Azubis und duale Studenten bloggen


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Der duale Student – jetzt auch ein Filmstar?

Hallöchen liebe Leserinnen und Leser,

ich lasse auch einmal wieder von mir hören. Mein Name ist Kerstin Adam und ich bin eine der drei dualen Studenten der BERA GmbH.

Wie mein Mitstudent, Fabio Schumacher, bereits erwähnte, ist unsere Abgabe der Bachelorarbeit endlich vollbracht! Ein ziemlich komisches Gefühl wenn man ehrlich ist. 😀 Man ist zwar unbeschreiblich erleichtert, grübelt aber die ganze Zeit darüber nach, wie die Arbeit ankommt und ob man an der einen oder anderen Stelle nicht doch etwas hätte besser machen können. Aber genug zu dieser, denn:

Die LETZTE Theoriephase des dualen Studiums steht an!

In nicht einmal einem halben Jahr sind wir Bachelor und Bacheloretten. Unglaublich! Die drei Jahre vergingen wie im Flug! Doch auch unsere letzte Theoriephase steckt voller interessanten Vorlesungen.

Wie schon öfters erzählt, ist meine Vertiefung „Medien und Kommunikation“ (MUK). Auch in dieser letzten Praxisphase, in der es noch einmal Gas geben heißt, dürfen wir MUK-Studenten an einem tollen, wie auch spannenden Projekt teilnehmen. Ein bisschen HOLLYWOOD like 🙂 Die Vorlesung heißt „Videogestaltung“. In Zusammenarbeit mit dem Traditionskaffeehaus „Kaffeehaus Hagen“ in Heilbronn erstellten wir einen Imagefilm, welcher von der Familie und deren  Arbeitsalltag handelt. Alles was zu einer „kleinen Filmproduktion“ gehört, durften wir Studenten durchführen. Von dem Filmen der Details, der Produktion und den Interviews bis hin zum Schneiden und Effekte einfügen. Ein schöner Nebeneffekt: jeden Morgen GUTEN Kaffee! Für mich als „Kaffeeliebhaber“ (was ich leider überhaupt nicht bin) natürlich das Beste! 😀

Zu so einem Projekt gehört natürlich auch eine Ankündigung auf der Seite der DHBW Heilbronn. Schüchtern wie ich bin 😉 war es natürlich kein Problem diese Ankündigung zu übernehmen und im Namen meiner Mitkommilitonen zu sprechen. Aber seht doch einfach selbst:

https://www.facebook.com/dhbwheilbronn/videos/1476540632365981/

Für dieses Projekt standen uns vier Tage zur Verfügung, die folgendermaßen abgelaufen sind:

  1. Einführung, Filmen der Lokation,  der Produktion, der Details und der Interviews
  2. Filmen der Lokation, der Produktion,der Details und der Interviews
  3. Material sichten und auswählen
  4. Video schneiden und Effekte einfügen

Alles in allem war es ein wirklich spannendes Projekt mit einem kleinen Einblick in die Filmwelt! –DHBW goes Hollywood, daran könnte man sich ja auch glatt gewöhnen.

Wie der Film am Ende geworden ist könnt ihr natürlich auch gerne selbst ansehen:

http://www.hagenkaffee.de/filme/KAFFEEHAUS-HAGEN-Ein-Heilbronner-Familienunternehmen.mp4

Auf das Ende des dualen Studiums blicke ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Ich bin zwar sehr froh die nächste Herausforderung in meinem Leben erfolgreich geschafft zu haben, werde aber die Hochschule, die Vorlesungen und vor allem meine Kommilitonen sehr vermissen.

Ich wünsche euch allen einen schönen und sonnigen Tag! Genießt ihn! 🙂

Beste Grüße

Kerstin Adam

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Die Ausbildung bei der BERA – warum ihr euch bewerben solltet!

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Jasmin Weber und ich bin die Assistentin der Personalabteilung bei der BERA GmbH.

Bereits vor einem Jahr habe ich einen Beitrag mit Tipps zum erfolgreichen Verfassen von Bewerbungen für Euch geschrieben. Heute möchte ich gerne die Vorteile einer Ausbildung bei der BERA erläutern.

Bis auf eine freie Azubi-Stelle als Kaufmann (m/w) für Büromanagement mit Schwerpunkt Personalwesen ist das Auswahlverfahren der Auszubildenden für das Jahr 2017 bereits beendet. In diesem Jahr werden zwei duale Studenten mit dem Studiengang „BWL-Dienstleistungsmanagement – Personal- und Bildungsmanagement“ an unseren Standorten in Heilbronn und Rothenburg ob der Tauber starten. Das Studium dauert drei Jahre und beginnt bereits im September mit einem einmonatigen Praktikum.

Ihr dürft euch also auch bald über Beiträge der neuen BERA-Youngstars freuen!

Außerdem haben wir bereits im Januar eine Auszubildende als Kauffrau für Büromanagement mit dem Schwerpunkt „Personalwesen“ in Heilbronn eingestellt – Jessica Müller. Sie hat im Februar einen ersten Beitrag für Euch geschrieben.

Unsere Azubis und Studenten rotieren während ihrer Ausbildung innerhalb der BERA und lernen so die verschiedenen Unternehmensbereiche wie z.B. Personalberatung, Marketing, Buchhaltung, Zentrale Abrechnung und das Tagesgeschäft der Niederlassungen kennen. Damit sind sie nicht nur in der Theorie, sondern auch der Praxis breit aufgestellt.

Nachwuchskräfte auszubilden ist für die BERA auch immer ein Schritt in die Zukunft, denn wir planen, diese nach ihrer Ausbildung in ein festes Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Die Chancen hierfür stehen sehr gut! Somit steht Euch die BERA nicht nur während der Ausbildung zur Seite, sondern begleitet Euch auch auf Eurem weiteren Karriereweg.

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Es gibt also viele gute Gründe, bei der BERA ins Berufsleben zu starten. Schaut doch auf unserer Homepage vorbei und informiert euch über die Vorteile einer Ausbildung bei uns! https://www.beragmbh.de/jobboerse/ausbildung/10-gruende-dafuer.html

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Umfassende Informationen zu der für 2017 noch zu besetzenden Ausbildungsstelle findet ihr unter folgendem Link:

https://www.beragmbh.de/jobboerse/index.php?option=com_jobboard&view=jobview&jobview=view&jobid=1259&tmpl=component

Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!

Viele Grüße

Jasmin Weber

 


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Umfrage – Die Zukunft der dualen Studenten

Die Fragen „Wirst du übernommen?“ oder „Was machst du im Oktober?“ hört man derzeit öfters bei uns am Campus. Dies ist natürlich darauf zurückzuführen, dass wir das duales Studium bald beenden werden und als Absolventen mit dem Bachelor of Arts von unserer Hochschule in die große Welt entsendet werden. Aber wie sieht diese große Welt denn eigentlich bei uns aus?

Genau mit dieser Frage beschäftigt sich auch meine kleine Umfrage zum Thema „Die Zukunft der dualen Studenten“. Für die Werte habe ich insgesamt 31 Studierende an unserer Hochschule mit dem Schwerpunkt Dienstleistungsmanagement befragt. Damit ist diese Umfrage recht repräsentativ, da sich etwa 60 Studenten in unserem Studiengang befinden. Nun aber zu den Inhalten. Die sind ja um einiges interessanter:

1. Frage: „Werdet Ihr von Eurem Unternehmen übernommen“

 

Bild 1Wie man an dem Schaubild recht gut erkennen kann, ist es tendenziell so, dass die meisten der Studierenden übernommen werden. Das unterstützt die Vermutung, dass die Unternehmen noch für ihren eigenen Bedarf ausbilden und nicht ausbilden, weil sie ausbilden müssen. Überraschenderweise sind es aber sechs Personen, die noch nicht wissen, ob sie übernommen werden. In den Ausbildungsgesetzten ist es vorgeschrieben, dass Auszubildende sechs Monate bevor die Ausbildung endet, von Ihren Arbeitgebern über ihre Zukunft informiert werden müssen. Das gilt eigentlich für duale Studenten auch würde ich mal behaupten. Hoffentlich halten sich die Unternehmen dann auch ran und geben den 6 Kommilitonen bald Bescheid. 😉
10% der Studierenden werden nicht übernommen. Die Gründe habe ich aber leider nicht erfahren können.

2. Frage: „Wollt Ihr bei Eurem Unternehmen bleiben“

Bild 2Überraschenderweise sieht dieses Schaubild schon etwas anders aus. Während 21 Unternehmen ihre Absolventen übernehmen möchten, sind sich lediglich vierzehn der befragten Studenten ganz sicher, bei ihrem Unternehmen bleiben zu wollen. Das Schaubild verschiebt sich in Richtung „Unsicher“ und „Nein“. Gründe für die Unsicherheit (in dieser Umfrage nicht extra vermerkt) sind vor allem, dass es keine passenden offenen Stellen gibt oder die Personen sich in andere Richtungen weiterentwickeln möchten.

 

Frage 3: „Wenn Ihr nicht bei Eurem Unternehmen bleiben möchtet: Was habt ihr dann vor?“

Bild 3Von den Studierenden, die entweder nicht bei ihrem Unternehmen bleiben möchten oder sich noch unsicher sind, möchten viele ihre Kompetenzen in einem anderen Unternehmen einbringen. Lediglich zwei planen erst einmal einen vermutlich längere Reise und drei ein direkt angeschlossenes Masterstudium.

 

 

4. Frage: „Plant ihr ein Masterstudium?“

Bild 4Interessiert hat mich persönlich noch, ob meine Kommilitonen sich mit einem Masterstudium weiterqualifizieren wollen. Immer öfters trifft man auf Aussagen wie: „Ein Master aus Karrierestreben lohnt sich nicht“ oder „[..] selbst wer in eine Führungsposition möchte, braucht den Master nicht.“ Einer Umfrage zufolge können Bachelorabsolventen in 85 Prozent der Unternehmen jede Karriereposition erreichen.
Dennoch planen immerhin mehr als die Hälfte ein Studium und das sogar noch dual oder berufsbegleitend. Unser duales Studium scheint wohl doch ein recht positives Bild hinterlassen zu haben oder, so meinte eine Kommilitonin: „Ich würde gern klassisch Studieren, dem steht aber nur im Weg, dass ich mich schon zu sehr an das Geld gewöhnt habe.“

 

5. Frage: „Seid ihr froh, dass es bald vorbei ist“

Bild 5Zum Abschluss noch eine Frage zu unserer Hochschule, genauer dem Studium. Ich weiß, nach offiziellen Richtlinien und Empfehlungen hätte ich diese Frage so nicht stellen dürfen. Durch Ihre Formulierung könnte sie beeinflussend wirken und leichter zu einem „Ja“ anregen. Die Tendenz zum Ja, ist auch bei der Befragten zu erkennen, ich bin mir aber sicher, dass es nicht an der Fragestellung lag. 😉 Ich vermute eher, dass die 80% froh sind, wenn sich die Anspannung, die sich gerade in den letzten Monaten noch verstärkt hat, bald legt und wir unseren Abschluss in der Hand halten dürfen. Immerhin haben wir drei Jahre dafür hart gearbeitet. 😉


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Zwischen River-Rafting, Städtetouren und Snowboarden – die zweite und dritte Woche Chile

Ich melde mich mal wieder aus meiner Summer School in Santiago zurück. Unsere letzte Woche ist angebrochen und das bedeutet auch wieder beinahe Abschied nehmen. Aber bis es soweit ist, werden wir noch viel erleben.

Weil ich aber die Zukunft nicht voraussagen kann, habe ich mich dazu entschieden mit der Vergangenheit zu beginnen. Dieser Blogbeitrag soll einen kleinen Überblick geben über unsere Erfahrungen hier in Chile.

Zum einen erst einmal ein Überblick über das Leben als Deutsche hier in Chile:

Das Leben hier in Chile ist kaum anders als in anderen Städten. Zu Rush-Hour Zeiten sind die Straßen voll und auch abends hetzen viele Menschen durch die Straßen. Teilweise sogar extremer als in der Münchner Innenstadt. Ich dachte ursprünglich, in der Masse würde ich nicht auffallen, aber … Fehlannahme. Als Ausländer/in mit hellen Haaren und nicht braunen Augen erwecke ich schon überraschend oft das Aufsehen der Umherlaufenden. So kann es schon mal passieren, dass ich mitten in der Stadt plötzlich angesprochen oder in der Metro unentwegt angeschaut werde.

Aber auch die Freundlichkeit ist auffällig. Die Chilenen/innen sind sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. Unsere Language-Partners der Universität zum Beispiel luden uns schon mehrfach zu verschiedenen Events ein. So kam es zu einer ganzen Menge gemeinsamer Unternehmungen außerhalb der Vorlesungszeiten. Language-Partner sind Studenten der Universität, die Englisch sprechen und uns in Santiago herumführen. Aber auch auf eigene Faust machen wir chilenische Begenungen: Ich war mit einer Mitstudentin unterwegs – und wir falteten zur Orientierung unseren Stadtplan auseinander. Prompt stand die erste Chilenin uns hilfreich zur Seite. In einem Kuddelmudel aus Spanisch, Englisch, Deutsch und Handfüßisch tauschten wir uns aus. Aber das Resultat konnte sich sehen lassen. Wir wussten, wo wie waren und bekamen die Empfehlung, die Metro zu nutzen. Wir sind dann allerdings trotzdem gelaufen –schließlich wollten wir ja was sehen. Und passiert ist auch nichts. Nicht umsonst ist Chile das sicherste Land Südamerikas.

Einer unserer chilenischen Dozenten erklärte uns das Phänomen folgendermaßen: „In Paris gehören Ausländer zu Alltag, in Chile sind sie eine Attraktion. Und dementsprechend interessant“.  Aber ein bisschen komisch fühle ich mich schon, wenn ich alleine in der Metro fahre und „You have beautiful hair“ oder „You have beautiful eyes“ zu hören bekomme. Aber für die drei Wochen höre ich mir das mal gerne an. 😉 Was die Chilenen aber sonst noch sagen – das weiß ich leider nicht. Die Meisten können ja kein Englisch und Spanisch – das verstehe ich leider noch immer nicht … 😉

In Chile wird mehr geduzt als in Deutschland. Manchmal auch zwischen Dozenten und Studenten. Es scheint, als wäre es hier doch etwas lockerer. Zum Abschied und zur Begrüßung gibt es Küsschen. Aber Achtung: nur einen! Nicht wie in Frankreich oder Spanien zwei auf jede Seite. Das brachte Nelly, unsere Begleitperson unserer Hochschule, durcheinander, da sie als Spanierin zwei gewohnt war. 😉

So, jetzt genug von der Straße. Hier kommen noch ein paar Impressionen aus unserem Summer School Programm.

Vorlesungen

Erich Spencer Ruff ist Professor und Direktor für Internationale Angelegenheiten an der Wirtschaftsfakultät der Universidad de Chile. Ein sehr witziger Herr. Bei ihm hatten wir die erste Vorlesung. Sein Thema: „How to do business in Chile“. Worüber er sprach? Über alles. Seine lockere, sympathische Art machte uns die Eingewöhnung an die neue Umgebung sehr leicht. Er nahm uns mit auf einen Streifzug durch Chile. Begann bei Orten, die wir auf jeden Fall besuchen sollten, gab eine Einführung in die chilenische Wirtschaft, Gesellschaft und das Bildungssystem. Und er beendete seinen Vortrag mit hilfreichen Tipps, wie wir uns in der Metro verhalten sollten. Wie und wo man die Handtasche hinlegt oder besser nicht. Auf dem Boden eines Restaurants beispielsweise ist No Go. Taschendiebe sind hier leider sehr häufig. Wir haben die Warnung von Erich sehr ernst genommen und verfügen noch über unser komplettes Handtaschen-Arsenal . 😉

Unternehmensbesuche

Den meiner Meinung nach coolsten Unternehmensausflug hatten wir gestern, am Dienstag den 10.7. Dort besichtigten wir die DHL hier in Chile. Nach einer kurzen Einführung über die Aufgabenbereiche der DHL, einer kurzen Unternehmenspräsentation und einer Diskussionsrunde ging es dann in den Flughafen. Wir betraten den Flughafen durch den Hintereingang und sahen einmal hinter die Kulissen der Logistik. Wir sahen die Lagerhallen des Importgeschäftes hier in Chile. Wir lernten den Prozess kennen, wie die Waren, die mit dem Flugzeug ankommen, aufgenommen wurden und was alles passiert, bis diese dann tatsächlich im Laden landen. Ein ganz schön langwieriger Prozess. Der einzige Moment, in dem ich mich ein bisschen unwohl gefühlt habe, war der, als wir bei den giftigen Waren ankamen und wir neben radioaktivem Material standen. Anscheinend soll das ja ganz gut verpackt sein …, na ob das wohl so stimmt? Auf jeden Fall wurde keinem plötzlich schlecht und wir fanden uns auch wenig später zwischen Paketen von Phillips und Samsung wieder. Schade, dass wir nichts mitnehmen durften …, es hätte bestimmt jeder etwas gefunden. 😉 Aber auch bei SODIMAC (einem Baucenter, ähnlich dem deutschen OBI) gefiel es mir sehr gut. Was bei uns besonders gut ankommt, ist ein interessanter Vortrag, der nicht mit zu vielen Informationen und Zahlen bestückt ist und vor allem eine Führung durch das Gebäude. Aber den Flughafen – den wird wahrscheinlich keiner toppen können. 😉

Auf dem Flughafen mit DHL

Auf dem Flughafen mit DHL

Freizeit

Unsere Freizeit ist etwa vergleichbar mit der in Deutschland. Durch die Vorlesungen und Unternehmensbesuche haben wir meist erst abends und am Wochenende Zeit. Die nutzen wir dafür natürlich umso mehr. Beispielsweise für Museums- und Mallbesuche, Essen gehen, die Erkundung der Umgebung und vieles mehr. Entsprechend verplant sind unsere Wochenenden. „Wenn Du schon da bist, nimm alles mit“,  bekam ich vor der Abreise den Tipp aus meinem Bekanntenkreis.  Jeder Tag hält neue, wunderbare Impressionen bereit, eine Entscheidung über die beste kann ich da nicht fällen: Valparaiso und Vino del Mar (zwei wunderschöne Städte am Meer), Snowboarden in den Anden, River Rafting im Maipo River … Erlebnisse, die ich bestimmt nie vergessen werde. Und ganz ehrlich: Alles war der Hammer! Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, in Valparaiso herumzulaufen, bei strahlendem Sonnenschein das Meer in Vino del Mar zu genießen. Bei doch sehr stürmischen Wetter zu snowboarden oder auch nur eine heiße Schokolade in der Pause zu trinken. Oder beim Rafting alles zu geben und nicht ins Wasser zu fallen. 😉

Hier machen wir für heute erstmal Schluss. Bis nächste Woche 😉


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„No Lama, no Poncho“ – meine Summer School in Chile

Liebe Leser und Leserinnen,

diese Woche lade ich Euch ein auf eine Reise in eine andere Welt. Schließt die Augen und stellt Euch ein Land vor, welches viermal so lang ist wie breit. Ein Land, das erst vor 20 Jahren nach militärischer Diktatur eine Demokratie wurde. Ein Land, das von Erdbeben geplagt wird. Ein Land, das eingeschlossen von Bergen, Wüste und Wasser, das längste Land der Erde darstellt. Wo sind wir?

Was ich mir vorgestellt habe, als ich mich für die Summer School in Chile entschieden habe? Eigentlich nicht viel. 😉 Aber was ich gesehen habe  – ist wunderschön.

Mittlerweile, nach  einer Woche kann ich sagen, dass ich schon einiges, aber noch lange nicht genug von Chile gesehen habe. Wir befinden uns gerade in Santiago. Santiago ist nicht nur die Hauptstadt,   sondern auch die dicht besiedelte Stadt mit über 6 Millionen Einwohnern. Dazu muss gesagt werden, dass Chile insgesamt nur etwa 16.6 Millionen Einwohnern hat. Da wir uns ja nicht im Urlaub, sondern auf Bildungsreise befinden, spielt die Universität eine große Rolle in unserem Alltag. Unsere Uni, die Universidad de Chile, eine der mindestens 30 verschiedenen Universitäten hier, liegt direkt neben unserem Hostel. Und unser Hostel liegt direkt neben einem der belebtesten Viertel Santiagos.

Also liegt alles so ziemlich nahe – zu unserem Vorteil natürlich. 😉

Aber nun zurück zum Anfang: Alles begann am 22.06 am Flughafen von Frankfurt …

Chile also. Das waren meine Gedanken, als ich am Flughafen wartete. Wahnsinn! Dass 16 Stunden, die mir bevor standen, lange sind, das muss ich hier wohl nicht näher erläutern, oder? Was mir wohl am ehesten in Gedanken bleiben wird, ist die durchgängige Dunkelheit. Fast 16 Stunden durchgängig Nacht. Auch als meine Uhr (nach deutscher Zeit) schon auf 9.00, 10.00 und 11.00 Uhr zuging, war es um uns herum noch immer dunkel. Erst um 14.00 Uhr, als wir endlich ankamen, wurde es endlich wieder hell. 12527,978 km entfernt von Frankfurt. Einmal um die halbe Erde.

Ankunft in Chile

„Schau mal auf die Autokennzeichen!“, „Wir sind echt in Chile“, typische  Kommentare nach unserer Ankunft. Die Sonne schien glücklicherweise, aber warm – das war es leider nicht wirklich. Eine Jacke war notwendig. Ja, ich weiß: Wer reist schon freiwillig im deutschen Sommer in den chilenischen Winter? Wohlmeinende Zurückbleibende versuchten mich so vermutlich sanft auf die anstehende Klimakatastrophe  vorzubereiten. Aber ich kann mitteilen: Die Temperaturen in der letzten Woche sind den deutschen ähnlich. 😉

Vom Flughafen ging es dann mit dem Shuttle, extra für uns organisiert, in unser Hostel. Dort begrüßte uns Meridethe, eine Mitabeiterin der Uni. Im Bus lernten wir noch die Studenten der anderen Campus kennen und – nun ja – waren doch ziemlich erschöpft. Aber an Schlaf war nicht zu denken. Immerhin hat wir die Uhr gerade um sechs Stunden vorgedreht (oder zurück?). Fakt ist: Während es in Deutschland (laut meiner Uhr) langsam dunkel wurde, war es hier noch strahlend hell. Um nicht einzuschlafen, begannen wir damit, die Umgebung zu inspizieren. Wir peilten die Plaza Italia an: ein belebter Ort mit vielen Bars, Restaurants, kleineren Geschäften und ganz wichtig – einer Wechselstube. Erstes chilenisches Essen.  Was man über das chilenische Essen sagen kann: viel Fleisch und Empanadas. Und Fisch! Verständlich, wenn das Land 4300 Kilometer Küstenlinie hat. Nun ja, nachdem die Lebensqualität vor allem in den Städten steigt, wurde der Konsum enorm. Fast wie in Deutschland vor vielen, vielen Jahren. Empanandas (gefüllte Hefetaschen) und Completo (chilenische Hot Dogs mit Avocado-Creme und viel Mayonnaise)  sind nur einige der Spezialitäten hier vor Ort. Kaufen kann man sie hier quasi überall. An der Straße und auch auf der Straße. Die Lebensmittelvorschriften sind hier wohl nicht ganz so streng wie bei uns. Sonst könnten sie diese nicht mit ihrem Wägelchen an der Straße verkaufen. Die argentinischen Rindersteaks sollen auch ziemlich gut sein – kommen aber leider, wie ihr Name schon sagt – nicht ganz aus Chile. 😉

Weil es sehr lange dauern würde, die letzte Woche wiederzugeben (Mann, haben wir viel erlebt!), hier ein paar Ausschnitte.

Sonntag: Nach dem Essen sind wir noch auf den Berg „Cerro San Cristóbal“ gelaufen. Ein Berg, der etwa 300 Meter höher (als Santiago) ist und sich inmitten der Stadt befindet. Wir konnten einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt werfen:

Cerro San Cristóbal

 

Montag: Wie auch die meisten anderen Tage war unsere Zeit von den Vorlesungen in der Uni geprägt. Zwischen Fächern wie Wirtschaft, Außenpolitik, chilenischem Spanisch, und „How to do Business“, erzählen uns die Dozenten viel über das Land und ihre Menschen. Die guten sowie die schlechten Seiten. Große Probleme sind die kostspielige Bildung, die Luftverschmutzung und die hohen Lebenskosten. Positiv ist die gute wirtschaftliche Entwicklung des Landes, die steigende Attraktivität für ausländische Unternehmen und Reisende und die geringe Bestechungs- und Kriminalitätsrate. Wenn ihr Fragen zu einem der aufgeführten Punkte habt, könnt ihr sie mir gerne als Kommentar hinterlassen, dann kann ich es auch ausführlich erklären. Dass nicht nur ich die Bildung für das interessanteste Thema hielt, bestätigte am Mittwoch eine Demo der Studenten.

Die Vorträge sowohl an der Hochschule und in den Unternehmen sind übrigens alle auf Englisch. Da haben wir wohl genau die 5% der Chilenen erwischt, die Englisch sprechen. Auf der Straße kann das Verständigen also mitunter etwas schwierig werden.

Dienstag: Besuch eines Unternehmens „Pro Chile“. Dort bekamen wir einen sehr interessanten Vortrag über die Handelsgüter und Handelspartner Chiles. Platz eins der Güter: Kupfer. Platz eins der Länder: China. 😉 Deutschland liegt weiter hinten und erhält vor allem Fisch, getrocknete Früchte und ein bisschen Wein. Der übrigens fast an den deutschen herankommt. 😉

Mittwoch: Vorlesungen und Besuch der chilenischen Bundesbank. Hier bekamen wir erläutert, wie die Inflationsrate geregelt wird, in was investiert wird und, und, und. In den Tresor durften wir leider nicht 😉

Donnerstag: Vorlesung und Besuch der Börse. Aber leider wurden dort unsere Erwartungen etwas enttäuscht: Es gab leider keine Banker, die wild gestikulierend herumschrien und mit Zettelchen herumfuchteln. Sie sitzen mittlerweile alle ganz still und leise in ihren Büros vor den Computern. Aber immerhin weiß ich jetzt, wie man hier in Chile eine Aktie kaufen kann. 😉 Sollte ich mal ausprobieren. Wer weiß, vielleicht werde ich damit noch irgendwann ganz reich. Vielleicht gehe ich in Kupfer oder Wein … 😉

Ach ja, ich war an diesem Tag übrigens das erste Mal in einer Ballettvorführung des chilenischen Staatsballettes. Wie die sich bewegen können. Einfach der Wahnsinn!

Freitag: Vorlesungen und Weinprobe. 12 Uhr Chile. 29 Studenten sitzen in einem Weingut und trinken Wein. Aber keine Sorge – wir hatten nur zwei, die wir probieren durften. Davon werden wir noch nicht betrunken. Vor allem, weil die meisten von uns ja aus Weingegenden kommen. 😉

Die Vorlesungen sind meistens echt unterhaltsam. Zum einen haben wir eine Dozentin, die uns Spanisch beibringen soll, die aber nur auf Spanisch spricht. Unsere erste Aufgabe: 10 Fragen auf Spanisch formulieren. Ähm ja, ich hatte ja versucht, in den letzten drei Wochen Spanisch zu lernen. Aber mehr als „¡Hola!“ und „Una coca cola por favor“ wurde es aufgrund des Zeitmangels leider nicht. 😉 Also saßen die meisten von uns doch ziemlich überfordert vor ihren leeren Blöcken. Dann haben wir noch Dozenten, die einfach so schnell in ihrem chilenischen Spanisch sprechen, dass man kaum mehr mitkommt. Vor allem, wenn es um Fachwörter geht, oder die einfach mitten im Satz die Sprache ändern, wie bei uns in der Vorlesung über Außenpolitik. Aber alles in allem sprechen sie alle sehr gutes Englisch und wir lernen sehr viel – nicht nur über die eigentlichen Themen, sondern auch soziale Themen.

 

So, das war‘s dann nun erst einmal wieder von mir. Und damit liebe Grüße aus Chile 🙂

 


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Projekt-CSR: Unser Einsatz am Schloss

Diesen Freitag, dem 14.06, heißt es für alle Auszubildenden und dualen Studenten der BERA: Ab ins Schloss. Dort bleiben wir bis Samstag Abend um uns zu fühlen wie eine Prinzessin, mit leckerem Essen verwöhnt werden, in königlichen Gemächern entspannen, einen angenehmen Spaziergang durch das Feriendorf machen. Ach, was kann es Schöneres geben …

Schloss

Aber Moment mal  …, naja fast. Die Wirklichkeit sieht nicht exakt so aus: Natürlich werden wir uns nicht verwöhnen lassen, zumindest nicht ausschließlich. Hinter unserer Reise verbirgt sich nämlich ein anderer Hintergrund. Unter den Stichwörtern Renaturierung und Corporate Social Responsibility werden wir aktiv und uns auch handwerklich betätigen. Und zwar anders als letztes Jahr, in dem wir dem Kreis- Stadtjugendring in Heilbronn bei der Renovierung des Jugendzentrums geholfen haben.

Die Renaturierung

Ein Schlosspark ist immer etwas Schönes. Er dient dazu, sich in einer schönen Atmosphäre wohlzufühlen und auf andere Gedanken zu kommen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass dieser sowohl gepflegt, als auch begehbar ist. Natürlich ist der Park, der zum Schloss Hopferau gehört gepflegt, aber wir werden hier aktiv und geben dem Park noch den letzten Schliff. Was genau es wird, wissen wir noch nicht. Es hieß lediglich, dass „festes Schuhwerk (optimal sind Gummistiefel), ältere Kleidung sowie Handschuhe benötigt [werden]“. Ich ahne Schlimmes, schließlich befindet sich ein Biotop auf dem Grundstück …

Corporate Social Resposibility – unser Beitrag für die Kleinen

Natürlich erwartet uns nichts allzu Schlimmes, zumindest hoffe ich das. Was auf jeden Fall nicht schlimm, sondern eher schön wird, ist die Erweiterung des Spielplatzes im Schlosspark. Dort werden wir (von der BERA gesponserte) Spielgeräte aufbauen. Vermutlich werden wir aber noch professionelle Unterstützung bekommen. Wir wollen ja nicht, dass den Kindern anschließend etwas passiert. Zum Testen sind wir ja leider etwas zu groß. 😉

Das Rahmenprogramm

Geleitet wird das Programm von unserer Ausbildungsleiterin Ramona Letter und meinem Tutor Martin Reti. Und so wie ich die beiden kennen – haben sie einiges Unterhaltsames an Programm geplant. Zum einen erwartet uns ein Vortrag von Martin, zum anderen ein Gruppenspiel. Aber nähere Informationen werden unter Verschluss gehalten. Ich habe mal eine  Blitzumfrage unter den Teilnehmern gestartet. Was dabei rauskam, seht Ihr hier:

Umfrage:

1. Welche Erwartungen habt ihr an das Wochenende?

Primär drehen sich die Antworten der Befragten um Stichworte wie Spiel, Spaß, Spannung, Neues dazulernen, aktiv werden und sich untereinander besser kennenlernen. Auf jeden Fall sind alle positiv gestimmt und erwarten ein unterhaltsames Wochenende.

2. Viele Programmpunkte werden eine Überraschung. Findet ihr das gut, oder hättet ihr gerne mitgeplant?

Hier gibt es eigentlich nur zwei Auswahlmöglichkeiten und es war fast ausgeglichen. Fünf Personen hätten gerne mitgeplant. Gründe hierfür waren bessere Kleidungsauswahlmöglichkeiten (wir sind ja immerhin fast ausschließlich Frauen) und die Überraschungen, die manche nicht mögen und natürlich die Auswahl der Programmpunkte. Vier Personen fanden es gut, dass ohne sie geplant wurde. Hierfür waren die Gründe zum einen die Spannung, die aufrechterhalten wird und die Freude auf die Überraschungen. Diese Entwicklung fand ich ziemlich interessant. Vor allem diese Ausgeglichenheit. Na dann müssen die, die keine Überraschungen mögen, wohl einiges einstecken dieses Wochenende. Kopf hoch, ihr bekommt das bestimmt hin! 😉

Wenn dann ein Projekt 2014 ansteht, können wir ja anregen, selbst die Macht zu übernehmen und Ramona und Martin im Dunkeln sitzen zu lassen. 😉

3. Was haltet ihr von den Programmpunkten, über die ihr informiert wurdet? Was findet ihr besonders gut, was eher weniger?

Im Gegensatz zu den vorherigen Fragen gab es hier ziemlich große Unstimmigkeiten unter den „BERAstarters“. 😉 Wir hatten alles dabei. Viele freuen sich auf die Gruppenspiele, andere auf die Arbeit im Schlosspark, manche auf das Kammermusikduo (ach ja, das gibt es am Freitag auch noch 😉 ), wieder andere auf den Aufbau der Spielgeräte oder auf Martins Vortrag. Genauso wie es Vorlieben gibt, gibt es aber auch Programmpunkte, die nicht so favorisiert werden. Aber am wenigsten kam die lange An- und Abreise an. Was man nicht alles tun muss für ein Wochenende im Freien. 😉 Mein Fazit: Für alle was dabei.

4. Soziales Engagement oder auch Corporate Social Responsibility sind Begriffe, die für viele Unternehmen einen hohen Stellenwert einnehmen. Wie sieht es bei euch aus? Würdet ihr lieber am Freitag arbeiten oder freut ihr euch auf die zwei gemeinsamen Tage an der frischen Luft?

Ein positives Ergebnis kann ich hier verzeichnen. Die Meisten freuen sich auf das Wochenende opfern dafür auch mal einen Samstag. Vor allem das soziale Engagement motiviert die Befragten zur Teilnahme. Unternehmerische Sozialverantwortung finden alle wichtig. Und wenn sie dazu beitragen können, kommt das noch viel besser an. 😉 Lediglich eine Teilnehmerin gab an, dass sie die Idee an sich gut findet, aber ob sie das Wochenende besser findet, als arbeiten zu gehen, entscheidet sie erst danach. 😉

Und last but not least:

5. Freut ihr euch auf das Wochenende?

Trommelwirbel und Vorhang auf: Ich darf Ihnen stolz die letzten Antworten der Befragung präsentieren. Es ist …, meine Damen und Herren, ein Einstimmiges: Ja! Und nein, wir wurden weder bestochen noch habe ich dieses Ergebnis gefälscht. Da wären wir übrigens wieder beim Thema: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast … Es freuen sich wirklich alle auf das Wochenende, vor allem da es hieß, dass das Wetter auch schön werden soll. Na, wenn das nicht optimale Bedingungen sind? 😉

Mit diesem Ergebnis bekommen Ramona und Martin jetzt ganz schön Erwartungsdruck. Ob die sich da noch entspannen können?  Ein wirkliches Fazit ist hier ja nicht mehr notwendig, aber da dieses ja vor allem in der Hochschule gefordert wird, also meines:

Alle Befragten freuen sich auf das Wochenende und erhoffen sich viel Spaß, eine unterhaltsame Zeit und ein lustiges Wochenende. Im Vordergrund steht vor allem das Kennenlernen der anderen Azubis und dualen Studenten. Mit den Überraschungen kommen viele klar, einige nicht, aber auf jeden durchgesickerten Programmpunkt freut sich mindestens eine Person. Da würde ich mal ein Lob an die Organisatoren geben: bislang klingt das nach Punktlandung. 😉

Auf jeden Fall sind wir alle gespannt, was uns erwartet und ob das Wochenende unsere Erwartungen erfüllen kann. 😉

Wer sich nicht bis nächste Woche gedulden kann: Wir werden gleich am Wochenende auf unserer Facebookseite Bilder einstellen.

 

Treppenhaus


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Tag der offenen Tür – Wir kamen, sahen und siegten

Voll geparkte Straßen, ein Haufen Leute rund um dem Campus und noch viel mehr darin. “Was ist denn hier los?“, könnte sich der ein oder andere Spaziergänger gefragt haben, als er am Samstag in Mosbach unterwegs war. Was hier los war? Na, der Tag der offenen Tür der DHBW Mosbach natürlich. 😉

Vor kurzem habe ich Euch ja schon über unsere Vorbereitungen für unser Projekt berichtet. Am Samstag war es dann so weit und es sollte sich zeigen, wie gut unsere Vorbereitungen waren …

Die liefen an sich echt gut, aber Moment.., wie war das nochmal gleich mit dem Messestand? Für diesen war eigentlich Tom zuständig und er bereitete auch alles sehr gründlich vor, bis es dann hieß: „Viel Erfolg beim Tag der offenen Tür! Ich bin dann mal im Urlaub…“ Natürlich war es nicht seine Absicht uns einfach so im Stich zu lassen, nein, sein Urlaub war schon des längeren geplant. Zudem war er auch unterwegs, sonst wäre er bestimmt gekommen um zu helfen ;).

Aber nun ja, für mich bedeutete es noch eine Aufgabe mehr. Weil ich die Einzige war, die in der Hauptverwaltung in Schwäbisch Hall saß.Und dort war der ganze Messestand untergebracht. Gefühlte 20 Listen mit Plänen, wann ich was, wie und wo abzuholen, mitzunehmen oder auch auszuladen hatte, entstanden somit in den nächsten paar Tagen. Aber bevor die Umsetzung erfolgte, musste ich noch einige praktische Sachen erledigen… Zum einen wäre da der Probeaufbau des Messestandes (wenn ihr irgendwann einen Stand aufbauen sollt, probt es am Besten ebenfalls vorher! Das spart nicht nur einiges an Zeit, sondern auch einiges an Nerven, wenn ihr dann am Einsatzort seid ;). Zum anderen das Fahren mit einem Automatik-Auto (unserem Poolauto). Ja, das mag sich ja leicht anhören, aber für jemanden, der noch nie damit gefahren ist, stellt es eine regelrechte Herausforderung dar, nicht immer nach der Kupplung zu suchen^^. Schlussendlich das Zusammensuchen der Give-Aways, Broschüren und Flyer und was sonst noch alles vor Ort sein sollte. Es war ziemlich stressig, vor allem, wenn nicht alles da war, wo es sein sollte. So hatten wir zum Beispiel eine große Kundenveranstaltung am Abend vor dem geplanten Aufbau und so hieß es für mich: morgens Abbau und nachmittags Aufbau.

Denn am Freitag ging für mich dann schon alles los: „Hatte ich auch wirklich alles dabei?“, „Martiiin.., hast du den Mülleimer gesehen? Der stand doch noch eben im Zimmer“, „Den Broschürenständer hast du eingepackt, oder?“ So ähnlich klang das dann alles kurz vor meinem Aufbruch. Die Stichworte auf der Liste, die mittlerweile ziemlich bunt geworden war, waren größtenteils durchgestrichen und so fuhr ich mit voll beladenem A6 los. Erst Richtung HN um Sergej, der mich beim Aufbau unterstützen sollte, abzuholen und dann weiter nach Mosbach.

Eins kann ich euch sagen: Schwäbisch Hall und Mosbach sind nicht gerade Nachbarorte, aber mit dem A6 verging die Fahrt wie im Fluge. 😉

Der Aufbau

Am Campus angekommen empfingen uns die Organisatoren: Danke für den Parkplatz, direkt vor dem Gebäude und das Transportwägelchen.

Der Aufbau ging dann auch ziemlich schnell von statten. Messewand und Tische in Position, Kartons verstaut – dem Heimweg stand nichts im Wege. Stand im zweiten Obergeschoss? Kein Problem – dachten wir zumindest zu diesem Zeitpunkt.

„Wo ist Jacqueline?“

Und dann gings auch schon los.., hatten unsere Vorbereitungen geklappt? Hatten wir auch wirklich an alles gedacht? Zur Frühschicht waren Nina und Sergej eingeteilt und hatten einiges zu tun. Der Tag der offenen Tür begann zwar schon um 10 Uhr, und kurz vor 11 Uhr fielen die Interessenten ein wie die Heuschrecken. Und das ist aus meiner Sicht auch nachvollziehbar: Welcher Schüler steht an einem Samstag freiwillig vor 10 Uhr auf? 😉 Ich kam so gegen 12.30 Uhr am Campus an drängelte mich durch Eltern, Interessenten und ganz viele Studenten, die sich mit den Besuchern unterhielten.

Im zweiten Obergeschoss lief alles nach Plan: Messstand, Tischen, Broschüren,  Flyer, Kulis, Business-Knigge Heftchen und die aufgeschnittene Wassermelone – alles perfekt. In unseren Liegestühlen lagen regelmäßig erschöpfte Schüler und Studenten. Sergej ,Nina, Verena und Jacqueline waren bereits tief in Gesprächen. Ich rüstete mich mit einem BERA-Shirt aus und stürzte mich auf meine erste Beute.

Wir- voll in Aktion 😉

Noch vor einem Jahr konnte ich mir nicht vorstellen, mal selbst hinter so einem Stand zu stehen und über mein duales Studium zu erzählen, aber es machte echt Spaß. Ich wurde ausgefragt über die Firma, über die Hochschule, wie es mir so gefiel, was ich arbeite und, und, und. Ich hatte ja nicht mehr zu tun, als über meine eigenen Erfahrungen zu reden. Verena und Jacqueline waren mittlerweile auch zu uns gestoßen informierten am Stand oder verteilten Flyer auf dem Gelände. Als ich das erste Mal wieder auf die Uhr schaute, dachte ich nur: „Shit, wo ist Jacqueline?“ Nur noch 20 Minuten bis zum Vortrag und sie war unterwegs, um Flyer auszuteilen. In einer Blitzaktion verwandelten wir uns in Business-Ladies und rasten … zum Vortrag.

Hallo und <3-lich Willkommen zu unserem Vortrag „Duales Studium 2.0“

Jacqueline und ich beim Vortrag

Nachdem der Tag schon so gut gelaufen war, war ich mir sicher, dass auch der Vortrag ein Erfolg würde. Am Mittwoch war ich dafür extra noch nach Heilbronn gefahren. Wochenlang hatten wir versucht, den Vortrag per Mail und Telefon abzustimmen. Lasst euch eins gesagt sein: Das funktioniert nicht. Also probten wir, strichen und ergänzten, warfen alles wieder um …

Wir irrten über den Campus und fanden letzten Endes unseren Vortragsraum. Aber da waren doch sehr wenige Personen da. Waren wir richtig? Ein Blick auf das Türschild bejahte das. Enttäuschung.. Aber Grundregel für Vortragende: Egal wie viele Zuhörer – immer alles geben 😉

Es lief echt gut. Das Trainieren hatte sich gelohnt, wir harmonierten gut und halfen uns gegenseitig aus. Ich hatte zwar Karteikärtchen in der Hand, wunderte mich aber regelmäßig darüber, dass wir schon mindestens 2 Themen weiter waren als meine Kärtchen.

In unserem Vortrag erzählten wir all das, was wir gerne vor unserem Studium gewusst hätten: die gründe, die uns zum dualen Studium führten, die Suche nach einem Ausbildungsunternehmen, das Vorpraktikum, Eindrücke aus Theorie und Praxis und ein Vergleich der beiden Phasen. Zum Schluss gaben wir noch einige Tipps an die Zuhörer; beispielsweise was sie bei ihrer Suche nach Ausbildungsunternehmen und Hochschule bedenken und was sie bei der Entscheidung über ihren zukünftigen Lebensweg beachten sollten.

Das schönste Kompliment einer Zuhörerin: „Das war ja mal ein interessanter Vortrag, mit dem ich tatsächlich was anfangen kann“. Das machte uns natürlich stolz und wie es scheint war auch unsere Ausbildungsleiterin Jutta Terdenge zufrieden, die sich zwischendrin reingeschlichen hatte.

Warum hatten wir so wenig Zuhörer? Zum einen der Vortragsort weit ab vom Schuss, zum anderen die Uhrzeit – um 14:30 Uhr waren wir quasi die Rausschmeißer: Der ToT kam, äh … endete um 15:00 Uhr. Abbau.

Der Abbau oder das unendliche Warten am Aufzug

Auf dem Weg zurück zum Stand kamen uns ziemlich viele Personen entgegen, die Kisten trugen und rollten. Ein Stand jedoch stand wie ein Bollwerk inmitten des leeren Raums und Verena hielt Wacht. Nach einigen Minuten hatten wir den Stand wieder in die Knie oder besser in die schwarze Box gezwungen, mit der er auch schon eingetroffen war. 🙂

Mit einem Wägelchen ging es Richtung Aufzug. Und dann – warten. 120 Aussteller, drei Etagen, ein Aufzug. Aufzug ausgebucht – damit wurde das zweite Obergeschoss doch noch zu unserem Verhängnis. Nach gefühlten drei Stunden aber war das Auto eingeladen und wir konnten den Rest des Samstags genießen.

Es war eine sehr coole Erfahrung. Wir haben viel gelernt und sind auch ein wenig über uns hinausgewachsen. !. Es ist ziemlich einfach, ein Automatik-Auto zu fahren 2. Auch der größte Stand hat beim Abbau eine überschaubare Größe und 3. Gut vorbereitet macht so ein Vortrag richtig Spaß. Noch vor ein paar Wochen hatte ich mich ziemlich davor gefürchtet. „Was, wenn ich alles vergessen würde?“, „Was wäre, wenn ich etwas erzähle, das die Personen gar nicht interessiert?“ Schon während des Vortrags entspannte ich mich und merkte, dass ich mir gar nicht so viele Sorgen machen musste.

Unsere eigenen Erfahrungen waren genau das, was die Besucher hören wollten – keinen Geschichtsvortrag über das Unternehmen, keine Allerweltsinfos. Wir freuten uns wirklich sehr über das Lob von Jutta Terdenge.

Ja, es war eine Herausforderung, das alles zu organisieren und durchzuziehen. Aber wir haben´s geschafft. Wir haben einen Schritt aus unserer Wohlfühlzone gemacht und sind dabei gewachsen. Wenn ihr auch eine schwierige Aufgabe meistern müsst und verunsichert oder ängstlich seid, beruhigt Euch und denkt an das, was Ihr schon bewältigt habt. Bereitet euch gut vor, aber macht euch nicht verrückt.