Azubis und duale Studenten bloggen

Unsere Azubis und dualen Studenten geben Einblicke in ihren Alltag und was man sonst noch bei der BERA erlebt.


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Buchen, Rechnen, Übertragen

Unter dem Motto „Buchen, Rechnen und Übertragen“ startete bei mir am Montag das zweiwöchige Seminar: Buchhaltung Teil 2.

 Inhalte:

  • Buchen, prüfen und schreiben von Rechnungen
  • Mitarbeiter anlegen
  • Arbeiten mit den passenden Lohn- und Finanzbuchhaltungs-Programmen
  • Unterstützende Tätigkeit bei der Lohnabrechnung
  • Bearbeitung von Pfändungen
  • Aushelfen bei der Fuhrparkverwaltung496880_web_R_K_by_Kai Niemeyer_pixelio.de

Bild:  Kai Niemeyer  / pixelio.de

The „Seminar“

Aber nein, ich bin noch nicht wieder in der Uni gelandet. Bei dem Seminar handelt es sich lediglich um meinen Praxiseinsatz in der Buchhaltung. Letztes Jahr hatte ich ja bereits von meinem ersten Einsatz in der Buchhaltung erzählt, aktuell befinde ich mich im zweiten Einsatz. Die Unterteilung folgt daher, dass die Auszubildenden und Studenten einmal in der Finanz- und das andere Mal in der Lohnbuchhaltung eingesetzt werden. Darüber habe ich ja bereits in den Beiträgen: „Vorhang auf für die etwas andere Theorie…“ Beziehung in Schieflage…“ und Jacqueline Kögel in ihrem Beitrag: „Mein Ausflug in die Welt der Zahlen“  berichtet.

Die Einsätze in der Buchhaltung ergänzen unseren internen Ausbildungsplan, in dem festgeschrieben wurde, dass alle Azubis jeden Bereich des Unternehmens kennenlernen. Egal ob Personalberatung, Buchhaltung, Marketing oder Arbeitnehmerüberlassung. Aber warum denn eigentlich?

The reason why

Solche Einsätze in anderen Abteilungen finde ich super. Sie bieten die Chance, auch mal andere Sachen kennenzulernen und Abläufe besser zu verstehen. Da ich im Marketing derzeit das Anmeldemanagement übernommen habe, kann ich jetzt in meinem Einsatz die entsprechenden Rechnungen für die Anmeldungen schreiben. Wenn das Geld dann ankommt, kann ich es wieder in meine Liste eintragen. Das Ergebnis ist also nicht nur ein Rundumblick, sondern man lernt die Kollegen, mit denen man sonst fast ausschließlich am Telefon kommuniziert, kennen, sammelt Erfahrungen und die anschließende Zusammenarbeit klappt besser. So weiß ich z.B. welche Daten für die Rechnungen wichtig sind, worauf ich sonst noch achten sollte und die anschließende Kommunikation klappt besser, wenn man schon einmal in persönlichem Kontakt zu der Person stand.

And the winner is …

Aber so ein Ausflug in eine andere Abteilung können nicht nur Auszubildende bei der BERA absolvieren. Vor wenigen Wochen war z.B Jürgen Pucher aus der IT in der Niederlassung Crailsheim. Sein Ziel war die bessere Anpassung der Programme an die Bedürfnisse der Niederlassungen und die Prozessoptimierung. Er hat somit Probleme live miterlebt und Verbesserungswünsche angenommen.

Seitdem hat sich auch schon einiges geändert in den Programmen. Und es scheint fast so, als würde die Niederlassung öfter anrufen, um weitere Änderungen zu beantragen. Die Hemmungen vor dem Telefonat sind gefallen.

Natürlich hat er auch der Niederlassung geholfen und war bei Bewerbungsgesprächen, Arbeitsverträgen, Vorstellungsgesprächen dabei, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was die Kollegen leisten.

The End

Und damit war’s das dann auch mal wieder für heute. Es gibt hier noch einiges zu tun. Was genau? Das schreibe ich euch nächste Woche 😉

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Beziehung in Schieflage…

Liebes Finanz- und Lohnbuchhaltungsprogramm,

nach zwei ausgesprochen innigen Wochen Beziehung mit Dir, die auch von Höhen und Tiefen geprägt waren, möchte ich Dir ein paar Vorschläge für unsere zukünftige gemeinsame Zeit unterbreiten.

Eine gute Beziehung, lebt vom Engagement beider Seiten. Es ist ein gegenseitiges Nehmen und Geben. Doch mit dir, liebes System, ist das leider unmöglich. Ich leide an dem Gefühl der Schieflage, Ich, gebe Dir alles. Meine ganze Kraft, meine ungeteilte Aufmerksamkeit und meine unerschütterliche Hoffnung. Und was gibst du mir? Das Gefühl der vollständigen Verwirrtheit, Hoffnungslosigkeit und Ungeliebtheit. Mein ganzes Bestreben, mich nicht vor meinen Kolleginnen lächerlich zu machen oder mich nicht allzu schlimm anzustellen, vernichtest du mit wenigen Zahlen.
Nein, es reicht nicht, dass du mir keine Hilfestellungen gibst, nein, du schaffst es noch, mir keine Doppelungen und falsche Nummerierungen anzuzeigen. Dass ganze Abschnitte, die wir in vermeintlicher Zusammenarbeit ausgefüllt haben, in den noch scheinbar harmonischen Zeiten unserer Zusammenarbeit, gelöscht werden müssen – das, werde ich dir nie verzeihen. Du hättest mich ruhig darauf hinweisen können, dass in die wichtigste Spalte fünf und keine vier Zahlen gehören. Aber nein, das war ja wieder zu viel verlangt. Zu viel Aufmerksamkeit Deinerseits.
So sind wir nun an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr weiter weiß. Nein, ich möchte nicht nur die folgenden Wochen mit dem Scanner fremdgehen oder mit allem anderen außer mit Dir arbeiten. Aber Du lässt mir kaum eine andere Wahl.
Ich würde mir wünschen, dass du dich stärker in unsere Beziehung einbringst. Ich weiß, es ist schwer, Monat für Monat neue Partner zu haben. Hatte ich Recht, zu Beginn unserer Beziehung Bedenken und Vorurteile zu äußern? Das tut mir Leid, aber ich war gewillt, das Beste aus uns beiden zu machen. Aber dazu gehören zwei. Lass uns die nächsten zwei Wochen in Harmonie miteinander verbringen.

Hoffnungsvoll,
Deine duale Studentin
Kerstin

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Bild: pixabay.com, Engel62
p.s.: In der Hochschule hatten wir zwar deine Funktion besprochen und über das, was du machst; aber auf dich – darauf wurde ich nicht vorbereitet. Nicht auf deine Dickköpfigkeit, deine Sturheit und deinen Egoismus. Schade eigentlich, sonst hätten wir vielleicht einen besseren Start gehabt.

 
Wie schön hätte es werden können …


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Vorhang auf für die etwas andere Theorie…

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Bild: wikipedia.de; Globe Theatre

Guten Tag und damit herzlich willkommen in der Buchhaltung. Bitte begrüßen Sie mit mir unsere Protagonisten Pia K., Regina N., Tanja S. und natürlich: mich. Das folgende Theaterstück wird noch etwa drei Wochen andauern.

Zur Handlung: In unserer Geschichte findet eine junge duale Studentin nach langer Zeit den Weg in die Buchhaltung, genauer: in die Finanzbuchhaltung. Vorhang auf für das Drama in drei Akten 😉

1. Szene:

Kerstin betritt die Bühne. Die Uhr auf ihrem mobilen Endgerät zeigt 7:55 Uhr. Der Vorhang öffnet sich, sie tritt ins Zimmer. Zu sehen sind drei Frauen, die jeweils an verschiedenen Tischen vor ihren Computern sitzen. Das Zimmer ist weiß und hell wegen der ausladenden Fensterfront mit Blick auf den Amateur-Bauernhof mitten in der Stadt. Requisiten: einige Schränke und Bilder.

Die schon anwesenden Personen drehen sich zur Tür. Sie begrüßen die neu Angekommene. Es herrscht eine angenehme, unaufgeregte Atmosphäre. Ein Platz zwischen den Buchhalterinnen ist noch frei. Die Studentin setzt sich. Ein „Schön, zwei Bildschirme“, kam aus ihrem Mund, „könnte ich auch an meinem Arbeitsplatz gebrauchen“. „Du wirst schon sehen, warum das hier so wichtig ist“, folgt die Erwiderung vom Platz gegenüber. Kerstin fährt den Computer hoch und checkt ihre E-Mails. Über das Wochenende war erwartungsgemäß wenig los. Minuten später meldet sie ihrem neuen Umfeld: „Bin bereit“. Die ersten Aufgaben warten schon auf den Neuankömmling…

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Zur Hintergrundinformation. Die Buchhaltung ist das Zimmer, in dem das Geld fließt. Rechnungen werden beglichen und gebucht, Soll- und Ist-Zahlen ausgewertet, Ausgaben geplant und Investitionen ins Auge gefasst. Es ist der Dreh- und Angelpunkt des Unternehmens. Direkt nach dem Geschäftsführer-Büro. 😉

2. Szene:

Neues Bühnenbild. Unsere Protagonistin Kerstin steht in einem anderen Raum. Dieser Raum enthält eine Kaffeemaschine, Schränke und den Drucker/Scanner, vor dem die Studentin nun steht. Sie scannt Blätter. Eine weitere Kollegin betritt den Raum: „Oh, wurdest Du gleich zum Scannen geschickt?“ „Ja, eine wirklich sehr anspruchsvolle Aufgabe.“ „Ja, bestimmt. Aber nicht die Schlechteste an einem Montagmorgen.“ „Da hast du Recht. Und mein Lauftraining für den Stimmelauf habe ich somit auch schon für heute absolviert.“ „Wie oft bist du denn schon hin und her gelaufen?“ „Heute schon achtmal.“ „Na mal sehen, ob du die 101er-Marke von Tom noch übertriffst.“ „Bestimmt!“, antwortet Kerstin lachend.

3. Szene:

Kerstin ist an ihren Platz zurückgekehrt. Pia K. gibt ihr Anweisungen und deutet mit dem Finger auf den Bildschirm. Vor ihnen liegen die Rechnungen, die gerade noch eingescannt wurden. Auf dem linken Bildschirm ein Programm, auf dem rechten die eingescannten Rechnungen. „Dafür also die zwei Bildschirme“, erinnert sich Kerstin. Nun sieht man Kerstin Notizen machen, Daten in das Programm eintragen und Fragen stellen. Die Überschrift auf ihrem Notizblock zeigt: „Rechnungen buchen“. „Puh, ganz schön anstrengend und schon gar nicht wie in der Theorie“, ruft Kerstin aus.

„Das stimmt. An den Buchungssatz: Soll an Haben kannst du dich aber erinnern, oder? Dieser ist auch, wie in der Theorie das Grundgerüst, an dem du dich orientieren kannst.“ „Ja, das bekomme ich noch hin“, so Kerstin. „Na, dann kann ja nichts schiefgehen“ – meint sie. Und so versucht sie es selbstständig. Es funktioniert, bis wenig später das Programm einen Fehler anzeigt. „Error“. „Pia, kannst du mir kurz helfen?“. Auf Kerstins Bitte gesellt sich Pia zu ihr: „ Nun das habe ich auch noch nie gesehen.“ Was so ein Kontentausch bewirken kann … so viel zum Thema: Es kann nichts schiefgehen … 😉

Zur Hintergrundinformation: Ich befinde mich, wie ihr bestimmt wisst, bereits im 4. Semester. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Aber darum soll es jetzt nicht gehen. In den letzten zwei Jahren hatte ich in der Hochschule Fächer wie Finanzbuchhaltung und Kosten- und Leistungsrechnung. Abgesehen davon, dass diese so gar nicht meinen Lieblingsfächern entsprachen, quälte ich mich durch und wurde sogar mit recht guten Noten belohnt. 😉 Aufgrund der Azubi-Einteilung war es leider nicht möglich, mich schon während den ersten drei Semester in der Buchhaltung einzusetzen. Schade, aber so sitze ich nun eben hier und versuche mich an das zu erinnern, was ich einst gelernt habe. 😉

Aber die Praxis unterscheidet sich dann doch etwas von der Theorie. Zum einen arbeitet man in der Hochschule lediglich mit einem Kontenplan, hier in der Buchhaltung mit einem Buchhaltungsprogramm. Und dieses kennenzulernen, bedarf einiges an Zeit. Zumindest am Anfang war ich damit am meisten überfordert. So gibt es z. B Lebensmittel und Getränke. Dabei unterschieden sich die Getränke noch in Wein und Sekt, Spirituosen und nicht alkoholische Getränke. Natürlich ist die Milch auch wieder etwas ganz anderes. Ich kam mir vor, als wäre ich in einem Zimmer mit tausenden Paketen und ich müsste ein richtiges finden. Hätte ich nicht den einen oder anderen Tipp meiner Kolleginnen erhalten, wäre ich wohl aus diesem Zimmer nie herausgekommen (und wäre traumatisiert wahrscheinlich in Jahren dort gefunden worden). Fast wie ein Fass ohne Boden. Aber mit der Zeit findet man sich schon besser zurecht. Man findet heraus, dass die Konten, die mit Essen und Trinken zu tun haben in der rechten Ecke stehen, die Werbemittel und Co. in der linken und so weiter. 😉 Ordnung, ist alles – sagen ja viele. Ich behaupte immer, die Ordnung muss erst einmal verstanden werden und genau daran arbeite ich gerade.

Puh, ganz schön schwierig, so ein Theaterstück zu schreiben! Ich werde wohl nicht, ab nächster Woche die letzten zwei Akte schreiben, sondern eher wieder auf meinen „Blogstil“ zurückgreifen. 😉 Ist dann doch um einiges angenehmer. 😉 Die Woche ging dann übrigens noch sehr schnell vorüber. Zwischen dem Buchen der Rechnungen wurde mir mal wieder bewusst, dass das für den Anfang gar nicht so ohne ist. Aber langsam gewöhne ich mich an die Abläufe und die Rechnungen, egal ob im Soll oder Haben – das bekomme ich so langsam hin. Aber ob ich jemals mit dem Bücherhalten warm werde? 😉


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Zurück im Arbeitsalltag

„[…] Gerade noch warst du ein Stück der Ewigkeit [nun] schon Vergangenheit. Es ist vorbei, es ist vorbei […]“, fällt mir doch da ganz spontan zu meinem vierten Theoriesemester ein. Ich vermute aber nicht, dass Rosenstolz mit diesem Lied meine überstandenen Prüfungen gemeint hat, aber gut. Kleinigkeit, immerhin lässt es sich gut übertragen.;) Meine Prüfungszeit ist vorbei und ja, ich bin dann doch ziemlich froh darüber. „Wie lief‘s denn?“, wurde ich schon mehrfach gefragt, aber das kann man nie so genau beantworten. Schlecht lief‘s nicht, aber ich persönlich warte erst einmal die Ergebnisse ab. Die interpretiere ich dann 😉

Aber nun zurück von der Vergangenheit in die Zukunft: Seit nunmehr zwei Tagen hat mein Praxissemester begonnen und mich erwartet eine Phase, die siebeneinhalb Monate andauern soll. Warum diese so lange ist und nicht den gewöhnlichen drei Monaten entspricht, ist ziemlich einfach nachzuvollziehen: In diesen mehr als sieben Monaten sollen wir die Chance haben, auch eigene Projekte zu übernehmen, mehr Erfahrung zu sammeln und auch andere Geschäftsbereiche kennenzulernen. Mich erwartet dieses Semester zum Beispiel die Lohn- und Finanzbuchhaltung in Schwäbisch Hall.

Ganz neu wird die Abteilung für mich nicht (sitze ja in Schwäbisch Hall im Zimmer gegenüber), aber die Aufgaben werden fremd sein. Vielleicht werde ich auch hier mein Gelerntes umsetzen können. Immerhin will ich mich ja nicht umsonst die letzten Semester durch Fächer wie Finanzbuchhaltung und Kosten- und Leistungsrechnung gequält haben. 😉 Aber ich vermute, Praxis und Theorie werden doch ein wenig unterschiedlich sein.

Siebeneinhalb Monate. Das ist ganz schön lang. Um ehrlich zu sein, habe ich bisher noch nie so lange an einem Stück gearbeitet. Einige von euch werden jetzt bestimmt schmunzeln, aber für jeden ist es irgendwann das erste Mal. So eben für mich diesen Sommer über. Anfangen hat es übrigens sehr gut. Gestern habe ich das vertraute Gefühl meines Bürostuhls in Schwäbisch Hall genossen. Und ich habe den Weg ins Büro noch gefunden – nachdem ich ungefähr acht Monaten weg war. 😉 Sogar die Kolleginnen konnten sich noch an mich erinnern und empfingen mich mit einem freudigen Hallo. Als ich dann den Computer hochgefahren hatte, fühlte es sich schon wieder vertraut an. Ich werte das als gutes Zeichen.

We can do it!

Auf in die nächste Praxisphase.

Bild: pixabay.de; Nemo

Dass mir schon vom ersten Tag an nicht langweilig werden sollte, merkte ich, als ich mich an mein E-Mail Postfach machte. Zwischen den E-Mails aus dem Marketing-Verteiler mit den ganzen anstehenden Veranstaltungen und dem Verteiler der Hauptverwaltung, fand ich einige E-Mails, die mit „Welcome Back“ begannen und mit „Hier einige Aufgaben“ endeten.

Aber ich fand‘s super, welch ein Start ins Arbeitsleben. 😉 Gestern konnte ich sogar meinem „Fachbereich“ dem Social-Media-Marketing nachgehen und gleich einiges auf der Facebook- und Xing- Seite der BERA veröffentlichen. Ich war sehr zufrieden mit meinem ersten Tag. Ein schönes Gefühl, wenn man gebraucht wird und was Sinnvolles für das Unternehmen leisten kann.
Heute ging es für mich dann gleich weiter nach Heilbronn ins Marketing. Aber anders als im Januar, nur auf einen eintägigen Kurzbesuch. Eine große Marketingbesprechung stand an. Mit dieser Besprechung konnte ich sogar zwei „Fliegen mit einer Klappe schlagen“. Zum einen wurde ich gleich mal über die nächsten Veranstaltungen und Themen informiert und zum anderen erfuhr ich, was für Aufgaben mich wohl in den nächsten Wochen erwarten würden.
Gerade sitze ich im „Chefzimmer“ der Niederlassung Heilbronn und schreibe, Überraschung, an meinem Blogbeitrag. Dieses Mal ohne Stress und Hektik wie in den Wochen zuvor. Ganz angenehm. Aber auch heute Nachmittag stehen einige Projekte an, wie z.B. die Überprüfung einer Adressliste oder die Suche nach Statistiken. Tja, Marketing besteht halt nicht nur aus Flyer erstellen und Feste besuchen. 😉


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Mein Ausflug in die Welt der Zahlen

von Jacqueline Koegel

Über „Sonne, Sommer, Sonnenschein“ hat Kerstin vorletzte Woche geschrieben und sich dann gleich mal in den Urlaub verabschiedet. Ich befinde mich im Moment auch in der Ferne, allerdings nicht im Urlaub, sondern in Schwäbisch Hall in der Buchhaltung.

Houses in the centre of Schwäbisch Hall, next ...

Schwäbisch Hall – 300 Meter Luftlinie vom Büro (Photo credit: Wikipedia)

Jeder Azubi und Student bei der BERA besucht während seiner Ausbildung alle unterschiedlichen Bereiche der BERA, also die Arbeitnehmerüberlassung, die Personalberatung, das Marketing und eben die Lohn- und die Finanzbuchhaltung. Mein Schwerpunkt ist das Marketing, wo ich normalerweise bin, und inzwischen hatte ich auch schon einen Einsatz in der Arbeitnehmerüberlassung und in der Personalberatung. Jetzt bin ich also zu Besuch in der Buchhaltung.

Also die lieben Zahlen

Die FiBu-Vorlesungen (FiBu=Finanzbuchhaltung) an der DH waren, ehrlich gesagt, nie so ganz mein Fall. Zahlen bleiben einfach nicht in meinem Kopf hängen, geschweige denn die Nummern der einzelnen Konten. Dazu diente ja der viel beschworene Kontenplan: Aber statt dass ich ihn beherrschte, übernahm er die Kontrolle und ich irrte durch das Zahlenlabyrinth. Dementsprechend hart erkämpft waren auch meine Noten. Und ich war mir gar nicht sicher, an wie viel aus diesen Vorlesungen ich mich noch erinnere …

Karl-Heinz Laufe /pixelio.de

Angekommen in der Buchhaltung fühlte ich mich zurückversetzt an den Anfang meines Studiums: Alles ist neu, auf dem Rechner sind seltsame, komplizierte Programme installiert, man ist dauernd auf der Suche nach irgendwelchen benötigten Dateien und vor jedem Handgriff muss man noch drei Mal nachfragen. In meiner „Heimat“ Marketing habe ich inzwischen den Durchblick. Dort habe ich meine eigenen Aufgaben, weiß über die aktuellen Projekte Bescheid und finde auf alle Fragen der Kollegen eine Antwort. Mit der Buchhaltung hatte ich dort nur wenig zu tun – hauptsächlich wenn ich eine Rechnung zur Zahlung hingeschickt oder eine andere Rechnung zur Prüfung bekommen habe :). Aber jetzt wollte ich doch auch einmal wissen, was mit den Rechnungen dazwischen und danach passiert.

Theorie und Praxis

Das erste, was ich hier gelernt habe: 70% der Vorlesungsinhalte aus Personal und Buchhaltung kann ich vergessen, die Praxis sieht ganz anders aus. Ein paar Beispiele:

Zahlen scheinen Spaß zu machen ;-)

Jacqueline Koegel (li.) mit Tanja Schurtz inmitten der Zahlenkolonnen

An der DH haben wir gefühlt etwa 50.000-mal Löhne und Gehälter gebucht und mussten dazu einiges an Zeit, Energie, Papier und Tipp-Ex aufwenden. In der Realität übernimmt das meiste davon das Lohnprogramm. Wenn ein Mitarbeiter ins Unternehmen eintritt, gibt man die wichtigen Infos wie Lohnsteuerklasse oder Sozialversicherungsnummer ein und am Ende eines Monats spuckt das Programm eine komplette Lohnabrechnung aus, auf der alle Posten berechnet und bereit zur Überweisung sind. Faszinierend war auch der Unterschied zwischen Theorie und Praxis bei der Aktivierung eines geringwertigen Wirtschaftsguts. In der Theorie war es für mich so undurchsichtig, dass ich es schon wieder verdrängt habe, in der Praxis waren für den Vorgang genau 2 Mausklicks nötig. In der Realität muss man auch nicht auswendig wissen, auf welche Produkte 19 oder 7% Mehrwert- bzw. Umsatzsteuer anfallen, man muss es nur auf der Rechnung finden 🙂

Einfacheres Zusammenarbeiten

Apropos Rechnung: Meine Rechnungen aus dem Marketing hab ich hier auch wiedergefunden und durfte sie gleich buchen und überweisen. Dabei habe ich auch gelernt, wie ich den Kolleginnen  in der Buchhaltung in Zukunft die Arbeit erleichtern kann.

Alles in allem ist es wirklich interessant, die unterschiedlichsten Bereiche im Unternehmen zu besuchen und bei dieser Gelegenheit alle blöden Fragen stellen zu können, die einem einfallen. Man bekommt einen Eindruck davon, was alles im Hintergrund läuft und was man alles in seinem Tagesgeschäft nicht mitbekommt. Man sieht, was die Kollegen in anderen Teams leisten und versteht besser, warum manche Dinge auf eine bestimmte Art gemacht werden. Trotzdem freue ich mich schon wieder sehr auf das Marketing – viele Grüße an das Team, ich bin bald wieder da! 🙂

Jacqueline Koegel

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2a/Friedrichsthalgotha.jpg


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Mein Zuhause. Wo ist das eigentlich?

Blogparade? Was soll das denn sein? Ich vermute mal nicht, dass es was mit dem Karneval in Rio de Janeiro zu tun hat. Oder? So oder so ähnliche Gedanken hatte ich, als ich von der Blogparade der Schwäbisch Haller Bausparkasse hörte. Worum es eigentlich geht, ist ganz einfach. Jeder Blogger soll seine eigene Gedanken zum Thema: „Was macht Dein Zuhause zum wichtigsten Ort der Welt?“ sammeln. Aha.., also ein schriftlicher „Aufmarsch“.

Veränderungen im Leben ist ja auch ein Thema, das viele Auszubildenden betrifft. Sie haben ja oftmals zwei Wohnsitze. Den einen im Familienhaus, in dem sei aufgewachsen sind und den anderen dort, wo sie ihre Ausbildung absolvieren. Auch bei mir ist das so. Während meine Hochschule in der Nähe des Wohnhauses meiner Eltern liegt, muss ich zu meinen Praxisphasen nach Schwäbisch Hall ziehen. Am 11.7 habe ich ja schon über die Wohnungssuche geschrieben. Jetzt breiten wir das ganze ein wenig aus und gehen aus der Wohnung raus, in  die Umgebung. Zum Zuhause gehören ja schließlich mehr als ein paar Zimmerchen. 😉 Aber was ist denn nun mein Zuhause?

Auf meiner Suche nach einer Definition bin ich erst einmal ins Stocken geraten. Wikipedia hat gar keine Definition von Zuhause. Man wird lediglich auf „Heimat“ weitergeleitet. Hier bezeichnet Heimat einen Ort, „in den ein Mensch hineingeboren wird und in dem die frühesten Sozialisationserlebnisse stattfinden“. Weiter unten wird darauf hingewiesen, dass man aber auch in einer neuen Heimat heimisch werden kann. Okay, das bringt mich nun auch nicht weiter. Aber was dann?

Was macht das Zuhause eigentlich aus?

In meinem Herkunftsort wird mir einiges geboten. Die ganze Umgebung ist mir vertraut. Dort sind nicht nur meine Eltern, sondern auch meine Freunde. Ich kenne die Nachbarn, die mir als Kind immer Süßigkeiten gaben. Ich kenne die Straßen und Sportplätze, auf denen ich mich mit Bekannten getroffen habe. Die Haltestellen, auf denen ich früher auf die Busse warten musste, kenne ich im Schlaf. Den Weg zu den Tennisplätzen und den Sporthallen kenne ich so gut wie die Wohnorte meiner Freunde. Ich kann mich wohlfühlen, aber macht das die Heimat zu dem wichtigsten Ort der Welt?

Oder ist es eben der neue Wohnsitz, an dem ich lebe und arbeite? Dort hat mich zu Beginn viel Neues erwartet. Man trifft auf eine neue Umgebung und muss die Menschen dort erstmals kennenlernen. Die Straßennamen sind genauso unbekannt, wie die Nachbardörfer. Aber es gibt mehr Freiheiten. Ich kann die Musik aufdrehen. Habe meinen eigenen Fernseher, kann Freunde einladen, wann ich will. Kann mir selber zu essen kaufen, was ich möchte und muss mir nicht anhören, dass es ungesund sei. 😉 Es ist ein ganz anderes Gefühl. Da muss ich dem Werbeclip der Bausparkasse doch tatsächlich zustimmen.

Ich fühle mich in beiden Wohnorten zuhause. Aber mein wirkliches Zuhause noch da, wo meine Wurzeln sind. Durch den ständigen Wechsel habe ich mich noch nicht so an Schwäbisch Hall gewöhnt, wie es in Heilbronn der Fall ist. Wie wäre es wohl, wenn ich auch am Wochenende dort bleiben würde und noch mehr Personen kennenlernen würde? Wenn ich auch hier ein Hobby anfangen würde und nicht nur in meinem Ursprungsdorf? Es wäre mal an der Zeit das auszuprobieren .., aber ich bin ja mal wieder nur drei Monate hier. Dennoch bleibt die Frage:  Wie könnte ich mir denn meine Unterkunft zum wichtigsten Ort der Welt machen?

Mein wichtigster Ort ist dort, wo ich mich wohlfühlen kann. Dort, wo ich mich in der Umgebung geborgen fühlen kann und joggen, sonnen, shoppen und Volleyball spielen kann. Es sind die Räume, die genau meinen Vorstellungen entsprechen. Dort, wo ich mich mit Freunden auf einen entspannten Abend bei einem guten Film freuen kann. Es sind die Nachbarn, die einen freundlich begrüßen und einen auch mal zu einer Grillfeier einladen. Es ist dort, wo ich Freunde und Bekannte habe, mit denen ich etwas unternehmen kann. Es ist der Ort, an dem ich so sein kann, wie ich will und auch akzeptiert werde, wenn ich „in ner Jogginghose auftauche […] und man sich trotzdem über meinen Besuch freut“, wie es eine Freundin von mir treffend ausdrückt.

Für alle, die auch aufgrund ihrer Ausbildung umziehen müssen, kann ich nur sagen: Scheut euch nicht. Euch erwartet zwar viel Neues und Ungewisses, aber es bringt euch immer neue Erfahrungen. Wo unser Leben uns hinführt können wir nicht immer bestimmt sagen, aber seid bereit und nehmt das an, was es euch gibt. Wer weiß? Vielleicht wird eure neue Unterkunft eure nächste Heimat. Gebt ihr eine Chance. Ich tue es auch  😉

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Schwäbisch Hall – ich komme … ;)

Nun melde ich mich mal wieder aus der Schreib-Pause zurück. Naja, was heißt hier Pause? Geschrieben habe ich in den letzten paar Wochen genug, bei mir standen ja die Prüfungen des 2. Semesters an, aber dazu das nächste Mal.

In diesem Blogbeitrag  soll es einmal mehr um den Wechsel zwischen Theorie- und Praxisphase gehen. Seit gestern sitze ich nun wieder an meinem „gewohnten“ Arbeitsplatz in Schwäbisch Hall. Glücklicherweise hatten wir ja am Montag frei, was die Erholung etwas verlängert, die nach den Prüfungen auch wirklich notwendig war. 😉 Im Prinzip geht aber alles Schlag auf Schlag. Während wir am Freitag noch unsere letzte Prüfung schrieben, sitzen wir die Woche darauf wieder im Büro. Und setzen das Gelernte hie und da tatsächlich in der Praxis um. So wie ich und die meisten meiner Mitstudenten. Aber nicht alle, denn einige haben sich gleich am Freitag in den Urlaub verabschiedet und genießen das schöne Wetter auf Mallorca, Österreich oder Balkonien. 😉

Auch ich war am Wochenende zumindest in Balkonien und ich genoss die freie Zeit in der strahlenden Sonne. Währenddessen grübelte ich noch etwas über der Frage, die mir eine Mitstudentin in der letzten Prüfungswoche stellte: „Freust du dich auf die Praxisphase?“  Um ehrlich zu sein, war ich mit der Frage anfangs überfordert. Wie soll man die denn auch beantworten nach zwei Stunden Recht-Prüfung? („Ich sage nichts ohne meinen Anwalt“). Ich überlegte kurz und antwortete mit einem knappen „Ja“. Dieses Ja schlüpfte rein aus dem Bauch heraus über meine Zunge. Erst einige Tage später beschäftigte ich mich nochmal mit dem Für und Wider. Zum einen war die die Freude, wieder etwas Praktisches zu machen. Außer unserem Projekt mit der Stadt Nürnberg, welches noch immer läuft, saßen wir ja nur in unseren Vorlesungsräumen und hörten zu. Zum anderen freute ich mich auf meine Kollegen in Schwäbisch Hall. Und darauf, abends einfach heimgehen zu können, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, was ich denn wohl noch lernen müsste. Oder einfach mal abends sinnlose Filme ansehen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, wie Jacqueline es im letzten Post erwähnte. 😉

Klingt in der Theorie ganz gut, praktisch werde ich mich die nächsten freien Abende damit beschäftigen, mein neues Zimmer  in der Nähe von Schwäbisch Hall einzurichten, mir Abendbeschäftigungen zu suchen, wie z.B. einen Volleyballverein und, ganz wichtig, ein Freibad. 😉 Zumindest für die nächsten zwei Monate, denn dann geht’s für mich in die Personalberatung nach Heilbronn. 🙂

Wie ist es bei euch? Fällt euch der Übergang leicht oder müsst ihr euch erst ein paar Tage wieder eingewöhnen?