Azubis und duale Studenten bloggen

Unsere Azubis und dualen Studenten geben Einblicke in ihren Alltag und was man sonst noch bei der BERA erlebt.


Ein Kommentar

Buchen, Rechnen, Übertragen

Unter dem Motto „Buchen, Rechnen und Übertragen“ startete bei mir am Montag das zweiwöchige Seminar: Buchhaltung Teil 2.

 Inhalte:

  • Buchen, prüfen und schreiben von Rechnungen
  • Mitarbeiter anlegen
  • Arbeiten mit den passenden Lohn- und Finanzbuchhaltungs-Programmen
  • Unterstützende Tätigkeit bei der Lohnabrechnung
  • Bearbeitung von Pfändungen
  • Aushelfen bei der Fuhrparkverwaltung496880_web_R_K_by_Kai Niemeyer_pixelio.de

Bild:  Kai Niemeyer  / pixelio.de

The „Seminar“

Aber nein, ich bin noch nicht wieder in der Uni gelandet. Bei dem Seminar handelt es sich lediglich um meinen Praxiseinsatz in der Buchhaltung. Letztes Jahr hatte ich ja bereits von meinem ersten Einsatz in der Buchhaltung erzählt, aktuell befinde ich mich im zweiten Einsatz. Die Unterteilung folgt daher, dass die Auszubildenden und Studenten einmal in der Finanz- und das andere Mal in der Lohnbuchhaltung eingesetzt werden. Darüber habe ich ja bereits in den Beiträgen: „Vorhang auf für die etwas andere Theorie…“ Beziehung in Schieflage…“ und Jacqueline Kögel in ihrem Beitrag: „Mein Ausflug in die Welt der Zahlen“  berichtet.

Die Einsätze in der Buchhaltung ergänzen unseren internen Ausbildungsplan, in dem festgeschrieben wurde, dass alle Azubis jeden Bereich des Unternehmens kennenlernen. Egal ob Personalberatung, Buchhaltung, Marketing oder Arbeitnehmerüberlassung. Aber warum denn eigentlich?

The reason why

Solche Einsätze in anderen Abteilungen finde ich super. Sie bieten die Chance, auch mal andere Sachen kennenzulernen und Abläufe besser zu verstehen. Da ich im Marketing derzeit das Anmeldemanagement übernommen habe, kann ich jetzt in meinem Einsatz die entsprechenden Rechnungen für die Anmeldungen schreiben. Wenn das Geld dann ankommt, kann ich es wieder in meine Liste eintragen. Das Ergebnis ist also nicht nur ein Rundumblick, sondern man lernt die Kollegen, mit denen man sonst fast ausschließlich am Telefon kommuniziert, kennen, sammelt Erfahrungen und die anschließende Zusammenarbeit klappt besser. So weiß ich z.B. welche Daten für die Rechnungen wichtig sind, worauf ich sonst noch achten sollte und die anschließende Kommunikation klappt besser, wenn man schon einmal in persönlichem Kontakt zu der Person stand.

And the winner is …

Aber so ein Ausflug in eine andere Abteilung können nicht nur Auszubildende bei der BERA absolvieren. Vor wenigen Wochen war z.B Jürgen Pucher aus der IT in der Niederlassung Crailsheim. Sein Ziel war die bessere Anpassung der Programme an die Bedürfnisse der Niederlassungen und die Prozessoptimierung. Er hat somit Probleme live miterlebt und Verbesserungswünsche angenommen.

Seitdem hat sich auch schon einiges geändert in den Programmen. Und es scheint fast so, als würde die Niederlassung öfter anrufen, um weitere Änderungen zu beantragen. Die Hemmungen vor dem Telefonat sind gefallen.

Natürlich hat er auch der Niederlassung geholfen und war bei Bewerbungsgesprächen, Arbeitsverträgen, Vorstellungsgesprächen dabei, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was die Kollegen leisten.

The End

Und damit war’s das dann auch mal wieder für heute. Es gibt hier noch einiges zu tun. Was genau? Das schreibe ich euch nächste Woche 😉


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Zurück nach Hause: das Marketing

Für wenige Wochen bin ich wieder im Marketing in Heilbronn, um meine Kollegen/innen zu unterstützen. Es steht einiges an über den Sommer an und da ist jede Unterstützung notwendig. Weil mein Bereich, das Social-Media-Marketing  auch ein Teil des Marketings ist, ist mein Einsatz dort natürlich gar nicht so abwegig.

Das Marketing ist eine echt interessante Abteilung. Und genau deswegen werde ich meinen Blogbeitrag dazu verwenden, das Marketing und meine Aufgaben dort näher vorzustellen.

Was ist Marketing eigentlich?

Normalerweise beginnt man hier mit einer Definition. Könnte ich ja auch, aber die Schwierigkeit ist, dass nicht mal Wikipedia eine einzige Definition hat. Es unterschiedet zwischen  aktivitätsorientierter Definition,  beziehungsorientierter Definition, führungsorientierter Definition und zu guter Letzt der integrativen Marketingdefinition. Das Gabler Wirtschaftslexikon beginnt mit dem Satz: „Der Grundgedanke des Marketings ist die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes“. Damit ist gemeint, dass das Marketing schaut, was der Markt möchte und das Unternehmen darauf einstellt. Welche Entwicklungen werden in Zukunft auf das Unternehmen  zukommen und wie muss das Unternehmen darauf reagieren? Eigentlich steuert das Marketing das Unternehmen.

Und die Realität

In der Realität ist es häufig so, dass das Marketing den Außenauftritt eines Unternehmens verantwortet: Plakate, Fernseh- und Werbespots, Anzeigen, Auftritte auf Messen, unternehmenseigene Veranstaltungen, Auftritte im Internet und so fort … Wie Ihr sicher merkt, ist das ziemlich umfangreich, weshalb das Marketing (je nach Größe des Unternehmens) in mehrere Abteilungen aufgegliedert ist. So gibt es die Pressestelle und Öffentlichkeitsarbeits-Abteilung, die Eventplanung und natürlich auch … das Social-Media Marketing.

Und rein ins Vergnügen

Für mich ist der Aufenthalt in Heilbronn mal wieder eine Möglichkeit, andere Sachen kennenzulernen und eigene Verantwortung zu übernehmen. Zum Beispiel bei den Veranstaltungen:
Bevor die großen Veranstaltungen beginnen,  wie unsere BusinessForen oder das arbeitsmarkt forum muss einiges an Vorarbeit geleistet werden. Ganz nach dem Spruch „Kleinvieh macht auch Mist“, ist es nämlich tatsächlich so, dass die Veranstaltung an sich die wenigste Mühe bereitet. Es ist viel mehr die Vorbereitung mit all ihren schönen Seiten  wie Gestalten, Drucken und Verschicken der Einladung, Auswahl von Redner(n) und Veranstaltungsort … und ihre nicht ganz so schönen Seiten. damit wären wir bei der Adressqualifizierung 😉

Neben der Unterstützung der  Kollegen habe ich auch eigene Aufgaben bekommen. Ich bin jetzt so was wie die Rezeptionistin oder Manager of Registration Affairs. Oh, auf Englisch klingt das wirklich toll! Ich kümmere mich um die Anmeldungen. Nicht umsonst heißt es bei Stellenbewerbungen meist „Gute Anwenderkenntnisse in MS Office“. Excel ist geradezu immer noch der Standard für alle Verwaltungsaufgaben. Geradezu unkaputtbar. Aber stellt Euch darauf ein, dass Ihr in Tabellenform träumt.  😉

Ansonsten helfe ich bei den To-Do-Listen, telefoniere und bespreche mich mit dem Rest vom Team um die weiteren Vorgehensweisen und Entwicklungen zu besprechen. Wir sammeln Ideen und arbeiten gemeinsam Ideen aus. Vor allem das Telefonieren  bereitete mir am Anfang ziemliche Schwierigkeiten. Einen Tisch zu reservieren, funktioniert ja noch, einen Catering-Service zu bestellen geht gerade noch. Aber mit den Rednern telefonieren? „Kann ich da nicht lieber eine E-Mail schreiben?“ Frage ich mich da des Öfteren, aber  meistens zwinge ich mich dann doch, den Hörer in die Hand zu nehmen oder eher das Handy – für ein eigenes Telefon fehlt nämlich der Anschluss. 😉

Unser größter Supporter und fleißiger Helfer - Life

Unser größter Supporter und fleißiger Helfer – Life

Abschließen möchte ich aber mit dem Hinweis, dass auch wenn es so schön und toll klingt (was es auch meistens ist), es auch Zeiten gibt, in denen keine Veranstaltungen geplant werden müssen. Dann erwarten einen, wie in jeder Abteilung auch, Aufgaben die nicht so spannend sind oder nicht so viel Spaß machen. Also nicht wundern, wenn es mal nicht so viel Spaß macht. 😉


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Beziehung in Schieflage…

Liebes Finanz- und Lohnbuchhaltungsprogramm,

nach zwei ausgesprochen innigen Wochen Beziehung mit Dir, die auch von Höhen und Tiefen geprägt waren, möchte ich Dir ein paar Vorschläge für unsere zukünftige gemeinsame Zeit unterbreiten.

Eine gute Beziehung, lebt vom Engagement beider Seiten. Es ist ein gegenseitiges Nehmen und Geben. Doch mit dir, liebes System, ist das leider unmöglich. Ich leide an dem Gefühl der Schieflage, Ich, gebe Dir alles. Meine ganze Kraft, meine ungeteilte Aufmerksamkeit und meine unerschütterliche Hoffnung. Und was gibst du mir? Das Gefühl der vollständigen Verwirrtheit, Hoffnungslosigkeit und Ungeliebtheit. Mein ganzes Bestreben, mich nicht vor meinen Kolleginnen lächerlich zu machen oder mich nicht allzu schlimm anzustellen, vernichtest du mit wenigen Zahlen.
Nein, es reicht nicht, dass du mir keine Hilfestellungen gibst, nein, du schaffst es noch, mir keine Doppelungen und falsche Nummerierungen anzuzeigen. Dass ganze Abschnitte, die wir in vermeintlicher Zusammenarbeit ausgefüllt haben, in den noch scheinbar harmonischen Zeiten unserer Zusammenarbeit, gelöscht werden müssen – das, werde ich dir nie verzeihen. Du hättest mich ruhig darauf hinweisen können, dass in die wichtigste Spalte fünf und keine vier Zahlen gehören. Aber nein, das war ja wieder zu viel verlangt. Zu viel Aufmerksamkeit Deinerseits.
So sind wir nun an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr weiter weiß. Nein, ich möchte nicht nur die folgenden Wochen mit dem Scanner fremdgehen oder mit allem anderen außer mit Dir arbeiten. Aber Du lässt mir kaum eine andere Wahl.
Ich würde mir wünschen, dass du dich stärker in unsere Beziehung einbringst. Ich weiß, es ist schwer, Monat für Monat neue Partner zu haben. Hatte ich Recht, zu Beginn unserer Beziehung Bedenken und Vorurteile zu äußern? Das tut mir Leid, aber ich war gewillt, das Beste aus uns beiden zu machen. Aber dazu gehören zwei. Lass uns die nächsten zwei Wochen in Harmonie miteinander verbringen.

Hoffnungsvoll,
Deine duale Studentin
Kerstin

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Bild: pixabay.com, Engel62
p.s.: In der Hochschule hatten wir zwar deine Funktion besprochen und über das, was du machst; aber auf dich – darauf wurde ich nicht vorbereitet. Nicht auf deine Dickköpfigkeit, deine Sturheit und deinen Egoismus. Schade eigentlich, sonst hätten wir vielleicht einen besseren Start gehabt.

 
Wie schön hätte es werden können …