Azubis und duale Studenten bloggen


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Tschüss Arbeitsalltag und Hallo Hochschule!

Hallo liebe Leserinnen und Leser,
mein Name ist Kerstin Adam und wie ihr sicherlich mittlerweile wisst, bin ich eine duale Studentin bei der BERA in Heilbronn. Nach einer spannenden Praxisphase, in der ich nicht nur im Marketing sondern auch in der Niederlassung in Heilbronn tätig war, beginnt nun wieder der Alltag in der Hochschule. Somit fällt uns Studenten wieder ein was uns die Dozenten ans Herz legen: „jeden Tag den erlernten Stoff wiederholen und die Prüfungen schreiben sich am Ende wie allein.“ Natürlich ist das die Regel Nr.1 in einem Studentenleben 😀

learning

Der erste Schultag steht bevor und mit ihm die Abgabe der ersten Projektarbeit. Nachdem wir Studenten viel Zeit investiert haben um unsere erste wirtschaftliche Arbeit fertig zu stellen ist der Tag der Abgabe gekommen. Die Studenten trudeln nacheinander ins Sekretariat ein und geben die Dokumente gemäß den Vorschriften ab. Naja, der ein oder andere auch nach seinen eigenen Vorschriften sonst könnte ja Langeweile auftreten versteht sich 😉

Betrachtet man den Stundenplan dieses Semesters, heißt es für viele Studenten aufatmen. Durch das sich öfter wiederholende „Selbststudium“ haben auch die Langschläfer die Chance pünktlich zum Unterricht zu erscheinen. Ob dies auch zutrifft sei mal dahin gestellt. 😀

In dieser Theoriephase geht es vor allem um die Fächer Bilanzierung und Jahresabschluss, Steuerrecht, Finanzierung und Investition, Mediengestaltung und Kommunikationsmanagement. Denn im November heißt es wieder „fleißig“ sein und die Prüfungen mit „Bravur“ meistern. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen 😉

Dieses Semester ist das Fach Mediengestaltung in Drucktechnik und App- Ökonomie vertieft. Vor allem im Fach App- Ökonomie wird erkenntlich, wie wichtig die Technologie für die heutige Zeit ist. Die Aufgabenstellung lautet: „denkt euch eine App aus die ihr entwickeln wollt und überlegt euch die ersten Screens für diese App.“ Nicht nur mit viel Engagement nahmen wir diese Aufgabe an, sondern der Spaßfaktor trat ebenfalls nicht zu kurz. Nachdem sich herausstellte, dass alle Studenten bis auf eine Person ein Apple- I-Phone besitzen und auch wieder im Mac- Labor an App- Ideen gearbeitet wird, amüsierten sich die Studenten und der Spruch: „Der duale Student vergleicht keine Äpfel mit Birnen“, brachte uns erneut zum Schmunzeln.

mac-labor

Nachdem das Peace- Zeichen, Duckface und auch der Zwinker die Bilder unserer heutigen Zeit prägen, darf dies natürlich auch im Leben des dualen Studenten nicht fehlen. Wir sind ja immer up to date versteht sich 😉

& bald geht für uns wieder die zeitintensive Phase los. In der heißt es pauken, pauken, pauken und über das Wissen für die Prüfung verfügen. Ich bin mir aber sicher, dass wir das auch dieses Semester schaffen und wünsche meinen Kommilitonen jetzt schon viel Glück für die Prüfungen! 🙂

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Dozententypen – eine Vorstellung

Eine Veranstaltung am Montag hat mir mal wieder bewusst werden lassen, welche Möglichkeiten die Dozenten bei der Gestaltung einer Vorlesung eigentlich haben. Während ich nun in dem Fach „Mitarbeiterführung“ in einem Stuhlkreis (und das im 6. Semester!!) meine Kommilitonen betrachten konnte, wurde mir klar, dass es das Thema für den Blogbeitrag werden sollte.

Dozenten – ohne sie geht’s nicht

Dozenten stellen mit vielen anderen Aspekten die Basis des Studiums dar. Gäbe es keine Dozenten, würden wir nichts lernen. Das gilt nicht nur für unsere Hochschule, sondern auch für Schulen, Unis, Weiterbildung- und Fortbildungsanbieter und vielem mehr. Oder könntet Ihr euch vorstellen, so schnell fahren zu lernen ohne jemanden, der sich die Zeit und Nerven nimmt, euch das Fahren beizubringen? Schließlich muss uns irgendwer den Stoff aufbereiten und in irgendeiner Weise vermitteln, den wir lernen wollen.

Aber nun wieder zurück zum Thema. In unserem Studium sind wir schon sehr vielen Dozenten begegnet, mit unterschiedlichen Charakteren und ebenso unterschiedlichen Unterrichtsstilen. Aus der Vielzahl von diesen kristallisieren sich aber mehrere Typen heraus mit denen ich mich jetzt beschäftigen möchte:

1) Die PPF: „PowerPoint Freaks“

präsentationDie Vorlesung beginnt und der Laptop läuft bereits und der Beamer surrt auch schon vor sich her… Wer kennt sie nicht? Die Vorlesungen mit dem Beamer. Es sind eigentlich die für den Studenten entspanntesten Vorlesungen. Sich berieseln lassen von den Worten des Dozenten und nicht unmittelbar mitschreiben zu müssen, da man die PowerPoint ja schon bereits im Vorfeld bekommen hat. Die PowerPoint-Vorträge kommen in den meisten Fächern zustande (ausgenommen bei Fächern, bei denen man rechnen muss).

Etwas anstrengender sind dann aber die PowerPoint Freaks die zwei Versionen von Präsentationen erstellt haben. Die eine, etwas unvollständige für die Studenten und die andere für die Vorlesung. Ganz nach dem Motto: „Findet die Fehler“. Dieser Untertypus ist etwas anstrengender. Es gilt, die Lücken zu finden und zu füllen, was sich nicht immer als ganz so einfach darstellt.

Fazit: Die PPF’s sind die Beliebtesten bei den meisten Studenten. Sie machen ihnen das Leben in den Vorlesungen dadurch recht angenehm, dass man die Unterlagen zur Verfügung gestellt bekommt und der Dozent aus seinem Wissen schöpfen kann.
Ein Nachteil: Je mehr Dozenten selbst vortragen, desto umfangreicher wird der Stoff.

Die Vorlesungen mit den zwei verschiedenen Präsentationen ist mir aber nur einmal begegnet und definitiv nicht zu empfehlen, weil es bei den Studenten bei unübersichtlichen Präsentationen mehr zur Verwirrung führt, als diese produktiv mitarbeiten zu lassen.

2) Die Praktiker: „Ohne Taschenrechner – ohne Ergebnis“ 

Der Kursraum ist still. taschenrechnerAlle sitzen sie, beinahe schon mit rotem Kopf vor ihren Blättern und tippen wie wild auf ihren Taschenrechnern herum – willkommen im Unterricht der „Praktiker“.

Die Vorlesungen, bei denen man in der PowerPoint-Präsentation noch Aufgaben findet, die man auch noch selbstständig bearbeiten muss.

Die Praktiker bilden neben den PPF die größte Gruppe. Vor allen in den Fächern BWL, VWL, Wirtschaftsmathematik und Statistik sind sie anzutreffen. Was auch durchaus Sinn macht. In Mikroökonomie über das Angebot und die Nachfrage zu sprechen und nicht einmal eine Aufgabe dazu gerechnet zu haben, halte ich für sehr einseitig.

Aber auch in „Laberfächern“, wie sie von uns so gern genannt werden, findet man diese Situation vor. Es geht darum, seine eigene Meinung zu bilden und nicht die von Dozenten zu akzeptieren.

Fazit: Es ist durchaus sinnvoll, auch mal Fragen in die PowerPoint zu platzieren. Gut dosiert können sie die Motivation und das Interesse der Studenten erhöhen und sie auch aus ihrem schläfrigem Zustand des Zuhörens erlösen. Aber Achtung: zu viele Fragen sind schon wieder kontraproduktiv und so kommen wir zu dem nächsten Typus: MSM.

3.) MSM: Machen Sie mal …

Die MSM. Eine sehr anstrengende Gruppe. Sie kommen nur sehr unregelmäßig vor, sind aber bei den Studenten nicht immer so beliebt. Dieser Typus wird mit viel Eigenarbeit und stressigen Aufgaben verbunden.

MSM sind die Dozenten, die weitgehend auf präsentation_02PowerPoint-Vorträge verzichten und ganz viele Zettel mit Aufgaben verteilen. Eine beliebte Methode von ihnen: Präsentationen vorbereiten zu lassen. In Gruppenarbeiten müssen diese erarbeitet und anschließend auch vorgestellt werden. In einem gewissen Maße werden sie von den Studenten noch akzeptiert, aber schon bei mehr als zwei Aufgaben in der Vorlesung führen sie oftmals zum Unmut der Studenten. Sich in Gruppen aufteilen, aufstehen, recherchieren und selbst nachdenken – diese Aufgaben sind bei den Studenten schon beinahe in die Rubrik Hochleistungssport einzuordnen und gehören nicht zu deren klassischen Arbeitsfeldern.

Fazit: Die MSMs bewegen sich bei ihren Vorlesungen immer auf sehr glattem Eis. Schon mehr als eine Präsentation wird oftmals nicht ganz von den Studenten angenommen und führt zu Demotivation und Unkonzentriertheit. Der Dozent muss viel Überzeugungskraft leisten und den Rest der Vorlesung so gestalten, dass die Studenten die Präsentation auch gerne mitmachen. Das gelingt aber leider nicht jedem Dozenten.

Untergruppe „Ökos“

Präsentation_03Eine besondere Untergruppe der MSM stellen die „Ökos“ dar. Stellen Sie sich vor, sie kommen in einen Raum rein und stolpern schon einmal über den ersten Stuhl, der ein Glied eines Stuhlkreises darstellt. Keine Tische, keine Laptops und auch ein freies Sichtfeld des Dozenten auf jeden Studenten. Die „Ökos“ stellen die Spitze des MSM-Typus dar und sind beinahe so unbeliebt bei den Studenten wie Gemüse bei Kindern oder Fleisch bei Vegetariern. Ganz ehrlich, als ich am Montag über diesen Stuhl gestolpert bin, musste ich mich nochmals versichern, dass ich nicht im falschen Gebäude gelandet bin. Bei der aim findet man von außen oftmals das Bild von einem Stuhlkreis vor, wie beispielsweise im Trommelkurs letzten Sommer – aber bei uns an der Hochschule? Dort, wo zukünftige Manager und Führungskräfte ausgebildet werden soll, ist es doch eher ein besonderer Anblick? Nun ja, es war eine sehr „interessante“ Vorlesung, die mit Präsentationen von den Studenten bestückt war, beschriebenen Flipcharts unserer Dozentin und Diskussionen.

Fazit: Die „Ökos“ werden an unserer Hochschule nicht gerne gesehen. Sie werden belächelt und zwischen Grundschule und Trommelkurs eingeordnet. Der Vorteil an den Präsentationen und an den Flipchart-Vorlesungen liegt aber darin, dass in der Zeit meist weniger Stoff behandelt wird, als in klassischen PowerPoint Vorträgen. Dozenten, die der Meinung sind, dass Studenten den Stoff so besser behalten können, liegen nicht immer richtig. Für den Moment könnte es stimmen, aber wenn man erst zwei Semester später die Prüfung schreibt, wie es bei uns in den Profilfächern der Fall ist, kann man sich auch an die beste vorbereitete Präsentation nicht mehr erinnern.

So viel zu meiner Typus-Vorstellung. Wie schaut es bei euch aus? Welche Lehrer-/ Dozententypen habt ihr kennengelernt? Gibt es welche, die noch nicht in der Aufzählung dabei sind, aber auf jeden Fall dazugehören sollte? Ihr könnt mir gerne ein Kommentar hinterlassen oder mich per E-Mail: kerstin.hoehn@bera.eu, per Facebook und G+: Kerstin Höhn und per Twitter Kerstin__H kontaktieren. 😉

P.s.: An alle Lehrkräfte, Dozenten und sonstige Personen: das soll natürlich keine persönliche Kritik darstellen, sondern nur eine manchmal überspitzte Darstellung der Dozenten. Es gibt für jeden Typus gute und schlechte Beispiele und egal, was Ihr verwendet – macht es interessant für die Studenten und sie machen sogar Präsentationen.

Bild 1: Pixabay.de/

Bild 2: pixabay.de/


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„Anstrengend, aber es lohnt sich“

female with laptop shows well doneDarf ich vorstellen, das ist Lisa:

Lisa ist Anfang 20 und hat nach ihrem Abitur ein duales Studium begonnen. Die Möglichkeit schon während dem Studium Geld zu verdienen und die Verbindung von Theorie und Praxis waren die Hauptgründe für ihre Entscheidung für die DHBW. Ein Kommilitone währenddessen wollte durch das Studium unbedingt in sein Traumunternehmen einsteigen. Beide studieren an der DHBW in Stuttgart mit über 8400 anderen Studenten. Ihr Studienbereich – Wirtschaft.

Lisa arbeitet in einem größeren Unternehmen und findet die Belastung in ihrer Praxisphase eigentlich angemessen, tendenziell aber eher anspruchsvoll. Das bedeutet, dass sie in ihrem Unternehmen nicht die Aufgaben einer klassischen Auszubildenden oder Praktikanten übernimmt, sondern das Unternehmen seiner Verantwortungen bewusst ist, dem Anspruch eines dualen Studiums gerecht zu werden. In der Hochschule sieht das sogar noch etwas extremer aus. Sie empfindet die Theoriephase als anstrengend. Die Belastung ist hoch. Das liegt vor allem an den vielen Vorlesungsstunden und der Tatsache, dass sonst wenig Zeit zum Lernen und Vorbereiten bleibt. Denn diese benötigt sie ebenfalls. Durchschnittlich sind das zwischen 6 und 10 Studenten in der Woche, die zu den Vorlesungszeiten dazugerechnet werden müssen.

Zum Glück fühlt sie sich aber an der Hochschule recht gut betreut, das hilft ihr oftmals auch, die Vorbereitungszeit zu reduzieren und ihr Studentenleben zu genießen. Ihr Unternehmen bewertet sie ebenfalls als gut bis sehr gut. Bei der Betreuung, die sich unter anderem auch durch die gute Behandlung und die gewissenhafte Heranführung an ihren Beruf auszeichnet, braucht sie sich also keine Sorgen machen. Die Aufgaben gefallen ihr ebenfalls gut, es ist vor allem das, was sie sich auch gewünscht hatte.

Die Aufklärung – Wer ist Lisa?

Nein, Lisa ist weder ein zweites Ich noch eine Bekannte von mir, sondern eine fiktive Figur. Lisa soll den Durchschnittsstudenten (m/w) darstellen, aus den genannten Gründen (die zumindest bei uns in der Stufe vorherrschen) und an dem größten der DHBW Standorte , den größten Studiengang, studiert.

Und warum sie existiert? Vor anderthalb Wochen kam eine neue Studie zum Dualen Studium heraus. Instruiert wurde sie von der Webseite Duales Studium und der karrierebibel.

Ab dem zweiten Abschnitt kommen die Ergebnisse der Studie ins Spiel. Dabei ging im Wesentlichen um die Belastung und die Unterstützung, die Studenten jeweils in ihrer Praxis- und Theoriephase erleben. Auch der Lernaufwand wurde näher analysiert. Befragt wurden insgesamt 517 dual Studierende. Was ich natürlich noch super interessant gefunden hätte, wäre die Aufschlüsselung nach dem Alter der Befragten, um herauszufinden, ob es dort Unterschiede gibt – vor allem im Lernaufwand. Oder welche Studiengänge inbegriffen wurden und ob diese an einer DHBW studieren, oder an Kooperationen mit dualen Hochschulen, wie es bei Unternehmen wie der Telekom, der Deutschen Bahn oder vielen anderen der Fall ist. Oder ob die Befragten Bachelor- und/oder Masterstudenten sind. Leider wird darauf nicht weiter eingegangen, aber wer weiß, vllt. wird es dies bald auch geben. 😉 Zur Studie.

Die Ergebnisse – eine Überraschung?

Wirklich überrascht über die Ergebnisse war ich nicht.  Es war auch etwa so, wie ich es mir gedacht hatte. So stimme ich auch dem Resümee des Autors „Mehrheitlich positives Feedback: Anstrengend, aber lohnt sich“  zu. Wem schon von Anfang an bewusst ist, dass es etwas anspruchsvoller ist, als ein normales Studium oder einer Ausbildung und sich auch dafür interessiert und auch bereit ist, mehr zu investieren (also Zeit und Kraft), für den ist das duale Studium geeignet. Wenn ihr es wirklich wollt – dann werdet ihr es auch schaffen.

p.s.: 20 Stunden Mehr-Lernaufwand in der Woche sind dennoch eher Ausnahmefälle beispielsweise vor den Prüfungsphasen oder bei besonderen Projekten. StatisitkBild: Dennis Prumbaum/ http://karrierebibel.de/duales-studium-belastung-und-zeitaufwand-fuer-studierende/

Trollinger Marathon


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Das Studentenleben im Vergleich:

Hallo,

 ich heiße Sergej Groß und studiere zusammen mit Kerstin Dienstleistungsmanagement am Campus Heilbronn der DHBW Mosbach. (Das ist auch der Grund weshalb ich dieses mal angehalten worden bin, einen Eintrag zu schreiben 😉 ) Ich gehöre mit meinen 24 Jahren schon zum „älteren Semester“ des Kurses. Ich habe schon eine Ausbildung zum Bürokaufmann hinter mir und vier Semester Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim. Da werde ich einfach ein bisschen vergleichen.

 Zunächst mal etwas über das Studium an der DH.

 Da ich ja von der klassischen Universität zur DH gewechselt habe (auf eigenen Wunsch), kann ich mich jetzt nicht großartig negativ über die DH auslassen 😉 Die Gründe lagen für mich aber klar auf der Hand: Kleine Gruppen, Abwechslung von Praxis und Theorie, Ausbildungsvergütung, … Natürlich ist das Studium an der DH zeitintensiv und mit viel Fleiß verbunden. Allerdings braucht man sich auch nicht all zu viele Sorgen um „das Bewältigen des Stoffes“ zu machen. Denn die Professoren sind meist sehr umgänglich, wenn es darum geht, den relevanten Stoff für die Klausuren nochmals zu erläutern. So hat jeder die Chance mitzukommen – das ist eben einer der Vorteile, wenn man kleine Gruppen hat. Wie Kerstin schon schrieb: Es ist natürlich stressiger als an der Uni. Der Stundenplan ist knallvoll und das ändert sich auch nicht in der Woche vor den Prüfungen …

Was mir jedoch sehr gut gefällt – und sind auch die wichtigsten Gründe, weshalb ich mich nun für das Studium an der DH entschieden habe – sind der Praxisbezug sowie die Abwechslung von Theorie und Praxis. Außerdem kann man intensiv mit den jeweiligen Dozenten über ein Thema diskutieren. Das ist an der Uni zwar auch möglich, aber es ist eben ein Unterschied ob 200 oder 20 Menschen zusammen in einem Raum sitzen. Mal abgesehen, davon, dass man schon ein bisschen mehr Traute braucht, bei 200 derjenige zu sein, der sich aus dem Schneckenhaus wagt und eine Zwischenfrage stellt.

Im Vergleich zur Uni ist das DH-Studium „verschulter“, mit weniger Freizeit verbunden, jedoch abwechslungsreicher. Es ist „stressiger“ aus der Sicht des Lernens, aber wer sich etwas organisieren kann und sich seine Zeit richtig einteilt, der schafft ein solches Studium in jedem Fall. Natürlich kann man sich „nicht so frei bewegen“ im Bezug auf die Vorlesungen. Stundenpläne sind meist vorgeschrieben, jedoch kann man an der DH zwischen verschiedenen Schwerpunkten wählen (also ähnlich wie an der Uni kann man sich für verschiedene Fächer entscheiden). Auch die ausgedehnten Semesterferien an der Universität sind bei der DH ein Fremdwort. Nach der Theoriephase geht es immer direkt in die Praxisphase. Da muss man sich seinen Urlaub dann schon gut einplanen.

Die Ausbildung zum Bürokaufmann (2006-2008) kann man natürlich nur schwer mit den Studien vergleichen. Allerdings helfen mir der dort erlernte Stoff und die Erfahrungen im Betrieb auch heute noch ab und zu weiter. Ich bin froh, die Ausbildung absolviert zu haben. Das hat mir schon einiges an Erfahrungen beschert. Bei einer klassischen Ausbildung ist man hauptsächlich im Betrieb. Die Berufsschule sieht man lediglich 1 ½ Tage pro Woche. Beim Lernen geht es nicht so in die Tiefe wie beim Studium, aber man erhält Grundlagen, die man später vertiefen kann.

 Sportangebot zum Ausgleich:

Trollinger Marathon

Nathalie Bautz-Eßling und ich (v.l) nach dem Lauf

Am 6. Mai war ja der Trollinger Halbmarathon in Heilbronn. Auch die BERA war wieder beteiligt und hat mit fünf Läufern ein starkes Team gestellt. Mir steckt es zwar immer noch ein bisschen in den Beinen, aber es war trotzdem ein gutes Gefühl nach etwas mehr als 21 km ins Ziel einzulaufen :-D.

Erfreulicherweise hat die DH jetzt eine AG ins Leben gerufen zusammen mit der Kletterarena Heilbronn. D. h. ab sofort ist es für alle Studierenden möglich, einmal in der Woche klettern zu gehen. Da ich gerne klettere, ist das für mich also ein gelungenes Freizeitprogramm, das die DH organisiert hat. Außerdem gibt es noch weitere Hochschulsportangebote. Ein klasse Ausgleich! Es gibt also auch außenrum noch ein bisschen was neben dem Studium 😉

Wer noch mehr Einblicke wünscht, kann mich gerne kontaktieren! Bis demnächst…

Sergej Groß


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Upps, ich bin im falschen Film – mein erstes Semester

Passend zu meinen Prüfungsergebnissen gibt’s jetzt mal einen Beitrag über mein erstes Semester an der DHBW Mosbach Campus Heilbronn.

Nach dem, bereits vorgestellten Praktikum im Marketing  in Heilbronn, ging ich für drei Monate an die Hochschule. So ganz genau wusste ich ja noch nicht, was mich erwartet, aber im Rückblick war die Zeit echt cool und wir haben einiges erlebt.

Meine beiden BERA-Mitstudenten (Sergej und Verena) und ich hatten uns vor Beginn des Semesters schon einmal auf dem Gelände getroffen. Wir verabredeten uns im DHBW-Gebäude, aber bevor ich rausgefunden habe, welches Gebäude das tatsächlich ist, hatte ich schon die Mensa, die GGS (German Graduate School of Management and Law) und sogar die aim erkundet. 🙂 Aber keine Sorge, der Campus ist klar strukturiert und echt sehr modern.

http://www.heilbronn.de/sch_bil/bildungscampus/_files/Bildungscampus.jpg
Der Campus Heilbronn

Es sind vier Gebäude, die den drei verschiedenen Bildungseinrichtungen zugeordnet sind und der Mensa/Bibliothek. So modern, wie alles von außen aussieht, ist er natürlich auch von innen;): Beamer, Flipcharts, Tafeln

und Pinnwände in jedem Zimmer, ein Aufzug, viele Fenster und eine große Aula. Was einige Mitstudenten von mir stört, ist das Krankenhaus-Feeling. Die weißen Wände eben – aber mal ganz ehrlich, lieber so als neon-grün, oder?

http://www.bildungscampus.org/institutionen.html

Innenansicht des DHBW Gebäudes

Genug zum Gebäude, jetzt mal wieder zum Studieren. Ich erinnere mich noch ziemlich gut an die ersten Tage. Nicht nur, dass alles ziemlich verwirrend war, weil meine Studiengangs-Richtungen noch nicht feststanden und sowieso alles neu war, nein, ich schaffte es doch tatsächlich, im falschen Raum zu sitzen. 😉 Glücklicherweise war ich nicht die Einzige und so wurden in den nächsten Tagen die verschiedenen Kurse noch ziemlich fremdbesucht. Statt im Studiengang BWL Dienstleistungsmanagement – Medien und Kommunikation saß ich dann schlussendlich in BWL Dienstleistungsmanagement, aber Personal und Bildung. Passt ja auch besser zur BERA. 🙂

Um das Trio zu komplettieren gibt es noch BWL Dienstleistungsmanagement – Sport- und Verbandsmanagement sowie BWL Konsumgüterhandel, aber das ist ja wieder eine ganz andere Richtung.

Die Studiengänge

Neben den Grundfächern wie Recht, Informationsmanagement, BWL, Dienstleistungsmanagement, Marketing, VWL, Mathe…, können wir Studenten uns zwischen verschiedenen Wahlfächern entscheiden. Zwischen den vielen Möglichkeiten hatte ich mich, nach Absprache mit Frau Terdenge auf  Personalmanagement, Consulting und Kommunikationsmanagement festgelegt – und das bis heute nicht bereut. 😉 Bei der Entscheidung hatte ich viel Freiraum. Vorgeschrieben war nur, dass ich Personalmanagement nehme. Für Kommunikationsmanagement habe ich mich entschieden, weil der Social Media Bereich, in dem ich arbeite, auch viel mit Kommunikation zu tun hat und Consulting … klang ziemlich interessant. Sergej hat z.B. ebenfalls Personalmanagement und Consulting, aber noch Kunden- und Vertriebsmanagement.

Am zweiten Tag gab es für alle neuen Studenten eine Outdoor-Veranstaltung, bei der wir in kleinen Gruppen verschiedene Aufgaben lösen und als Team Köpfchen und Stärke beweisen mussten. So galt es zum Beispiel eine freischwebende Brücke zu bauen und zu begehen oder 500 g Holz abzuschätzen. Ich fand den Tag echt klasse. Wir lernten viele verschiedene Leute kennen und auch wenn ich jetzt noch Mitgliedern aus meiner Gruppe auf dem Gang begegne, gibt es ein freundliches „Hallo, wie geht’s dir?“. 😉

Aber statt einiger weiterer entspannter Tage wie auf verschiedenen anderen Fachhochschulen (so haben es mir zumindest ein paar Freunde erzählt), ging es bei uns schon am dritten Tag richtig los. „Arbeitszeiten“ von 8.15 Uhr bis 17.00 Uhr. Und ich meine hier nicht die Arbeitszeiten in der Praxisphase im Unternehmen. Nein, ich meine den Vorlesungsplan. Als ich diesen das erste Mal in der Hand hatte, musste ich echt schlucken. Jeden Tag von 8 bis 17 Uhr? Und dann auch mal samstags zwei Stunden? Hallo? Was soll ich denn davon halten?

Schlussendlich war es zu meiner Beruhigung aber gar nicht mal so schlimm. Ich bin ja nicht in allen Wahlfächern. Und während meiner Nichtwahlfächer habe ich frei. Manchmal sind auch die Dozenten nicht da und eine 4-stündige Vorlesung fällt aus. Leider muss diese ja noch nachgeholt werden, aber das ist zunächst mal relativ egal. Ach, wenn wir gerade beim Thema „Nachholen“ sind: Unsere Englisch-Dozentin zog es vor, uns nicht zu unterrichten und auch sämtliche Telefonanrufe und persönliche Besuche des Studiengangsleiters und des Sekretariats zu ignorieren. Über die Beweggründe darf spekuliert werden – ich sage einfach mal: An mir hat´s nicht gelegen. Also fangen unsere Englisch-Vorlesungen wohl erst im nächsten Semester an. Aber das war das Einzige, das tatsächlich schiefgelaufen ist und dafür, dass es den Campus Heilbronn erst seit anderthalb Jahren gibt, ist das gerade noch wegzustecken.

Nächste Woche folgt der 2. Teil, in dem ich von den Dozenten, meinem Kurs und den Prüfungen erzählen werde. 🙂