Azubis und duale Studenten bloggen

Unsere Azubis und dualen Studenten geben Einblicke in ihren Alltag und was man sonst noch bei der BERA erlebt.


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„Gamification – die neue Art des Lernens“

Es ist Samstag, 8:00 Uhr. Während einige erst seit wenigen Stunden in ihren Betten liegen und die anderen sich noch in der 4.  Schlafphase befinden, bricht eine kleine Gruppe an fleißigen Studenten auf zur Hochschule. Das Fach Volkswirtschaft steht an und so stehen sie pünktlich um 8:30 Uhr, nein nicht im Kursraum, sondern vor dem Gebäude. Ein Eindringen in die Hochschule ist nicht möglich. Der Eingang ist geschlossen, der Geheimgang durch die offene aim (Nebengebäude der DHBW – Weiterbildungs- und Fortbildungsanbieter) versperrt und durch die Tiefgarage herein zu kommen ist ebenfalls nicht möglich.

Tja, da standen wir nun mit unserer Dozentin. Und ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass sich unsere Laune in Anbetracht der doch recht frischen Temperaturen, der frühen Uhrzeit und der Tatsache, dass es ein Samstag ist, dem 0-Punkt näherte. Aber wir versuchten uns aufzuheitern, während unser, wie wir ihn liebevoll nennen, „IT-Mensch“ Cosmin Serbanescu mit einem Schlüssel herbeieilte und uns nach weiteren 20 Minuten endlich erlöste.

Nachdem wir den Kursraum betreten konnten, uns alle niedergelassen hatten und der Beamer hochgefahren war, konnte der Unterricht beginnen. Wirtschaftspolitik stand an. Unsere Dozentin (ja, tatsächlich Dozentin, ein Anblick so häufig wie Schnee in diesem Winter) unterrichtete uns in volkswirtschaftlichen Themengebieten wie: die Rolle des Staates in der Wirtschaft, Arbeitsmarktpolitik und Geldpolitik. Während wir den Stoff aber noch klassisch mit einer PowerPoint- Präsentation und  Aufgaben erlernten, ist uns die Universität Düsseldorf einige Schritte voraus…

Lernen mit Einhörnern, Orks und Goblins – und das an einer Uni

238620_web_R_K_by_snuesch_SarahC_pixelio.deStellt euch vor, ihr durchstreift eine Welt namens Zyren. Ihr begegnet Einhörnern, Orks und Goblins und lauft durch die Gebiete der Elfen und Menschen und müsst verschiedene Aufgaben lösen, damit ihr ein viergeteiltes Buch wieder zusammenbekommt. Und nein, dieses  Spiel hat weder was mit den Büchern wie „Herr der Ringe“, oder Computerspielen wie „Everlight – Elfen an die Macht“ zu tun. Denn unser Spiel:  „Die Legende von Zyren“ hat einen eher wissenschaftlichen Hintergrund.

Weil Studenten das Fach „Wissensrepräsentationen“ in ihrem Studiengang „Informationswissenschaft und Sprachtechnologie“ nicht ganz so attraktiv fanden, mussten sich die Dozenten und Professoren etwas neues überlegten, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung.  Die Integration von spielerischen Elementen in Hochschulen und Unis kommt mal wieder – wie sollte es auch anders sein, aus Amerika. Auch in Kanada nutzen die Dozenten dieses Mittel, um das Interesse an verschiedenen Fächern bei den Studenten wieder zu erhöhen. Der Fachbegriff für diese Art von Spielen ist: „Gamification“.

In Düsseldorf dauerte es aber zehn Monate und 600 Seiten Drehbuch, bis das Spiel zum ersten Mal eingesetzt werden konnte. Schließlich musste das Ganze ja sowohl programmiert als auch entworfen werden. Der Lerneffekt an dem Computerspiel wird durch verschiedene Aufgaben gesichert. Das erfolgt durch Rechenaufgaben, Multiple-Choice, Lückentexte oder Essays. Auch Gruppenaufgaben gibt es zu lösen. Dann müssen im Spiel große Gegner oder ähnliches besiegt werden. Und obwohl mit dem Spiel eine ganze Vorlesung ersetzt wird – einen Dozenten braucht es dennoch, denn jemand muss ja die Essays und Übungsaufgaben auch korrigieren (Das kann das Spiel noch nicht alleine).

Die Uni Düsseldorf konnte aber schon ein positives Fazit ziehen. Weil der Unterricht den Studenten durch das „Spiel“ mehr Spaß macht, sind sie motivierter, sich auf die Unterrichtseinheiten vorzubereiten und die Stimmung ist entspannter – man darf sogar während des Spiels mit anderen chatten. Eine Abschlussprüfung kann das Spiel nicht ersetzen, aber wer schon einmal durch Zyren gelaufen ist, bekommt das dann auch noch hin.

Mein Fazit:                                                                                                                                      

Was eine super Idee. Auch wenn ich in meinem Leben noch nicht mehr Computerspiele gespielt habe als Sims, Minesweeper oder Solitär, finde ich es doch eine ansprechende Idee, den Unterricht auch mal anders zu gestalten. Keine langweiligen PowerPoint Präsentationen oder Aufgabenblätter mehr.

Auf jeden Fall hätte es auch unsere Samstagvorlesung etwas aufgepeppt. Zu sagen, ich habe gegen Orks und Goblins gekämpft statt die Entwicklung auf dem  Arbeitsmarkt durch einen Mindestlohn zu berechnen klingt doch wesentlich cooler. Ich glaube aber, dass die Hochschullandschaft in Deutschland noch weit davon entfernt ist und mal ganz ehrlich – was würden denn unsere Unternehmen denken, wenn wir ihnen das erzählen?

Bild: snuesch/SarahC  / pixelio.de

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Melde mich zurück aus der Lern-„Unterwelt“

Die Prüfungsphase läuft auf Hochtouren  oder, um genauer zu sein, sie beginnt in weniger als einem Tag, sprich morgen. Die Erste zu bewältigende Hürde ist VWL mit Makroökonomie und Geldpolitik.

Euer Leserreflex erwartet jetzt wahrscheinlich einen Aufschrei meinerseits. „So viel Stoff in zwei Semestern, alles furchtbar schwer etc.“ (Wie man es eingentlich von Studenten erwarten würde.) Doch dieses Mal ist alles anders…

Ich finde es nämlich interessant zu wissen, wie unsere Wirtschaft so funktioniert, wie es sein kann, dass Staaten pleitegehen und wie die Europäische Zentralbank versucht, dies zu verhindern. Zudem finde ich es spannend zu sehen, wie eine Veränderung der Staatsausgaben Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt hat und was der Unterschied zwischen dem BIP (Bruttoinlandsprodukt) und dem BSP (Bruttosozialprodukt) ist. Gut – ich würde jetzt nicht so weit gehen, VWL-Lernen als Spaß zu bezeichnen, aber schlimm ist was anderes . Wenn das mal nicht optimale Bedingungen für morgen sind … 🙂

Für VWL habe ich zwei ziemlich eigenwillige Lernmethoden angewandt:

Nummer Eins: „Das papierne Riesengehirn“

Zu Beginn fasse ich den Stoff auf einem College-Blog zusammen. Weil die (neo-)klassische Theorie und die keynesianische Theorie (das sind zwei unterschiedliche Ansätze, die Volkswirtschaft zu verstehen) danach aber immer noch böhmische Dörfer für mich waren, habe ich mir eine riesige Mind-Map aufgezeichnet. Der komplette Stoff auf einer A3- und zwei A4-Seiten. Ich suche derzeit einen Verlag, der das Standardwerk auflegt 😉

VWL

Nummer Zwei: „Der Frontwechsel“

Bei der Geldpolitik war das wieder etwas anderes. Die besteht zum größten Teil nur aus trockener Theorie ohne Praxisübungen. Dort habe ich mir eigene Klausurfragen ausgedacht. Damit schlüpfe ich aus meiner Haut und betrachte den Stoff nochmal von der anderen Seite. Mit dieser Lerntechnik  lerne ich den Stoff  besser als beim x-ten Durchschauen. 😉

Nummer Drei: „Geteiltes Leid“

Auch Vögel treten ihre Kontinentalreisen im Schwarm an. In meine Fall also: Ich habe mich ziemlich oft mit anderen Lernenden zusammengesetzt. Das kann einen Kommilitonin sein oder eine Freundin, die sich gerade auf die Abschlussprüfung vorbereitet. Die dabei entstehende Lernstimmugn wirkt ansteckend und motivierend.

Was habe ich gelernt?

Am Meisten habe ich mich mit dem Skript beschäftigt, das wir von unserem Dozenten erhalten haben. Das ist ziemlich übersichtlich und zusätzlich mit einigen Übungen bestückt. Außerdem habe ich mir eine kleine Bücherherde aus unserer Bibliothek zugelegt. Manche waren gut, manche eher nicht. 🙂 Welche Bücher am Besten passen, müsst Ihr selber ausprobieren. Aber damit ihr bei der Auswahl schon mal ein wenig Zeit einsparen könnt, ein Tipp: Bücher wie „VWL für Anfänger“ bringen nur etwas für den Überblick – nicht aber fürs eigentliche Lernen. Wenn ihr einen Begriff nicht versteht, ist es ganz wichtig, nachzuschlagen, was sich dahinter verbirgt. Falls ihr dann direkt in der Bibliothek seid, nutzt am besten das Stichwortverzeichnis der themenspezifischen Bücher – oder nutzt das Internet ;-). Wikipedia hilft zur Not auch als erste Anlaufstelle, aber mit dem Gabler Wirtschafslexikon fahrt Ihr besser.

Wo habe ich gelernt?

Gelernt habe ich vor allem zu Hause. Durch Ostern bekam ich aber zumindest örtliche Abwechslung: Omas Küche, Opas Arbeitszimmer. Wenn ich ungestört bin, lerne ich am besten – möglichst mit einem Knopf im Ohr. Alternativen sind die Hochschule oder die Bibliothek gute Lernorte. Der Vorteil: die wilden Lernfeinde Kühlschrank und Fernseher sind in einer anderen Galaxis.

Wann habe ich gelernt?

Je nachdem, wie viel Zeit ich hatte, war ich jeden Tag zwischen zwei und acht Stunden lernaktiv. Bei mir klappt das am besten zwischen 8 und 12 Uhr morgens und zwischen 18 und 22 Uhr abends. Nachmittags – naja, vergessen wir das. Insbesondere nicht nach dem Mittagessen 😉

Jetzt aber genug geschrieben. Die nächste Lerneinheit steht an. Und damit verabschiede ich mich jetzt für die nächsten zwei Wochen. Bis nach den Prüfungen. Drückt mir die Daumen  😉

Lernen

Bild: pixabay.com; geralt


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Willkommen in der Welt der Heidi

Es ist dunkel. Eine Gruppe von Menschen steht in Heilbronn. Verloren, vergessen und ohne Plan.

Verloren, vergessen und ohne Plan? Nein, definitiv nicht. 😉 Diese Gruppe, also mein Kurs der dualen Hochschule, hat ein klar definiertes Ziel vor Augen: Ein Planspiel in der „Welt der Heidi“, wie es ein Kommilitone so treffend ausdrückte.

Für unseren Wochenendausflug nach Oberjoch trafen wir uns schon um 7.30 Uhr in Heilbronn, um wenig später mit dem Bus loszufahren. Eine nicht ganz studentenfreundliche Zeit und so kehrten die meisten von uns entgegen dem Motto: „Eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist schön“, in die Welt der Träume zurück.

Kurz nach der bayrischen Grenze  wurden die Ersten wieder wach, nach der Pause kehrte das Leben auch in die meisten anderen zurück. Nervosität, Aufregung? Fehlanzeige! Wir wollten uns allesamt überraschen lassen und hatten die wesentlichen Informationen ja schon vom C-Kurs (Parallelkurs mit Schwerpunkt Verbands und Sportmanagement) erhalten,  der die Tage zuvor dort war. Unter anderem: „Das Essen ist gut, die Getränke nicht gerade billig“.

Na, also. 50:50 – das klang ja für den Anfang gar nicht so schlecht und mal ehrlich, wer würde nicht für besseres Essen ein bisschen mehr Geld bei den Getränken ausgeben? Also ich schon. 😉

Das Erstaunlichste für mich während der Fahrt waren die Reaktionen einiger Mitstudenten auf die bayrische Landschaft. Während wir Oberjoch immer näher kamen und die Berge immer höher wurden, gab es ein Paar, das wirklich verblüfft war. Sie hatten noch nie die Berge erlebt und für sie war das ein komplett neues Bild. Um dies ein wenig aufzuklären: Wir haben z.B.  eine Kommilitonin, die aus der Nähe der Ostsee stammt. Urlaub – so sagt sie selber – habe sie schon öfters gemacht, aber weder einen Wanderurlaub, noch war sie zum Skifahren in den deutschsprachigen Ländern. Für sie war die Fahrt dann doch eine gelungene Abwechslung.

Auf dem Weg ins Oberjoch

Kennt Ihr Heidi? Die Zeichentrickfigur, die als Waise zu ihrem Opa in die Alpen in die Schweiz zieht? Als wir in Oberjoch angekommen sind, fiel der ein oder andere Bezug zu diesem Buch oder Film. Warum? Weil es für uns genauso ausgesehen hat: Berge, Felder, Wälder und ganz schön viele Kühe.^^ Natur pur sozusagen. So viel Natur sogar, dass wir die letzten paar Meter bergauf zu unserer Unterkunft laufen mussten. Sogar der Geißenpeter, den besten Freund der Heidi,  war da: Er entpuppte sich als der Pächter unserer Hütte. 😉

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Heidi

Von unserem VWL-Dozenten Herr Hr. Prof. Dr. Oliver Letzgus und Tobias, einem ehemaligen Student der Uni Tübingen, der schon viele Planspiele organisiert hat, wurden wir begrüßt, bevor wir direkt im Esszimmer verschwanden. Essen stand an und ja, es war wirklich gut. Wir erhielten das Wochenende über sowohl mittags, als auch abends etwas Warmes zu essen. Darunter auch bayrische Köstlichkeiten wie Schweinshaxe und Bratwürste, aber auch Lasagne, Reis und Kartoffeln. Wer die paar Tage später nicht den Berg wieder runtergekugelt ist, der hat wohl das Essen verschlafen. 😉

Das Planspiel zog sich von Freitag bis Samstag. Um dies ein bisschen zu erklären. Bei dem Planspiel ging es darum, eine Volkswirtschaft zu leiten. Die Zielvorgabe war es, drei Jahre zu überstehen. 😉 Nein, überstehen war eigentlich nicht die eigentliche Aufgabenstellung aber das nicht, aber wie wir feststellen mussten war das gar nicht so einfach. Es gab insgesamt sechs Sektoren (Staat, 2xBank, 2xUnternehmen und die Gewerkschaft) mit zwei oder drei Mitspielern.
Zum einen gab es den Staat. Dieser musste, wie auch im realen Leben die Wirtschaftlichkeit des Landes sicherstellen und sich um Kosten und Ausgaben für z.B. Infrastruktur und Bildung kümmern. Neben dem Staat gab es Unternehmen. Zwei konkurrierende Großunternehmen, die sich mit z.B. Preisstrategien für ihre Güter sowie Investitionen in Maschinen und Arbeitskraft auseinandersetzen. Die Gewerkschaft bildete das Bindemitglied zwischen Staat und den Unternehmen. Sie hat die  Mitarbeiterzahlen und –bezahlung der Mitarbeiter im Blick und kümmert sich allgemein um die Wünsche der Arbeitnehmer.

Last, but not least: die Bank. Es gab zwei und ich war mit Sarah in einer. Am Anfang war das echt schwierig. Wir wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt, um uns mit Blättern von Tobias den theoretischen Teil anzusehen. So wurden die einzelnen Sektoren vorgestellt, dass jeder einen Überblick bekommen konnte. Es wurden Fragen geklärt, wie: Was ist das Ziel der verschiedenen Sektoren, wie können sie das erreichen und vor allem, wer muss mit wem sprechen oder verhandeln? Anschließend arbeiteten wir uns in die Bank ein. Verschiedene Blätter mit Kennzahlen und sonstigen Informationen sorgen zu Beginn an mehr für Verwirrung, als für Aufklärung und erst im zweiten Jahr bekamen wir den Durchblick. Also kurzum: Das erste  Jahr war das „Versuchsjahr“. Fazit: Viel gut gemacht, aber doch nicht an alles gedacht…

Am Freitagabend/Nacht waren wir dann mit dem ersten Jahr fertig. Und fertig, das waren wir alle auch.;) Der Tag war schon ziemlich anstrengend und so ließen wir ihn bei einem gemeinsamen UNO-Spiel ausklingen. Jeder, der schon einmal mit leicht oder weniger leicht angetrunkenen Personen UNO gespielt hat, kann sich ungefähr vorstellen, wie witzig das sein kann. Da kommt es dann auch mal zu Kommentaren wie diesem: „Oh Mann, ich hätte schon seit 3 Runden gewinnen können, wenn ich nur nicht vergessen hätte UNO zu sagen“ oder „Ist egal … Strafkarte“. Ich habe noch nie so viele Gründe gehört,um Strafkarten aufnehmen zu müssen, wie an diesem Abend.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, bei dem dann alle spätestens 9 Uhr eintrudelten, ging es mit dem zweiten  Jahr weiter. Zu Beginn wurde das vorherige Jahr besprochen und mit diesen Informationen konnten wir schon im zweiten  Jahr besser arbeiten als im vorigen. Nach dem Mittagessen nutzten die meisten die Chance mit unseren Betreuern einen Ausflug zum Berggipfel zu machen. Resultat: leichter Muskelkater. Die Zurückgebliebenen gönnten sich ein Mittagsschläfchen oder einen kleineren Spaziergang. Mein Zimmer genoss die letzten beiden Alternativen, da wir uns eine Mitbewohnerin morgens deutlich zu früh geweckt hatte. Sie hatte ihre elektrische Zahnbürste nämlich schon um halb 8 angemacht und nicht erst um 8 Uhr, als der Rest des Zimmers ursprünglich aufstehen wollte.
Für die nächste Nacht konnte wir eine Verlgung der zahnputz-Aktivitäten auf viertel vor 8 Uhr aushandeln. Zum Glück! 🙂

Nachdem alle eingetroffen waren und wir uns kurz zusammensetzen konnten, um das zweite Jahr zu besprechen, gab es Abendessen und anschließend stand das dritte Jahr an. Weiter ging´s mit Verhandeln und Diskutieren.  Unsere Bank wollte natürlich die besseren Kredite an die Unternehmen ausgeben als unsere Konkurrenz. Daraus entwickelte sich eine ganz schöne Schlacht, die sich über zwei Stunden hinzog.

Zur Beruhigung stand eine Nachtwanderung mit Fackeln an und anschließend saßen wir noch in den Zimmern zusammen und ließen den Tag Revue passieren.

Am Sonntag stand nach dem Frühstück und dem Kofferpacken noch die Nachbesprechung an und anschließend mussten wir auf dem Bus warten, mit dem der A-Kurs, auf dem Weg zu uns im Stau stand.

Ich fand das Wochenende doch richtig schön. Wir erlebten einiges, hatten Spaß und lernten auch viel. Nicht nur, wie wichtig es für eine Volkswirtschaft ist, dass sich die einzelnen Sektoren absprechen (ausgenommen die Konkurrenten natürlich) und welche Folgen einzelne Veränderungen haben können. Nicht nur auf die Wirtschaftlichkeit, sondern auch auf die Akzeptanz der Bevölkerung oder die Außenwirtschaft. Zudem sprachen wir bei der Abschlussveranstaltung auch über die EURO-Krise, Staatsverschuldung und die Rolle der Europäischen Zentralbank.
Natürlich lernten wir uns im Kurs auch noch näher kennen. Es gab viele Gespräche in der Pause oder auch abends in den Zimmern. Rundum also ein gelungenes Wochenende. 🙂

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