Azubis und duale Studenten bloggen


Hinterlasse einen Kommentar

Mein duales Studium – ein Rückblick – Teil 2

Das erste Projekt an der Hochschule ist vorbei, an das Arbeiten hat man sich beinahe gewöhnt und die ersten drei Semester sind auch schon vorüber. Letzte Woche berichtete ich Euch über die erste Halbzeit. Diese Woche schließe ich mich mit der zweiten ab  – natürlich nur soweit wie es möglich ist, denn fast drei Wochen habe ich ja noch 🙂

Von Heilbronn nach Heilbronn – die Theorie

Von der Niederlassung in Heilbronn ging es erst einmal ins neue Jahr 2013. Der Blog „BERAstarters“ feierte sein erstes Jahr und ich freute mich sehr darüber :). Natürlich sollte der Blog damit nicht beendet sein, er ging mit mir wieder ins Theoriesemester. Das Grundstudium war mittlerweile vorbei und Fächer wie Mathematik, Statistik, Bilanzierung und Co. gehörten der Vergangenheit an. Was ein Glück. 🙂 Ein Planspiel, in dem wir in die Rolle eines Managers eines Industrieunternehmens schlüpfen durften, war die Besonderheit dieses Semesters. In Gruppen aufgeteilt hatten wir ein eigenes Unternehmen, mussten die verschiedenen Geschäftsbereiche wie Vertrieb, Marketing, Forschung und Entwicklung, sowie Personal managen und den Unternehmensauftritt mit Flyern und Namen entwickeln. Wahnsinnig spannend war es auf jeden Fall, weil es nicht nur die eigene Unternehmensentwicklung zu beachten gab, sondern auch die der Konkurrenz. Über acht Phasen überlegten, entschieden, revidierten und konzipierten wir und nach Fasching konnten wir das Projekt mit einem Vortrag und einem Test beenden. Natürlich hatten wir während dieser Phase auch normale Vorlesungen, beispielsweise in meinen Profilfächern Consulting Kommunikationsmanagement  und Personalmanagement. Für meine VWL-Mindmap habe ich zwar noch immer keinen Verlag gefunden, aber zumindest konnte ich damit die Prüfung gut abschließen.

Ab nach SHA

Die siebeneinhalb Monatsphase im Unternehmen stand an. Worüber viele hier schmunzeln werden, war für mich schon beinahe eine kleine Herausforderung. So lange hatte ich in meinem bisherigen beruflichen Leben noch nicht gearbeitet. 🙂  Natürlich beschäftigte ich mich dabei nicht nur mit unterschiedlichen Social Media und Marketing Aufgaben, sondern bildete ich mich auch bei einem Vortrag zum Social Media in Mosbach weiter,  durfte meine buchhalterischen Fähigkeiten in der unternehmenseigenen Buchhaltung testen und stellte fest, dass ich nicht nur in der Theorie daran verzweifelte, sondern auch in der Praxis.  Eine längerfristige Beziehung ist unmöglich ;). Zum Glück ging es wenig später wieder in die Social Media Abteilung, in der ich mich um einiges wohler fühlte und konnte mich glücklich und zufrieden auch auf meine Summer School in Chile vorbereiten. Vor der großen Reise ging es aber noch für das Azubiprojekt zwei Tage ins Allgäu. Darüber berichteten in Gastbeiträgen Sabrina Neeser und Verena Stadtmüller und für mich hieß es ab ins Abenteuer Südamerika.

Zwischenziel Chile

Vino del Mar - aber dazu, komme ich ein anderes Mal ;)

Vino del Mar – aber dazu, komme ich ein anderes Mal 😉

Als kleine Unterbrechung in der langen Praxisphase ging meine Reise in die Summer School nach Chile. Dies war das größte Highlight meines dualen Studiums. Und ich erinnere mich noch sehr gerne an das River-Rafting und Snowboarden in den Anden und an die Stadt Vino del Mar.  Natürlich auch weniger an die Vorlesungen, aber die waren eine eher lästige Begleiterscheinung. Viele der Vorlesungen waren nicht ganz so spannend und nahmen vor allem Zeit weg, Chile zu erkunden. 😉 Daher werde ich irgendwann wieder dort hinfliegen, um noch mehr zu sehen.

Hin und Her 🙂

IMG_0254Kaum war ich wenige Wochen zurück, durfte ich beim Heilbronner Firmenlauf mitjoggen. Mal wieder ein sehr cooles Erlebnis mit den Kollegen , was mich auch dieses Jahr veranlasste mitzulaufen.  😉 In den nächsten Wochen wurden Themen wie die Aufgaben des Marketings aufgegriffen , meine zweite Projektarbeit, , die hohe und steigende Akademisierung in Deutschland  und die Informationssuche 2.0. Auch besuchte ich ein zweites Mal die Buchhaltung in Schwäbisch Hall – dieses Mal klappte es auch um einiges besser ;).

Puh, in diesen siebeneinhalb Monaten stand sehr viel an und ich war gefühlt immer wo anders. 😉 Die Zeit verging dabei wie im Fluge und ich habe viel gelernt. 🙂 Abgeschlossen wurde diese erlebnisreiche Praxisphase mit dem Unterricht für den Ausbilderschein, den ich mit meinem Zeugnis erhalten werde, einem Fahrsicherheitstraining und dem Business Etikette Seminar ;).

Das 5. Semester

Nach dem ganzen „Stress“, empfand ich die Rückkehr an die Hochschule ja beinahe schon als Entspannung. 😉  Dort erwarteten mich meine neuen Wahlfächer: „Corporate Social Responsibility“ und Medienmanagement.

Die Weihnachtszeit bekamen wir ganz gut rum und mit dem neuen Jahr, hatte mein Blog wieder Geburtstag. Dabei wurde er doch erst vor „ein paar Sekunden“ ein Jahr alt. 😉 Mächtig stolz ging es mit „Gamification – die neue Art des Lernens“ in das dritte Jahr. Computerspiele, die mir Buchhaltung etwas näher bringen, gibt es zwar leider noch nicht, aber ich warte noch darauf. 😉

Mit dem fünften Semester schleicht sich das Ende auch schon langsam in das Bewusstsein ein, denn schon jetzt fand das erste Treffen mit meinen Betreuern zur Bachelorarbeit statt.  „Bloß keine Panik!“  war hier das Stichwort, schließlich hatte ich ja noch ein paar Monate vor mir.

Erst einmal ging es zurück in die Praxisphase und damit in den Umzug des Marketings . In den neuen Räumen war auch ich fest integriert und kaum hatte ich mich an die neue Aussicht gewöhnt, ging es schon wieder zurück an die Hochschule.

  1. Semester

Bild 5Das letzte Semester sollte beginnen und damit das offizielle Ende einläuten. Etwas mulmig wurde mir dabei schon, aber ich beschäftigte mich lieber ein letztes Mal mit den verschiedenen Dozententypen, den aktuellen Trends in der Hochschullandschaft  und den Ergebnissen einer Studie über Studenten.  Der Blog hatte mich nun über zwei Jahre begleitet und war mein „Baby“. Natürlich musste ich auch darüber einen Beitrag verfassen. 😉

Die Ergebnisse meiner empirischen Studie (einer Umfrage an der Hochschule) überraschten mich doch sehr!  Dort ging es um die Zukunft der Studenten, denn in vier Monaten sollte diese ja beginnen.

Das letzte Theoriesemester endete wieder einmal mit den Prüfungen.

Ein letztes Mal zu früh ankommen,
ein letztes Mal nervös auf dem Flur sitzen,
ein letztes Mal die Anspannung spüren,
ein letztes Mal […]

Ich kann bis heute kaum glauben, dass bald alles vorbei sein wird. Ich hatte mich so an die Theorie- und Praxisphasen gewöhnt und werde sie vermutlich vermissen.

Zum Glück hatte ich keine Zeit für die Trauer, denn die Fußball-WM stand an.  Mit einer eisernen Disziplin und einem genauen Plan schaffte ich die Vereinbarung von Vorlesungen, Prüfungen und den Spielen. Okay, ein paar kleinere Ausnahmen gab es natürlich, aber nichts desto trotz hatte ich Anfang Juli meine Prüfungen hinter mich gebracht. „Ein Hoch auf uns, auf dieses Leben, auf den Moment…“ 

Der Abschluss, die letzte Phase, die Bachelorarbeit

BücherZwischen mir und dem Abschluss stehen noch genau 60 bis 80 Seiten.  Recht viel für die drei Monate die noch übrig bleiben. 😉 Aber ein gutes Zeitmanagement ist ja alles 😉  Und im Prinzip ist schreiben ja leicht. „Man muss nur die falschen Wörter weglassen. 😉 Nun ja, fast.

Mittlerweile bin ich schon recht weit, aber noch ein großer Berg namens Fazit, Handlungsempfehlung, Schaubilder und Literaturverzeichnis steht vor mir, aber ich bin guter Dinge, dass ich es bald abschließen kann. Spätestens am 26.09, denn drucken muss ich die Arbeit ja auch noch ;).

Und damit sind wir gerade in der Gegenwart angekommen. Nächste Woche gebe ich Euch einen kleinen Einblick in die Zukunft – die neuen dualen Studenten.


Hinterlasse einen Kommentar

Der Countdown beginnt…

“It’s the final countdown
We’re leaving together
The final countdown
We’ll all miss her so
It’s the final countdown (final countdown)
Oh, it’s the final countdown.”

Nein, der wirkliche Countdown steht mir ja erst in über einem Jahr bevor, aber der Countdown für meine nächsten Prüfungen steht bereits an. In genau zwei Wochen werde ich um die Uhrzeit bereits meine Makroökonomie-Prüfung hinter mir haben. Aber bis dahin gibt es noch einiges zu tun …

Präsentation und Vorträge

In den zwei Wochen vor den Prüfungen haben wir noch zwei Präsentationen zu absolvieren. Die erste hat einen klasse Titel: „Hauptversammlung der AG“. Wer regelmäßig mitliest, ahnt es schon: Es ist die Abschlusspräsentation unseres Planspiels. Showdown ist am Montag. Und das bedeutet dann: Planspiel – es war schön mit uns.

Wird ja auch langsam Zeit!

Aber apropos Planspiel: die letzte Präsentation (Zwischenpräsentation), von der ich euch am 27.02.2013 erzählt hatte, lief gut und auch den Test bewältigte ich mit einer richtig guten Note. Mann, habe ich mich da gefreut – das könnt ihr mir glauben. 😉

Ich schrieb von zwei Präsentationen, stimmt´s? Countdown Nummer zwei läuft für die Präsentation im Profilfach Personalmanagement. Bis Freitag müssen wir einen Vortrag ausarbeiten, der sich mit dem Thema Personalentwicklung befasst. Dazu wurde unser Kurs in verschiedene Gruppen eingeteilt, die sich mit der Personalentwicklung für verschiedene Arbeitnehmer-Gruppen beschäftigen: Fach- und Führungskräfte, Auszubildende, Vertriebspersonal usw.

Kürzlich hat die GGS hier am Campus übrigens eines Studie veröffentlicht, die zeigt, dass Personalentwicklung bzw. Weiterbildung Unternehmen richtig gut tut, weil die Mitarbeiter dadurch eine viel stärkere Beziehung zum Unternehmen bekommen. Das Thema ist also nicht unwichtig.

Wir haben die Auszubildenden abbekommen. Das ist eine Welt, von der wir glücklicherweise nicht so weit entfernt sind. Wir müssen nun passende Fort- und Weiterbildungskurse für Auszubildende suchen und bewerten. Kriterien dafür sind Budget und Kosten, Institut/Trainer, Zeitraum, Inhalte, Methoden und Evaluierung. Ich bin im Team mit Rebecca, Vanessa und Verena und wir haben uns für die Personalentwicklung der Auszubildenden einiges überlegt … 😉

Aber psst – unsere Ergebnisse sind noch top secret. Der Vortrag ist ja erst am Freitag.

Ostern und Prüfungen

Ostereier

Bild: pixelio.de/ Petra Bork

Versteckte Eier suchen, die Feiertage mit der Familie verbringen und tolle Geschenke erhalten – ach, war das früher eine schöne Zeit. Dieses Jahr wird es leider nicht mehr: „Suche die Eier, die der Osterhase versteckt hat“ heißen, sondern wohl eher „Finde die Paragrafen“, „Zeichne das Schaubild des Geldmarktes der neoklassischen Theorie“ oder „Nennen Sie den Unterschied zwischen der Null- und der Alternativhypothese“.  Sagt Euch nichts? Mir schon – aber eben noch nicht genug 😉

Ostern wird prickelnd. Meine alte Freundin, die Makroökonomie (3. und 4. Semester) wird mich beehren. Eingeladen haben sich auch noch das DL-Controlling, die Marktforschung und die Unternehmensorganisation. Meine alten Bekannten Personalentwicklung und Recht (3. und 4. Semester) kommen ebenfalls  auf einen Sprung vorbei. Hach, da werden wir in unserer gemeinsamen Vergangenheit schwelgen 😉 und uns herzlich über den Geldmarkt austauschen. Zum Glück sind die Gäste genügsam. Meine Kakaovorräte werden nicht dramatisch abschmelzen. Achso: Ostereier suche ich übrigens schon länger nicht mehr, aber vielleicht könnte ich daraus ein neues Lernsystem machen: den Lernstoff auf Eier schreiben bzw. zeichnen und dann auf die Suche gehen 😉

Ein Highlight bleibt aber: das gute Essen im Familienkreis. Und darauf freue ich mich wirklich.


2 Kommentare

Wir als Manager (2): Strategie, Ziele, Vortrag

Wir befinden uns in der 4. Periode eines unheimlich spannenden Spieles. Die gegnerische Mannschaft stürmt aus dem Zimmer nebenan. Es geht in die finale Runde und in die letzten – alles entscheidenden – Minuten. Bepackt mit Laptop, Taschenrechner, Blog, Stiften und Ladekabel stürmen sie über den Gang. Ein Hauch von strengem Geruch umspielt sie, fast entgleitet das Laptop den schweißnassen Händen. In sprichwörtlich letzter Sekunde erreichen sie den Vorlesungssaal just in time um 18.45 Uhr. Schade …

… sie haben es noch pünktlich geschafft. Andererseits hätte es empfindliche Sanktionen gegeben. Und das an der wahrscheinlich empfindlichsten Stelle: dem Geld. Und was der Konkurrenz nicht gut tut, kann für uns bestimmt nich schlecht sein … 😉 Ihr merkt schon: Wir sind wieder zurück beim Planspiel. Und wir werden also ganz nebenbei zur Pünktlichkeit erzogen.

Das Planspiel, welches wir an der Hochschule absolvieren, macht noch Spaß und mittlerweile können wir uns immer stärker mit „unserem“ eigenen Unternehmen identifizieren. Langsam entwickeln wir ein Gefühl dafür, was richtig sein könnte und welche Maßnahmen man lieber nicht verwirklichen sollte. Unser Unternehmen, also das virtuelle Unternehmen, welches Flo, Anja, Sina und ich betreuen, läuft ziemlich gut. Wir hatten in dieser besagten 4. Periode zwar Einbußen bei den Absatzzahlen, werden das aber schon im nächsten Abschnitt wieder ausbügeln.  😉

Die Arbeiten am Laptop sind nicht das Einzige, was wir erledigen müssen – und was auch benotet wird. Am 7. Februar hatte ich ja schon von den anderen Aufgaben gesprochen: Festlegung des Unternehmens-  und des Produktnamens, Gestaltung eines Flyers und die Definition von Unternehmenszielen und Strategien. Diese Aufgaben haben wir bereits erledigt und bei unserem Projektleiter abgegeben. Mittlerweile kamen aber schon wieder neue Aufgaben dazu. Darunter ein halbstündiger Vortrag über genau jene Ziele und Strategien, die wir bereits festgelegt hatten.

„Einen halbstündigen Vortrag?“, so oder so ähnlich war die Reaktion des Kurses. Während unseres Studiums hatten wir schon viele Vorträge halten müssen, aber eine halbe Stunde sprengte den Rahmen doch erheblich. Um hier ein wenig zu überziehen …^^  Und dann auch noch über Strategien und Ziele … Nichtsdestotrotz mussten wir uns wohl an die Arbeit machen. Wir bekamen von der Hochschule diese Woche sogar ein bisschen freie Zeit, um daran zu arbeiten.

So ein Vortrag erfordert einiges an Vorarbeit. Nicht nur dass wir Zahlen, Fakten und Ideen suchen, finden und aufbereiten müssen. Nein, wir müssen den Vortrag auch noch schriftlich fixieren, ausgestalten und – nicht zu vergessen – proben. 😉 Wir liegen momentan irgendwo auf halber Strecke zwischen Recherche und Ausgestaltung.

Am Freitag geht es dann ans Eingemachte, den Vortrag selbst, am Samstag steht ein Test auf der Tagesordnung – über das Handbuch, das wir am Anfang ausgeteilt bekamen. Also, wie Ihr merkt, habe ich diese Woche mehr als genug zu tun. 😉 Drückt uns die Daumen.

Bis nächste Woche!

Zum Glück müssen wir nur denken und nichts Handwerkliches machen 😉

Bild: Andreas Rieser/ pixelio.de


Ein Kommentar

Stell dir vor, du bist Manager…

Vor zwei Wochen hatte ich ja bereits angekündigt, dass ich über unser nächstes Projekt an der Hochschule berichten werden. Jetzt ist es so weit:

Los gehts – unsere Arbeitsmittel

„Stell dir vor du bist Manager …“, so oder so ähnlich klangen die einleitenden Worte unseres Dozenten, der uns mit dem Planspiel betreuen sollte. Das Planspiel, das vorwiegend für Manager und Ingenieure ausgelegt ist, wird auch in vielen anderen Hochschulen durchgeführt. Ziel ist es, Verständnis für Management-Entscheidungen zu bekommen und „JETZT die Fehler zu machen, nicht später“, so zumindest der Dozent. 😉

Das Planspiel teilt eine Gruppe in vier Untergruppen – mit jeweils vier oder fünf Personen. Diese vier oder fünf Personen stellen die Geschäftsleitung eines Unternehmens dar. Sie sind für alle Bereiche wie Marketing, Vertrieb, Entwicklung und Personal und so weiter verantwortlich. Das Ziel ist es, unser Produkt zu verkaufen und damit so viel Gewinn wie möglich zu erzielen. Klingt ja simpel, denkt Ihr Euch. Ist es auch. Es gibt aber ein Problem: die anderen drei Gruppen/Unternehmen. Sie repräsentieren die Konkurrenz. Und bieten das gleiche Produkt an.

Gespielt werden acht Perioden. Acht Mal entscheiden wir über den Preis des Produktes, die Anzahl und Produktivität der Maschinen, die Anzahl und den Weiterbildungsgrad der Mitarbeiter, den Ökologie- und Umweltfaktor, die Ausgaben für Marketingaktivitäten und, und, und … Gewonnen hat am Ende das Unternehmen mit dem höchsten Aktienkurs. Habe ich was vergessen? Ahja,  genau, über die Höhe der Dividende muss ebenfalls entschieden werden.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die erste Periode die schwierigste des ganzen Spieles ist. Hier geht es um grundsätzliche Entscheidungen. Welche Strategie wende ich an? Die wichtigsten Strategien sind hierbei die Premium- oder auch Höchstpreisstrategie und die Tiefpreisstrategie. Ihr kennt sie bestimmt alle. Bei uns hießen sie: Sei Porsche oder Dacia.

Die „Porsche“-Strategie: hochwertige Produkte zu einem hohen Preis. Die „Dacia“-Strategie: weniger hochwertige Produkte zu einem niedrigen Preis. Also Qualität gegen Geld. Natürlich gibt es auch Strategien zwischen den beiden extremen, aber die sind, wie unser Marketing-Dozent einst meinte, meist nicht so erfolgreich. Sie können kein USP vorweisen, also kein überzeugendes Argument, es zu kaufen. Natürlich gibt es auch Gegenbeispiele, keine Frage.

Mittlerweile haben wir die 2. Periode abgeschlossen. Welche Strategie wir gewählt haben, verrate ich nicht. Nicht, dass die Konkurrenz  unseren bestimmt erfolgswirksamen und überaus hervorragenden Plan kopiert. 😉 Das wäre natürlich ziemlich doof. Und jetzt wisst Ihr auch, warum Firmengeheimnisse gehütet werden müssen

Neben den eigentlichen Perioden, müssen wir noch zusätzliche Aufgaben erledigen. Z.B. Unternehmens- und Produktnamen festlegen, einen Flyer gestalten und unsere Strategie schriftlich festlegen. Und genau das, sollte ich dann jetzt machen…

Bis nächste Woche 😉


3 Kommentare

Willkommen in der Welt der Heidi

Es ist dunkel. Eine Gruppe von Menschen steht in Heilbronn. Verloren, vergessen und ohne Plan.

Verloren, vergessen und ohne Plan? Nein, definitiv nicht. 😉 Diese Gruppe, also mein Kurs der dualen Hochschule, hat ein klar definiertes Ziel vor Augen: Ein Planspiel in der „Welt der Heidi“, wie es ein Kommilitone so treffend ausdrückte.

Für unseren Wochenendausflug nach Oberjoch trafen wir uns schon um 7.30 Uhr in Heilbronn, um wenig später mit dem Bus loszufahren. Eine nicht ganz studentenfreundliche Zeit und so kehrten die meisten von uns entgegen dem Motto: „Eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist schön“, in die Welt der Träume zurück.

Kurz nach der bayrischen Grenze  wurden die Ersten wieder wach, nach der Pause kehrte das Leben auch in die meisten anderen zurück. Nervosität, Aufregung? Fehlanzeige! Wir wollten uns allesamt überraschen lassen und hatten die wesentlichen Informationen ja schon vom C-Kurs (Parallelkurs mit Schwerpunkt Verbands und Sportmanagement) erhalten,  der die Tage zuvor dort war. Unter anderem: „Das Essen ist gut, die Getränke nicht gerade billig“.

Na, also. 50:50 – das klang ja für den Anfang gar nicht so schlecht und mal ehrlich, wer würde nicht für besseres Essen ein bisschen mehr Geld bei den Getränken ausgeben? Also ich schon. 😉

Das Erstaunlichste für mich während der Fahrt waren die Reaktionen einiger Mitstudenten auf die bayrische Landschaft. Während wir Oberjoch immer näher kamen und die Berge immer höher wurden, gab es ein Paar, das wirklich verblüfft war. Sie hatten noch nie die Berge erlebt und für sie war das ein komplett neues Bild. Um dies ein wenig aufzuklären: Wir haben z.B.  eine Kommilitonin, die aus der Nähe der Ostsee stammt. Urlaub – so sagt sie selber – habe sie schon öfters gemacht, aber weder einen Wanderurlaub, noch war sie zum Skifahren in den deutschsprachigen Ländern. Für sie war die Fahrt dann doch eine gelungene Abwechslung.

Auf dem Weg ins Oberjoch

Kennt Ihr Heidi? Die Zeichentrickfigur, die als Waise zu ihrem Opa in die Alpen in die Schweiz zieht? Als wir in Oberjoch angekommen sind, fiel der ein oder andere Bezug zu diesem Buch oder Film. Warum? Weil es für uns genauso ausgesehen hat: Berge, Felder, Wälder und ganz schön viele Kühe.^^ Natur pur sozusagen. So viel Natur sogar, dass wir die letzten paar Meter bergauf zu unserer Unterkunft laufen mussten. Sogar der Geißenpeter, den besten Freund der Heidi,  war da: Er entpuppte sich als der Pächter unserer Hütte. 😉

https://i1.wp.com/www.moviepilot.de/files/images/0760/9188/heidi.jpg

Heidi

Von unserem VWL-Dozenten Herr Hr. Prof. Dr. Oliver Letzgus und Tobias, einem ehemaligen Student der Uni Tübingen, der schon viele Planspiele organisiert hat, wurden wir begrüßt, bevor wir direkt im Esszimmer verschwanden. Essen stand an und ja, es war wirklich gut. Wir erhielten das Wochenende über sowohl mittags, als auch abends etwas Warmes zu essen. Darunter auch bayrische Köstlichkeiten wie Schweinshaxe und Bratwürste, aber auch Lasagne, Reis und Kartoffeln. Wer die paar Tage später nicht den Berg wieder runtergekugelt ist, der hat wohl das Essen verschlafen. 😉

Das Planspiel zog sich von Freitag bis Samstag. Um dies ein bisschen zu erklären. Bei dem Planspiel ging es darum, eine Volkswirtschaft zu leiten. Die Zielvorgabe war es, drei Jahre zu überstehen. 😉 Nein, überstehen war eigentlich nicht die eigentliche Aufgabenstellung aber das nicht, aber wie wir feststellen mussten war das gar nicht so einfach. Es gab insgesamt sechs Sektoren (Staat, 2xBank, 2xUnternehmen und die Gewerkschaft) mit zwei oder drei Mitspielern.
Zum einen gab es den Staat. Dieser musste, wie auch im realen Leben die Wirtschaftlichkeit des Landes sicherstellen und sich um Kosten und Ausgaben für z.B. Infrastruktur und Bildung kümmern. Neben dem Staat gab es Unternehmen. Zwei konkurrierende Großunternehmen, die sich mit z.B. Preisstrategien für ihre Güter sowie Investitionen in Maschinen und Arbeitskraft auseinandersetzen. Die Gewerkschaft bildete das Bindemitglied zwischen Staat und den Unternehmen. Sie hat die  Mitarbeiterzahlen und –bezahlung der Mitarbeiter im Blick und kümmert sich allgemein um die Wünsche der Arbeitnehmer.

Last, but not least: die Bank. Es gab zwei und ich war mit Sarah in einer. Am Anfang war das echt schwierig. Wir wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt, um uns mit Blättern von Tobias den theoretischen Teil anzusehen. So wurden die einzelnen Sektoren vorgestellt, dass jeder einen Überblick bekommen konnte. Es wurden Fragen geklärt, wie: Was ist das Ziel der verschiedenen Sektoren, wie können sie das erreichen und vor allem, wer muss mit wem sprechen oder verhandeln? Anschließend arbeiteten wir uns in die Bank ein. Verschiedene Blätter mit Kennzahlen und sonstigen Informationen sorgen zu Beginn an mehr für Verwirrung, als für Aufklärung und erst im zweiten Jahr bekamen wir den Durchblick. Also kurzum: Das erste  Jahr war das „Versuchsjahr“. Fazit: Viel gut gemacht, aber doch nicht an alles gedacht…

Am Freitagabend/Nacht waren wir dann mit dem ersten Jahr fertig. Und fertig, das waren wir alle auch.;) Der Tag war schon ziemlich anstrengend und so ließen wir ihn bei einem gemeinsamen UNO-Spiel ausklingen. Jeder, der schon einmal mit leicht oder weniger leicht angetrunkenen Personen UNO gespielt hat, kann sich ungefähr vorstellen, wie witzig das sein kann. Da kommt es dann auch mal zu Kommentaren wie diesem: „Oh Mann, ich hätte schon seit 3 Runden gewinnen können, wenn ich nur nicht vergessen hätte UNO zu sagen“ oder „Ist egal … Strafkarte“. Ich habe noch nie so viele Gründe gehört,um Strafkarten aufnehmen zu müssen, wie an diesem Abend.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, bei dem dann alle spätestens 9 Uhr eintrudelten, ging es mit dem zweiten  Jahr weiter. Zu Beginn wurde das vorherige Jahr besprochen und mit diesen Informationen konnten wir schon im zweiten  Jahr besser arbeiten als im vorigen. Nach dem Mittagessen nutzten die meisten die Chance mit unseren Betreuern einen Ausflug zum Berggipfel zu machen. Resultat: leichter Muskelkater. Die Zurückgebliebenen gönnten sich ein Mittagsschläfchen oder einen kleineren Spaziergang. Mein Zimmer genoss die letzten beiden Alternativen, da wir uns eine Mitbewohnerin morgens deutlich zu früh geweckt hatte. Sie hatte ihre elektrische Zahnbürste nämlich schon um halb 8 angemacht und nicht erst um 8 Uhr, als der Rest des Zimmers ursprünglich aufstehen wollte.
Für die nächste Nacht konnte wir eine Verlgung der zahnputz-Aktivitäten auf viertel vor 8 Uhr aushandeln. Zum Glück! 🙂

Nachdem alle eingetroffen waren und wir uns kurz zusammensetzen konnten, um das zweite Jahr zu besprechen, gab es Abendessen und anschließend stand das dritte Jahr an. Weiter ging´s mit Verhandeln und Diskutieren.  Unsere Bank wollte natürlich die besseren Kredite an die Unternehmen ausgeben als unsere Konkurrenz. Daraus entwickelte sich eine ganz schöne Schlacht, die sich über zwei Stunden hinzog.

Zur Beruhigung stand eine Nachtwanderung mit Fackeln an und anschließend saßen wir noch in den Zimmern zusammen und ließen den Tag Revue passieren.

Am Sonntag stand nach dem Frühstück und dem Kofferpacken noch die Nachbesprechung an und anschließend mussten wir auf dem Bus warten, mit dem der A-Kurs, auf dem Weg zu uns im Stau stand.

Ich fand das Wochenende doch richtig schön. Wir erlebten einiges, hatten Spaß und lernten auch viel. Nicht nur, wie wichtig es für eine Volkswirtschaft ist, dass sich die einzelnen Sektoren absprechen (ausgenommen die Konkurrenten natürlich) und welche Folgen einzelne Veränderungen haben können. Nicht nur auf die Wirtschaftlichkeit, sondern auch auf die Akzeptanz der Bevölkerung oder die Außenwirtschaft. Zudem sprachen wir bei der Abschlussveranstaltung auch über die EURO-Krise, Staatsverschuldung und die Rolle der Europäischen Zentralbank.
Natürlich lernten wir uns im Kurs auch noch näher kennen. Es gab viele Gespräche in der Pause oder auch abends in den Zimmern. Rundum also ein gelungenes Wochenende. 🙂

Diese Diashow benötigt JavaScript.