Azubis und duale Studenten bloggen

Unsere Azubis und dualen Studenten geben Einblicke in ihren Alltag und was man sonst noch bei der BERA erlebt.


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Tschüss Arbeitsalltag und Hallo Hochschule!

Hallo liebe Leserinnen und Leser,
mein Name ist Kerstin Adam und wie ihr sicherlich mittlerweile wisst, bin ich eine duale Studentin bei der BERA in Heilbronn. Nach einer spannenden Praxisphase, in der ich nicht nur im Marketing sondern auch in der Niederlassung in Heilbronn tätig war, beginnt nun wieder der Alltag in der Hochschule. Somit fällt uns Studenten wieder ein was uns die Dozenten ans Herz legen: „jeden Tag den erlernten Stoff wiederholen und die Prüfungen schreiben sich am Ende wie allein.“ Natürlich ist das die Regel Nr.1 in einem Studentenleben 😀

learning

Der erste Schultag steht bevor und mit ihm die Abgabe der ersten Projektarbeit. Nachdem wir Studenten viel Zeit investiert haben um unsere erste wirtschaftliche Arbeit fertig zu stellen ist der Tag der Abgabe gekommen. Die Studenten trudeln nacheinander ins Sekretariat ein und geben die Dokumente gemäß den Vorschriften ab. Naja, der ein oder andere auch nach seinen eigenen Vorschriften sonst könnte ja Langeweile auftreten versteht sich 😉

Betrachtet man den Stundenplan dieses Semesters, heißt es für viele Studenten aufatmen. Durch das sich öfter wiederholende „Selbststudium“ haben auch die Langschläfer die Chance pünktlich zum Unterricht zu erscheinen. Ob dies auch zutrifft sei mal dahin gestellt. 😀

In dieser Theoriephase geht es vor allem um die Fächer Bilanzierung und Jahresabschluss, Steuerrecht, Finanzierung und Investition, Mediengestaltung und Kommunikationsmanagement. Denn im November heißt es wieder „fleißig“ sein und die Prüfungen mit „Bravur“ meistern. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen 😉

Dieses Semester ist das Fach Mediengestaltung in Drucktechnik und App- Ökonomie vertieft. Vor allem im Fach App- Ökonomie wird erkenntlich, wie wichtig die Technologie für die heutige Zeit ist. Die Aufgabenstellung lautet: „denkt euch eine App aus die ihr entwickeln wollt und überlegt euch die ersten Screens für diese App.“ Nicht nur mit viel Engagement nahmen wir diese Aufgabe an, sondern der Spaßfaktor trat ebenfalls nicht zu kurz. Nachdem sich herausstellte, dass alle Studenten bis auf eine Person ein Apple- I-Phone besitzen und auch wieder im Mac- Labor an App- Ideen gearbeitet wird, amüsierten sich die Studenten und der Spruch: „Der duale Student vergleicht keine Äpfel mit Birnen“, brachte uns erneut zum Schmunzeln.

mac-labor

Nachdem das Peace- Zeichen, Duckface und auch der Zwinker die Bilder unserer heutigen Zeit prägen, darf dies natürlich auch im Leben des dualen Studenten nicht fehlen. Wir sind ja immer up to date versteht sich 😉

& bald geht für uns wieder die zeitintensive Phase los. In der heißt es pauken, pauken, pauken und über das Wissen für die Prüfung verfügen. Ich bin mir aber sicher, dass wir das auch dieses Semester schaffen und wünsche meinen Kommilitonen jetzt schon viel Glück für die Prüfungen! 🙂

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Zwischen River-Rafting, Städtetouren und Snowboarden – die zweite und dritte Woche Chile

Ich melde mich mal wieder aus meiner Summer School in Santiago zurück. Unsere letzte Woche ist angebrochen und das bedeutet auch wieder beinahe Abschied nehmen. Aber bis es soweit ist, werden wir noch viel erleben.

Weil ich aber die Zukunft nicht voraussagen kann, habe ich mich dazu entschieden mit der Vergangenheit zu beginnen. Dieser Blogbeitrag soll einen kleinen Überblick geben über unsere Erfahrungen hier in Chile.

Zum einen erst einmal ein Überblick über das Leben als Deutsche hier in Chile:

Das Leben hier in Chile ist kaum anders als in anderen Städten. Zu Rush-Hour Zeiten sind die Straßen voll und auch abends hetzen viele Menschen durch die Straßen. Teilweise sogar extremer als in der Münchner Innenstadt. Ich dachte ursprünglich, in der Masse würde ich nicht auffallen, aber … Fehlannahme. Als Ausländer/in mit hellen Haaren und nicht braunen Augen erwecke ich schon überraschend oft das Aufsehen der Umherlaufenden. So kann es schon mal passieren, dass ich mitten in der Stadt plötzlich angesprochen oder in der Metro unentwegt angeschaut werde.

Aber auch die Freundlichkeit ist auffällig. Die Chilenen/innen sind sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. Unsere Language-Partners der Universität zum Beispiel luden uns schon mehrfach zu verschiedenen Events ein. So kam es zu einer ganzen Menge gemeinsamer Unternehmungen außerhalb der Vorlesungszeiten. Language-Partner sind Studenten der Universität, die Englisch sprechen und uns in Santiago herumführen. Aber auch auf eigene Faust machen wir chilenische Begenungen: Ich war mit einer Mitstudentin unterwegs – und wir falteten zur Orientierung unseren Stadtplan auseinander. Prompt stand die erste Chilenin uns hilfreich zur Seite. In einem Kuddelmudel aus Spanisch, Englisch, Deutsch und Handfüßisch tauschten wir uns aus. Aber das Resultat konnte sich sehen lassen. Wir wussten, wo wie waren und bekamen die Empfehlung, die Metro zu nutzen. Wir sind dann allerdings trotzdem gelaufen –schließlich wollten wir ja was sehen. Und passiert ist auch nichts. Nicht umsonst ist Chile das sicherste Land Südamerikas.

Einer unserer chilenischen Dozenten erklärte uns das Phänomen folgendermaßen: „In Paris gehören Ausländer zu Alltag, in Chile sind sie eine Attraktion. Und dementsprechend interessant“.  Aber ein bisschen komisch fühle ich mich schon, wenn ich alleine in der Metro fahre und „You have beautiful hair“ oder „You have beautiful eyes“ zu hören bekomme. Aber für die drei Wochen höre ich mir das mal gerne an. 😉 Was die Chilenen aber sonst noch sagen – das weiß ich leider nicht. Die Meisten können ja kein Englisch und Spanisch – das verstehe ich leider noch immer nicht … 😉

In Chile wird mehr geduzt als in Deutschland. Manchmal auch zwischen Dozenten und Studenten. Es scheint, als wäre es hier doch etwas lockerer. Zum Abschied und zur Begrüßung gibt es Küsschen. Aber Achtung: nur einen! Nicht wie in Frankreich oder Spanien zwei auf jede Seite. Das brachte Nelly, unsere Begleitperson unserer Hochschule, durcheinander, da sie als Spanierin zwei gewohnt war. 😉

So, jetzt genug von der Straße. Hier kommen noch ein paar Impressionen aus unserem Summer School Programm.

Vorlesungen

Erich Spencer Ruff ist Professor und Direktor für Internationale Angelegenheiten an der Wirtschaftsfakultät der Universidad de Chile. Ein sehr witziger Herr. Bei ihm hatten wir die erste Vorlesung. Sein Thema: „How to do business in Chile“. Worüber er sprach? Über alles. Seine lockere, sympathische Art machte uns die Eingewöhnung an die neue Umgebung sehr leicht. Er nahm uns mit auf einen Streifzug durch Chile. Begann bei Orten, die wir auf jeden Fall besuchen sollten, gab eine Einführung in die chilenische Wirtschaft, Gesellschaft und das Bildungssystem. Und er beendete seinen Vortrag mit hilfreichen Tipps, wie wir uns in der Metro verhalten sollten. Wie und wo man die Handtasche hinlegt oder besser nicht. Auf dem Boden eines Restaurants beispielsweise ist No Go. Taschendiebe sind hier leider sehr häufig. Wir haben die Warnung von Erich sehr ernst genommen und verfügen noch über unser komplettes Handtaschen-Arsenal . 😉

Unternehmensbesuche

Den meiner Meinung nach coolsten Unternehmensausflug hatten wir gestern, am Dienstag den 10.7. Dort besichtigten wir die DHL hier in Chile. Nach einer kurzen Einführung über die Aufgabenbereiche der DHL, einer kurzen Unternehmenspräsentation und einer Diskussionsrunde ging es dann in den Flughafen. Wir betraten den Flughafen durch den Hintereingang und sahen einmal hinter die Kulissen der Logistik. Wir sahen die Lagerhallen des Importgeschäftes hier in Chile. Wir lernten den Prozess kennen, wie die Waren, die mit dem Flugzeug ankommen, aufgenommen wurden und was alles passiert, bis diese dann tatsächlich im Laden landen. Ein ganz schön langwieriger Prozess. Der einzige Moment, in dem ich mich ein bisschen unwohl gefühlt habe, war der, als wir bei den giftigen Waren ankamen und wir neben radioaktivem Material standen. Anscheinend soll das ja ganz gut verpackt sein …, na ob das wohl so stimmt? Auf jeden Fall wurde keinem plötzlich schlecht und wir fanden uns auch wenig später zwischen Paketen von Phillips und Samsung wieder. Schade, dass wir nichts mitnehmen durften …, es hätte bestimmt jeder etwas gefunden. 😉 Aber auch bei SODIMAC (einem Baucenter, ähnlich dem deutschen OBI) gefiel es mir sehr gut. Was bei uns besonders gut ankommt, ist ein interessanter Vortrag, der nicht mit zu vielen Informationen und Zahlen bestückt ist und vor allem eine Führung durch das Gebäude. Aber den Flughafen – den wird wahrscheinlich keiner toppen können. 😉

Auf dem Flughafen mit DHL

Auf dem Flughafen mit DHL

Freizeit

Unsere Freizeit ist etwa vergleichbar mit der in Deutschland. Durch die Vorlesungen und Unternehmensbesuche haben wir meist erst abends und am Wochenende Zeit. Die nutzen wir dafür natürlich umso mehr. Beispielsweise für Museums- und Mallbesuche, Essen gehen, die Erkundung der Umgebung und vieles mehr. Entsprechend verplant sind unsere Wochenenden. „Wenn Du schon da bist, nimm alles mit“,  bekam ich vor der Abreise den Tipp aus meinem Bekanntenkreis.  Jeder Tag hält neue, wunderbare Impressionen bereit, eine Entscheidung über die beste kann ich da nicht fällen: Valparaiso und Vino del Mar (zwei wunderschöne Städte am Meer), Snowboarden in den Anden, River Rafting im Maipo River … Erlebnisse, die ich bestimmt nie vergessen werde. Und ganz ehrlich: Alles war der Hammer! Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, in Valparaiso herumzulaufen, bei strahlendem Sonnenschein das Meer in Vino del Mar zu genießen. Bei doch sehr stürmischen Wetter zu snowboarden oder auch nur eine heiße Schokolade in der Pause zu trinken. Oder beim Rafting alles zu geben und nicht ins Wasser zu fallen. 😉

Hier machen wir für heute erstmal Schluss. Bis nächste Woche 😉


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„No Lama, no Poncho“ – meine Summer School in Chile

Liebe Leser und Leserinnen,

diese Woche lade ich Euch ein auf eine Reise in eine andere Welt. Schließt die Augen und stellt Euch ein Land vor, welches viermal so lang ist wie breit. Ein Land, das erst vor 20 Jahren nach militärischer Diktatur eine Demokratie wurde. Ein Land, das von Erdbeben geplagt wird. Ein Land, das eingeschlossen von Bergen, Wüste und Wasser, das längste Land der Erde darstellt. Wo sind wir?

Was ich mir vorgestellt habe, als ich mich für die Summer School in Chile entschieden habe? Eigentlich nicht viel. 😉 Aber was ich gesehen habe  – ist wunderschön.

Mittlerweile, nach  einer Woche kann ich sagen, dass ich schon einiges, aber noch lange nicht genug von Chile gesehen habe. Wir befinden uns gerade in Santiago. Santiago ist nicht nur die Hauptstadt,   sondern auch die dicht besiedelte Stadt mit über 6 Millionen Einwohnern. Dazu muss gesagt werden, dass Chile insgesamt nur etwa 16.6 Millionen Einwohnern hat. Da wir uns ja nicht im Urlaub, sondern auf Bildungsreise befinden, spielt die Universität eine große Rolle in unserem Alltag. Unsere Uni, die Universidad de Chile, eine der mindestens 30 verschiedenen Universitäten hier, liegt direkt neben unserem Hostel. Und unser Hostel liegt direkt neben einem der belebtesten Viertel Santiagos.

Also liegt alles so ziemlich nahe – zu unserem Vorteil natürlich. 😉

Aber nun zurück zum Anfang: Alles begann am 22.06 am Flughafen von Frankfurt …

Chile also. Das waren meine Gedanken, als ich am Flughafen wartete. Wahnsinn! Dass 16 Stunden, die mir bevor standen, lange sind, das muss ich hier wohl nicht näher erläutern, oder? Was mir wohl am ehesten in Gedanken bleiben wird, ist die durchgängige Dunkelheit. Fast 16 Stunden durchgängig Nacht. Auch als meine Uhr (nach deutscher Zeit) schon auf 9.00, 10.00 und 11.00 Uhr zuging, war es um uns herum noch immer dunkel. Erst um 14.00 Uhr, als wir endlich ankamen, wurde es endlich wieder hell. 12527,978 km entfernt von Frankfurt. Einmal um die halbe Erde.

Ankunft in Chile

„Schau mal auf die Autokennzeichen!“, „Wir sind echt in Chile“, typische  Kommentare nach unserer Ankunft. Die Sonne schien glücklicherweise, aber warm – das war es leider nicht wirklich. Eine Jacke war notwendig. Ja, ich weiß: Wer reist schon freiwillig im deutschen Sommer in den chilenischen Winter? Wohlmeinende Zurückbleibende versuchten mich so vermutlich sanft auf die anstehende Klimakatastrophe  vorzubereiten. Aber ich kann mitteilen: Die Temperaturen in der letzten Woche sind den deutschen ähnlich. 😉

Vom Flughafen ging es dann mit dem Shuttle, extra für uns organisiert, in unser Hostel. Dort begrüßte uns Meridethe, eine Mitabeiterin der Uni. Im Bus lernten wir noch die Studenten der anderen Campus kennen und – nun ja – waren doch ziemlich erschöpft. Aber an Schlaf war nicht zu denken. Immerhin hat wir die Uhr gerade um sechs Stunden vorgedreht (oder zurück?). Fakt ist: Während es in Deutschland (laut meiner Uhr) langsam dunkel wurde, war es hier noch strahlend hell. Um nicht einzuschlafen, begannen wir damit, die Umgebung zu inspizieren. Wir peilten die Plaza Italia an: ein belebter Ort mit vielen Bars, Restaurants, kleineren Geschäften und ganz wichtig – einer Wechselstube. Erstes chilenisches Essen.  Was man über das chilenische Essen sagen kann: viel Fleisch und Empanadas. Und Fisch! Verständlich, wenn das Land 4300 Kilometer Küstenlinie hat. Nun ja, nachdem die Lebensqualität vor allem in den Städten steigt, wurde der Konsum enorm. Fast wie in Deutschland vor vielen, vielen Jahren. Empanandas (gefüllte Hefetaschen) und Completo (chilenische Hot Dogs mit Avocado-Creme und viel Mayonnaise)  sind nur einige der Spezialitäten hier vor Ort. Kaufen kann man sie hier quasi überall. An der Straße und auch auf der Straße. Die Lebensmittelvorschriften sind hier wohl nicht ganz so streng wie bei uns. Sonst könnten sie diese nicht mit ihrem Wägelchen an der Straße verkaufen. Die argentinischen Rindersteaks sollen auch ziemlich gut sein – kommen aber leider, wie ihr Name schon sagt – nicht ganz aus Chile. 😉

Weil es sehr lange dauern würde, die letzte Woche wiederzugeben (Mann, haben wir viel erlebt!), hier ein paar Ausschnitte.

Sonntag: Nach dem Essen sind wir noch auf den Berg „Cerro San Cristóbal“ gelaufen. Ein Berg, der etwa 300 Meter höher (als Santiago) ist und sich inmitten der Stadt befindet. Wir konnten einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt werfen:

Cerro San Cristóbal

 

Montag: Wie auch die meisten anderen Tage war unsere Zeit von den Vorlesungen in der Uni geprägt. Zwischen Fächern wie Wirtschaft, Außenpolitik, chilenischem Spanisch, und „How to do Business“, erzählen uns die Dozenten viel über das Land und ihre Menschen. Die guten sowie die schlechten Seiten. Große Probleme sind die kostspielige Bildung, die Luftverschmutzung und die hohen Lebenskosten. Positiv ist die gute wirtschaftliche Entwicklung des Landes, die steigende Attraktivität für ausländische Unternehmen und Reisende und die geringe Bestechungs- und Kriminalitätsrate. Wenn ihr Fragen zu einem der aufgeführten Punkte habt, könnt ihr sie mir gerne als Kommentar hinterlassen, dann kann ich es auch ausführlich erklären. Dass nicht nur ich die Bildung für das interessanteste Thema hielt, bestätigte am Mittwoch eine Demo der Studenten.

Die Vorträge sowohl an der Hochschule und in den Unternehmen sind übrigens alle auf Englisch. Da haben wir wohl genau die 5% der Chilenen erwischt, die Englisch sprechen. Auf der Straße kann das Verständigen also mitunter etwas schwierig werden.

Dienstag: Besuch eines Unternehmens „Pro Chile“. Dort bekamen wir einen sehr interessanten Vortrag über die Handelsgüter und Handelspartner Chiles. Platz eins der Güter: Kupfer. Platz eins der Länder: China. 😉 Deutschland liegt weiter hinten und erhält vor allem Fisch, getrocknete Früchte und ein bisschen Wein. Der übrigens fast an den deutschen herankommt. 😉

Mittwoch: Vorlesungen und Besuch der chilenischen Bundesbank. Hier bekamen wir erläutert, wie die Inflationsrate geregelt wird, in was investiert wird und, und, und. In den Tresor durften wir leider nicht 😉

Donnerstag: Vorlesung und Besuch der Börse. Aber leider wurden dort unsere Erwartungen etwas enttäuscht: Es gab leider keine Banker, die wild gestikulierend herumschrien und mit Zettelchen herumfuchteln. Sie sitzen mittlerweile alle ganz still und leise in ihren Büros vor den Computern. Aber immerhin weiß ich jetzt, wie man hier in Chile eine Aktie kaufen kann. 😉 Sollte ich mal ausprobieren. Wer weiß, vielleicht werde ich damit noch irgendwann ganz reich. Vielleicht gehe ich in Kupfer oder Wein … 😉

Ach ja, ich war an diesem Tag übrigens das erste Mal in einer Ballettvorführung des chilenischen Staatsballettes. Wie die sich bewegen können. Einfach der Wahnsinn!

Freitag: Vorlesungen und Weinprobe. 12 Uhr Chile. 29 Studenten sitzen in einem Weingut und trinken Wein. Aber keine Sorge – wir hatten nur zwei, die wir probieren durften. Davon werden wir noch nicht betrunken. Vor allem, weil die meisten von uns ja aus Weingegenden kommen. 😉

Die Vorlesungen sind meistens echt unterhaltsam. Zum einen haben wir eine Dozentin, die uns Spanisch beibringen soll, die aber nur auf Spanisch spricht. Unsere erste Aufgabe: 10 Fragen auf Spanisch formulieren. Ähm ja, ich hatte ja versucht, in den letzten drei Wochen Spanisch zu lernen. Aber mehr als „¡Hola!“ und „Una coca cola por favor“ wurde es aufgrund des Zeitmangels leider nicht. 😉 Also saßen die meisten von uns doch ziemlich überfordert vor ihren leeren Blöcken. Dann haben wir noch Dozenten, die einfach so schnell in ihrem chilenischen Spanisch sprechen, dass man kaum mehr mitkommt. Vor allem, wenn es um Fachwörter geht, oder die einfach mitten im Satz die Sprache ändern, wie bei uns in der Vorlesung über Außenpolitik. Aber alles in allem sprechen sie alle sehr gutes Englisch und wir lernen sehr viel – nicht nur über die eigentlichen Themen, sondern auch soziale Themen.

 

So, das war‘s dann nun erst einmal wieder von mir. Und damit liebe Grüße aus Chile 🙂

 


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Social Media für Studenten

Some
Bild: http://issuu.com/dacaviglia/docs/socialmediapaper/0

Soziale Netzwerke – das ist mehr als Facebook.
Viel mehr. So habe ich erst wieder heute Morgen gelesen, dass es tatsächlich noch lokale Platzhirsche gibt, die sich gegen Facebook behaupten, beispielsweise Weibo, QZone, Renren, Sina, VKontakte oder Odnoklassiki. Und auch aus den USA kommt gefühlt jeden Monat ein neues soziales Netzwerk. Aber ob Tumblr Facebook irgendwann den Rang abläuft …?
Dabei tummeln sich auf den unterschiedlichen Netzwerken unterschiedliche Menschen, oder? Deutsches Beispiel Xing: die Hamburger werben mit ihrem großen Anteil an gut verdienenden Nutzern, also Fach- und Führungskräften. Facebook hingegen … Marc Zuckerberg hätte am liebsten wohl alle Menschen auf seiner Plattform, aber bei einem Durchschnittsalter von 38,7 Jahren sind es wohl nicht mehr „nur die Jungen.“ 2012 lag das Durchschnittsalter übrigens noch bei 29,4 Jahren. Wahnsinn, wie schnell sich das ändert! Google+, der vermeintliche Gegenspieler zieht offenbar vor allem ältere Webnutzer an. 2011 war der Zugang sogar erst ab 18 offen (jugendgefährdendes Netzwerk? :), seit 2012 sind wir aber bei Ü13 angekommen. Ob es da wohl zu viele Beschwerden gab? Auf jeden Fall gibt es keine klaren Grenzen und nun ja, schlauer sind wir hier nun auch nicht. Es lässt sich ja auch nicht sagen, dass jeder, der Facebook benutzt, kein Google+ -Konto hat und anders herum.

Aber ich möchte dieses Mal nicht wieder auf die einzelnen Plattformen eingehen, wie ich es im Beitrag: „Social Media – mein Einsatz“ gemacht habe. Heute habe ich etwas anderes vor. Der Auslöser für diesen Blogbeitrag war nämlich ein Internetlink zu einem Whitepaper. Studierende oder auch Studentinnen [wenn wir der Sprachreform der Uni Leipzig folgen] der Universität Luzern haben die sozialen Netzwerke auseinandergenommen, unter dem Gesichtspunkt: Mehrwert für Studentinnen. Sie haben sich Fragen gestellt wie: „Welches Netzwerk ist für genau diese Zielgruppe sinnvoll? Und was kann wo gemacht werden?“ Wer also angenommen hat, dass XING und Co. keine Plattformen für Studentinnen wären, liegt damit ziemlich falsch.
In ihrer Ausarbeitung, die sie nach einem 12-teiligen Social Media Kurs an ihrer Hochschule geschrieben haben, gehen sie auf die verschiedenen Social Media Plattformen ein. Begonnen wird mit Facebook, am Ende steht Tripadvisor. Wie man schon sehen kann, liegt hier der Focus nicht nur auf den klassischen Netzwerken. Weil ich Euch ja dazu animieren möchte, Euch selber damit und mit eurer Zukunft 2.0 zu beschäftigen, hier nur ein paar Gedanken meinerseits:

Das Whitepaper behandelt viele verschiedene Schwerpunkte:
Punkt 1: das Verhalten im Netz. Es gibt sehr nützliche Hinweise über Dos and Don‘ts in den verschiedenen Netzwerken. Eine der Facebook-Warnungen ist aber ziemlich klassisch: „Keine peinlichen Bilder hochladen“. Aber es wird wohl einen Grund haben, dass es immer wieder aufs Neue aufgegriffen wird. Also – lasst mal lieber die Bilder der letzten Studi-Party draußen. Dazu passt auch ganz gut der darauf folgende Ratschlag. Schaut Euch das mal an. 🙂

Punkt 2: Wie soziale Netzwerke dazu beitragen können, die Studienzeit zu erleichtern. Facebook-Gruppen sind ja für die Meisten keine Neuigkeit mehr. Sich in nicht-öffentlichen Gruppen mit dem Kurs auszutauschen, wird oft praktiziert. Hat aber schon jemand mal die schon die Funktionen von Google-Plus im Studienalltag ausprobiert? Nein, dann wird’s aber auch mal Zeit. 😉

Punkt 3: Netzwerke aufbauen und Kontakte knüpfen. Um später einmal einen leichteren Jobeinstieg zu haben, können Webseiten wie XING oder LinkedIn sehr hilfreich sein. So kann man während der Studienzeit Kontakte knüpfen und Unternehmen kennen lernen. Sehr hilfreich – auch für Bachelorarbeiten. Wenn man sich dann noch in themenspezifische Gruppen einbringt, kann man Unternehmensvertretern in Kontakt kommen.
In der Aufstellung gab es tatsächlich ein Netzwerk, das ich zuvor noch nicht gekannt hatte. Diigo nennt sich ein Anbieter, „der wie in einer Cloud Informationen speichert“. Sie umschreiben es auch als soziales Lesezeichen. Ein Lesezeichen, wie es vom Web-Browser angeboten hat, inklusive der Möglichkeit, auf Lesezeichen anderer Nutzer mit ähnlichen Interessen aufmerksam zu werden und so den Horizont zu erweitern. Interessante Idee. Werde es gleich mal auf Funktionalität prüfen.

Auf jeden Fall wünsche ich Euch viel Spaß mit dem Text und vielleicht könnt Ihr auch das ein, oder andere nutzen. Hier nochmal der Link: http://issuu.com/dacaviglia/docs/socialmediapaper/0

Party_Studenten
Bild: http://lashout.de/?cat=646

Canstatter Wasen


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Ach, so ein Feiertag ist schon was schönes…

Auch wir Studenten durften den 3.10, den Tag der Deutschen Einheit, abseits der Hochschule verbringen. 😉 Natürlich hatten wir auch frei und so konnten wir den Tag voll und ganz genießen und der Tagesablauf unterschied sich dann doch ziemlich von einem normalen Studientag…

7.00 Uhr aufstehen. Ähm…, ja, nein! Statt um 7.00 Uhr frisch und munter aufzustehen, um uns fertig für die Hochschule zu machen, schliefen die Meisten unsereres Kurses wahrscheinlich noch oder kamen erst nach Hause. Denn am Abend zuvor war noch die „club connect“ Party in Heilbronn. Die „club connect“-Party ist eine Großveranstaltung in neun Locations, bei der man nur einmal Eintritt bezahlen muss. Und da soll noch einer sagen, in Heilbronn könnte man nicht feiern gehen…

Diese Veranstaltung findet einmal im Jahr statt und wer weiß, vielleicht trifft man sich ja mal irgendwann. Für mich ging es zwar früher nach Hause (hatte einen entspannten Abend mit meinen Freunden im Lehners), aber ausschlafen musste dennoch sein. 😉

8.15 – 17.00 Uhr: Statt wie normal an einem Mittwoch, den Tag in der Hochschule abzusitzen, war es heute ein wenig entspannter. Nach dem Aufstehen beschäftigte ich mich mit ganz verschiedenen Sachen. Ganz nach dem Motto, „an einem Feiertag soll man nicht arbeiten“ genoss ich die Zeit mit meinem Freunden beim Bowling spielen. Das geht übrigens auch in Heilbronn;). Bei meinen Kommilitonen verlief der Tag ähnlich. Einige trafen sich mit anderen aus unserer Hochschule und spielten gemeinsam Fußball, wie es Jojo so treffen formulierte „um den Kreislauf nach gestern Abend wieder in Schwung zu bringen.“ Andere besuchten bei dem recht angenehmen Wetter den Wasen. Der Wasen, das zweitgrößte Volksfest in Deutschland (direkt nach der Wiesen) war natürlich aufgrund des Feiertages gut gefüllt, wie mir eine Kommilitonin berichtete. Aber das machte ihr nichts aus und sie stürzte sich ins Getümmel.;)

Canstatter Wasen

Cannstatter Wasen

17.00-23.00 Uhr: das Abendprogramm unterschied sich bei den wenigsten von den üblichen. Statt heimzufahren und Hobbies auszuüben, beschäftigte man sich eben mit den Freunden oder genoss einen entspannten Abend, bevor am nächsten Tag wieder die Vorlesungen stattfanden. Es wurde entspannt, Filme angesehen, ins Kino gegangen oder wie ich mit Freunden essen gegangen.

Ach.., so ein freier Tag ist schon etwas schönes.. 😉


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Tag der offenen Tür – Wir kamen, sahen und siegten

Voll geparkte Straßen, ein Haufen Leute rund um dem Campus und noch viel mehr darin. “Was ist denn hier los?“, könnte sich der ein oder andere Spaziergänger gefragt haben, als er am Samstag in Mosbach unterwegs war. Was hier los war? Na, der Tag der offenen Tür der DHBW Mosbach natürlich. 😉

Vor kurzem habe ich Euch ja schon über unsere Vorbereitungen für unser Projekt berichtet. Am Samstag war es dann so weit und es sollte sich zeigen, wie gut unsere Vorbereitungen waren …

Die liefen an sich echt gut, aber Moment.., wie war das nochmal gleich mit dem Messestand? Für diesen war eigentlich Tom zuständig und er bereitete auch alles sehr gründlich vor, bis es dann hieß: „Viel Erfolg beim Tag der offenen Tür! Ich bin dann mal im Urlaub…“ Natürlich war es nicht seine Absicht uns einfach so im Stich zu lassen, nein, sein Urlaub war schon des längeren geplant. Zudem war er auch unterwegs, sonst wäre er bestimmt gekommen um zu helfen ;).

Aber nun ja, für mich bedeutete es noch eine Aufgabe mehr. Weil ich die Einzige war, die in der Hauptverwaltung in Schwäbisch Hall saß.Und dort war der ganze Messestand untergebracht. Gefühlte 20 Listen mit Plänen, wann ich was, wie und wo abzuholen, mitzunehmen oder auch auszuladen hatte, entstanden somit in den nächsten paar Tagen. Aber bevor die Umsetzung erfolgte, musste ich noch einige praktische Sachen erledigen… Zum einen wäre da der Probeaufbau des Messestandes (wenn ihr irgendwann einen Stand aufbauen sollt, probt es am Besten ebenfalls vorher! Das spart nicht nur einiges an Zeit, sondern auch einiges an Nerven, wenn ihr dann am Einsatzort seid ;). Zum anderen das Fahren mit einem Automatik-Auto (unserem Poolauto). Ja, das mag sich ja leicht anhören, aber für jemanden, der noch nie damit gefahren ist, stellt es eine regelrechte Herausforderung dar, nicht immer nach der Kupplung zu suchen^^. Schlussendlich das Zusammensuchen der Give-Aways, Broschüren und Flyer und was sonst noch alles vor Ort sein sollte. Es war ziemlich stressig, vor allem, wenn nicht alles da war, wo es sein sollte. So hatten wir zum Beispiel eine große Kundenveranstaltung am Abend vor dem geplanten Aufbau und so hieß es für mich: morgens Abbau und nachmittags Aufbau.

Denn am Freitag ging für mich dann schon alles los: „Hatte ich auch wirklich alles dabei?“, „Martiiin.., hast du den Mülleimer gesehen? Der stand doch noch eben im Zimmer“, „Den Broschürenständer hast du eingepackt, oder?“ So ähnlich klang das dann alles kurz vor meinem Aufbruch. Die Stichworte auf der Liste, die mittlerweile ziemlich bunt geworden war, waren größtenteils durchgestrichen und so fuhr ich mit voll beladenem A6 los. Erst Richtung HN um Sergej, der mich beim Aufbau unterstützen sollte, abzuholen und dann weiter nach Mosbach.

Eins kann ich euch sagen: Schwäbisch Hall und Mosbach sind nicht gerade Nachbarorte, aber mit dem A6 verging die Fahrt wie im Fluge. 😉

Der Aufbau

Am Campus angekommen empfingen uns die Organisatoren: Danke für den Parkplatz, direkt vor dem Gebäude und das Transportwägelchen.

Der Aufbau ging dann auch ziemlich schnell von statten. Messewand und Tische in Position, Kartons verstaut – dem Heimweg stand nichts im Wege. Stand im zweiten Obergeschoss? Kein Problem – dachten wir zumindest zu diesem Zeitpunkt.

„Wo ist Jacqueline?“

Und dann gings auch schon los.., hatten unsere Vorbereitungen geklappt? Hatten wir auch wirklich an alles gedacht? Zur Frühschicht waren Nina und Sergej eingeteilt und hatten einiges zu tun. Der Tag der offenen Tür begann zwar schon um 10 Uhr, und kurz vor 11 Uhr fielen die Interessenten ein wie die Heuschrecken. Und das ist aus meiner Sicht auch nachvollziehbar: Welcher Schüler steht an einem Samstag freiwillig vor 10 Uhr auf? 😉 Ich kam so gegen 12.30 Uhr am Campus an drängelte mich durch Eltern, Interessenten und ganz viele Studenten, die sich mit den Besuchern unterhielten.

Im zweiten Obergeschoss lief alles nach Plan: Messstand, Tischen, Broschüren,  Flyer, Kulis, Business-Knigge Heftchen und die aufgeschnittene Wassermelone – alles perfekt. In unseren Liegestühlen lagen regelmäßig erschöpfte Schüler und Studenten. Sergej ,Nina, Verena und Jacqueline waren bereits tief in Gesprächen. Ich rüstete mich mit einem BERA-Shirt aus und stürzte mich auf meine erste Beute.

Wir- voll in Aktion 😉

Noch vor einem Jahr konnte ich mir nicht vorstellen, mal selbst hinter so einem Stand zu stehen und über mein duales Studium zu erzählen, aber es machte echt Spaß. Ich wurde ausgefragt über die Firma, über die Hochschule, wie es mir so gefiel, was ich arbeite und, und, und. Ich hatte ja nicht mehr zu tun, als über meine eigenen Erfahrungen zu reden. Verena und Jacqueline waren mittlerweile auch zu uns gestoßen informierten am Stand oder verteilten Flyer auf dem Gelände. Als ich das erste Mal wieder auf die Uhr schaute, dachte ich nur: „Shit, wo ist Jacqueline?“ Nur noch 20 Minuten bis zum Vortrag und sie war unterwegs, um Flyer auszuteilen. In einer Blitzaktion verwandelten wir uns in Business-Ladies und rasten … zum Vortrag.

Hallo und <3-lich Willkommen zu unserem Vortrag „Duales Studium 2.0“

Jacqueline und ich beim Vortrag

Nachdem der Tag schon so gut gelaufen war, war ich mir sicher, dass auch der Vortrag ein Erfolg würde. Am Mittwoch war ich dafür extra noch nach Heilbronn gefahren. Wochenlang hatten wir versucht, den Vortrag per Mail und Telefon abzustimmen. Lasst euch eins gesagt sein: Das funktioniert nicht. Also probten wir, strichen und ergänzten, warfen alles wieder um …

Wir irrten über den Campus und fanden letzten Endes unseren Vortragsraum. Aber da waren doch sehr wenige Personen da. Waren wir richtig? Ein Blick auf das Türschild bejahte das. Enttäuschung.. Aber Grundregel für Vortragende: Egal wie viele Zuhörer – immer alles geben 😉

Es lief echt gut. Das Trainieren hatte sich gelohnt, wir harmonierten gut und halfen uns gegenseitig aus. Ich hatte zwar Karteikärtchen in der Hand, wunderte mich aber regelmäßig darüber, dass wir schon mindestens 2 Themen weiter waren als meine Kärtchen.

In unserem Vortrag erzählten wir all das, was wir gerne vor unserem Studium gewusst hätten: die gründe, die uns zum dualen Studium führten, die Suche nach einem Ausbildungsunternehmen, das Vorpraktikum, Eindrücke aus Theorie und Praxis und ein Vergleich der beiden Phasen. Zum Schluss gaben wir noch einige Tipps an die Zuhörer; beispielsweise was sie bei ihrer Suche nach Ausbildungsunternehmen und Hochschule bedenken und was sie bei der Entscheidung über ihren zukünftigen Lebensweg beachten sollten.

Das schönste Kompliment einer Zuhörerin: „Das war ja mal ein interessanter Vortrag, mit dem ich tatsächlich was anfangen kann“. Das machte uns natürlich stolz und wie es scheint war auch unsere Ausbildungsleiterin Jutta Terdenge zufrieden, die sich zwischendrin reingeschlichen hatte.

Warum hatten wir so wenig Zuhörer? Zum einen der Vortragsort weit ab vom Schuss, zum anderen die Uhrzeit – um 14:30 Uhr waren wir quasi die Rausschmeißer: Der ToT kam, äh … endete um 15:00 Uhr. Abbau.

Der Abbau oder das unendliche Warten am Aufzug

Auf dem Weg zurück zum Stand kamen uns ziemlich viele Personen entgegen, die Kisten trugen und rollten. Ein Stand jedoch stand wie ein Bollwerk inmitten des leeren Raums und Verena hielt Wacht. Nach einigen Minuten hatten wir den Stand wieder in die Knie oder besser in die schwarze Box gezwungen, mit der er auch schon eingetroffen war. 🙂

Mit einem Wägelchen ging es Richtung Aufzug. Und dann – warten. 120 Aussteller, drei Etagen, ein Aufzug. Aufzug ausgebucht – damit wurde das zweite Obergeschoss doch noch zu unserem Verhängnis. Nach gefühlten drei Stunden aber war das Auto eingeladen und wir konnten den Rest des Samstags genießen.

Es war eine sehr coole Erfahrung. Wir haben viel gelernt und sind auch ein wenig über uns hinausgewachsen. !. Es ist ziemlich einfach, ein Automatik-Auto zu fahren 2. Auch der größte Stand hat beim Abbau eine überschaubare Größe und 3. Gut vorbereitet macht so ein Vortrag richtig Spaß. Noch vor ein paar Wochen hatte ich mich ziemlich davor gefürchtet. „Was, wenn ich alles vergessen würde?“, „Was wäre, wenn ich etwas erzähle, das die Personen gar nicht interessiert?“ Schon während des Vortrags entspannte ich mich und merkte, dass ich mir gar nicht so viele Sorgen machen musste.

Unsere eigenen Erfahrungen waren genau das, was die Besucher hören wollten – keinen Geschichtsvortrag über das Unternehmen, keine Allerweltsinfos. Wir freuten uns wirklich sehr über das Lob von Jutta Terdenge.

Ja, es war eine Herausforderung, das alles zu organisieren und durchzuziehen. Aber wir haben´s geschafft. Wir haben einen Schritt aus unserer Wohlfühlzone gemacht und sind dabei gewachsen. Wenn ihr auch eine schwierige Aufgabe meistern müsst und verunsichert oder ängstlich seid, beruhigt Euch und denkt an das, was Ihr schon bewältigt habt. Bereitet euch gut vor, aber macht euch nicht verrückt.


Ein Kommentar

Vom Studentenalltag ins Studentenleben: Hochschulparty

Nachdem ich Euch bei meinem ersten Beitrag über das 2. Semester ein wenig über den Studienalltag erzählt habe, beim zweiten über unser Projekt , geht es dieses Mal um einen ebenfalls sehr wichtigen Teil des Studiums: das Studentenleben 😉

Ja, auch wir an der Dualen Hochschule Mosbach, Campus Heilbronn (und immer wieder dieser längliche Name 😉 ), feiern so etwas wie Partys.

Bei uns heißt die Hochschulparty „der Campus boomt“ und die steigt so ziemlich am Anfang jedes Semesters. Aber was bedeutet schon Anfang des Semesters? Die verschiedenen Jahrgänge starten ja zu unterschiedlichen Zeiten in ihre Theoriephase. Während die Party für die Viertsemester mitten in der Theoriephase liegt, passt bei uns in der dritten Woche das Motto: „Welcome back zum Semesterstart“ ganz gut 😉

Die Party wird, von der Studierendenvertretung (StuV) organisiert. Die StuV ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Studenten aus den verschiedenen Jahrgängen, die sich freiwillig melden und sich um die anderen Mitleidenden (Studenten) kümmern. Und unter „Kümmern“ verstehen wir hier die Organisation von Partys, Ausflügen und Ähnlichem ;-). Aber natürlich geht es der StuV nicht nur ums Freizeitprogramm: Sie vertritt auch die Interessen der Studenten gegenüber den Dozenten, Studiengangsleitern, der Hochschulleitung sowie in den Gremien der Dualen Hochschule. Bei uns in der Schule hieß das SMV (Schülermitverantwortung), falls euch das was sagt. 😉

Aber weg von der Politik, zurück zur Party. 😉 Letztes Jahr waren wir im barococo in Heilbronn. Eine ziemlich coole Location, in der jeder Heilbronner und frisch Zugezogene bestimmt schon einmal war – so zumindest das Resümee in meinem Kurs. 😉 Der DJ war echt gut, die Stimmung war gut, alles einwandfrei. 😉 Natürlich kannte sich unser Kurs gegenseitig noch nicht allzu gut, aber das war schon mal eine gute Möglichkeit, die einzelnen Personen außerhalb des Campus kennenzulernen. Leider konnten wir nicht allzulange bleiben, da wir ja am nächsten Tag, wie immer, um 8.15 Uhr zur Vorlesung gebeten wurden. Aber ein bisschen an das klassische Studentenleben sollten man ja anknüpfen dürfen 😉

Dieses Jahr sollte die Party in einer Location stattfinden, von der ich als „Ur-Heilbronner“ noch nie gehört hatte: K2acht. Meine Nebensitzerin erzählte was von „Salsa tanzen“ und „Anmietmöglichkeit des Raums“ … mal sehen was uns dort erwarten würde.

Noch vor der Party inklusive Vorbereitung 😉 (man will ja auch nach etwas aussehen 😉 ) saßen wir noch am Campus bei einer Veranstaltung mit klangvollem Namen „Students Executive Talk“. Dabei organisiert die Hochschule Vorträge von wichtigen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft. Dieses Mal durften wir den Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung, Dr. Erhard Klotz, kennenlernen. Die Stiftung hat unseren Campus finanziert. Und obwohl der Vortrag über das Management einer Stiftung und die Wichtigkeit der Investition in die Bildung (s. unser Campus) ziemlich interessant war, waren einige gedanklich schon bei der bevorstehenden Party … oder in ihrem Kleiderschrank – auf der Suche nach etwas Passendem zum Anziehen. 😉

Vortrag bis 19.45 Uhr, Vorlesungen ab 8.15 Uhr – Eile war geboten: 21.00 Uhr standen wir am K2acht. Da der offizielle Beginn schon eine halbe Stunde früher war, gingen wir davon aus, dass schon was los war. Pustekuchen … 😉 Wir waren ziemlich die Ersten und noch nicht einmal die Musik lief. Nach und nach füllte sich der Raum, aber anderthalb Stunden mussten wir leider warten, bis eine vertretbare Menge zumindest im Raum stand. Eine wirkliche Partystimmung wollte nicht aufkommen. Wie denn auch, wenn die meisten Lieder doppelt so viele Jahre auf dem Buckel hatten wie der anwesende Durchschnittsstudent. 😉 Gegen 23 Uhr wechselte der DJ und es kam zumindest eine bessere Stimmung auf. Einige sagten, gegen 2.30 Uhr wurde die Stimmung dann noch richtig gut, aber da lag ich schon längst in meinem Bett und bereitete mich seelisch auf vier Stunden VWL und sechs Stunden Finanzbuchhaltung vor. 😉 Und da wir alle so solide feierten, gab´s am nächsten Morgen nur einen Ausfall zu beklagen. Aber die entgangenen Partystunden holen wir irgendwann nach. 😉