Azubis und duale Studenten bloggen

„Ein Hoch auf uns“

Ein Kommentar

Fußball_03

„Ein Hoch auf uns
Auf dieses Leben
Auf den Moment
Der immer bleibt“

Falls Sie es trotz der vielen Berichte in Radio, Zeitungen, Internet und natürlich in den sozialen Netzwerken nicht mitbekommen haben sollten – „wir“ sind Weltmeister! Mit „wir“ meine ich natürlich die deutsche Nationalmannschaft, die sich in Brasilien vor wenigen Tagen den Pokal geholt hat.

Aber um diese Gewinner soll es hier gar nicht gehen. Ich möchte nicht in direkte Konkurrenz zu den großen Medien stehen, die bereits ausführlich über die Spiele und die Rückkehr berichtet haben.

Bei mir soll es zwar ebenfalls um Meister gehen – aber um halbfertige.

Wir, die fast fertigen Meister

Im letzten Blogbeitrag habe ich euch darüber berichtet, dass ich ja leider die WM nicht ohne weiteres genießen konnte. Zusammen mit meinen Kommilitonen und Kommilitoninnen an der DHBW Heilbronn verbrachte ich die Zeit nämlich damit, unsere letzten schriftlichen Prüfungen und die große mündliche Prüfung zu über- und hoffentlich auch zu bestehen.

Aber genau diese zwei Events habe ich jetzt mal dazu genutzt, das Thema Fußball vorerst (für mindestens die nächsten zwei Jahre) ein letztes Mal zu beleuchten. Ich möchte euch anhand der WM unseren Weg zum Finale, dem Bachelor, beschreiben.

Holen wir uns den Sieg!

Wenn man unser Studium mit der WM vergleicht, haben wir letzte Woche erfolgreich das Halbfinale hinter uns gebracht. Und es war ebenfalls ein ziemlich anstrengender Weg, der mit der alles entscheidenden Vorbereitung beginnt.

Die Vorbereitung

Am Anfang wird das Ziel festgelegt. Schon durchschnittlich ein Jahr vor dem Schulabschluss haben wir uns über unsere Zukunft Gedanken gemachen. Wie soll es weitergehen? Was möchte ich machen? Das waren hier die klassischen Fragen. Mit der Entscheidung für ein duales Studium an der DHBW  Heilbronn oder in einem bestimmten Unternehmen war die Aufwärmphase geschafft und die Vorbereitungsphase konnte beginnen. Statt ein Trainingscamp in Südtirol zu besuchen und in einem fünf Sterne Hotel zu residieren, hieß es bei uns: Bewerbungen schreiben, an Auswahlgesprächen teilnehmen und oftmals auch eine Wohnung suchen. Es hat geklappt – und die Vorbereitung konnte mit der Unterschrift des Arbeitsvertrages abgeschlossen werden.  

 

Liegewiese und Sonnenbank

Unser Spielfeld 😉

Die Gruppenphase

Als Gruppenphase könnte man die ersten vier Semester beschreiben. Der Kurs lernte sich kennen, man begann zusammen zu arbeiten, hatte Höhen und Tiefen und erlebte einiges zusammen. Man lernte immer wieder neue „Gegner“ (Prüfungen) kennen und „besiegte“ sie mit Wissen. Auch wenn man, wie einige bei uns, die erste Chance verpasst und die Prüfung in Wirtschaftsmathematik nicht bestanden hatte, konnte man es durch eine Hausarbeit und die Prüfung in Statistik wieder ausgleichen.

Einige Spiele (Semester) waren schwerer als andere. Im dritten Semester beispielsweise waren wir beinahe überfordert mit der Anzahl der Spieler (Prüfungen), denen wir gegenübertreten mussten, und kamen an unsere Leistungsgrenzen. Nichtsdestotrotz überstanden wir sie und konnten auch die Gruppenphase abschließen – weiter ging’s in die K.O.-Runden.

Die K.O.-Runden

Nun wurde es immer härter. Wir bekamen es mit neuen Taktiken (Fächern) zu tun und unsere Spielzüge (Inhalte) wurden immer spezifischer. Einige aus unserer Stufe mussten auch mal in die Verlängerung (Prüfungen wiederholen). Zu einem Elfmeterschießen (Mündliche Prüfung, wenn die Wiederholungsprüfung nicht bestanden wurde) kam es meines Wissens sehr selten. Kampfgeist, Motivation und Teamgeist wurden nun immer mehr gefragt. Die Spieler kannten sich aber mittlerweile und jeder wusste um die Schwächen des anderen auf dem Spielfeld.

Beim Halbfinale, den mündlichen Prüfungen, wurden wir nochmals stark gefordert. Die Taktiken und Spielzüge aus den gesamten vorherigen Spielen (Inhalte des ganzen Studiums) mussten in Erinnerung gerufen werden und einsatzbereit sein. Zudem musste jeder auch noch selbst seine Ideen einbringen und diese wurden anschließend auf die Probe gestellt. Bei uns war es das Bachelorthema, welches wir präsentieren mussten.

Das Spiel war ein harter Kampf. Der Ball wechselte sehr schnell zwischen den Mannschaften. Konnte man den Ball aber am Ende gewinnen und ihn ins Tor feuern (die Fragen der Prüfer beantworten), konnte man das Spiel für sich entscheiden, stolz und zufrieden den Platz (Prüfungsraum) verlassen und sich auf das Finale freuen.

Das Finale

Wie bereits oben beschrieben befinden wir (duale Studenten) uns aktuell im Finale. Die Vorbereitung, die Gruppenphase, die K.O-Kunden inklusive Halbfinale, sind seit letzter Woche geschafft und vor uns steht „nur“ noch die Bachelorarbeit. Mit ihr wird sich auch bei uns damit entschieden, ob wir Meister werden. 😉

Anders als die deutsche Nationalelf haben wir aber statt weniger Tage drei Monate Zeit, um die Arbeit zu schreiben. Neben der Arbeitszeit natürlich, was die Zeit dann doch etwas reduziert.

Ich war ziemlich froh, als ich die vielen Prüfungen letzte Woche hinter mich gebracht habe. Das könnt ihr mir gerne glauben. ^^ Nach einem Wochenende abseits vom Spielfeld, bin ich nun wieder bereit mich der Bachelorarbeit anzunehmen. Ich bin mir auch sicher, dass wir das letzte Spiel auch noch überstehen werden.

Und damit verabschiede ich mich dann auch mal wieder in die Kabine (Büro). Ich muss nämlich heute arbeiten. Das Training (Bachelorarbeit schreiben) beginnt bei mir nämlich erst heute Abend. 😉

 

Bild: Thomas Kölsch  / pixelio.de

Abschluss

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Autor: Kerstin

Mein Name ist Kerstin Höhn und ich bin 21 Jahre alt. In meiner Freizeit bin ich gern sportlich unterwegs und treffe mich gern mit meinen Freunden. Beruflich habe ich ein duales Studium abgeschlossen und berichte darüber in dem Blog.

Ein Kommentar zu “„Ein Hoch auf uns“

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