-Vorträge verzichten und ganz viele Zettel mit Aufgaben verteilen. Eine beliebte Methode von ihnen: Präsentationen vorbereiten zu lassen. In Gruppenarbeiten müssen diese erarbeitet und anschließend auch vorgestellt werden. In einem gewissen Maße werden sie von den Studenten noch akzeptiert, aber schon bei mehr als zwei Aufgaben in der Vorlesung führen sie oftmals zum Unmut der Studenten. Sich in Gruppen aufteilen, aufstehen, recherchieren und selbst nachdenken – diese Aufgaben sind bei den Studenten schon beinahe in die Rubrik Hochleistungssport einzuordnen und gehören nicht zu deren klassischen Arbeitsfeldern.

Fazit: Die MSMs bewegen sich bei ihren Vorlesungen immer auf sehr glattem Eis. Schon mehr als eine Präsentation wird oftmals nicht ganz von den Studenten angenommen und führt zu Demotivation und Unkonzentriertheit. Der Dozent muss viel Überzeugungskraft leisten und den Rest der Vorlesung so gestalten, dass die Studenten die Präsentation auch gerne mitmachen. Das gelingt aber leider nicht jedem Dozenten.

Untergruppe „Ökos“

Präsentation_03Eine besondere Untergruppe der MSM stellen die „Ökos“ dar. Stellen Sie sich vor, sie kommen in einen Raum rein und stolpern schon einmal über den ersten Stuhl, der ein Glied eines Stuhlkreises darstellt. Keine Tische, keine Laptops und auch ein freies Sichtfeld des Dozenten auf jeden Studenten. Die „Ökos“ stellen die Spitze des MSM-Typus dar und sind beinahe so unbeliebt bei den Studenten wie Gemüse bei Kindern oder Fleisch bei Vegetariern. Ganz ehrlich, als ich am Montag über diesen Stuhl gestolpert bin, musste ich mich nochmals versichern, dass ich nicht im falschen Gebäude gelandet bin. Bei der aim findet man von außen oftmals das Bild von einem Stuhlkreis vor, wie beispielsweise im Trommelkurs letzten Sommer – aber bei uns an der Hochschule? Dort, wo zukünftige Manager und Führungskräfte ausgebildet werden soll, ist es doch eher ein besonderer Anblick? Nun ja, es war eine sehr „interessante“ Vorlesung, die mit Präsentationen von den Studenten bestückt war, beschriebenen Flipcharts unserer Dozentin und Diskussionen.

Fazit: Die „Ökos“ werden an unserer Hochschule nicht gerne gesehen. Sie werden belächelt und zwischen Grundschule und Trommelkurs eingeordnet. Der Vorteil an den Präsentationen und an den Flipchart-Vorlesungen liegt aber darin, dass in der Zeit meist weniger Stoff behandelt wird, als in klassischen PowerPoint Vorträgen. Dozenten, die der Meinung sind, dass Studenten den Stoff so besser behalten können, liegen nicht immer richtig. Für den Moment könnte es stimmen, aber wenn man erst zwei Semester später die Prüfung schreibt, wie es bei uns in den Profilfächern der Fall ist, kann man sich auch an die beste vorbereitete Präsentation nicht mehr erinnern.

So viel zu meiner Typus-Vorstellung. Wie schaut es bei euch aus? Welche Lehrer-/ Dozententypen habt ihr kennengelernt? Gibt es welche, die noch nicht in der Aufzählung dabei sind, aber auf jeden Fall dazugehören sollte? Ihr könnt mir gerne ein Kommentar hinterlassen oder mich per E-Mail: kerstin.hoehn@bera.eu, per Facebook und G+: Kerstin Höhn und per Twitter Kerstin__H kontaktieren. 😉

P.s.: An alle Lehrkräfte, Dozenten und sonstige Personen: das soll natürlich keine persönliche Kritik darstellen, sondern nur eine manchmal überspitzte Darstellung der Dozenten. Es gibt für jeden Typus gute und schlechte Beispiele und egal, was Ihr verwendet – macht es interessant für die Studenten und sie machen sogar Präsentationen.

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