Azubis und duale Studenten bloggen

Unsere Azubis und dualen Studenten geben Einblicke in ihren Alltag und was man sonst noch bei der BERA erlebt.


Ein Kommentar

Action bei und mit der BERA – Teil 1 – Stimme Firmenlauf 14

War das eine Woche! Zwischen dem 31.7 und dem 02.08 war ich gefühlt ständig unterwegs. Diejenigen von euch, die die BERA-Facebookseite besucht haben, wissen bestimmt, von was ich rede. Für alle anderen und die, die etwas mehr wissen wollen, folgt jetzt Teil 1 des ausführlichen Berichts über die „Action bei und mit der BERA“. Nächste Woche berichte ich dann vom Erlebnistag der Auszubildenden. 🙂 – und das alles mitten im Bachelor-Arbeits-Stress…

Stimme Firmenlauf 2014: Wir waren dabei!

Am 31.07 hieß es für mich zum dritten Mal: „5.., 4…, 3…, 2…, 1…, und Goooo“. Mit einer Gruppe von elf  anderen motivierten Läufern und Läuferinnen der BERA nahm ich am sechsten Stimme Firmenlauf in Heilbronn teil.

IMG_2970Und es hat sich wieder einmal gelohnt. 🙂 Aber dazu gleich mehr. Zu Beginn war ich gar nicht für den Lauf eingeplant, sondern stand nur auf der Ersatzliste. Aber wie das auch immer so ist, fällt kurzfristig immer mindestens eine Person aus und so stand ich eine Woche vor dem Lauf in der offiziellen Startzwölf. 😉

 

Die Vorbereitung

Die organisatorische Vorbereitung begann für mich schon einige Wochen eher. Zu Beginn mussten erst einmal die Läufer gefunden werden. Aber das war noch recht einfach. Bereits wenige Stunden nach der der Einladung zum Lauf hatten wir schon zwei Teams zusammen und fokussierten schon ein drittes Läuferteam. Und so kam es dann auch. Viele der Angemeldeten hatten bereits in den vergangenen Jahren Erfahrung beim Stimme Firmenlauf sammeln können. Für einige Wenige war es aber das erste Mal und sie waren schon Wochen vorher merklich aufgeregt. 😉 Nach der Anmeldung mussten dann die T-Shirts bestellt und bedruckt werden, damit wir auch als BERA-Team an den Start gehen und als solches erkannt werden konnten. Nach dem Managen von Ausfällen und neuen Läufern folgte dann nur noch das Informieren der Beteiligten über den Start, Treffunkt, Lauf, Parkplätze und die Erinnerung, früh genug los zu fahren.

Nun kommen wir aber zu meiner persönlichen Laufvorbereitung: Dass man bei sieben Tagen Vorbereitung nicht viel, aber immerhin etwas trainieren kann, fand ich dann auch heraus. Jeden zweiten Tag hieß es für mich dann: ab in die Turnschuhe. 😉 Aber eines kann ich in diesem Fall mit großer Gewissheit sagen: Pausen, gerade Sportpausen bei besonderen Projekten – in meinem Fall die Bachelorarbeit – helfen, statt zu schaden! Statt meine Zeit beim Joggen zu „verplempern“ schaffte ich es, die Gliederung immer ein Stück weiterzuentwickeln. Während des Laufens hörte ich nämlich keine Musik, sondern setzte mich gedanklich mit der Bachelorarbeit auseinander. Mit freiem Kopf an der frischen Luft lässt es sich viel besser nachdenken!

Ihr kennt bestimmt auch das Gefühl, wenn man aus dem Raum raustritt und noch ein bisschen darüber nachdenkt oder gar nicht daran zu denken versucht, Euch die Idee kommt, oder?  Wann ist es bei euch schon einmal passiert? Ich erinnere mich gerade an einen meiner Kollegen, der auf dem Weg zur Kaffeemaschine regelmäßig die Erleuchtung kam.

Auf jeden Fall konnte ich mit meiner Vorbereitung für den Lauf zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die tatsächliche Laufzeit war für mich somit weniger wichtig und ich wusste auch bis dorthin nicht, welche Zeit ich wohl erreichen könnte. 😉

Der Lauf

Und am 31.07 ging es dann um 18:00 Uhr Richtung Frankenstadion Heilbronn. Während Jacqueline Kögel und ich entspannt dorthin liefen, kamen uns schon fleißige Jogger entgegen. Wir sahen uns beide an und dachten wohl das Gleiche: „Ich habe doch die 5,1 Kilometer vor mir. Warum sollte ich jetzt schon anfangen?“. Na klar, es hat bestimmt seine Vorteile. Die Muskeln sind dann schon warm, man läuft besser und so weiter. Wir waren aber eher noch damit beschäftigt, auf unsere Mitläufer, die von weiter weg anreisen mussten, zu warten und ihnen die Startnummern zu geben, die ich noch am frühen Nachmittag abgeholt hatte. Genau drei Minuten vor dem Start waren die BERA-Teams bereit und der Lauf konnte beginnen.

Nr. 4

Und war auch recht schnell wieder vorbei. 🙂 Dieses Jahr fiel mir das Laufen leichter und es machte sogar echt Spaß. Aber ich war dennoch froh, als ich im Ziel ankam. 😉 Das ganze Team traf sich dann wieder beim Getränkestand und wir besprachen ausführlich unsere Erlebnisse. Zum Glück gab es bei uns keine Verletzten und auch sonst ging es allen wieder recht gut nach den ersten Getränken.

IMG_3087Wir entspannten erst einmal und rätselten über unsere Laufzeiten, bevor das Gruppenfoto geschossen wurde. Ganz schön gemein so nach dem Lauf ;).

Anschließend ließen wir den Abend noch mit Wurst, Pommes und Brötchen ausklingen. Ist nicht gerade die Sportlermahlzeit, aber wir trainieren ja nicht auf einen Marathon. 🙂

Fazit: Schön war‘s 🙂

Hier noch einige Bilder:


5 Kommentare

„Gesunder Geist im gesunden Körper“

Ja, ja die Dichter und Philosophen. Nehmen wir zum Beispiel den alten Römer Juvenal (60-140 n.Chr.): „Mens sana in corpore sano“, sprach er seinerzeit – und der Spruch hat sich bis heute gehalten. Ein Evergreen quasi dieses „gesunder Geist in gesundem Körper.“ Warum sich der Spruch so lange gehalten hat, liegt wohl daran, dass wir Menschen wohl dachten, dass, wenn wir trainieren auch klüger werden. Tatsächlich haben Forscher der Sahlgrenska-Akademie, einer Institution der Universität Göteborg die Richtigkeit der Aussage geprüft. Beim Vergleich von Soldaten konnten sie bestätigen, dass „körperliche Fitness mit erhöhten Intelligenzquotienten einhergeht.“

Keine Hoffnung?
Aber Moment mal …, bedeutet das jetzt, dass alle Fitnessstudiobesucher klüger sind als die etwas Fauleren unter uns? Auch die Fitness-Freaks, die stundenlang mit den Hanteln vor dem Spiegel stehen und sich selber bewundern? Oder die, die durch etwas ungewöhnliche Geräusche die Aufmerksamkeit der ebenfalls Trainierenden provozieren, um zu beweisen, dass sie die 100 kg stemmen können? Muss ich mich jetzt gegen alle Muskelprotze geschlagen geben? Nicht nur physisch, sondern auch geistig? Schnüff …

Fitnessstudio

Die neuen Vorlesungssäle?

Bild: pixelio.de; Rainer Sturm

Ein Lichtblick
Aber nein! Ein Lichtblick: Das Ganze ist nur die halbe Wahrheit. Die eigentliche Redewendung von Juvenal“ ist etwas länger: „Orandum est, ut sit mens sana in corpore sano“. Es geht ursprünglich darum, dass das Ziel eines jeden ein gesunder Geist in einem gesunden Körper sein soll. Denn auch schon vor über zwei Jahrhunderten musste Juvenal feststellen, dass vielen das Aussehen wichtiger war als die Denkkraft. Puh, gerade nochmal gerettet. Auch die Studie geht bei körperlicher Fitness nicht von Kraft, sondern von einer „gute[n] Herz- und Lungenkapazität aus“. Denn diese versorgt das Gehirn mit viel Sauerstoff.

Warum auch eine duale Studentin nicht nur Grips, sondern auch Kraft braucht …
Nichtsdestotrotz ist ein gesunder Körper wichtig und genau diesen konnte ich letzten Donnerstag gut gebrauchen. Am Donnerstag, dem 18.07.2013 stand der 5. Heilbronner Firmenlauf an. Und da wurde auch die Lungenkapazität auf die Probe gestellt. Mit 5.866 anderen hieß es bei knapp 30 Grad „Auf die Plätze – fertig – los“. Auf 5,1 km ging es darum, meine Muskeln mit genügend Sauerstoff zu versorgen und so wenige blaue Flecken wie möglich zu erhalten.
Aber nun alles auf Anfang:

„Der Firmenlauf“
Der Firmenlauf in Heilbronn ist für Unternehmen in der Umgebung ein besonderes Erlebnis. Er fand um 5. Mal in der Heilbronner Innenstadt statt. Auch für uns ist es immer ein besonderes Ereignis. Wir von der BERA gingen mit zwei Teams an den Start und kamen – vollständig – wenig später dort auch wieder an. 😉

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Die Erholungszone nach dem Ziel – ziemlich voll.

Es ist aber ein wahnsinniges Gefühl wenn man die Strecke läuft und über 10.000 Zuschauer einen oder auch eben alle anfeuern. In einer Masse von über 5.860 sich durch die teilweise sehr engen Straßen zu quälen, hat schon einen gewissen Spaßfaktor. Vor allem, wenn man doch die ein, oder andere Person überholt. So wie z.B. zwei Rodeo Reiter mit aufblasbaren Stieren, die „Planschbeckenläufer“ der Heilbronner Stimme oder auch die Sumoringer. Wobei ich glaube, dass Letztere am Ende doch schneller waren. 🙂
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Gemein war aber, dass die Moderatoren am Streckenrand nach Kilometer eins von der Hälfte der Strecke sprachen. Frau Pohl, eine Kollegin, mit dem gleichen Lauftempo schaute mich schon ganz verwundert an. Wir waren dann doch von unserer vermeintlichen Schnelligkeit überrascht und freuten uns über unsere geringe Erschöpfung. Ihr könnt euch ungefähr vorstellen wie wir uns fühlten, als wir wenig später erst das 2-Kilometer-Schild entdeckten. Da war sie hin die Euphorie – und die Erschöpfung kam. Wir schleppten uns durch die nächsten Kilometer. Vorbei am Wasserstand, der nun ja, wie soll ich sagen, leicht unorganisiert war. Beim selber Einschenken verloren wir weitere kostbare Zeit. Vorbei an den ersten gehenden Mitläufern (umgefallen ist glücklicherweise niemand – zumindest nicht in unserer Umgebung) vorbei am Neckar und hinein ins Frankenstadion. Die letzten 250 Meter – noch einmal anziehen. Und ach, hey ich kenn da ja einen Zuschauer. Noch einmal schön winken und total entspannt und gar nicht erschöpft schauen – aber dann: Knie hoch, vorbei an den Andern und ja schön lächeln an der Ziellinie. Geschafft. 😉

Da ist es – das Ziel
Ah, die Uhr …, aber Moment …, wann bin ich nochmal losgelaufen? Natürlich hatte ich daran nicht gedacht. Zum Glück erfuhren wir die Zeiten aber schon einen Tag später. Hut ab für die fleißigen Mitarbeiter, die wohl eine Nachtschicht einlegen mussten.

Nach dem Lauf versorgten wir uns mit Getränken (die dieses Jahr ausreichten ;)), sammelten uns und schossen noch ein Abschlussfoto, bevor wir uns zur After-Run-Party aufmachten. Zum Glück hatten wir alle die grünen T-Shirts an. So konnten wir uns zwischen den Lidl- (gelb) und BOSCH-Läufern (weiß) wiederfinden

Es war echt schön noch zusammenzusitzen, sich über die Nudeln herzumachen und bei natürlich alkoholfreiem Bier über die Erlebnisse beim Lauf und die mögliche Zeit zu philosophieren. So kam auch raus, dass nicht nur wir, sondern auch andere von den Moderatoren getäuscht wurden. Tipp fürs nächste Jahr: Uhr mitnehmen. Dann passiert so etwas vielleicht nicht mehr. 😉
Fazit: Der Lauf war klasse. Ich hatte mein Ziel (schneller als 30 Minuten zu sein) erreicht (29:36 Min) und das wohl gemerkt nach drei Wochen Chile, wo ich mein Lauftraining doch etwas vernachlässigt habe. Falls Ihr auch nächstes Jahr mitlaufen möchtet: Bitte hier einen Kommentar posten oder Martin eine E-Mail schreiben. Anmeldeschluss ist irgendwann nächstes Jahr. 😉

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Das Siegerfoto 😉