Azubis und duale Studenten bloggen

Unsere Azubis und dualen Studenten geben Einblicke in ihren Alltag und was man sonst noch bei der BERA erlebt.


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Wie geht eigentlich Marketing?

Hey liebe Blogleser. Über ein halbes Jahr ist mein letzter Blogeintrag her. Für die, die es noch nicht wissen: Ich bin Joshua, 20 Jahre alt und absolviere zurzeit ein duales Studium mit dem Schwerpunkt Personalmanagement bei der BERA GmbH.

Im Laufe des Studiums darf ich jede Abteilung des Unternehmens durchlaufen und kann dabei Erfahrungen in unterschiedlichsten Bereichen sammeln.

Die letzten 4 Wochen war ich in der Marketing Abteilung eingesetzt und ich möchte euch nun einen Einblick geben, was ich aus dieser Zeit mitnehmen konnte.

gruppenbild

Meine BERA-Kollegen – wenn auch nicht vollzählig – und ich.
Marc (ganz links), Laura (rechts), Elisabeth und die Abteilungsleiterin Frau Zartmann-Röhr haben mich von Anfang an super aufgenommen!

Das Marketing – nur malen, schreiben und basteln? Weit gefehlt!

… Gut, zugegeben, in den ersten zwei Tagen war das durchaus eine der Aufgaben: Diverse Kundenpräsente vorbereiten und gestalten. Anlässlich der Weihnachtszeit, haben sich die BERA Niederlassungen nämlich wieder allerlei überlegt, um bei den Kunden und Bewerbern ein angemessenes „Dankeschön!“ zu platzieren. Das Marketing hat dabei beraten, designt und natürlich auch beim Basteln geholfen!

Warum die Marketing Abteilung einiges abverlangt

Damit wir aber mal zur Sache kommen: Marketing ist gewiss nicht nur ein Zuckerschlecken und Däumchen drehen.

Das Marketing ist der Teil des Unternehmens, der versucht, sämtliche Aktivitäten des Unternehmens kundenorientiert auszurichten. Kunden sind in diesem Sinne alle Interessensgruppen (Stakeholder), also auch Mitarbeiter oder Partner.

Abstraktionsvermögen und methodische Kompetenzen, Empathie, analytisches Denkvermögen und vor allem Kreativität sind hier besonders gefragt. Man muss sich in andere Menschen hineinversetzen, auf deren Bedürfnisse schließen können und diese analysieren. Dies dient als Orientierung und Grundlage für Marketing Maßnahmen. Meine Kollegen, mit denen ich diese tolle Zeit verbringen konnte, sind diesbezüglich richtige Profis.

Im Folgenden einige Beispiele…

Wie erstellt man eigentlich eine eigene Webseite bzw. was ist beim Relaunch wichtig?

bild_seoIch durfte mich auch bei dem Relaunch unserer neuen Webseite beteiligen. SEO (Suchmaschinenoptimierung) – diesen Begriff werde ich nie wieder vergessen: Jedes einzelne Wort, das gesamte Design und die Navigation in der Webseite, alles muss 100% auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt sein. Durch verschiedene Analysetools wird geschaut, welche Wörter die Leute aus welchen Orten im Internet am wahrscheinlichsten suchen, um diese dann in den Texten auf der Webseite zu verwenden. Welches Wort verwende ich am besten? Arbeitnehmerüberlassung, Zeitarbeit, Leiharbeit, Mitarbeiterleasing oder vielleicht Personalüberlassung? Dazu muss man vergleichen, bewerten und abwägen. Und das bei jedem wichtigen Wort. Besonders schwierig ist das bei einem Personaldienstleister, da man zwei völlig verschiedene Zielgruppen ansprechen muss: Die Kunden (Unternehmen) und Bewerber (Privatpersonen).

Ich war besonders beeindruckt, von der Methodik, wie man an solch ein riesiges Projekt rangeht und was man alles beachten muss. Es werden seitenweise Pläne, Vergleiche und Schemata erstellt, um wenigstens ein paar Schritte voranzukommen.

digitalezeitreise_heft

Die Kreativität darf natürlich auch nicht fehlen.
Gerade beim Design von Grafiken und Bildern:
Dieses kreative Titelbild hat sich mein Kollege Marc erdacht, mit Photoshop designt und gestaltet.

Die Broschüre begleitet die spannende Ausstellung „Digitale Zeitreise im Schloss“, die Kunst, Kreativität und Technik vereint und in unserem unternehmenseigenen Schloss zu Hopferau noch bis Ende Januar gezeigt wird.
By the way: Der ernst dreinblickende Herr auf dem Bild ist Konrad Zuse – der Erfinder des ersten binär-basierten Computers, um den sich die Ausstellung dreht.

Ich war total erstaunt von der Kreativität und dem Talent, das Leute mitbringen können, um so etwas auf die Beine zu stellen.

#Joshua hat dich lieb

Werbung in Facebook – die andere Seite der Medaille
Wer immer mal wissen wollte, warum gewisse Anzeigen auf Facebook erscheinen

facebookEin weiteres Thema, das ich im Marketing kennenlernen durfte: Social Media bzw. Facebook. Das Tolle an Facebook ist, dass man unglaublich zielgruppenspezifisch werben kann. Ich suche mir einen Beitrag aus, den ich werben möchte und wähle Kriterien für Personen aus, denen der Beitrag gezeigt werden soll: Geschlecht, Interessen, abonnierte Seiten und Wohnort – um nur ein paar Merkmale zu nennen. Daraufhin gibt man ein gewisses Budget an, das man ausgeben möchte. Abhängig von diversen Angaben und besuchten Seiten zeigt Facebook jenen Zielgruppen den Beitrag als Werbung an, solange bis das Budget aufgebraucht ist. Man zahlt dabei für die Klicks oder allein für das Erscheinen.

Es war wirklich interessant, auch hier mal einen Einblick zu bekommen.

Maßnahmen, wie die Promotion über Facebook, muss das Marketing auch steuern. Durch Analysetools wird regelmäßig beobachtet, wie gut welche Beiträge ankommen: Wie viele Personen wurden erreicht, was wurde geliked, geteilt, wie waren die Kommentare und Bewerbungseingänge… Daraus kann man ableiten, was die Maßnahme gebracht hat, wie man sie optimieren kann und was zukünftig beachtet werden muss.

Dies sind nur ein paar kleine Beispiele von dem Leistungsspektrum unserer Marketingabteilung. Ich kann kaum alles aufzählen, denn letztlich wird hier jeder Auftritt der BERA in der Öffentlichkeit bis aufs Detail geplant und begleitet. Vom Erscheinen eines einfachen Artikels in der Zeitung, Werbegeschenke und Broschüren bis hin zu Messeauftritten und die Betreuung unseren eigenen Foren.

Toll, was unser Team alles managed und auf die Beine stellt!

Fazit

Ich kann unglaublich viel aus den 4 Wochen mitnehmen. Mehr als ich jetzt kurz und knapp beschreiben könnte.
Da mein Studium seinen Schwerpunkt im Personalmanagement besitzt, kann ich nun aber Folgendes sagen:

Im Marketing sind besonders jene Leute gut aufgehoben, deren Stärken in Kreativität und analytischem Denkvermögen liegen und die unmittelbare Ergebnisse ihrer Arbeit brauchen, um nicht die Motivation zu verlieren.

Ich hoffe Ihr konntet was von meinen Eindrücken mitnehmen. Bis zum nächsten Mal!

Euer Joshua

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Die Weihnachtsfee der Nachhaltigkeit

Merry Christmas – Feliz Navidad – Joyeux Noel – Fröhliche Weihnachten

Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen und wecken Freude in allen Herzen. Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen, was sollen wir singen, was sollen wir sagen? Wir wollen euch wünschen zum heiligen Feste vom Schönen das Schönste, vom Guten das Beste! Wir wollen euch danken für alle Gaben und wollen euch immer noch lieber haben.  Gustav Falke

Ein weihnachtliches Hallo an alle Leserinnen und Leser,

nein, heute bloggt keiner unserer Azubis oder Studenten sondern Kerstin Adam mittlerweile als Junior Marketing Managerin bekannt. 😉 In meinem letzten Blogbeitrag als duale Studentin erläuterte ich euch, was Corporate Social Responsibility, kurz CSR, bedeutet und dass dieses Thema nun in meinen Aufgabenbereich fällt. 😉

Im Grunde geht es darum, freiwillig soziale, ökologische und ökonomische Aspekte in das wirtschaftliche Handeln einzubeziehen und somit verantwortlich und nachhaltig zu arbeiten. So passt CSR besonders gut in die Weihnachtszeit. Bei der BERA lautet die Devise: „Spenden statt Schenken“. Wir lassen unseren Kunden eine Karte mit weihnachtlichen Grüßen zukommen. Auf dieser verweisen wir darauf hin, dass wir Spenden statt Schenken. Für jeden Kunden der uns eine Antwort zukommen lässt, spenden wir einen Betrag an „Habitat for Humanity“. So leisten wir auch in dieser Jahreszeit einen Beitrag an diejenigen, die unsere Hilfe gebrauchen könne. Die weihnachtliche Magie besteht nicht nur aus der Familie, Gemeinschaft und dem Rückhalt sondern auch daraus an das Schicksal anderer Menschen zu denken und Dankbar für die eigene Situation zu sein. So kann aus der Besinnlichkeit die Fähigkeit werden, Geborgenheit und Zuwendung zu spenden. 🙂
weihnachten_grünAuch Ihr da draußen könnt in der Weihnachtszeit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Neben unserer Aktion „Spenden statt Schenken“ gibt es weitere Alternativen. Anstatt etwas Materiellem könnt Ihr euren Liebsten gemeinsame Zeit, einen gemeinsamen Gemüsegarten, eine Gemüsekiste oder ein Bienenhotel, um das ihr euch zusammen kümmert, schenken. 🙂

Ihr wollt lieber ein Do-It-Yourself Geschenk? Dann macht euren Liebsten doch einen eigenen Lippenbalsam. Klinkt kompliziert? Ich zeig euch wie das geht und was ihr benötigt?

Zutaten: „Lippenbalsam der Weihnachtsfee“

1 EL Bienenwachs ½ EL Sheabutter
1 EL Kokosöl Ein wenig Lippenstift
1 leeres Glas (z.B. Marmeladenglas) 1 leere Labellohülle oder ein kleines Döschen

Step 1:  Wasser in einem Kochtopf zum Kochen bringen
Step 2:  Das leere Glas in das kochende Wasser stellen und den Esslöffel Bienenwachs hinzugeben, bis dieses geschmolzen ist
Step 3:  Anschließend den Esslöffel Kokosöl dazugeben und den halben Löffel Sheabutter
Step 4: Das Gemisch mit einem Holzlöffel verrühren
Step 5:  Den Topf von der Herdplatte nehmen und ca. einen halben Zentimeter Lippenstift hinzufügen
Step 6:  Das Gemisch wieder zu einer einheitlichen Masse verrühren
Step 7:  Zu guter Letzt die Masse in die Labellohülle oder das Döschen gießen und trocknen lassen
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Habt Ihr jedoch schon ein Geschenk könnt Ihr auch beim Verpacken nachhaltig handeln. Ob Geschenkbänder aus alten Stoffresten oder Recycling-Geschenkpapier, hier könnt Ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen. 🙂

Wie Ihr sehen könnt, gibt es Unmengen an Möglichkeiten euer persönliches CSR auch in die Weihnachtszeit miteinzubeziehen. In diesem Sinne wünsche ich allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Liebste Grüße von der Weihnachtsfee der Nachhaltigkeit 🙂


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Weihnachten an der Hochschule

“We wish you a merry Christmas, we wish you a merry Christmas, we wish you a merry Christmas and a happy new Year”, schallte aus den Lautsprechern unserer Hochschule. Der Vorplatz war mit Schnee überfüllt und das ganze Gebäude roch nach Plätzchen. Weihnachten wohin ich blickte. Leider aber nur so lange, bis ich merkte, dass ich doch nur träumte.

Natürlich habe ich nicht geschlafen, sondern war lediglich Tagträumen verfallen. An der Hochschule haben wir nämlich weder einen Lautsprecher – der für so etwas genutzt wird – noch liegt Schnee vor dem Gebäude. Die Plätzchen – die existieren natürlich leider auch nicht.
Nein, Weihnachtsstimmung kommt an der Hochschule wohl eher nicht hoch. Schon gar nicht in den sterilen Räumen in denen wir unterrichtet werden.

Ein bisschen weihnachtliche Stimmung

Der Beweis: unser Weihnachtsbaum

Der Beweis: unser Weihnachtsbaum

Aber nun kommen wir doch einmal zu den positiven, weihnachtlichen Veränderungen. Wir haben immerhin einen großen, geschmückten Tannenbaum in der Aula und die Bäume auf unserer Grünfläche sind mit Lichterketten behängt. Der Schnee lässt ja leider auf sich warten, aber immerhin müssen wir uns dann keine Gedanken machen, dass wir aufgrund von wetterbedingten Unfällen zu spät zu den Vorlesungen kommen. Die Dozenten sind teils noch etwas angespannt, teils freuen sie sich auf die freie Zeit, die auch sie zwischenWeihnachten und Silvester genießen dürfen.

Auch wenn bei uns im Kurs noch keine wirkliche Weihnachtsstimmung aufkommen möchte, sollte es dieses Jahr, im Vergleich zum letzten Jahr, aber noch möglich sein. Ich kann mich noch gut an unser 3. Semester erinnern. Es war das Semester mit den meisten Prüfungen und die letzte davon fiel auf den 23.12.2013.  Weihnachtsshopping und die Besuche der Weihnachtsmärkte fielen in diesem Winter leider aus. Umso mehr freuen wir uns, dass wir uns nun wegen den Prüfungen keine Sorge machen müssen – wir schreiben nämlich keine. So komisch es auch klingen mag, es ist leider tatsächlich so. Die Prüfungen für die Fächer, die wir nun haben, schreiben wir erst gegen Ende des nächsten Semesters. Die Freude hält leider doch nicht lange, denn die Gewissheit, sie nächstes Jahr nachholen zu müssen, ist eher bedrückend. Schließlich werden wir uns mehr als fünf Monate später noch daran erinnern müssen, was wir in diesem Semester gelernt haben.

Die Dozenten würden jetzt sagen: „Man lernt ja nicht für die Prüfungen, sondern fürs Leben“. 😉 Ein Tipp hierbei von mir: Weil ich weiß, dass man nicht alles über Monate hinweg behält;  schreibt so viel wie möglich in der Vorlesung mit. So habt ihr die Informationen auch über längere Zeiträume hinweg gesichert.

Weihnachten 2013

Aber nun zurück zu diesem Semester. Diese Woche müssen wir noch unsere zweite Projektarbeit abgeben. Die Finalisierung der Arbeit in der letzten Woche gestaltet sich immer etwas schwierig. Ich beispielsweise habe leider nicht von Beginn an mein Literaturverzeichnis ordentlich geführt, daher darf ich nun alles nachholen. Mit gefühlt dreifachem Aufwand. Tipp: Führt euer Literaturverzeichnis schon von Beginn an ordentlich! Aber ich befinde mich auf der Zielgerade und da ich bereits die Rückmeldung vom Marketingteam eingeholt habe, kann wohl nun nichts mehr schief gehen.

In der nächsten Woche erwarten uns sogar vorlesungsfreie Tage. Damit uns aber nicht langweilig wird, haben unserer Dozenten in Form von Projekten vorgesorgt. Eines ist beispielsweise der Entwurf eines Businessplans für ein Dienstleistungsunternehmen. Markt- und Kundenanalyse inklusive. Super spannend, aber auch ziemlich aufwändig. Passend dazu könnte ich mir eigentlich ein Buch zu Weihnachten schenken lassen: „Businessplan für Anfänger“ oder „Wie schreibe ich einen Businessplan?“, halte ich doch dafür ganz passend.

Apropos Geschenke, vielleicht schaffe ich es ja nach Abgabe der Projektarbeit, mich dann auch endlich mal auf Weihnachten einzustimmen. Vorausgesetzt es schneit und irgendwer backt Plätzchen. 😉

Weil nächste Woche aufgrund der Feiertage kein Blogbeitrag kommt, wünsche ich euch schon jetzt erholsame freie Tage, leckeres Essen, viel Spaß mit der Familie und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Und damit geht’s weiter „Good tidings we bring to you and your kin; Good tidings for Christmas and a Happy New Year …”

Weihnachten

Bild: pixabay.com/ Open Clips


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„Die Kerstin möchte bitte an der Maschine Nr. 3 abgeholt werden…“

Nun sind schon wieder vier Wochen rum. Zeit für mich, ein Resümee über meinen Einsatz in der Niederlassung Heilbronn zu ziehen. Und dann direkt in den Weihnachtsurlaub zu entschwinden. Huch, da war es wieder: das Wort, bei dem die duale Studentin zu träumen beginnt: Urlaub.

Aber bevor ich meine Gedanken meinen Weihnachtsgeschenken, der überaus wichtigen Silvesterplanung und dem leckeren Feiertagsfestessen zuwenden kann, gibt es noch das ein oder andere zu erzählen… 😉

Einsatz in der Umgebung

Am Freitag (07.12.12) hatte ich das Vergnügen mit zu einem Kundenunternehmen von uns zu gehen. Mein Ziel war ein Unternehmen in der Lebensmittelbranche. Morgens 7:45 Uhr. Es ist kalt, es ist verschneit, es ist nass und.., ich bin zu früh. Mit Marita Bormann bin ich um 8:00 Uhr vor den Eingangstoren des Unternehmens verabredet. Da ich aufgrund der ungewissen Verkehrslage und des Wetters ein bisschen zu früh losgefahren bin, hatte ich Zeit, mir noch ein Frühstück beim Bäcker zu besorgen und vom Auto aus die Umgebung zu betrachten. Sensationell, wie spannend sich so ein Fabrikgelänge präsentiert. Gähn 😉
Marita erlöst mich mit ihrer Ankunft aus dem heranschleichenden Sekundenschlaf. Auf ins Büro. Wir passieren Schranke, Drehkreuz und entern das Treppenhaus. Die BERA hat hier, wie auch bei verschiedenen anderen Kundenunternehmen ein eigenes Büro, ein so genanntes On-Site-Büro. Es besteht aus einem Vorzimmer und dem eigentlichen Arbeitsplatz. Im Vorzimmer stehen die Spinde für unsere Mitarbeiter und ein Tisch mit Stühlen. Das eigentliche Büro ist etwas größer. Computer, Schränke, Drucker – alles da. Sogar eine Kaffeemaschine. Mit der ich aber wenig anfangen kann 😉

Kurz nach unserer Ankunft erscheint der erste Mitarbeiter mit einer Frage zu seinem Urlaub. Und damit nimmt der Tage seinen Lauf: Die Erstellung der Einsatzpläne für die Woche, Besprechungen mit den Abteilungsleitern, Gespräche mit den Mitarbeitern. Im On-Site-Büro laufen die Fäden zusammen und ich bekomme einen direkten Einblick in diese für mich neue Welt 😉

Das absolute Highlight für mich aber war die Besichtigung der Produktionshalle. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich hatte bislang wenige Chancen, so ein Unternehmen von innen zu sehen. Aber das ist wichtig, denn nur so können wir verstehen, was die Mitarbeiter leisten und unter welchen Bedingungen sie arbeiten.
Ich bekam das volle Programm. Um ca. 10.00 Uhr ging´s los: Nach einer kurzen Hygieneunterweisung  starteten wir mit … den Schuhen. Ich hatte die Auswahl zwischen weißen Gummistiefeln und Schlupfschuhen. Meine Wahl fiel auf die Schlupfschuhe – absolut en vogue. Ich denke, die entstammen der aktuellen Kollektion. Oder der vorletzten. Vielleicht aber haben die einfach einen zeitlosen Chic ;). Doch damit begann das „Umstyling“ erst: Ab ins, ich nenne es mal, Ankleidezimmer. Wie auch die Schuhe, sollten meine Hose und mein Kittel ebenfalls zu groß ausfallen. Zum Glück konnten wir uns mit der bewährten Umschlagmethode an Ärmel- und Hosenbeinen aushelfen. Aber damit war ich voll im Trend – alle laufen hier so rum. Weil die Anzüge wahrscheinlich nur in einer Größe für Riesen vorgehalten werden … 😉

Mit dieser Ausstattung ging es dann auch schon weiter. Nächste Aufgabe der Schnitzeljagd: Suche des Eingangs. Obwohl Marita schon die ein oder andere Führung hinter sich hatte, war ich die Erste die sie durch die Halle führen sollte und bei den großen Stahltüren kann man da schon einmal die falsche wählen.;) Nach der dritten Tür, beziehungsweise der ersten, die sich öffnen ließ, standen wir dann in einem weiteren Ankleideraum. Hier gab´s eine formschöne Haube. Ich wusste gar nicht, dass man dabei so viele Fehler machen kann. Es soll tatsächlich ein oben und ein unten geben und ein rechts und ein links. Das aber, wurde mir erst später von einem Mitarbeiter erläutert, der mich netterweise darauf hinwies, dass ich sie natürlich falsch herum anhatte. Wie sollte es auch anderes sein^^. Marita hatte ihre richtig an, wusste aber auch nicht, dass man sie falsch anziehen konnte. Zur ersten Haube gesellte sich noch eine zweite Haube mit Mundschutz. Doppelt hält besser und am Ende war nur noch der Spalt für die Augen über. Perfekt vorbereitet für den nächsten Sandsturm 😉

Aber nun zurück zum Ankleidezimmer. Dieses war nämlich gleich noch der Eingang zur Produktionshalle und über einen Steg ging es dann hinein. Im Vorübergehen wurden die Schuhe nochmal geputzt, die Hände gewaschen und desinfiziert.

Ab dann hatte ich praktisch nur noch große Augen und einen offenen Mund (, den glücklicherweise niemand sehen konnte;) ) Ich war fasziniert von den riesengroßen Maschinen, den vielen verschiedenen Abläufen und Stationen, die das Rohprodukt bis zum fertig verpackten Lebensmittel zeigen und von der Präzision und Schnelligkeit, mit der Mitarbeiter ihre Aufgaben erledigten. Ich hatte nie gedacht, dass man so schnell Sachen sortieren kann.

Marita führte mich durch verschiedene Gänge und Hallen und erklärte immer etwas zu den verschiedenen Abteilungen und Produkten. Ich war ziemlich sprachlos, schaffte es aber ab und an auch einmal eine Frage zu stellen. 😉 Und da hatte ich wieder eine Frage. Aber, huch?, wo war Marita? Ich schwöre, ich war nur ganz kurz stehen geblieben. Als  ich mich wieder umdrehte, war sie verschwunden. Um mich herum nur noch schneemann-artige Gestalten, die in ihrer Arbeit versunken waren„Marita, Marita…!!“

Habt ihr schon mal versucht, Personen nur an den Augen zu erkennen? Ich wurde damit noch nicht allzu oft konfrontiert. Mh.., das sind wohl Männeraugen, die hier sind es auch nicht… vielleicht die? Nein, wohl eher nicht. Marita stand tatsächlich nur wenige Meter von mir entfernt. Sie hatte einen Mitarbeiter gefunden und lud ihn ein, später noch hoch zu uns zu kommen, um seinen Urlaub zu besprechen. Puh, gerade noch Glück gehabt. 😉
Weiter durch das Lager hin zum Kommissionieren. Und alles wieder zurück. 😉 Am Ende Haube ausziehen, zweite Haube ablegen, aus dem Kittel schlüpfen, die Hose ausziehen und zu guter Letzt, die Schuhe. Nach der Haube war ich am meisten erleichtert, als ich wieder in meine Schuhe schlüpfen durfte.
Trotz allem war ich noch Tage später fasziniert und unglaublich froh, dass ich das miterleben durfte. Ein ganz großes, fettes Dankeschön nochmal an Marita. 😉 Das war super!

Nicht ich, aber eine Kollegin. Sabine Stolte in voller Montur.

Nicht ich, aber eine Kollegin. Sabine Stolte in voller Montur.

Zurück in der Niederlassung

Nachdem ich dann leider krankheitsbedingt ein paar Tage ausfiel, verbrachte ich die letzten Tage entweder am Empfang, um die Mädels zu unterstützen oder bei den Personalmanagern, um noch ein bisschen zu lernen. Gerade sitze ich wieder bei Ricarda und habe noch einen Stapel an Bewerbungen neben mir, mit denen ich mich beschäftige, sobald ich hier das letzte Wort geschrieben habe. 😉
Und damit verabschiede ich mich jetzt für das Jahr. Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen eine erholsame und fröhliche Weihnachtszeit, einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ein dickes Dankeschön geht an die Heilbronner Niederlassung, die mich so nett aufgenommen hat. Die Zeit hier war hochinteressant und sehr abwechslungsreich.