Azubis und duale Studenten bloggen

Unsere Azubis und dualen Studenten geben Einblicke in ihren Alltag und was man sonst noch bei der BERA erlebt.


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„Let’s get ready to rumble“

„Auf der rechten Seit präsentieren wir Ihnen, unter dem Namen „S&K“, die vollen Schränke und leeren Umzugskartons. Und auch Ihre Kontrahenten stehen bereit: auf der linken Seite, unter dem Namen „KC“, die Kolleginnen Claudia und Kerstin.

Ihr Auftrag: Alles ausräumen, was nicht niet- und nagelfest ist. Michael Buffer*,  nun ganz in seinem Element, spricht die magischen fünf Worte und der Startschuss fällt! Es geht los. Wir erwarten einen harten Kampf, vor allem weil ihre Gegnerinnen im Neben„Ring“, Jacqueline und Sylvia, auch schon ganz heiß auf den Sieg sind. Let’s get ready to ruuumble.“ 

*Anm. Redaktion: Amerikanischer Entertainer, dessen Markenzeichen unter anderem der Schlachtruf „Let’s get ready to rumble“ ist

478083_original_R_B_by_stefan klaassen_pixelio.deBild: stefan klaassen  / pixelio.de

Nein, keine Sorge, ich beschreibe hier keinen gnadenlosen Wrestling-Kampf, sondern ganz kreativ unseren Umzug. Das Marketing, welches bisher mit der Heilbronner Niederlassung in einem Stock untergebracht war, machte Platz für die Niederlassung Heilbronn und zog um – zwei Stockwerke höher. Am letzten Freitag ging es los. Wir waren schon sehr gespannt auf unsere neuen Räume und konnten es kaum erwarten, sie bald zu „bewohnen“. Unser Zeitplan war sehr eng geschnitten und am Freitagnachmittag hatten wir mit dem Ausräumen der Schränke begonnen…

„Schon nach wenigen Minuten geht es drunter und drüber. Die ersten vollen Kartons füllen den Korridor zwischen den zwei Ringen. Es wird ausgeräumt, sortiert und ausgemistet. Die ersten leeren Schubladen sind schon zu erkennen. Doch was ist das? Das gab es noch nie! Die Plätze werden getauscht. Jacqueline tauscht mit Kerstin den Ring. Und, was passiert nun? Es wird weitergearbeitet! Das gibt es doch nicht. Wahnsinn! Das ist doch kein Kampf sondern Teamwork!“

Ich muss echt sagen, dass mir der Umzug recht viel Spaß gemacht hat. Es war eine ganz besondere Abwechslung zum Arbeitsalltag. Statt der einzigen Bewegung am Arbeitsplatz, dem Tippen auf der Tastatur, hieß es jetzt: Anpacken, hochheben, sortieren und, ja, vor allem auch stehen. 😉 Begonnen wurde mit den Schränken im eigenen Zimmer und dann arbeitete man dort weiter, wo eben gerade Hilfe benötigt wurde. Frau Röhr hatte schon Recht mit ihrer Aussage, dass es ja beinahe eine teambildende Maßnahme wäre, da wir uns gegenseitig unterstützten, vor allem dann, wenn es um den Transport von etwas geräumigeren und unhandlichen Gegenständen ging.

„Und weiter geht’s. Nach kurzen Trinkpausen ist nun Sylvia die erste, die den ersten Wagen befüllt. Sie schreitet zum Aufzug. In wenigen Sekunden werden wohl die ersten Umzugskartons im neuen Raum stehen. Der Kampf gegen die  vollen Schränke wird sich schon bald gelohnt haben. Und sie hat ihn nun erreicht. Der Karton steht, was ein tolles Bild. Aber das wird nicht der Letzte gewesen sein, noch immer arbeitet der Rest ganz hart daran, die nächsten Fuhren vorzubereiten.“

Ganz alleine gelassen wurden wir natürlich auch nicht. 😉 Während wir uns um den Inhalt der Schränke und die leichteren Sachen kümmerten, halfen uns beispielsweise der Hausmeister aus der Niederlassung Schwäbisch Hall und Jochen Schmid der IT mit den schweren Schränken aus und Letzterer sorgte auch dafür dass wir nach dem Umzug problemlos weiterarbeiten konnten. Hierfür nochmals ein großes Dankeschön!

„Es ist geschafft!! Nach weniger als vier Stunden ist der Kampf entschieden! Ich darf Ihnen mit voller Stolz die Gewinner präsentieren: Das Marketing-Team. Durch ihren Ehrgeiz und ihr Engagement haben sie es sogar im Zeitplan geschafft. Und damit gratulieren wir herzlich und wünschen eine ausgelassene Feier!“

Das erste ausgeräumte Zimmer war Frau Röhrs. Kurz vor Feierabend hatten wir aber auch alle Zimmer geschafft. Und ich kann euch sagen: Das war ein echt komisches Gefühl. Das Zimmer von Claudia und mir stand komplett leer und auch im Nebenzimmer standen nur noch die Tische. Man hat sich doch an die Räume gewöhnt und bei dem Gedanken daran, umzuziehen, hatte man vorerst ein mulmiges Gefühl. Die Betonung liegt eindeutig auf: „vorerst“. Am Montag konnten wir dann mit dem Wiedereinräumen und Aufräumen beginnen.

Wie es sich in dem neuen Räumen anfühlt und was sich infolge dessen verändert hat, das erzähle ich euch dann ein anderes Mal. 😉

Hier noch ein paar Bilder:

 

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Quiz: Auf der Suche nach #Content

Es ist mal wieder so weit. Zwei Arbeitstage liegen hinter, zwei Tage vor uns. Es ist mal wieder Blogtag. Ich konzipiere gerade einen individualisierten Kalender, bei dem „Mittwoch“ durch „Blogtag“ ersetzt wird. Aber die Regelprozesse in meinem Kopf beginnen jetzt schon automatisch zu arbeiten – direkt morgens nach dem Frühstück. 😉

Aber nun wieder weg vom Essen (Mh.., langsam bekomme ich schon wieder Hunger) und zurück zum Thema: Zum Bloggen gehört, sich mit einem gewissen Thema auseinanderzusetzten. Dass ich mich nicht auf einen speziellen Fachbereich festgelegt habe, haben die meisten Leser bestimmt schon gemerkt. Mal geht es um meine Praxisphase, also meiner Zeit im Marketing (in Schwäbisch Hall und in Heilbronn) und in anderen Unternehmensbereichen. Mal geht es um die Theoriephase, mein originäres Aufgabengebiet, die Social Media oder manchmal treiben mich Themen wie Wohnungssuche oder Urlaubsträume um.

Auch heute war ich wieder intensiv auf der Suche nach einem Thema. Da ich gerade hauptsächlich das Marketing in Heilbronn beim Veranstaltungsmanagement unterstütze und ich darüber schon berichtet hatte, musste ein anderes Thema her.

 

iPhone oder Politik?

Natürlich könnte ich mir jetzt brandaktuelle Themen heraussuchen. Zum einen wäre das ja (vor allem als zufriedener iPhone-Besitzer) die Pressekonferenz von Apple gestern. Ich könnte mich (trotz mangelndem technologischem Verständnis) über das neue iPhone 5 oder 5C auslassen. Das klänge dann ungefähr so: „… einen echte technische Innovation sieht anders aus …“ oder „ … grün könnte die neue iPhone-Trendfarbe werden. Schwarz und weiß sind zwar zeitlos, aber auf Dauer auch ein wenig langweilig …“. Leider bin ich weder Technologie-Experte noch Apple-Freak 😉

Als Alternative bietet sich die Politik an. Deutscher Wahlkampf, Syrien-Krise. Aber leider studiere ich weder Journalismus noch Politik 😉

 Es muss etwas anderes sein ..

Fragezeichen

…, aber was?

Und als ich so suchte, und suchte, fiel mir etwas auf: Ich hatte ganz schön viele Tabs in meinem Internet Explorer geöffnet. Okay, um ehrlich zu sein, fiel es nicht mir, sondern meinem Kollegen Martin Reti auf. Und als wir uns das so ansahen, kamen wir auf eine recht interessante Idee. Wie wäre es denn mal mit einem kleinen Quiz: Wie Ihr vielleicht wisst, besitzen viele Homepages oben neben den Links ein kleines Bild.

wikipedia_neu

Zum Quiz

Aus dem wahren Leben herausgegriffen serviere ich Euch meine Leiste. Dann bekommt Ihr auch so einen kleinen Eindruck, auf welchen Seiten ich mich so rumtreibe. Nun – welches Bild gehört zu welcher Homepage gehört. Ihr könnt mir Eure Vorschläge gerne als Kommentar, E-Mail oder Nachricht zukommen lassen.

Die Lösung kommt nächste Woche und der Gewinner erhält einen BERA Survival Cup, von der Fachleute bestätigen, äh … annehmen, dass sie heiße Getränke mindestens bis ins nächste Jahrtausend warmhält. Achso, Sie enthält nebenbei ALLES, was man braucht, um in der Wildnis des Angelbachtals zu überleben (zumindest für ein Nacht ;)) … im Sommer … wenn es warm ist …

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Ich wünsche Euch viel Erfolg beim Raten.


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Im Dschungel der Adressen

Vor zwei Wochen hatte ich ja über die verschiedenen Aufgabenbereiche im Marketing berichtet. Viel über die Schönen, ein bisschen was über die nicht ganz so Schönen. Diese gibt es ja, wie in jedem anderen Job auch. Für einen Polizisten ist es z.B. die ganze Berichterstattung nach einem Einsatz, für einen Zahnarzt die Reinigung von ungepflegten Zähnen und bei unserer Buchhaltung ist es die Endlos-Telefonate mit den Krankenkassen. Bestimmt habt Ihr auch eine Sache, die euch so gar nicht gefällt.

Weil diese aber ebenfalls zum Job dazu gehören, habe ich mir überlegt, dass ich mich heute diesen Themen widme: den Unangenehmen.

 Was macht eine unangenehme Arbeit eigentlich aus?

Die Nackenhaare stellen sich hoch. „Muss das denn schon wieder sein?“, fragt man sich, während man schon gedanklich dabei ist, nach anderen, interessanteren Aufgaben zu sehen. Meist sind es langweilig, zähe oder auch besonders anstrengende Arbeiten, vor denen man sich am liebsten drücken würde. Es sind die Aufgaben, die entweder so eintönig sind, dass man das Gefühl hat, währenddessen einzuschlafen oder so herausfordernde Aufgaben, dass man zu Beginn vollkommen überfordert ist. Sich selber zu überzeugen, damit endlich mal anzufangen ist dann das Schwierigste.

Eisbär

Unangenehme Aufgaben: nur nicht einschlaf …

Bild: pixelio.de / Ulla Trampert

Warum müssen wir sie denn überhaupt machen?

Jede Aufgabe hat einen Existenzgrund. So sollte es zumindest sein, auch wenn wir es uns oftmals nicht vorstellen können. Warum müssen wir denn stundenlang an unserer Steuererklärung arbeiten oder über 2000 Adressen nach Aktualität prüfen? Warum eigentlich immer diese Bürokratie und warum nochmal die Angebote anfordern?

Aber wir müssen uns eingestehen, dass diese Tätigkeiten einen Grund haben. Nach der erfolgreichen Abgabe der Steuererklärung erhalten wir meist wieder Geld zurück und ohne Adressen haben wir keine Kontakte und können unsere Kunden und Partner nicht auf unsere Events einladen. Genau daran versuche ich immer zu denken, wenn ich an den Adressen arbeite. Auch wenn mein Gehirn am platzen und meine Nerven dünn wie Drahtseil sind. 😉

Dennoch was positives?

Aber es ist nicht nur schlimm. Vor allem bei solchen Aufgaben lernt man viel. Zum einen, über sich hinaus zu wachsen. Dazu gehören neue Herausforderungen und Aufgaben. Wer Probleme mit dem Telefonieren hatte (und ich spreche nicht von telefonieren mit Freunden), verliert die Angst schon nach den ersten paar Mal. Das gleiche gilt natürlich auch für E-Mails. Als es zu mir im Marketing hieß: „Übernehmen Sie mal …, “, war ich zu Beginn auch etwas überfordert. Die Aufgaben kommen einem zuerst suspekt oder auch unangenehm vor. Wenn man aber damit begonnen hat, stellt sich das Meiste als lösbar und vor allem machbar heraus. Anmeldemanagement kein Problem mehr und Caterings oder Locations anrufen? – Alles möglich. 😉

Blog schreiben? Pipifax 😉

Zum anderen lernt man aber auch mit den Aufgaben. Während der Adressqualifikation habe ich gelernt, wie eine optimale Webseite aussehen sollte, was dort stehen soll und was auf jeden Fall hereinmuss. Eine Homepage ohne E-Mail-Adresse? Ein absolutes „No go“ und kein Impressum? Strafbar.

Auch wenn ich nie eine Homepage programmieren werde, weiß ich nun zumindest, wie sie aussehen sollte. Userfreundlich, übersichtlich, mit wichtigen Daten und bitte, bitte nicht zu voll.

Mein Tipp für Euch

Also, versucht ihr doch mal bei euren unangenehmen Aufgaben an das Positive festzuhalten. Nehmt es euch einfach an einer vorab bestimmten Zeit, für einen gewissen Zeitraum vor und fangt einfach mal an. Ein großes Stichwort ist da die Selbstmotivation. Raus aus der Komfortzone, aus dem Bekannten oder angenehmen. Einfach mal: „Ja, jetzt nehme ich mir mal eine Stunde Zeit für etwas anderes.“

Ich beispielsweise muss mich morgen wieder an die Adressen machen. Denkt dann einfach an mich, dann geht es euch bestimmt schon ein bisschen besser. Ganz nach dem Motto: „Geteiltes Leid ist halbes Leid“. 😉


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Zurück nach Hause: das Marketing

Für wenige Wochen bin ich wieder im Marketing in Heilbronn, um meine Kollegen/innen zu unterstützen. Es steht einiges an über den Sommer an und da ist jede Unterstützung notwendig. Weil mein Bereich, das Social-Media-Marketing  auch ein Teil des Marketings ist, ist mein Einsatz dort natürlich gar nicht so abwegig.

Das Marketing ist eine echt interessante Abteilung. Und genau deswegen werde ich meinen Blogbeitrag dazu verwenden, das Marketing und meine Aufgaben dort näher vorzustellen.

Was ist Marketing eigentlich?

Normalerweise beginnt man hier mit einer Definition. Könnte ich ja auch, aber die Schwierigkeit ist, dass nicht mal Wikipedia eine einzige Definition hat. Es unterschiedet zwischen  aktivitätsorientierter Definition,  beziehungsorientierter Definition, führungsorientierter Definition und zu guter Letzt der integrativen Marketingdefinition. Das Gabler Wirtschaftslexikon beginnt mit dem Satz: „Der Grundgedanke des Marketings ist die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes“. Damit ist gemeint, dass das Marketing schaut, was der Markt möchte und das Unternehmen darauf einstellt. Welche Entwicklungen werden in Zukunft auf das Unternehmen  zukommen und wie muss das Unternehmen darauf reagieren? Eigentlich steuert das Marketing das Unternehmen.

Und die Realität

In der Realität ist es häufig so, dass das Marketing den Außenauftritt eines Unternehmens verantwortet: Plakate, Fernseh- und Werbespots, Anzeigen, Auftritte auf Messen, unternehmenseigene Veranstaltungen, Auftritte im Internet und so fort … Wie Ihr sicher merkt, ist das ziemlich umfangreich, weshalb das Marketing (je nach Größe des Unternehmens) in mehrere Abteilungen aufgegliedert ist. So gibt es die Pressestelle und Öffentlichkeitsarbeits-Abteilung, die Eventplanung und natürlich auch … das Social-Media Marketing.

Und rein ins Vergnügen

Für mich ist der Aufenthalt in Heilbronn mal wieder eine Möglichkeit, andere Sachen kennenzulernen und eigene Verantwortung zu übernehmen. Zum Beispiel bei den Veranstaltungen:
Bevor die großen Veranstaltungen beginnen,  wie unsere BusinessForen oder das arbeitsmarkt forum muss einiges an Vorarbeit geleistet werden. Ganz nach dem Spruch „Kleinvieh macht auch Mist“, ist es nämlich tatsächlich so, dass die Veranstaltung an sich die wenigste Mühe bereitet. Es ist viel mehr die Vorbereitung mit all ihren schönen Seiten  wie Gestalten, Drucken und Verschicken der Einladung, Auswahl von Redner(n) und Veranstaltungsort … und ihre nicht ganz so schönen Seiten. damit wären wir bei der Adressqualifizierung 😉

Neben der Unterstützung der  Kollegen habe ich auch eigene Aufgaben bekommen. Ich bin jetzt so was wie die Rezeptionistin oder Manager of Registration Affairs. Oh, auf Englisch klingt das wirklich toll! Ich kümmere mich um die Anmeldungen. Nicht umsonst heißt es bei Stellenbewerbungen meist „Gute Anwenderkenntnisse in MS Office“. Excel ist geradezu immer noch der Standard für alle Verwaltungsaufgaben. Geradezu unkaputtbar. Aber stellt Euch darauf ein, dass Ihr in Tabellenform träumt.  😉

Ansonsten helfe ich bei den To-Do-Listen, telefoniere und bespreche mich mit dem Rest vom Team um die weiteren Vorgehensweisen und Entwicklungen zu besprechen. Wir sammeln Ideen und arbeiten gemeinsam Ideen aus. Vor allem das Telefonieren  bereitete mir am Anfang ziemliche Schwierigkeiten. Einen Tisch zu reservieren, funktioniert ja noch, einen Catering-Service zu bestellen geht gerade noch. Aber mit den Rednern telefonieren? „Kann ich da nicht lieber eine E-Mail schreiben?“ Frage ich mich da des Öfteren, aber  meistens zwinge ich mich dann doch, den Hörer in die Hand zu nehmen oder eher das Handy – für ein eigenes Telefon fehlt nämlich der Anschluss. 😉

Unser größter Supporter und fleißiger Helfer - Life

Unser größter Supporter und fleißiger Helfer – Life

Abschließen möchte ich aber mit dem Hinweis, dass auch wenn es so schön und toll klingt (was es auch meistens ist), es auch Zeiten gibt, in denen keine Veranstaltungen geplant werden müssen. Dann erwarten einen, wie in jeder Abteilung auch, Aufgaben die nicht so spannend sind oder nicht so viel Spaß machen. Also nicht wundern, wenn es mal nicht so viel Spaß macht. 😉


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„Die Kerstin möchte bitte an der Maschine Nr. 3 abgeholt werden…“

Nun sind schon wieder vier Wochen rum. Zeit für mich, ein Resümee über meinen Einsatz in der Niederlassung Heilbronn zu ziehen. Und dann direkt in den Weihnachtsurlaub zu entschwinden. Huch, da war es wieder: das Wort, bei dem die duale Studentin zu träumen beginnt: Urlaub.

Aber bevor ich meine Gedanken meinen Weihnachtsgeschenken, der überaus wichtigen Silvesterplanung und dem leckeren Feiertagsfestessen zuwenden kann, gibt es noch das ein oder andere zu erzählen… 😉

Einsatz in der Umgebung

Am Freitag (07.12.12) hatte ich das Vergnügen mit zu einem Kundenunternehmen von uns zu gehen. Mein Ziel war ein Unternehmen in der Lebensmittelbranche. Morgens 7:45 Uhr. Es ist kalt, es ist verschneit, es ist nass und.., ich bin zu früh. Mit Marita Bormann bin ich um 8:00 Uhr vor den Eingangstoren des Unternehmens verabredet. Da ich aufgrund der ungewissen Verkehrslage und des Wetters ein bisschen zu früh losgefahren bin, hatte ich Zeit, mir noch ein Frühstück beim Bäcker zu besorgen und vom Auto aus die Umgebung zu betrachten. Sensationell, wie spannend sich so ein Fabrikgelänge präsentiert. Gähn 😉
Marita erlöst mich mit ihrer Ankunft aus dem heranschleichenden Sekundenschlaf. Auf ins Büro. Wir passieren Schranke, Drehkreuz und entern das Treppenhaus. Die BERA hat hier, wie auch bei verschiedenen anderen Kundenunternehmen ein eigenes Büro, ein so genanntes On-Site-Büro. Es besteht aus einem Vorzimmer und dem eigentlichen Arbeitsplatz. Im Vorzimmer stehen die Spinde für unsere Mitarbeiter und ein Tisch mit Stühlen. Das eigentliche Büro ist etwas größer. Computer, Schränke, Drucker – alles da. Sogar eine Kaffeemaschine. Mit der ich aber wenig anfangen kann 😉

Kurz nach unserer Ankunft erscheint der erste Mitarbeiter mit einer Frage zu seinem Urlaub. Und damit nimmt der Tage seinen Lauf: Die Erstellung der Einsatzpläne für die Woche, Besprechungen mit den Abteilungsleitern, Gespräche mit den Mitarbeitern. Im On-Site-Büro laufen die Fäden zusammen und ich bekomme einen direkten Einblick in diese für mich neue Welt 😉

Das absolute Highlight für mich aber war die Besichtigung der Produktionshalle. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich hatte bislang wenige Chancen, so ein Unternehmen von innen zu sehen. Aber das ist wichtig, denn nur so können wir verstehen, was die Mitarbeiter leisten und unter welchen Bedingungen sie arbeiten.
Ich bekam das volle Programm. Um ca. 10.00 Uhr ging´s los: Nach einer kurzen Hygieneunterweisung  starteten wir mit … den Schuhen. Ich hatte die Auswahl zwischen weißen Gummistiefeln und Schlupfschuhen. Meine Wahl fiel auf die Schlupfschuhe – absolut en vogue. Ich denke, die entstammen der aktuellen Kollektion. Oder der vorletzten. Vielleicht aber haben die einfach einen zeitlosen Chic ;). Doch damit begann das „Umstyling“ erst: Ab ins, ich nenne es mal, Ankleidezimmer. Wie auch die Schuhe, sollten meine Hose und mein Kittel ebenfalls zu groß ausfallen. Zum Glück konnten wir uns mit der bewährten Umschlagmethode an Ärmel- und Hosenbeinen aushelfen. Aber damit war ich voll im Trend – alle laufen hier so rum. Weil die Anzüge wahrscheinlich nur in einer Größe für Riesen vorgehalten werden … 😉

Mit dieser Ausstattung ging es dann auch schon weiter. Nächste Aufgabe der Schnitzeljagd: Suche des Eingangs. Obwohl Marita schon die ein oder andere Führung hinter sich hatte, war ich die Erste die sie durch die Halle führen sollte und bei den großen Stahltüren kann man da schon einmal die falsche wählen.;) Nach der dritten Tür, beziehungsweise der ersten, die sich öffnen ließ, standen wir dann in einem weiteren Ankleideraum. Hier gab´s eine formschöne Haube. Ich wusste gar nicht, dass man dabei so viele Fehler machen kann. Es soll tatsächlich ein oben und ein unten geben und ein rechts und ein links. Das aber, wurde mir erst später von einem Mitarbeiter erläutert, der mich netterweise darauf hinwies, dass ich sie natürlich falsch herum anhatte. Wie sollte es auch anderes sein^^. Marita hatte ihre richtig an, wusste aber auch nicht, dass man sie falsch anziehen konnte. Zur ersten Haube gesellte sich noch eine zweite Haube mit Mundschutz. Doppelt hält besser und am Ende war nur noch der Spalt für die Augen über. Perfekt vorbereitet für den nächsten Sandsturm 😉

Aber nun zurück zum Ankleidezimmer. Dieses war nämlich gleich noch der Eingang zur Produktionshalle und über einen Steg ging es dann hinein. Im Vorübergehen wurden die Schuhe nochmal geputzt, die Hände gewaschen und desinfiziert.

Ab dann hatte ich praktisch nur noch große Augen und einen offenen Mund (, den glücklicherweise niemand sehen konnte;) ) Ich war fasziniert von den riesengroßen Maschinen, den vielen verschiedenen Abläufen und Stationen, die das Rohprodukt bis zum fertig verpackten Lebensmittel zeigen und von der Präzision und Schnelligkeit, mit der Mitarbeiter ihre Aufgaben erledigten. Ich hatte nie gedacht, dass man so schnell Sachen sortieren kann.

Marita führte mich durch verschiedene Gänge und Hallen und erklärte immer etwas zu den verschiedenen Abteilungen und Produkten. Ich war ziemlich sprachlos, schaffte es aber ab und an auch einmal eine Frage zu stellen. 😉 Und da hatte ich wieder eine Frage. Aber, huch?, wo war Marita? Ich schwöre, ich war nur ganz kurz stehen geblieben. Als  ich mich wieder umdrehte, war sie verschwunden. Um mich herum nur noch schneemann-artige Gestalten, die in ihrer Arbeit versunken waren„Marita, Marita…!!“

Habt ihr schon mal versucht, Personen nur an den Augen zu erkennen? Ich wurde damit noch nicht allzu oft konfrontiert. Mh.., das sind wohl Männeraugen, die hier sind es auch nicht… vielleicht die? Nein, wohl eher nicht. Marita stand tatsächlich nur wenige Meter von mir entfernt. Sie hatte einen Mitarbeiter gefunden und lud ihn ein, später noch hoch zu uns zu kommen, um seinen Urlaub zu besprechen. Puh, gerade noch Glück gehabt. 😉
Weiter durch das Lager hin zum Kommissionieren. Und alles wieder zurück. 😉 Am Ende Haube ausziehen, zweite Haube ablegen, aus dem Kittel schlüpfen, die Hose ausziehen und zu guter Letzt, die Schuhe. Nach der Haube war ich am meisten erleichtert, als ich wieder in meine Schuhe schlüpfen durfte.
Trotz allem war ich noch Tage später fasziniert und unglaublich froh, dass ich das miterleben durfte. Ein ganz großes, fettes Dankeschön nochmal an Marita. 😉 Das war super!

Nicht ich, aber eine Kollegin. Sabine Stolte in voller Montur.

Nicht ich, aber eine Kollegin. Sabine Stolte in voller Montur.

Zurück in der Niederlassung

Nachdem ich dann leider krankheitsbedingt ein paar Tage ausfiel, verbrachte ich die letzten Tage entweder am Empfang, um die Mädels zu unterstützen oder bei den Personalmanagern, um noch ein bisschen zu lernen. Gerade sitze ich wieder bei Ricarda und habe noch einen Stapel an Bewerbungen neben mir, mit denen ich mich beschäftige, sobald ich hier das letzte Wort geschrieben habe. 😉
Und damit verabschiede ich mich jetzt für das Jahr. Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen eine erholsame und fröhliche Weihnachtszeit, einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ein dickes Dankeschön geht an die Heilbronner Niederlassung, die mich so nett aufgenommen hat. Die Zeit hier war hochinteressant und sehr abwechslungsreich.

 


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„Die BERA in Heilbronn, Kerstin Höhn, guten Tag…“

Wer nun in der Niederlassung in Heilbronn anruft, hat eine hohe Chance, mich am Telefon zu erwischen. Seit Montagmorgen sitze ich nämlich an der Zentrale, auch Empfang genannt. 😉 Eine ganz schön spannende Sache, wenn man bedenkt, dass ich das im Prinzip zum ersten Mal mache. Egal ob am Telefon oder beim persönlichen Kontakt, es gibt immer neue Situationen, die es zu meistern gilt. 😉

Mittlerweile habe ich mich ziemlich gut eingewöhnt. Ich kenne langsam die ganzen Ansprechpartner, weiß, wie man wichtige Informationen in unser System hinterlegt und … wie man diese auch wieder findet. 😉 Mein persönliches Problem sind noch die vielen Namen. Ich bin immer wieder verwundert, wie sich meine Kollegen über Personen unterhalten, die Namen den Gesichtern, Arbeitsstellen und sonstige Besonderheiten zuordnen können. Und ich steh immer da und denke: „Moment.., wer war das noch einmal…?“. Auf Nachfrage an Ricarda Recker, die mich die letzten Tage eingewiesen hat, hieß es: „Das kommt noch“. 😉

Bewerbungseingang, Terminierung von Vorstellungsgesprächen,  Bescheinigungen ausstellen und arbeiten mit L1. Mittlerweile habe ich das drauf und im Zweifelsfall gibt es ja noch genügend Personen um mich herum, die mir helfen können. 😉

Auch heute Morgen gibt es einiges zu tun. Der nächste iPhone-Rollout steht an und die Bude ist voll. Es gibt sogar Personen, die sich so arg auf ihr neues Handy freuen, dass sie schon eine dreiviertel Stunde eher in der Niederlassung eintreffen. 😉 Jetzt schreibe ich mit meinem Blogbeitrag gegen die Geräuschkulisse an – und die ist normalerweise schon nicht gerade niedrig. 😉

Hochachtung habe ich mittlerweile vor den Kollegen und Kolleginnen, die am Empfang sitzen. Bei ständig klingelndem Telefon zu arbeiten, E-Mails zu beantworten oder weiterzugeben, auftauchende Mitarbeiter und Bewerber zu versorgen – das ist doch ein ziemlich anspruchsvolles Potpourri aus Tätigkeiten. Für mich ist es noch eine große Herausforderung. Während in Schwäbisch Hall eher selten das Telefon klingelte, sind wir hier schon verwundert, wenn es eine viertel Stunde ruhig ist. Die Konzentration wird hier auf eine harte Probe gestellt: Hintergrundgeräusche und Gespräche ausblenden, nach dem Telefonat sofort wieder den Faden aufnehmen, die zuvor begonnene Sache weiterbringen.

Das Resultat: eine halbe Stunde, nachdem alle Besucher versorgt waren, alle Fragen geklärt, geschätzte 20 Telefonate entgegen genommen waren, habe ich ungefähr 3 Sätze geschafft. 😉

Im Moment ist es fast ruhig, lediglich Jürgen Puchers Rolloutstimme schallt durch den Flur, während er von den Funktionen des iPhones berichtet.

Im Vergleich zu den Minuten vorher, habe ich nun das Lied: „Stille Nacht, heilige Nacht…“im Kopf.

Natürlich ist es noch nicht so spät am Tag, aber die Weihnachtszeit ist auch hier in Heilbronn angekommen. Letzte Woche wurde unser Empfangsbereich vollends auf Weihnachten eingestimmt. Zur silbernen Dekoration mit Kugeln, Eissternen und Geschenken haben wir auch einen silbernen Tannenbaum, der schneien kann und weihnachtliche Musik spielt. (Die Attraktion letzten Donnerstag 😉 ).

Weihnachtsstimmung in HN

Mittlerweile ist dieser natürlich ausgesteckt, damit wir uns auf die Arbeit konzentrieren können und nicht den paar Musikstücken des Baumes lauschen müssen. Aber ab nächste Woche machen mir die ganzen Umstände bestimmt auch nichts mehr aus. Dann bin ich abgehärtet. Denke ich 😉


Ein Kommentar

Kerstin is back in the game …

… und das sogar in Heilbronn.

Nach meinen über- und hoffentlich auch bestandenen (man kann ja nie wissen 😉 ) Prüfungen hieß es am Montag, den 26.11.2012, auch wieder: „Herzlich Willkommen im Arbeitsleben“. Aber statt die Hauptverwaltung in Schwäbisch Hall zu begrüßen, hieß es für mich „Einsatz in Heilbronn“. Für etwas mehr als einem Monat bin ich nun hier, um das Tagesgeschäft kennenzulernen. Egal ob Kundenakquise oder Bewerbungsgespräch, ich freute mich schon während der Theoriephase auf meine Zeit hier. Was gibt es schon Schöneres, als mit Freunden oder Kommilitoninnen nach Feierabend über den Heilbronner Weihnachtsmarkt zu schlendern oder in Ruhe die Weihnachtseinkäufe zu erledigen? [Statt wie im letzten Jahr bis zum 23.12 noch Prüfungen zu schreiben] 😉

Aber zurück zum Thema: 7:45 Uhr Heilbronn, Lohtorstraße 2. Es ist dunkel, kalt und ähm huch… leer? Angekommen in der Niederlassung überraschte mich ein seltener Anblick. Es war (noch) leer, aber das sollte sich ziemlich schnell ändern. Die BERA in Heilbronn besteht aus drei „Teams“. Zum einen hätten wir hier das Marketing, bei dem ich ja mein Vorpraktikum absolviert hatte und Sergej gerade zu Besuch ist. 😉 Zum anderen gibt es das Neckarsulm-Team und „last but not least“ die Niederlassung. Dort waren allerdings ausgeflogen und nahmen Termine außerhalb wahr. 😉 Das Neckarsulm-Team unterscheidet sich nicht wesentlich von dem der Niederlassung. Es werden lediglich andere Kundenunternehmen betreut, wie mir später erklärt wurde. 😉

Der Empfangsbereich

Neckarsulm war es dann auch, die mich unter die Fittiche nahm. Das Interessante war dann doch tatsächlich, dass ich nicht mit „Ah, Frau Höhn“ begrüßt wurde, sondern mit „Sie sind doch die Bloggerin, oder?“. Auch in den nächsten Tagen sollte mir mein Ruf als Bloggerin vorauseilen. Kommentare wie „Was schreiben Sie denn dann diese Woche?“ waren nicht selten. Aber nun zurück zu den ersten Minuten …

Nach der Begrüßung hatte ich schon wenig später einen eigenen Arbeitsplatz und die ersten Aufgaben. Funda Tasci, eine ehemalige Auszubildende und nun Personalassistentin, wies mich in unsere Software L1 ein und ich durfte ein bisschen damit „herumspielen“. Daten eintragen. Ich bekam Hintergrundinformationen erklärt und erhielt Informationen über das Tagesgeschäft. Ich fand es spitze, dass ich auch gleich Aufgaben zugeteilt bekam und nicht nur die Zeit absitzen musste oder die unbeteiligte Beobachterin geben durfte. Also hier erst einmal einen lieben Dank an das aktuelle Nachbarzimmer. 😉

Das Niederlassungs-Team adoptierte mich gegen Mittag dann nach den absolvierten Außeneinsätzen.

Mittlerweile ist es ja schon Mittwochmorgen und ich sitze auf einem großen roten Gummiball. Aber das ist wohl eher eines der weniger relevanten Dinge.;) Wichtiger ist, dass das Niederlassungsteam mich sehr freundlich aufgenommen hat. Das erste, das mich beeindruckt hat, war, dass ich gefragt wurde, was ich kann und was ich gerne machen möchte. Ich bekam beispielsweise das Angebot, das am Nachmittag anstehende Bewerbungsgespräch zu übernehmen.

Ich bekomme nicht die Aufgaben zugeteilt, die die anderen nicht machen wollten, sondern ich darf wirklich ganz nah allen operativen ToDos dabei sein. Emel Kurnaz, meine aktuelle Betreuerin und Personalmanagerin, bot mir auch gleich an, mit zu verschiedenen Kunden zu fahren und Benjamin El Khatib, der mich gerade einlernt und ebenfalls Personalmanager ist, nahm mich direkt um 14:00 Uhr an meinem ersten Tag hier in Heilbronn mit in ein Vorstellungsgespräch. Um 15:30 Uhr folgte das Nächste und dann gab es noch einiges in L1, unserem zentralen IT-Tool, zu entdecken. Schon war der Montag vorbei und genauso schnell auch der Dienstag.

Dass die Zeit hier wie im Fluge vergeht, liegt zum einen daran, dass die Aufgaben alle neu für mich sind und zum anderen, dass ich  immer etwas zu tun habe und die Zeit, nicht wie oftmals in den Vorlesungen absitze.  Auf jeden Fall macht es mir richtig Spaß. Egal ob die Sichtung der Bewerberunterlagen, Bewerbungsgespräche, Daten in L1 einpflegen (wobei das am Anfang noch ziemlich verwirrend ist) E-Mails schreiben und Telefongespräche, es gibt einiges zu tun. 😉

Hier noch etwas, das mich wirklich erstaunt hat. Als ich mit Benjamin im Bewerbungsgespräch saß, überraschte mich die Ähnlichkeiten zwischen der Theorie und Praxis. Das, was wir im Profilfach Personalmanagement zum Thema Vorstellungsgespräch gelernt hatten, fand ich tatsächlich auch in wahren Leben wieder. Insbesondere den Aufbau des Interviews, wie das „Eis brechen“, Vorstellungen von Unternehmen und Interviewer und so weiter. Da, weiß ich doch mal, warum ich mir die stressige Prüfungszeit antue. 😉