Azubis und duale Studenten bloggen

1. kommt es anders und 2. als man denkt ;)

3 Kommentare

Nachdem ich ja letzte Woche über meinen Wiedereinstieg zur Praxisphase geschrieben habe, werde ich mich nun mit meiner Prüfungszeit auseinandersetzen.

Wie Ihr vielleicht mitbekommen habt, war das eine ganz schön anstrengende Sache. Vielen Dank nochmals an Jaqueline, Sergej und Tom, die mich mit ihren Blogbeiträgen unterstützt haben. 😉

Die Prüfungszeit an sich ging genau zwei Wochen. Am Montag den 14. Mai ging es los und endete am Freitag den 27. Mai. Zwei Wochen full power also. 😉   Das Prinzip ist einfach, man schreibt jeden zweiten Tag ein oder zwei Stunden an zwischen einem und drei Fächer. Alles verstanden? ;D Als Beispiel: am ersten Montag schrieben wir zwei Stunden an drei Fächern. Natürlich sollten die drei Fächer, die wir an einem Tag schreiben, inhaltlich zusammengehören, aber bei Logistik, KLR (Kosten- und Leistungsrechnung) und internen Wertschöpfung habe ich bis heute noch nicht den Zusammenhang gefunden. 😉

So, jetzt geht’s vom Prinzip zur Umsetzung. Und das war teilweise ein richtiges Chaos, was nicht nur zu Verwirrung der Studenten, sondern auch zur Konfusion im Sekretariat führte, aber dazu später.. 😉

1. Tag: Kosten- und Leistungsrechnung, interne Wertschöpfung und Logistik. Wie Ihr euch vorstellen könnt, war die Vorbereitung etwas anstrengend bei soviel Stoff. Da tauchte bei manch einem schon die Frage auf: Was ist nochmal der Unterschied zwischen KLR und FiBu? Warum brauchen wir nochmal Logistik? Wir studieren doch Dienstleistungsmanagement! Interne Wertschöpfung? Waren das nicht die paar Vorlesungen, von denen die Hälfte ausgefallen ist oder der Dozent zwischendrin weg musste?

2. Tag: Strategisches Dienstleistungsmanagement und Instrumente des Dienstleistungsmanagement. Die Vorbereitungen zu den Prüfungen waren voll in Ordnung. Wir wussten, welche Themen dran kommen würden und konnten uns mehr oder minder optimal vorbereiten. Die Überraschung kam dann während der Prüfung. 😉 SWOT, Porter, Strategisches Marketing, Ansoff und vieles mehr –so wweit, so gut. Aber dann: Harry Potter. Eine der Aufgaben bestand darin, die Theorie am Beispiel eines „magischen“ Freizeitparks anzuwenden . SWOT-Analyse mal auf eine ganz andere Weise. Für kreative Köpfe war die Aufgabe natürlich optimal, dennoch hörte ich öfter verzweifeltes Stöhnen  als unterdrückte Jubelschreie oder Gelächter. 😉

3. Tag: Recht. Wirklich nicht eines meiner Lieblingsfächer und ich war froh, als das dann endlich vorbei war. Am Wochenende 2,5 Tage freie Zeit am Stück! Eine echte Rarität – ging drauf für die Vorbereitung der nächsten Prüfungen …

4. Tag: Technik der Finanzbuchführung 1 und   2. Kurzum FiBu des ersten, und des zweiten Semesters. Wie ich vielleicht das ein oder andere Mal erwähnt haben könnte, gehört FiBu nicht wirklich zu meinen Stärken. „Achtet auf die Kontennummern und vergesst nicht bestandsorientiert zu buchen“, waren nicht wirklich meine Lieblingssätze der Dozenten. Alles in allem ein großes Rätsel für mich, aber ich schaffte es, den Stoff am Tag vor der Prüfung prinzipiell zu verstehen. Das etwas Deprimierende war schlussendlich, dass in der Prüfung eine Aufgabe dran kam, von der zuvor hieß, der Stoff käme nicht dran. Und netterweise gab es dafür auch noch 40 von 100 Punkten. Für mich war das natürlich ein Schlag ins Gesicht. Nach einer Reklamation bei unserem Kursleiter, hat er sich der Sache angenommen und wird das für uns regeln. Zum Glück! 😉

5. Tag: Statistik. Spätestens nach der FiBu-Prüfung schmolz die Motivation dahin wie Eis in der Sonne. Selbst die verschiedensten Lerngruppen konnten sich nur mit aller Mühe und Not zum Lernen aufraffen. Ein Tipp von mir: Sucht euch eure eigenen Motivations- Strategien! Ich hatte das Glück, dass ein Freund von mir wetten wollte, wer denn wohl besser in Mathe ist. Also  habe ich eingeschlagen und mich reingehängt. 😉 Schließlich wollte ich mir meinen klaren Vorsprung von 0,1 Noteneinheiten aus dem ersten Semester nicht nehmen lassen. 😉

6. Tag: Informationsmanagement: Motivation = 0. Lernstoff > ∞. In der letzten Prüfung ging es um 2 Semester Informationsmanagement. Egal ob Cloud, Geschäftsprozesse, Datenschutz und Datensicherheit, es kam alles dran, was in irgendeiner Weise mit IT verbunden ist, oder Geschäftsprozesse beschreibt. Also ein Fach mit ziemlich viel Stoff sollte unsere Prüfungen abschließen. Sollte? Ja, genau. Und jetzt komme ich nochmal auf das Thema Konfusion.

Prüfungssituation: Alle Studenten sitzen an den mit ihrem Namen vermerkten Tischen.
Taschen, Handys, Jacken und leere Mäppchen vorne an der Wand.
Erwartungsvolle Stille.
Prüfungsbögen werden ausgeteilt.
Startzeichen der Aufsichtsperson.
Öffnung des Prüfungsbogens.
Schnaufen, Stöhnen , verzweifelte Gesichter.
Stille.
Grinsen.
Ausgelassenes  Gelächter.
Wildes Schreiben.

Heitere Stimmung bei einer Prüfung? Ist das überhaupt möglich? Bei uns schon.;)  Dem Sekretariat oder unserem Dozenten oder wem auch immer, war ein ziemlicher Schnitzer unterlaufen. Als Bonus zu den Prüfungsaufgaben wurden nämlich zusätzlich die Musterlösung dazu ausgeteilt. Eigentlich fair angesichts des immensen Lernstoffs ;-).

Aber zurück: Als ich die erste Seite sah und mir die Aufgaben anschaute, war ich schon fast am Verzweifeln. Meine fehlende Motivation des Vortages und meine zunehmende Erschöpfung durch die Prüfungszeit machten sich bemerkbar. Ich blätterte zur zweiten Seite und wurde ziemlich überrascht. Mit einer Schriftgröße von mindestens 36, stand ganz oben: „Musterlösung“. Anfangs hielt ich das alles für einen dummen Scherz und begann die Aufgaben mit den Lösungen zu vergleichen, aber dank meines immerhin dafür ausreichenden Wissens, sah ich ein, dass das wohl die richtigen Antworten waren. Nach einem Kontrollblick durch den Kurs, in dem wohlgemerkt alle fleißig schrieben oder nacheinander anfingen zu lachen, begann ich die Lösungen auf meinen Antwortbogen zu übertragen. Es hätte die perfekte Prüfung werden können. Hätte, … wäre nicht irgendwann eine Sekretärin ins Zimmer gestürmt. Sie besah sich den Bogen und rannte wieder davon, um einen Dozenten zu alarmieren, der die Prüfung schließlich abbrach. Schade eigentlich. 😉 Darin waren sich alle drei Kurse Dienstleistungsmanagement einig, aber sonst unterschieden sich die Meinungen sehr. Während die Einen sich ziemlich aufregten, weil sie alles auswendig gelernt hatten, waren die Anderen ganz entspannt, ihnen war alles egal und der dritte Teil freute sich. 😉 Ich sehe es als Chance, mich in Ruhe vorzubereiten. Wahrscheinlich schreiben wir die Prüfungen, am Anfang des nächsten Semesters, weit vor den Anderen. 😉 Auf jeden Fall habe ich hier jemanden gefunden, der mir das alles ganz ausführlich nochmal erklären kann. Chance gefunden – Chance wird genutzt. 😉

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Autor: Kerstin

Mein Name ist Kerstin Höhn und ich bin 21 Jahre alt. In meiner Freizeit bin ich gern sportlich unterwegs und treffe mich gern mit meinen Freunden. Beruflich habe ich ein duales Studium abgeschlossen und berichte darüber in dem Blog.

3 Kommentare zu “1. kommt es anders und 2. als man denkt ;)

  1. Ich weiß gar nicht, ob ich da explodiert wäre oder mich totgelacht hätte. Am liebsten hätte ich wohl die Prüfung hinter mir gehabt 😉

  2. Pingback: Immer wieder mittwochs… ;) | BERAstarters – Azubis und duale Studenten bloggen

  3. Pingback: Viel Erlebt und noch mehr gelernt – Mein Rückblick auf 3 Jahre Studium – Teil 1 | BERAstarters – Azubis und duale Studenten bloggen

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