Azubis und duale Studenten bloggen

Unsere Azubis und dualen Studenten geben Einblicke in ihren Alltag und was man sonst noch bei der BERA erlebt.


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Im Dschungel der Adressen

Vor zwei Wochen hatte ich ja über die verschiedenen Aufgabenbereiche im Marketing berichtet. Viel über die Schönen, ein bisschen was über die nicht ganz so Schönen. Diese gibt es ja, wie in jedem anderen Job auch. Für einen Polizisten ist es z.B. die ganze Berichterstattung nach einem Einsatz, für einen Zahnarzt die Reinigung von ungepflegten Zähnen und bei unserer Buchhaltung ist es die Endlos-Telefonate mit den Krankenkassen. Bestimmt habt Ihr auch eine Sache, die euch so gar nicht gefällt.

Weil diese aber ebenfalls zum Job dazu gehören, habe ich mir überlegt, dass ich mich heute diesen Themen widme: den Unangenehmen.

 Was macht eine unangenehme Arbeit eigentlich aus?

Die Nackenhaare stellen sich hoch. „Muss das denn schon wieder sein?“, fragt man sich, während man schon gedanklich dabei ist, nach anderen, interessanteren Aufgaben zu sehen. Meist sind es langweilig, zähe oder auch besonders anstrengende Arbeiten, vor denen man sich am liebsten drücken würde. Es sind die Aufgaben, die entweder so eintönig sind, dass man das Gefühl hat, währenddessen einzuschlafen oder so herausfordernde Aufgaben, dass man zu Beginn vollkommen überfordert ist. Sich selber zu überzeugen, damit endlich mal anzufangen ist dann das Schwierigste.

Eisbär

Unangenehme Aufgaben: nur nicht einschlaf …

Bild: pixelio.de / Ulla Trampert

Warum müssen wir sie denn überhaupt machen?

Jede Aufgabe hat einen Existenzgrund. So sollte es zumindest sein, auch wenn wir es uns oftmals nicht vorstellen können. Warum müssen wir denn stundenlang an unserer Steuererklärung arbeiten oder über 2000 Adressen nach Aktualität prüfen? Warum eigentlich immer diese Bürokratie und warum nochmal die Angebote anfordern?

Aber wir müssen uns eingestehen, dass diese Tätigkeiten einen Grund haben. Nach der erfolgreichen Abgabe der Steuererklärung erhalten wir meist wieder Geld zurück und ohne Adressen haben wir keine Kontakte und können unsere Kunden und Partner nicht auf unsere Events einladen. Genau daran versuche ich immer zu denken, wenn ich an den Adressen arbeite. Auch wenn mein Gehirn am platzen und meine Nerven dünn wie Drahtseil sind. 😉

Dennoch was positives?

Aber es ist nicht nur schlimm. Vor allem bei solchen Aufgaben lernt man viel. Zum einen, über sich hinaus zu wachsen. Dazu gehören neue Herausforderungen und Aufgaben. Wer Probleme mit dem Telefonieren hatte (und ich spreche nicht von telefonieren mit Freunden), verliert die Angst schon nach den ersten paar Mal. Das gleiche gilt natürlich auch für E-Mails. Als es zu mir im Marketing hieß: „Übernehmen Sie mal …, “, war ich zu Beginn auch etwas überfordert. Die Aufgaben kommen einem zuerst suspekt oder auch unangenehm vor. Wenn man aber damit begonnen hat, stellt sich das Meiste als lösbar und vor allem machbar heraus. Anmeldemanagement kein Problem mehr und Caterings oder Locations anrufen? – Alles möglich. 😉

Blog schreiben? Pipifax 😉

Zum anderen lernt man aber auch mit den Aufgaben. Während der Adressqualifikation habe ich gelernt, wie eine optimale Webseite aussehen sollte, was dort stehen soll und was auf jeden Fall hereinmuss. Eine Homepage ohne E-Mail-Adresse? Ein absolutes „No go“ und kein Impressum? Strafbar.

Auch wenn ich nie eine Homepage programmieren werde, weiß ich nun zumindest, wie sie aussehen sollte. Userfreundlich, übersichtlich, mit wichtigen Daten und bitte, bitte nicht zu voll.

Mein Tipp für Euch

Also, versucht ihr doch mal bei euren unangenehmen Aufgaben an das Positive festzuhalten. Nehmt es euch einfach an einer vorab bestimmten Zeit, für einen gewissen Zeitraum vor und fangt einfach mal an. Ein großes Stichwort ist da die Selbstmotivation. Raus aus der Komfortzone, aus dem Bekannten oder angenehmen. Einfach mal: „Ja, jetzt nehme ich mir mal eine Stunde Zeit für etwas anderes.“

Ich beispielsweise muss mich morgen wieder an die Adressen machen. Denkt dann einfach an mich, dann geht es euch bestimmt schon ein bisschen besser. Ganz nach dem Motto: „Geteiltes Leid ist halbes Leid“. 😉


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Zurück nach Hause: das Marketing

Für wenige Wochen bin ich wieder im Marketing in Heilbronn, um meine Kollegen/innen zu unterstützen. Es steht einiges an über den Sommer an und da ist jede Unterstützung notwendig. Weil mein Bereich, das Social-Media-Marketing  auch ein Teil des Marketings ist, ist mein Einsatz dort natürlich gar nicht so abwegig.

Das Marketing ist eine echt interessante Abteilung. Und genau deswegen werde ich meinen Blogbeitrag dazu verwenden, das Marketing und meine Aufgaben dort näher vorzustellen.

Was ist Marketing eigentlich?

Normalerweise beginnt man hier mit einer Definition. Könnte ich ja auch, aber die Schwierigkeit ist, dass nicht mal Wikipedia eine einzige Definition hat. Es unterschiedet zwischen  aktivitätsorientierter Definition,  beziehungsorientierter Definition, führungsorientierter Definition und zu guter Letzt der integrativen Marketingdefinition. Das Gabler Wirtschaftslexikon beginnt mit dem Satz: „Der Grundgedanke des Marketings ist die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes“. Damit ist gemeint, dass das Marketing schaut, was der Markt möchte und das Unternehmen darauf einstellt. Welche Entwicklungen werden in Zukunft auf das Unternehmen  zukommen und wie muss das Unternehmen darauf reagieren? Eigentlich steuert das Marketing das Unternehmen.

Und die Realität

In der Realität ist es häufig so, dass das Marketing den Außenauftritt eines Unternehmens verantwortet: Plakate, Fernseh- und Werbespots, Anzeigen, Auftritte auf Messen, unternehmenseigene Veranstaltungen, Auftritte im Internet und so fort … Wie Ihr sicher merkt, ist das ziemlich umfangreich, weshalb das Marketing (je nach Größe des Unternehmens) in mehrere Abteilungen aufgegliedert ist. So gibt es die Pressestelle und Öffentlichkeitsarbeits-Abteilung, die Eventplanung und natürlich auch … das Social-Media Marketing.

Und rein ins Vergnügen

Für mich ist der Aufenthalt in Heilbronn mal wieder eine Möglichkeit, andere Sachen kennenzulernen und eigene Verantwortung zu übernehmen. Zum Beispiel bei den Veranstaltungen:
Bevor die großen Veranstaltungen beginnen,  wie unsere BusinessForen oder das arbeitsmarkt forum muss einiges an Vorarbeit geleistet werden. Ganz nach dem Spruch „Kleinvieh macht auch Mist“, ist es nämlich tatsächlich so, dass die Veranstaltung an sich die wenigste Mühe bereitet. Es ist viel mehr die Vorbereitung mit all ihren schönen Seiten  wie Gestalten, Drucken und Verschicken der Einladung, Auswahl von Redner(n) und Veranstaltungsort … und ihre nicht ganz so schönen Seiten. damit wären wir bei der Adressqualifizierung 😉

Neben der Unterstützung der  Kollegen habe ich auch eigene Aufgaben bekommen. Ich bin jetzt so was wie die Rezeptionistin oder Manager of Registration Affairs. Oh, auf Englisch klingt das wirklich toll! Ich kümmere mich um die Anmeldungen. Nicht umsonst heißt es bei Stellenbewerbungen meist „Gute Anwenderkenntnisse in MS Office“. Excel ist geradezu immer noch der Standard für alle Verwaltungsaufgaben. Geradezu unkaputtbar. Aber stellt Euch darauf ein, dass Ihr in Tabellenform träumt.  😉

Ansonsten helfe ich bei den To-Do-Listen, telefoniere und bespreche mich mit dem Rest vom Team um die weiteren Vorgehensweisen und Entwicklungen zu besprechen. Wir sammeln Ideen und arbeiten gemeinsam Ideen aus. Vor allem das Telefonieren  bereitete mir am Anfang ziemliche Schwierigkeiten. Einen Tisch zu reservieren, funktioniert ja noch, einen Catering-Service zu bestellen geht gerade noch. Aber mit den Rednern telefonieren? „Kann ich da nicht lieber eine E-Mail schreiben?“ Frage ich mich da des Öfteren, aber  meistens zwinge ich mich dann doch, den Hörer in die Hand zu nehmen oder eher das Handy – für ein eigenes Telefon fehlt nämlich der Anschluss. 😉

Unser größter Supporter und fleißiger Helfer - Life

Unser größter Supporter und fleißiger Helfer – Life

Abschließen möchte ich aber mit dem Hinweis, dass auch wenn es so schön und toll klingt (was es auch meistens ist), es auch Zeiten gibt, in denen keine Veranstaltungen geplant werden müssen. Dann erwarten einen, wie in jeder Abteilung auch, Aufgaben die nicht so spannend sind oder nicht so viel Spaß machen. Also nicht wundern, wenn es mal nicht so viel Spaß macht. 😉