Azubis und duale Studenten bloggen

Unsere Azubis und dualen Studenten geben Einblicke in ihren Alltag und was man sonst noch bei der BERA erlebt.


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Das duale Studium – stressige Uni oder doch nur wieder Schule?

Heyho liebe Blogleser, ich bin Joshua, 18 Jahre alt und seit Oktober zusammen mit Angela Di Pinto einer der neuen dualen Studenten bei der BERA im Studiengang BWL-Dienstleistungsmanagement mit dem Schwerpunkt Personal und Bildung. Momentan befinde ich mich in meiner ersten Theoriephase am Campus der DHBW-Heilbronn und gehöre somit zu den berühmten „Ersties“.
JoshuaKörper_1Im Gegensatz zu den meisten Kommilitonen an der DHBW komme ich ganz frisch vom Abi. Dadurch ist die ganze Geschichte mit dem Unternehmen und dem Studium recht neu für mich. Heute möchte ich euch Einblicke in den Alltag meiner ersten Theoriephase bieten, da es recht viele da draußen gibt, die nicht wissen, welche Besonderheiten die Duale Hochschule vorzuweisen hat.

Der Wecker klingelt. 7:30 Uhr. Super. Bin mal wieder spät dran. Schnell die Klamotten angezogen, frisch gemacht, ein belegtes Brötchen mitgenommen und gerade noch so die Bahn in Richtung Heilbronn-Mitte erwischt und zur DHBW gejoggt. Zum Glück noch rechtzeitig in dem, einem Klassenzimmer recht ähnlichem, Kursraum angekommen, mit einem „Guten Morgen“ am Prof. vorbei und den Laptop aufgeschlagen, bevor der Prof. die Worte ertönen lässt: „So liebe Studierende… einen guten Morgen wünsche ich Ihnen.. dann lasst uns mal in „Finanzbuchführung I“ einsteigen“, während meine 34 Kommilitonen noch ihr restliches Schreibmaterial herausnehmen.
Punkt 8:30 Uhr schaut der Professor noch einmal in die Augen eines jeden Anwesenden und beginnt mit seiner Vorlesung, gestützt durch das digitale Skript.
Mit Beispielen aus Unternehmen, in denen er selbst einmal tätig war, gibt er uns eine Einführung in die Finanzbuchhaltung. Ein paar tippen auf ihren Geräten oder schreiben fleißig auf ihrem Block mit, andere hören lieber aufmerksam zu und genießen den Anblick der neuen Uhr. Immer mal wieder meldet sich jemand und stellt eine Frage, die ausführlich vom Dozenten beantwortet wird. Ab und zu bringt jemand auch Beispiele oder Meinungen mit ein, die dann des Öfteren in einer großen Diskussion im Kurs enden.
Alle 90 Minuten gibt es 10 Minuten Pause und mit dem Ende der Mittagspause in der Mensa, beginnt der Nachmittag meist mit einem anderen Fach, wonach der Tag dann gegen 16:30 Uhr mit einem kleinen Applaus beendet wird.
Zuhause angekommen ist man erstmal platt und je nachdem wieviel Zeit noch bis zu den Prüfungen am Abschluss des Semesters ist, lernt man am Abend für die Prüfungen alleine oder in der Gruppe.
JoshuaKörper_2Mein Sitzplatz im Fach „Recht“. 😀

Etwa so sieht im groben mein Alltag hier in der Theoriephase aus. 😉
Ach ja: Man sollte wissen, dass der Bereich Personal stark von Frauen dominiert wird, weswegen sich in unserem Kurs 7 Jungs und 23 Mädchen befinden. Insgesamt sind wir mit 35 Leuten ein überdurchschnittlich großer Kurs für die DHBW.
Jap… „groß“. Natürlich kein Vergleich zu einer normalen Uni, in der der Hörsaal auch schonmal mit 200 Studenten gefüllt sein kann. Wir sind hier nicht einer von vielen – also nicht wie ein kleines Reiskörnchen in einem großen Reissack in China.
Hier wird auf jeden individuell eingegangen. Wir können die Dozenten jederzeit ansprechen oder im Kurs Fragen stellen um sich Dinge noch einmal individuell erklären zu lassen.  Unsere eigenen Erfahrungen und Sichtweisen können wir auch jederzeit miteinbringen.
Das duale Studium an der DHBW ist also eine Mischung aus Schule und Universität. 😊
JoshuaKörper_3Ein kleiner Teil des Campus 😉

Interessant ist hier allerdings auch die große Praxisnähe, sowohl in den Vorlesungen, als auch in den Praxisphasen.
Wie Angela durfte auch ich ein Vorpraktikum bei der BERA genießen. Nun kann ich Verknüpfungen zwischen der Theorie und dem Unternehmensalltag der BERA herstellen sowie Sachverhalte lernen, die ich wiederum in der Praxisphase anwenden kann.
Das bringt eine ganz andere Qualität mit in die Vorlesungen: Man kann sich den Stoff schneller und einfacher merken und vielleicht sogar direkt umsetzen. Ebenfalls ein Pluspunkt: die Vorlesungen sind nur selten trocken. 😉
Durch die 3-monatigen Praxisphasen im Unternehmen, die sich immer mit 3 Monaten Theorie an der Hochschule abwechseln hat man also einen großen Vorteil gegenüber einem Regelstudium. Jedoch verkürzt dieses Prinzip auch die Zeit, in der wir unseren Stoff lernen müssen, sodass wir bei der DHBW einen prall gefüllten Vorlesungsplan haben, zu dem auch Anwesenheitspflicht besteht. Fällt eine Vorlesung einmal aus, so wird diese in der Regel nachgeholt. Bei uns fiel einmal eine ganztägige Vorlesung im Fach „Recht“ aus, die prompt an einem Samstag von 9 bis 17 Uhr angesetzt wurde.
Zudem gibt es nicht die gängigen Semester-Ferien sondern wie im normalen Berufsleben Urlaubstage, die wir während der Praxisphase beantragen müssen.

Das Studium kann also durchaus stressig sein, bringt aber viele Vorteile mit sich!
Wer lieber Praxisnähe sowie ein persönlicheres Verhältnis zu den Kommilitonen und zum Dozenten hat und viele Chancen für Fragen, Diskussionen wie auch Teamarbeit haben möchte, der ist in einem dualen Studium bei der BERA und der DHBW ideal aufgehoben! 😉
AngelaDiPinto_2Viele meiner Kommilitonen sind von großen bekannten Konzernen wie Würth, Lidl oder Kaufland. Da macht es mich recht Stolz als BERA Student mit dabei zu sein.

Also … ich hoffe meine Erfahrungen konnten besonders denen, die sich überlegen, ein duales Studium zu machen weiterhelfen und freue mich, euch allen bald wieder von meinen Erfahrungen berichten zu können 😉

Bis bald!

Joshua Körper


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Das Studienende naht!

Hallo liebe Blogleserinnen und Blogleser,

heute melde ich mich mal mit einem neuen Blogbeitrag zurück. Mein Name ist Svenja Aller und ich bin eine von drei dualen Studenten bei der BERA GmbH. Ich absolviere mein Studium in der Niederlassung in Schwäbisch Hall.

Kaum zu glauben – am 15. Mai 2017 hat die LETZTE THEORIEPHASE für uns duale Studenten an der DHBW in Heilbronn begonnen. An diesem Tag durften wir auch endlich unsere Bachelorarbeit, die an einigen Tagen sehr nervenraubend war, in der Hochschule abgeben 😊

Nun heißt es wieder Freizeit „ohne Ende“ – naja zumindest bis zu den Prüfungen 🙂

Bachelorarbeit_SVA

 

6. Semester – letzte Theoriephase an der Hochschule!

In der letzten Phase im Studium stehen wieder spannende Projekte in den verschiedenen Fächern auf dem Plan. Beispielsweise drehen wir Studenten in unserem Wahlfach „Integriertes Dienstleistungsmarketing“ ein Kurzvideo. Nach dem Dreh dürfen wir das Rohmaterial dann eigenständig zuschneiden, bearbeiten und ausbessern. Eine sehr spannende Aufgabe mit viel Herausforderung, da die meisten im Kurs nicht allzu viele Erfahrungen im Hinblick auf die Erstellung und Bearbeitung eines Videos haben.

Ein weiteres Projekt bearbeiteten wir in unserem Profilfach „Personalmanagement“. Hierbei war das Thema den bereits bestehenden Voronlinemathekurs für die „Erstis“ zu analysieren und Verbesserungen auszuarbeiten 😊

Durch die Bearbeitung des Projektes haben wir Studenten zum einen gelernt, wie man sich in großen Gruppen sinnvoll organisiert und zum anderen wurden unsere Mathekenntnisse vor 2,5 Jahren mal wieder aufgefrischt 😉

Allerdings neigt sich diese Phase auch langsam wieder dem Ende des Semesters zu und natürlich gehören wie zu jedem Semester eine Vielzahl von Prüfungen dazu. Im 6. Semester werden vorwiegend die von uns ausgewählten Vertiefungen abgeprüft. Ich habe mich für Corporate Social Responsibility (CSR) und Integriertes Dienstleistungsmarketing entschieden. Natürlich werden auch die Fächer wie beispielsweise „Bildungsmanagement“ und „Personalmanagement“ geprüft. Am 24.07.2017 beginnen dann die letzten schriftlichen Prüfungen und enden am 07.08.2017. Ab dann beginnt für uns Studenten die letzte Praxisphase von unserem Studium in den jeweiligen Abteilungen bis Ende September. Die letzten Hürden sind dann noch Ende September, wenn die mündlichen Prüfungen starten und ab dann dürfen wir uns endlich Bachelor / Bachelorrette nennen!

Beruf_SVA

Viele Grüße

Eure Svenja


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Theoriephase Nummer 4

Mein Name ist Fabio Schumacher, ich bin 21 Jahre alt und einer der drei dualen Studenten der BERA GmbH. In der DHBW Heilbronn studiere ich Dienstleistungsmanagement mit Fachrichtung Personal sowie Vertrieb und darf in den Praxisphasen die Heilbronner Niederlassung unterstützen.

Nach einer aufregenden Praxisphase ging es wieder zurück in die duale Hochschule Heilbronn, um das 4. Semester zu absolvieren. Im Gegensatz zu den ersten drei Semestern saßen diesmal 22 Studenten und nicht mehr 15 in unserem Kurs. Der Grund hierfür war die Zusammenlegung unseres Kurses mit dem des 14-3, da mehrere Kommilitonen aus beiden Kursen die Gelegenheit bekamen ein Auslandssemester zu belegen.

Der gesamte Kurs verstand sich trotz der Umstellung blendend und es gab keinerlei negative Auswirkungen der Zusammenlegung.

Neues Semester – neue Vorlesungen

Die Vorlesung Geld und Währung kam im 4. Semester neu hinzu und wurde von Frau Dr. Tauer gehalten. Es war ein sehr interessantes Fach, da Themen wie die Wirtschaftskrise 2008 sowie Aktiengeschäfte und die Finanzwelt behandelt wurden.

Ein besonderes Highlight war das Projekt zur Entwicklung eines Leitsystems für den Bildungscampus. Unter Leitung unseres Studiendekans Prof. Dr. Käßer-Pawelka wurde uns das Problem fehlender Orientierungshilfen auf dem Campus erläutert. Viele Personen, vor allem jene, die nicht regelmäßig auf dem Campus unterwegs sind, beklagten sich über Orientierungsschwierigkeiten auf dem Gelände.

Somit wurde uns die Aufgabe übertragen, Systeme und Ideen für eine bessere Orientierung auf dem Campus auszuarbeiten und anschließend zu präsentieren. Jede Gruppe fasste ca. 5-6 Personen, die sich gemeinsam der Problemstellung widmeten.

Es wurden Ideen mit Pfeilen und Schildern ausgearbeitet, doch unsere Gruppe entschloss sich etwas technologisch modernes und außergewöhnliches zu entwickeln, das es so noch nicht gab. Gemeinsam arbeiteten wir ein Konzept zur videogestützten Orientierung aus und setzten dies Schritt für Schritt um.

Mit einer Kopfkamera ausgestattet liefen wir die Wege zu den unterschiedlichen Gebäuden des Geländes ab und zeichneten diese auf.

FAS_Video

Anschließend schnitten wir die aufgezeichneten Wegbeschreibungen zu und veröffentlichten diese dann auf der Videoplattform YouTube.

Danach erstellten wir mithilfe eines Programms für jedes Video einen entsprechenden QR-Code. Durch das Scannen dieser QR-Codes gelangt man auf unmittelbarem Weg zu dem entsprechenden Orientierungsvideo auf Youtube.

Wenn also eine Person zu einer Veranstaltung eingeladen wird, fügt die Sachbearbeiterin, die die Einladung erstellt und versendet, den entsprechenden QR-Code in die Einladung ein. Wenn der Gast beispielsweise eine Veranstaltung im D-Gebäude besuchen wird, fügt die Mitarbeiterin den QR-Code für das D-Gebäude ein.

Zuhause kann sich dieser dann mithilfe seines Handys und der entsprechenden APP den Code scannen und sich vorab schon mal per Video einen Überblick verschaffen. Durch ein Gäste-WLAN könnte sich der Gast das Video vor Ort am Campus erneut anschauen und live nachlaufen.

Für Leute, die sich mit QR-Codes und dem Thema nicht auskennen, befindet sich auf der Rückseite der Einladung eine Anleitung zur Benutzung und Ausführung.

Klingt kompliziert? Na dann versucht es doch selbst 🙂

FAS_QR-Code

Hier seht ihr den QR-Code der Video-Wegbeschreibung zum D-Gebäude, in welches man möglicherweise zu einer Veranstaltung eingeladen werden könnte. Das Einzige was ihr nun tun müsst ist, die QR-Code-APP, sofern ihr diese noch nicht besitzt, kostenlos herunterladen und anschließend den Code scannen.

… seht ihr, gar nicht so schwer. 😉

Vorfreude auf die Praxisphase

Mittlerweile sind alle Studenten schon fleißig am lernen für die routinemäßige Prüfungsphase.

Besonders das Fach VWL macht uns am meisten Bauchschmerzen, da hier der Lernumfang am größten ist. Nach der Prüfungsphase geht es dann logischerweise wieder zurück in die Niederlassung der BERA GmbH, auf die ich mich schon sehr freue, da ich einen großen Teil im Vertrieb verbringen werde. Erste Eindrücke durfte ich schon in der letzten Praxisphase sammeln, als die Jahresabschlussgespräche bei den Kunden anstanden.

Bis dahin muss jedoch noch viel Lernaufwand betrieben und die Prüfung erfolgreich gemeistert werden.

 


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Willkommen in der Welt der Heidi

Es ist dunkel. Eine Gruppe von Menschen steht in Heilbronn. Verloren, vergessen und ohne Plan.

Verloren, vergessen und ohne Plan? Nein, definitiv nicht. 😉 Diese Gruppe, also mein Kurs der dualen Hochschule, hat ein klar definiertes Ziel vor Augen: Ein Planspiel in der „Welt der Heidi“, wie es ein Kommilitone so treffend ausdrückte.

Für unseren Wochenendausflug nach Oberjoch trafen wir uns schon um 7.30 Uhr in Heilbronn, um wenig später mit dem Bus loszufahren. Eine nicht ganz studentenfreundliche Zeit und so kehrten die meisten von uns entgegen dem Motto: „Eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist schön“, in die Welt der Träume zurück.

Kurz nach der bayrischen Grenze  wurden die Ersten wieder wach, nach der Pause kehrte das Leben auch in die meisten anderen zurück. Nervosität, Aufregung? Fehlanzeige! Wir wollten uns allesamt überraschen lassen und hatten die wesentlichen Informationen ja schon vom C-Kurs (Parallelkurs mit Schwerpunkt Verbands und Sportmanagement) erhalten,  der die Tage zuvor dort war. Unter anderem: „Das Essen ist gut, die Getränke nicht gerade billig“.

Na, also. 50:50 – das klang ja für den Anfang gar nicht so schlecht und mal ehrlich, wer würde nicht für besseres Essen ein bisschen mehr Geld bei den Getränken ausgeben? Also ich schon. 😉

Das Erstaunlichste für mich während der Fahrt waren die Reaktionen einiger Mitstudenten auf die bayrische Landschaft. Während wir Oberjoch immer näher kamen und die Berge immer höher wurden, gab es ein Paar, das wirklich verblüfft war. Sie hatten noch nie die Berge erlebt und für sie war das ein komplett neues Bild. Um dies ein wenig aufzuklären: Wir haben z.B.  eine Kommilitonin, die aus der Nähe der Ostsee stammt. Urlaub – so sagt sie selber – habe sie schon öfters gemacht, aber weder einen Wanderurlaub, noch war sie zum Skifahren in den deutschsprachigen Ländern. Für sie war die Fahrt dann doch eine gelungene Abwechslung.

Auf dem Weg ins Oberjoch

Kennt Ihr Heidi? Die Zeichentrickfigur, die als Waise zu ihrem Opa in die Alpen in die Schweiz zieht? Als wir in Oberjoch angekommen sind, fiel der ein oder andere Bezug zu diesem Buch oder Film. Warum? Weil es für uns genauso ausgesehen hat: Berge, Felder, Wälder und ganz schön viele Kühe.^^ Natur pur sozusagen. So viel Natur sogar, dass wir die letzten paar Meter bergauf zu unserer Unterkunft laufen mussten. Sogar der Geißenpeter, den besten Freund der Heidi,  war da: Er entpuppte sich als der Pächter unserer Hütte. 😉

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Heidi

Von unserem VWL-Dozenten Herr Hr. Prof. Dr. Oliver Letzgus und Tobias, einem ehemaligen Student der Uni Tübingen, der schon viele Planspiele organisiert hat, wurden wir begrüßt, bevor wir direkt im Esszimmer verschwanden. Essen stand an und ja, es war wirklich gut. Wir erhielten das Wochenende über sowohl mittags, als auch abends etwas Warmes zu essen. Darunter auch bayrische Köstlichkeiten wie Schweinshaxe und Bratwürste, aber auch Lasagne, Reis und Kartoffeln. Wer die paar Tage später nicht den Berg wieder runtergekugelt ist, der hat wohl das Essen verschlafen. 😉

Das Planspiel zog sich von Freitag bis Samstag. Um dies ein bisschen zu erklären. Bei dem Planspiel ging es darum, eine Volkswirtschaft zu leiten. Die Zielvorgabe war es, drei Jahre zu überstehen. 😉 Nein, überstehen war eigentlich nicht die eigentliche Aufgabenstellung aber das nicht, aber wie wir feststellen mussten war das gar nicht so einfach. Es gab insgesamt sechs Sektoren (Staat, 2xBank, 2xUnternehmen und die Gewerkschaft) mit zwei oder drei Mitspielern.
Zum einen gab es den Staat. Dieser musste, wie auch im realen Leben die Wirtschaftlichkeit des Landes sicherstellen und sich um Kosten und Ausgaben für z.B. Infrastruktur und Bildung kümmern. Neben dem Staat gab es Unternehmen. Zwei konkurrierende Großunternehmen, die sich mit z.B. Preisstrategien für ihre Güter sowie Investitionen in Maschinen und Arbeitskraft auseinandersetzen. Die Gewerkschaft bildete das Bindemitglied zwischen Staat und den Unternehmen. Sie hat die  Mitarbeiterzahlen und –bezahlung der Mitarbeiter im Blick und kümmert sich allgemein um die Wünsche der Arbeitnehmer.

Last, but not least: die Bank. Es gab zwei und ich war mit Sarah in einer. Am Anfang war das echt schwierig. Wir wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt, um uns mit Blättern von Tobias den theoretischen Teil anzusehen. So wurden die einzelnen Sektoren vorgestellt, dass jeder einen Überblick bekommen konnte. Es wurden Fragen geklärt, wie: Was ist das Ziel der verschiedenen Sektoren, wie können sie das erreichen und vor allem, wer muss mit wem sprechen oder verhandeln? Anschließend arbeiteten wir uns in die Bank ein. Verschiedene Blätter mit Kennzahlen und sonstigen Informationen sorgen zu Beginn an mehr für Verwirrung, als für Aufklärung und erst im zweiten Jahr bekamen wir den Durchblick. Also kurzum: Das erste  Jahr war das „Versuchsjahr“. Fazit: Viel gut gemacht, aber doch nicht an alles gedacht…

Am Freitagabend/Nacht waren wir dann mit dem ersten Jahr fertig. Und fertig, das waren wir alle auch.;) Der Tag war schon ziemlich anstrengend und so ließen wir ihn bei einem gemeinsamen UNO-Spiel ausklingen. Jeder, der schon einmal mit leicht oder weniger leicht angetrunkenen Personen UNO gespielt hat, kann sich ungefähr vorstellen, wie witzig das sein kann. Da kommt es dann auch mal zu Kommentaren wie diesem: „Oh Mann, ich hätte schon seit 3 Runden gewinnen können, wenn ich nur nicht vergessen hätte UNO zu sagen“ oder „Ist egal … Strafkarte“. Ich habe noch nie so viele Gründe gehört,um Strafkarten aufnehmen zu müssen, wie an diesem Abend.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, bei dem dann alle spätestens 9 Uhr eintrudelten, ging es mit dem zweiten  Jahr weiter. Zu Beginn wurde das vorherige Jahr besprochen und mit diesen Informationen konnten wir schon im zweiten  Jahr besser arbeiten als im vorigen. Nach dem Mittagessen nutzten die meisten die Chance mit unseren Betreuern einen Ausflug zum Berggipfel zu machen. Resultat: leichter Muskelkater. Die Zurückgebliebenen gönnten sich ein Mittagsschläfchen oder einen kleineren Spaziergang. Mein Zimmer genoss die letzten beiden Alternativen, da wir uns eine Mitbewohnerin morgens deutlich zu früh geweckt hatte. Sie hatte ihre elektrische Zahnbürste nämlich schon um halb 8 angemacht und nicht erst um 8 Uhr, als der Rest des Zimmers ursprünglich aufstehen wollte.
Für die nächste Nacht konnte wir eine Verlgung der zahnputz-Aktivitäten auf viertel vor 8 Uhr aushandeln. Zum Glück! 🙂

Nachdem alle eingetroffen waren und wir uns kurz zusammensetzen konnten, um das zweite Jahr zu besprechen, gab es Abendessen und anschließend stand das dritte Jahr an. Weiter ging´s mit Verhandeln und Diskutieren.  Unsere Bank wollte natürlich die besseren Kredite an die Unternehmen ausgeben als unsere Konkurrenz. Daraus entwickelte sich eine ganz schöne Schlacht, die sich über zwei Stunden hinzog.

Zur Beruhigung stand eine Nachtwanderung mit Fackeln an und anschließend saßen wir noch in den Zimmern zusammen und ließen den Tag Revue passieren.

Am Sonntag stand nach dem Frühstück und dem Kofferpacken noch die Nachbesprechung an und anschließend mussten wir auf dem Bus warten, mit dem der A-Kurs, auf dem Weg zu uns im Stau stand.

Ich fand das Wochenende doch richtig schön. Wir erlebten einiges, hatten Spaß und lernten auch viel. Nicht nur, wie wichtig es für eine Volkswirtschaft ist, dass sich die einzelnen Sektoren absprechen (ausgenommen die Konkurrenten natürlich) und welche Folgen einzelne Veränderungen haben können. Nicht nur auf die Wirtschaftlichkeit, sondern auch auf die Akzeptanz der Bevölkerung oder die Außenwirtschaft. Zudem sprachen wir bei der Abschlussveranstaltung auch über die EURO-Krise, Staatsverschuldung und die Rolle der Europäischen Zentralbank.
Natürlich lernten wir uns im Kurs auch noch näher kennen. Es gab viele Gespräche in der Pause oder auch abends in den Zimmern. Rundum also ein gelungenes Wochenende. 🙂

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Ende des Theoriesemesters: Der Prüfungsspaß beginnt

So. Dann geht’s hier mal weiter mit meinem zweiten Beitrag über mein erstes Semester.;)

In meinem Kurs sind wir insgesamt 20 Studenten. Fast ein Klassen-Feeling. Man lernt die Leute ziemlich schnell kennen, da man ja tatsächlich von morgens bis abends gemeinsam in einem Zimmer sitzt. Interessant ist, dass wir ein Verhältnis von 16 Mädels zu 4 Jungs haben. Geht man aber in den Sportkurs, sieht das schon ganz anders aus. 😀 Da dominieren im Wesentlichen die Männer. Aber das Gerücht, dass mehr Frauen im Personalbereich arbeiten würden, hätten wir hier mal wieder bestätigt. Meine Kommilitonen erleben ihre praktische Ausbildung bei ganz verschiedenen Unternehmen. So hätten wir da Kaufland, Lidl, 3C Dialog, die Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken und viele andere. 😉

Wir lernten auch unsere Dozenten kennen. Die haben ganz unterschiedliche Hintergründe: manche sind selbständig, andere in Unternehmen angestellt oder eben verbeamtete Voll-Professoren. Bei uns ist alles dabei. 😉 Mit den Dozenten hatten wir, bis auf ein paar Ausnahmen, echt Glück. Die Vorlesungen gehen zwar vier Stunden, aber die meisten Referenten achten schon darauf, dass wir nach den vier Stunden noch nicht ganz eingeschlafen oder zu erschöpft sind. Es gibt viele Diskussionen, Gruppenarbeiten, persönliche Anekdoten und viele Tipps und Tricks fürs Berufsleben, außerhalb des vorgegebenen Stoffplans. 🙂 Auf jeden Fall ist es glücklicherweise keine stundenlange Frontbeschallung. Für die Mathematiker unter den Lesern: Wie viele Vorlesungen haben wir wohl so am Tag, wenn eine 4 Stunden geht und der „Schultag“ von 8.15 bis 17.00 Uhr geht?

Richtig, es sind genau 2. 🙂 Das bringt doch zumindest ein wenig Abwechslung in den Tag. Normalerweise ist das alles auch gut machbar. Ich erinnere mich noch ein einen Tag … Um 8.15 begann er, wie normal. Dann hatten wir 4 Stunden Mathe (und ich kann euch sagen, ich bin jedes Mal froh, wenn das überstanden ist) und anschließend 6 Stunden und 45 Minuten Finanzbuchhaltung. Aus meiner Sicht war das der schlimmste Tag überhaupt – aber es kam anschließend nie wieder vor und unser Dozent war dann auch gnädig und hat uns ein wenig früher gehen lassen.

So, ich hoffe, ihr habt einen kleinen Einblick von der Vorlesungszeit bekommen. Nach den drei Monaten Theorie will die Hochschule dann interessanterweise überprüfen, ob wir was gelernt haben … die Prüfungen. 🙂

 

„Und irgendwann dachte ich nur noch: Hauptsache bestehen!“ 😉

Das mit den Prüfungen, das war ja so eine Geschichte. Anders, als andere Studenten, an Unis oder Fachhochschulen, hatten wir keine wirkliche Vorbereitungszeit. Dadurch, dass das Semester mit den Prüfungen abschließt, hatten wir dafür genau ein ganzes Wochenende (!) Man sollte sich also angewöhnen, sich schon während der Vorlesungen das Gehörte anzueignen. Drei Tage zusätzlich gab´s für einige Mitstudenten. Da unser Consulting-Dozent seine Vorlesung in der Vorprüfungswoche als Blockunterricht servierte (das Problem mit der freien Wirtschaft …) hatten die Consultinglosen von Mittwoch bis Freitag frei. Hatte ich schon erwähnt, dass ich Consulting gewählt hatte? …

Aber da wir ja alle fleißig sind, hatten wir uns natürlich schon wochenlang davor vorbereitet! Meistens zumindest 😉 (Sind ja eben doch nur Studenten). Aber die Frage war: Wie sollen wir uns denn vorbereiten und vor allem auf was? Wie sehen denn Prüfungen an der dualen Hochschule für gewöhnlich aus? Wir hatten keine Ahnung! Glücklicherweise gab es auch nette Dozenten wie unseren Marketing-Dozenten, der den Stoff eingrenzte und uns eine Probeklausur austeilte, fast wie in der Schule. 😀 Da war dann auch die Prüfung, sagen wir mal, machbar; was nicht ganz auf unsere Matheprüfung zutraf!

Ich war noch nie wirklich schlecht in Mathe, aber als ich den Prüfungsbogen für Mathe zuklappte, war ich definitiv weder von meiner Leistung überzeugt noch von der Prüfung selbst. Ich war aber nicht die Einzige. 😀 Das Praxissemester begann und wir alle bangten und hofften, dass unsere Ergebnisse wohl doch nicht so schlecht ausfallen würden. Und nach über zwei Monaten kam dann auch die gute Nachricht: Ich weiß nicht, wie unser Dozent das hingebogen hat, aber wir haben (fast) alle bestanden! Warum eine unter Note 4,0 in Wirtschaftsmathematik aber keine Tragödie ist, erkläre ich Euch ein andermal.