Azubis und duale Studenten bloggen

Drei auf einen Schlag

Ein Kommentar

Es ist immer wieder aufregend, wenn wir uns an der Hochschule für die Prüfungen treffen. Es ist die Stimmung, ein Hauch von Nervosität, die Anspannung, aber was am meisten auffällt: die Pünktlichkeit. Denn passend zu unseren Prüfungen sind alle, wirklich alle, pünktlich, die meisten sogar überpünktlich. So kann es schon einmal passieren, dass man mit einer Ankunft von 20 Minuten vor der Prüfung schon im hinteren Mittelfeld liegt.

Aber nun ja, wir werden ja nicht nach Pünktlichkeit benotet, sondern nach Wissen und so kommen wir dann etwa um 8.55 Uhr in den vorbereiteten Raum. Jetzt heißt es: Stifte holen, Getränke auf den Tisch stellen und Umschlagbogen der Prüfungen genau inspizieren. Da dieser leider nicht wirklich interessant ist (die Prüfungsaufgaben sind ja innen), betrachte ich meist den Raum, als hätte er sich über die letzten paar Tage verändert oder die Gesichter meiner Kommilitonen/innen. Und manche haben ein ganz schönes Pokerface drauf, wenn es darum geht, die letzten Sekunden auszuharren. Aber natürlich gibt es dann noch die, die ganz unruhig den Stift in der Hand halten und nach unten sehen, die, die zuversichtlich nach vorne sehen und auch die, denen man Aufregung und vielleicht eine Spur Hoffnungslosigkeit vom Gesicht ablesen kann. Aber das kann sich während der Prüfung in ganz andere Richtungen entwickeln.

Und dann geht es los. Meistens Punkt 9.00 Uhr dürfen die Umschlagsbögen geöffnet werden und man sitzt im Angesicht des Todes…, nein Spaß. 😉 Natürlich nur im Angesicht der Prüfungen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man in dem Zeitraum zwischen dem auf den Platz sitzen und Beginn der Prüfung am aufgeregten ist. Noch, weiß man nicht, was auf einen zukommt. Was für Fragen werden es wohl sein? Eher theoretischer Natur oder praktischer? Werden die Fragen wohl eher allgemein formuliert werden oder sind es nur wenige, spezifische Fragen? Gerade bei einem Fach wie Kommunikationsmanagement ist alles offen und man erlebt dann beim Öffnen des Bogens die ein, oder andere Überraschung.

Nach kurzem Einlesen geht’s dann aber auch schon los. Man hört die ersten Kugelschreiberminen auf den Bögen kratzen, das ein oder andere Stöhnen, aber schon bald beginnen alle zu schreiben. Während man selber noch rätselt, mit welcher Prüfung man wohl beginnen soll, machen sich die meisten schon an die ersten Aufgaben ran. Wohlklingende Themengebiete wie Copy-Strategie und Briefing oder lieber Körpersprache und irgendein psychologischer Nebel empfingen mich. Los geht´s! Auch wenn wir mehrere Prüfungen schreiben, wir bekommen glücklicherweise alle Fragen zu Beginn und können unsere Zeit selber einteilen. Das macht alles ein bisschen flexibler und man kann, sofern man nicht weiter kommt, mal wo anders weiter machen.

Während der Prüfung bekommt man relativ wenig mit. Am glücklichsten sind immer die, die alles um sich abschalten können und nichts mehr mitbekommen. Ich lasse mich da meist nach einer dreiviertel Stunde das erste Mal ablenken, wenn es wirklich gut läuft. 🙂 Heute hatte ich auch ein wenig Zeit, mich ein bisschen umzusehen. Auch nun gibt es verschiedene Typen von Prüfungsschreibern.

Typ A, die Konzentrierten: Es sind die Personen, die sich durch rein nichts ablenken lassen und die komplette Zeit über die Prüfung beugen. Sie bewegen sich erst, wenn es heißt abgeben, oder sie einen neuen Bogen benötigten. Wenig überraschend geben sie den Dozenten ganze Romane ab.

Typ B, die Entspannten: Dieser sitzt vor seiner Prüfung, nimmt sich aber auch mal zwischendrin Zeit, um sich mal umzusehen oder auf die Toilette zu gehen. In aller Ruhe steht dieser auf, läuft nach vorne und gibt sein Kärtchen ab, um dann auch wenig später wieder (noch entspannter) den Saal zu betreten.

Typ C, die Angespannten/ Nervösen: Es gibt tatsächlich Personen, die auch während der fast kompletten Prüfungszeit eine angespannte Mimik haben. Sie sind oftmals hektisch und damit die lautesten, wenn sie ein Blatt umdrehen müssen oder auf die Toilette rasen.

Natürlich gibt diese Typisierung nicht die Eigenschaften der Studenten wider, eher ist sie holzschnittartig, aber es verschafft vielleicht einen kleinen Überblick. Prüft am besten Eure eigenen Erfahrungen daran. Das war übrigens Inhalt der Prüfungsvorbereitung, kam aber leider nicht dran

Um 11.05 Uhr war dann alles wieder vorbei und wir verließen den Saal, nicht ohne uns gegenseitig auszufragen, über die eine oder andere Frage aufzuregen oder schon fast verzweifelt aus dem Raum zu stürzen oder sichtlich zufrieden den Raum zu verlassen. Hier noch einmal Gruppen zu bilden, würde wohl etwas zu weit reichen, aber Ihr könnt es euch bestimmt vorstellen.

So, das war es mal wieder von mir. Leider konnte ich bis Ende der Prüfung nicht herausfinden, was der psychologische Nebel ist. Nun ja, kurz danach wusste ich es. Und ich kannte es auch, nur unter einem anderen Namen…. Ziemlich schade, aber ich habe ja noch neun andere Prüfungen vor mir. Wünscht mir Glück, am Montag stehen die nächsten an.Und am Freitag – bin ich dann endlich fertig;).

😉

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Autor: Kerstin

Mein Name ist Kerstin Höhn und ich bin 21 Jahre alt. In meiner Freizeit bin ich gern sportlich unterwegs und treffe mich gern mit meinen Freunden. Beruflich habe ich ein duales Studium abgeschlossen und berichte darüber in dem Blog.

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