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Meine unerwartete Reise nach Chile

6 Kommentare

Wenn sich eine Tür schließt,
dann öffnet sich eine andere;
aber wir schauen meist so lange und
so bedauernd auf die geschlossene Tür,
dass wir die, die sich für uns öffnet, nicht sehen
Alexander Graham Bell

Chile – das Land der „verrückten“ Geografie mit Wüsten, Fjorden, Gletschern, Küsten und Urwäldern. Ein Land, das etwa die Hälfte der Ostküste von Südamerika bildet. Ein Land, das etwa 25 Mal länger ist als breit (4300:180km).

Ein Land…, in das ich in wenigen Wochen reisen werde. *Ahhh* 🙂

Chile_01

Und damit herzlich willkommen auf meinem Weg nach Südamerika

Keine Sorge – der Blog wird jetzt nicht in einen Reiseblog umgewandelt. Es behält seinen eigentlichen Auftrag, über das Studentenleben und die Ausbildung zu berichten – denn mein Chile-Ausflug ist ein Teil davon.

Ich werde ab dem 24.06 die Universidad de Chile, eine der ältesten Universitäten Amerikas in Santiago (de Chile, nicht zu verwechseln mit dem nordamerikanischen Santiago ;)) besuchen. Der Trip wurde von unserer Hochschule organisiert und wird leider nur drei Wochen gehen. Beim dualen Studium geht halt alles ein bisschen schneller 😉

Natürlich bin ich nicht alleine unterwegs, sondern mit 24 anderen Mitstudenten aus Mosbach, Bad Mergentheim und eben Heilbronn. Was uns erwartet, sind englischsprachige Vorlesungen zur Einführung in die chilenische Wirtschaft, Politik, Handel und vieles mehr; Besichtigungen chilenischer Unternehmen und Ausflüge in die Umgebung von Santiago. Natürlich bekommen wir auch Unterricht in chilenischem Spanisch. Aber dazu … muss ich erst einmal Spanisch lernen. 😉 Spezielle Angebote wie Skifahren oder ans Meer fahren gibt es dann auch noch. Entschieden, was ich alles machen werde, habe ich mich noch nicht. Was meint Ihr, soll ich in Chile Ski fahren gehen? Für Expertentipps bin ich immer dankbar.

Das alles klingt ziemlich aufregend, oder? Ich werde schon ganz nervös, wenn ich mich damit beschäftige (wie z.B. gerade beim Blogschreiben oder beim Reiseführer durchforsten).

Die unerwartete Reise – wie es dazu kam

Habt ihr euch schon einmal innerhalb 23 Stunden entschieden, in einen Urlaub zu gehen? Last Minute sozusagen? Wohl eher nicht, oder? Das ist auch eher ungewöhnlich, aber genau so war es bei mir.

Eine Summer School zu besuchen, war schon immer ein Ziel von mir. Klassische Auslandssemester, wie bei einem normalen Studium gibt es hier ja nicht. Wir haben dafür aber andere Möglichkeiten. Unsere Auslandssemester dauern zwischen drei und fünf Monaten. Dafür fehlt man aber einige Zeit sowohl an der Hochschule als auch im Betrieb. Und dann gibt es eben noch die Summer Schools. Diese gehen zwischen meist nur drei oder vier Wochen. Und genau so eine wollte ich auch im vierten Semester machen.

England ich komme … nicht.

Auf der Webseite unserer Hochschule waren verschiedene Angebote. Unter anderem Reisen nach England, China, Russland, Frankreich und Chile. Meine Wahl fiel auf England. Aber dann musste ich meinen eigentlichen Plan, an die Staffordshire University in Großbritannien zu gehen, leider begraben: Die Uni wird gerade umgebaut – just dann, wenn ich kommen will! Eine Intrige? 😉

Was nun?

Aber nur weil etwas auf Anhieb nicht klappt, heißt das noch lange nicht, dass man alle Hoffnungen aufgeben sollte. Man muss nur etwas über den Tellerrand schauen oder sich nochmal selbst testen, was man denn WIRKLICH möchte. Ich wollte eigentlich in ein englischsprachiges Land. Stopp! Wollte ich das WIRKLICH? Ja, ich wollte, aber …

… nein, ich wollte zu einer englischsprachigen Summer School und ich wollte ein fremdes Land kennenlernen. Warum denn nicht was anderes außer England?

¡Hola, Chile! – Ein Angebot, das ich nicht ablehnen kann

Weil ich mich so auf England fixiert hatte, hatte ich den Anmeldeschluss für Chile, meine zweite Wahl, natürlich verpasst. Im Internet stieß ich dann auf weitere interessante Summer Schools, aber meine Entscheidung fiel mit einer E-Mail einer Kommilitonin. Sina wusste, dass ich, genau wie sie an einer Summer School interessiert war. Sie selber fliegt nach Chile und erhielt am 13.05 eine E-Mail von unserer Hochschule, dass spontan ein Platz frei geworden war. Genau diese E-Mail schickte sie mir weiter und ich – nun ja – schickte am nächsten Tag die Anmeldung um 9.00 Uhr an meine Hochschule. Erst per E-Mail und dann per Post. Und war die Erste. Ganz nach dem Prinzip „first come first serve“ erhielt ich nachmittags die Bestätigungs-E-Mail. Das nennt man Windhundprinzip 😉

Ich bin dabei!

Und bereuen – tu ich es nicht. Im Nachhinein bin ich echt froh, wie alles abgelaufen ist. Während des ganzen Prozesses (in den Monaten zuvor) hatte ich, eine Vorrausetzung für die Summer Schools, natürlich mit meinem Unternehmen gesprochen. Und hatte das Okay dafür. Und genau das war es auch, das mir meine 23-Stunden-Anmeldung überhaupt möglich machte. Also: Falls Ihr auch so etwas plant, kümmert euch früh genug darum. Ihr wisst nie, wie schnell ihr später sein müsst.

Nach England  – das kann ich ja später immer noch. Von Stuttgart aus ist man heute mit dem Flieger zu bezahlbaren Preisen in einer guten Stunde da.

 

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Autor: Kerstin

Mein Name ist Kerstin Höhn und ich bin 21 Jahre alt. In meiner Freizeit bin ich gern sportlich unterwegs und treffe mich gern mit meinen Freunden. Beruflich habe ich ein duales Studium abgeschlossen und berichte darüber in dem Blog.

6 Kommentare zu “Meine unerwartete Reise nach Chile

  1. Super, dass du jetzt auch dabei bist 🙂 Ich freu mich schon drauf. Das wird super.

    • Hey Melissa,

      jep, ich bin jetzt tatsächlich dabei. Kann es selber noch gar nicht glauben. Jetzt noch ein bisschen Spanisch lernen und dann kann unser Abenteuer los gehen.
      Es wird bestimmt etwas ganz besonderes! 😉

  2. Ja, Chile ist ein extrem interessantes und unheimlich vielfältiges Land – von der Wüste bis zur Eiszeit :). Berge, Seen, super freundliche Menschen, lange Traditionen und die noch immer zu erlebenden Kultur der Mapuchen. Hatte die Gelegenheit das Land vom Norden bis in den Süden zu bereisen. Wirklich erlebenswert! Hoffe auch Sie haben die Gelegenehit etwas meh als nur Santiago zu sehen? Wünsch Ihnen, liebe Frau Höhn, daher eine wundervolle Zeit!

    • Hallo Frau Röhr,

      vielen Dank! Können Sie mir denn noch etwas empfehlen, dass man auf jeden Fall sehen sollte, wenn man sich in Chile aufhällt? Etwas, das sich zumindest in der Nähe von Santiago befindet? 😉
      Mal sehen, was sich in drei Wochen so alles machen lässt. Zum groß Herumreisen, wie Sie es gemacht haben, werden wir wohl aufgrund der Vorlesungen nicht, aber ich werde mich da überraschen lassen. Ich versuche auf jeden Fall so viel wie möglich mitzunehmen. 😉

  3. Pingback: Die Summer School in Chile – Ein Rückblick/Fazit/Abschluss | BERAstarters – Azubis und duale Studenten bloggen

  4. Pingback: Mein duales Studium – ein Rückblick – Teil 2 | BERAstarters – Azubis und duale Studenten bloggen

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