Azubis und duale Studenten bloggen

Tue Gutes und sprich darüber – Unsere Abschlusspräsentation

3 Kommentare

Ist Euch schon mal aufgefallen, dass Projekte – egal wie viel Energie und Hirnschmalz man im Vorfeld reingesteckt hat – gegen Ende immer ein bisschen stressig werden? Wir haben das am eigenen Leib erfahren. Unter dem Motto „Tue Gutes und sprich darüber“ wollten wir ganz einfach und locker der Werkstatt für Behinderte (WfB) in Nürnberg unsere Ideen präsentieren. Doch dann wurde alles doch noch recht abenteuerlich …

Unsere Vorbereitungen liefen schon seit Wochen und die Präsentation war in den letzten Zügen als wir (die Präsentatoren) uns am Vortrag des Auftritts, den 24.9, zur Generalprobe trafen. Wir hatten alles perfekt geplant.

Doch zweitens kommt es anders und erstens als man denkt …

Zumindest bis wir feststellten, dass eine unserer Präsentatoren nicht da war. Ein Telefonat brachte uns Klarheit, dass sie auch am nächsten Tag nicht da sein würde – sie lag im Bett, weil sie sich einen hässlichen Erreger eingefangen hatte. Und so verteilten wir die Kuchenstücke der Präsentation auf die verbliebenen vier und erarbeiteten auf die Schnelle noch die Fragen, mit denen unser Moderator uns vier durch die Präsentation führen würde.

Nachtschicht und frühe Abfahrt – wo das hinführt, könnt Ihr Euch sicher denken. Nach fünf Stunden Bettruhe meinerseits trafen wir uns erwartungsfroh um 7.15 Uhr an der Hochschule. Was wir nicht erwartet hatten: Mehrere Dozenten und Vertreter der Hochschule, darunter sogar  Frau Prof. Dr. Graf, unsere Prorektorin, bestiegen mit uns den Bus. An Müdigkeit war nicht mehr zu denken, das Stressniveau erreichte eine erste Spitze. 🙂

Und dann die zweite Stressspitze: Obwohl wir die Abfahrt im Vorfeld immer wieder nach vorne geschoben hatten, wartete in Nürnberg ein handfester Stau auf uns. Großartig – noch 30 Minuten bis zum Vortrag und nichts geht mehr (zumindest gefühlt). Zum Glück täuschten wir uns: Uns blieben noch knapp Minuten für den Aufbau von Laptop und Beamer und die Organisation in unseren Köpfen ;).  Und da standen wir nun im „Hochhaus“ der WfB. Rechts sind Bäume, links sind Bäume und dazwischen … wir halt und einige Stühle für die Zuhörer 😉

Wir waren bereit, wir waren heiß, wir waren … nervös. Doch wir konnten nicht starten (Stressfaktor drei). Warum? Das Fernsehteam (Stressfaktor vier!) hatte sich in Nürnberg verfahren.

Doch endlich ging´s los – gefühlter Puls bei mir: 168 Schläge. Michael Volland, der Betriebsleiter und Auftraggeber, riss das Projekt kurz an, Herr Prof. Dr. Thomas Batz, unser Studiengangsleiter, begrüßte die Gäste in unserem Raum, erwähnte die gute Zusammenarbeit der WfB mit der Hochschule, also insbesondere mit unserem Kurs und endete mit der Aussage: „Wir haben alle Entwicklungen eines Projektes durchgemacht. Die Freudenschreie bis hin zu dem Moment, in dem jeder jeden in ein anderes Sonnensystem schicken wollte.“

Wir hatten vier Aspekte herausgearbeitet, die für die WfB wichtig sind: Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring, Bildung und Personal sowie Geschäftsideen. Flo, Sergej, Mareike und ich gingen für die Themen ins Rennen.

Die Spannung steigt …

Vor der Präsentation…

Ich für meinen Teil war ziemlich nervös –aber ich denke, das ist Euch schon klar geworden. Puls lag mittlerweile bei geschätzten 200 (vergleichbar mit der Zielgeraden des Firmenlaufs;-)). Thema: Optimierung des bestehenden Angebots und Ausbau des Portfolios der Gärtnerei der Stadt Nürnberg. Ich hatte ich mich mit dem Thema über Wochen hinweg beschäftigt. Aber nun galt´s: eine kurze und knackige Vorstellung unseres Konzepts – das war doch was anderes  …

Zum Glück hielt Flo, der zusätzlich noch als unser Moderator agierte, sich an die abgesprochenen Fragen. Blumenkästen, Pflanzenhotel, Pflanzenvermietung – ich hatte den Eindruck, ich hätte eine grüne Zunge 😉 und konnte alle Fragen vom Moderator souverän beantworten. Als Mareike  und Sergej ihre Fragen ebenso nach Hause gebracht hatten, waren wir alle sichtlich erleichtert. 😉 Und damit legte sich auch die Aufregung – mir gelang eine ruhige Präsentation. Zumindest stimmlich, alles sonst zitterte noch alles.

Dabei kamen mir aber auch meine Erfahrungen am Tag der offenen Tür in Mosbach und bei unserem Probevortrag an der Hochschule zu Gute. Ich habe die Hoffnung, in Zukunft vielleicht irgendwann ganz frei von nervösen Zuckungen in den Beinen zu werden ;-).

Der Lohn  der Mühe

Wir hatten´s geschafft! Und als es dann noch ein positives Resümee vom Geschäftsführer der WfB, Christian Schadinger, gab, war ich sehr zufrieden – und wurde plötzlich ganz schnell müde.

Nach dem Vortrag konnten wir anschließend das große Buffet genießen und sprachen noch über den ein oder anderen Punkt mit den anwesenden Vertretern der Werkstatt für Behinderte.

Weil viele unserer Begleitpersonen die Werkstatt noch nicht kannten, machte Michael Volland nochmals eine Führung und zeigte „seine“ Gärtnerei. Ich habe mir nochmal alles eingeprägt und wer weiß, wenn ich in ein paar Jahren wieder vorbeisehe, kann ich vielleicht schon Veränderungen sehen. Vielleicht wird unser „Erlebnispfad für eine bessere Präsentation der der Produkte und Orientierung der Interessenten Realität oder unser Pflanzenhotel, in dem Palmenbesitzer ihre Gewächse in der kalten Jahreszeit unterstellen können oder … Wir werden sehen.

Für uns hieß es anschließend: erst einmal Abschied nehmen, aber wie unser Auftraggeber so schön sagte: „Vielleicht sehen wir uns in ein paar Jahren, so groß ist die Welt ja nicht.“ Und jetzt hoffen wir, dass zukünftig viele andere über die WfB und ihre Leistungen sprechen werden. Denn in Social Media Zeiten kommt es weniger auf das an, was man selbst erzählt, als mehr auf das, was andere über einen erzählen. Meinen Beitrag habe ich zumindest hiermit schon gemacht. 😉

Advertisements

Autor: Kerstin

Mein Name ist Kerstin Höhn und ich bin 21 Jahre alt. In meiner Freizeit bin ich gern sportlich unterwegs und treffe mich gern mit meinen Freunden. Beruflich habe ich ein duales Studium abgeschlossen und berichte darüber in dem Blog.

3 Kommentare zu “Tue Gutes und sprich darüber – Unsere Abschlusspräsentation

  1. Pingback: „Ne du, wir haben in 1.02…“ | BERAstarters – Azubis und duale Studenten bloggen

  2. Pingback: Viel Erlebt und noch mehr gelernt – Mein Rückblick auf 3 Jahre Studium – Teil 1 | BERAstarters – Azubis und duale Studenten bloggen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s