Azubis und duale Studenten bloggen

Unsere Azubis und dualen Studenten geben Einblicke in ihren Alltag und was man sonst noch bei der BERA erlebt.


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Mit dem Auto sicher im Straßenverkehr – das Fahrsicherheitstraining bei der BERA

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Lara Nitze und ich bin Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement mit dem Schwerpunkt Personalwesen in der BERA-Niederlassung Öhringen.

Glätte und Nässe – alles bald kein Problem mehr für mich?

Am Samstag fand ein neues spannendes Seminar für mich statt und zwar das Fahrsicherheitstraining von der Kreisverkehrswacht Heilbronn e.V. auf dem Wartberg.

Super gespannt und ein wenig aufgeregt ging es am Samstagvormittag los. Glücklicherweise nicht alleine, sondern mit einer weiteren Kollegin aus Öhringen, da man sich auch zu zweit ein Auto für das Training teilen konnte. Am Wartberg traf man dann noch auf weitere Kollegen, die aus verschiedenen Niederlassungen zusammenkamen.

Das Training begann zuerst ohne Auto. Wir saßen in einer kleinen Gruppe zusammen und besprachen erst einmal, was sich alle von diesem Training erhoffen. Außerdem ging es um Themen wie das Bremsen und Lenken und warum ESP und ABS so wichtig für Autos und die Sicherheit der Fahrer sind.

Danach fuhren wir dann zum Verkehrsübungsplatz. Jedes Auto wurde vorher mit einem Walkie-Talkie ausgestattet, über das unser Trainer mit uns kommunizieren und Anweisungen geben konnte. Die erste wichtige Sache, die wir lernten, war das richtige Sitzen:

  1. Die Arme nicht gestreckt halten, immer leicht angewinkelt, damit die Arme einen Aufprall noch leicht abfedern können, was bei durchgestreckten Armen nicht der Fall ist.
  2. Die Rückenlehne möglichst steil stellen und die Kopfstütze so einstellen, dass sie mit dem Scheitel abschließt. Dies beugt bei einem Unfall ein Schleudertrauma vor.
  3. Beide Hände bleiben am Lenkrad, damit z.B. bei einem Ausweichmanöver schnell reagiert werden kann
  4. Die Sitzhöhe und den Gurt so einstellen, dass dieser nicht direkt am Hals vorbeiläuft.
  5. Den Sitz soweit nach vorne stellen, dass man mit angewinkelten Beinen die Pedale durchtreten kann.

Danach konnte es dann auch schon losgehen. Die Schwerpunkte des Trainings lagen darauf, dass man lernte auf unterschiedlichen Untergründen zu fahren, z.B. auf einer Eisfläche und wie man am besten reagiert, wenn man mal von der Straße abkommt und beispielsweise mit der einen Hälfte des Fahrzeugs auf dem Grünstreifen landet.

Dabei stellte sich dann auch heraus, dass weniger lenken manchmal mehr und völlig ausreichend ist. Das Bremsen und Lenken gleichzeitig auf glattem Untergrund führt nicht gerade zum Erfolg.

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Jede Übung durfte von jedem Teilnehmer mehrmals durchfahren werden, bis es bei jedem klappte und sich jeder sicher fühlte.

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Danach wurden die Autos dann wieder abgestellt und man bekam ein Feedback des Trainers. Im Anschluss wurde ausführlich die nächste Aufgabe besprochen.

Nach fast vier Stunden Training, für Situationen, die einem hoffentlich erspart bleiben, war der Tag dann zu Ende und für mich ein voller Erfolg!

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Liebe Grüße
Lara Nitze

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„Auf die Pedale, fertig.. LOS!“

Nass Oder Vereist, Eiskalt und nur Mit Elend zu ertragen. Zeichnet sich aus durch herunterfallendes Buntes Laub und der gefühlten Ewigen Dunkelheit mit Regen.

Der NOVEMBER

NovemberEs ist nun wirklich nicht mein Lieblingsmonat. Das trübe Wetter, die kühlen Temperaturen und der Dauerregen machen mir dann, wie wahrscheinlich vielen anderen auch, doch etwas zu schaffen. Nichtsdestotrotz kann und will ich auch nicht im Bett liegen bleiben, sondern muss mich der Herausforderung namens November jeden Tag aufs neue Stellen, sobald ich zur  Türe heraustrete.

Ab auf die Straße oder lieber nicht?

Aber nun weg vom Wetter und der Stimmung und ab auf die Straße. Zwar ist der November nicht der Monat mit den meisten Unfällen im Straßenverkehr (die passieren einer Studie zufolge vor allem in den Monaten Juni, Juli und September – klar im Sommer sind die meisten Personen unterwegs, vor allem die Motorräder), aber nichtsdestotrotz kann es auf den Straßen gefährlich werden. Zu viel nasses Laub und gefrorene Straßen sind die Unfallverursacher. 2012 gab es 39.148  Unfällen mit Personenschaden. Darunter waren 7.095 durch Regen, 8.097 durch Glätte und z.B. 1.117 durch die Bereifung. Wussten Sie das? Warum ich das nun anspreche, hat einen Grund: das Fahrsicherheitstraining, an dem ich am Samstag teilgenommen habe.

Schon einmal absichtlich Driften gewesen?

Bei der BERA wird einem einiges geboten. Nicht nur, dass ich das duale Studium hier machen darf oder ein Geschäftshandy besitze, welches ich auch privat nutzen darf, gibt es auch Weiter- und Fortbildungsangebote. Eines davon war das Fahrsicherheitstraining letzte Woche zur Kreisverkehrswacht Heilbronn e.V. an der Verkehrsübungsanlage am Wartberg. Mitarbeiter aus den verschiedenen Regionen kamen zusammen und verbrachten ihren Nachmittag im und um das Fahrzeug herum.

Die Theorie …, weil ohne sie nichts geht

Bevor wir uns aber um das Praktische  kümmerten, hatten wir noch etwas Theorie vor uns. Fragen wie „Was wir von dem Fahrtraining erwarten“ wurden beantwortet. Außerdem wurde darüber gesprochen, was hinter Gegen- bzw. Mitlenken steckt und wie ESP  und ABS in einem Auto wirken und warum sie so extrem wichtig sind. Natürlich wurde das alles sehr verständlich und auch nicht ohne Komik erzählt. So merkte unser „Trainer“ Herr Mittenmayer an, dass den Entwicklern von Porsche „ESP“ (Elektronisches Stabilitätsprogram) zu langweilig klang und sie es daher umbenannten in „PSM“ (Porsche Stabilitätsmanagement). Cool, oder?

Vom Lehrsaal ging es aber nach etwa einer halben Stunde dann wirklich ins Auto.

 Eine Vollbremsung bitte!

Um zu dem Übungsplatz zu kommen, mussten wir einmal durch die Verkehrsübungsanlage. Wir fuhren los mit dem Hinweis „Doch bitte schön aufzupassen, da hier vor allem Fahranfänger unterwegs seien“. Kommuniziert wurde mit uns durch Walkie-Talkies, die wir fallsicher im Auto unterbrachten.

Angekommen am Übungsplatz erwartete für einige schon eine Überraschung. Der Platz war überfüllt mit kleinen Stehhütchen, die am Anfang für uns noch etwas undurchsichtig wirkten. Mit der Zeit fanden wir uns aber immer besser zurecht und führen im Laufe der nächsten Stunden nur wenige der Hütchen um. 🙂

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Ran ans glatte Eis und auf die Fahrbahn

Die verschiedenen Aufgaben waren vor allem durch Vollbremsungen und Bremsungen geprägt. Es galt zu lernen, wie man auf den verschiedenen Untergründen (Trocken, Nass, Glatt) verhalten soll. Auch beim Ausweichen. Das wichtigste dabei war immer, dass wir jedes Mal zum Stehen kommen sollten. Denn falls sich ein Unfall ereignen sollte, ist es besser, ganz zu stehen, als weiterzurollen.

Hier die wichtigsten Facts:

1.) Nicht zu schnell! Gerade jetzt, wo es auf den Winter zugeht, ist es besonders wichtig, auf die Geschwindigkeit zu achten. Benötigte man bei trockenem Wetter mit sehr guten Reifen noch 5m Bremslänge, sind es bei Glätte schon knapp 30m. Und eines kann ich sagen, als wir im Vorhinein raten mussten, wie lang der Weg sei, lagen wir alle falsch.

2.) Abstand halten! Die Fahrlehrer sagten nicht umsonst, dass man mindestens die Hälfte der Geschwindigkeit als Meterabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten soll. Der Bremsweg wird nämlich nicht nur von der Geschwindigkeit und dem Untergrund bestimmt, sondern auch von der Konzentration. Und die – beträgt je nach Tageszeit meist mehr als eine Sekunde. Bei 100 km/h sind das dann immerhin schon 27,78 Meter!

3.)  Nicht bei den Reifen sparen! Dazu hatten wir einen super Vergleich. Ein Teilnehmer hatte 5 Jahre alte Reifen und der RS6 der Kreisverkehrswacht hatte neue. Beim direkten Vergleich auf der glatten Fläche kam der RS 6 noch auf der Fläche nach etwa 50 Metern bei 50 km/h zum Stehen, das Andere Auto rutschte auf der Fahrbahn weiter und kam erst wenige Meter nach der glatten Fläche auf dem normalen Untergrund zum Stehen. Also hier der Tipp von Herr Mittenmayer: „Informiert euch im Internet über die Reifen. Egal ob der Reifentest des ADACs, Motorsport oder ähnlichen Seiten.“

4.) Manchmal ist weniger bremsen mehr! Das war ein Aspekt, den ich bis dahin noch nicht gekannt hatte. Als es darum ging, auf der glatten Fläche den Wasserstrahlern auszuweichen, hatten wir nach der Fahrt fast alle eine gründliche Unterbodenwäsche. Warum das so ist? Mittenmayer erklärte es uns so: Hat ein Auto weniger Grip, das heißt gute Bodenberührungen kann das Auto von sich aus weniger machen. Während wir versuchten, nun zu bremsen und dem Objekt auszuweichen, musste diese vorhandene Kraft aufgeteilt werden. Das Ergebnis: beides funktioniert nicht. Nun die Lösung. Erst lenken, dann bremsen. Und Überraschung – es klappte. 🙂 Wir konnten dem Wasserspeier ausweichen und anschließend kamen wir zum Stehen. Und das nicht viel später, als beim ersten Versuch. Eines gilt es aber noch zu beachten: ganz vorsichtig lenken! Millimeter reichen! 😉

Bei trockener Fahrbahn gilt aber: voll auf die Pedale!! Und die Kupplung nicht vergessen. 😉

5.) Die richtige Sitzhaltung! Beide Hände rechts und links ans Lenkrad, Daumen oben auflegen, damit sie schnell weggenommen werden können, wenn sich der Airbag aufmacht. Arme locker anwinkeln. Ja nicht ausstrecken, sonst wird’s schmerzhaft bei einem Unfall. Das gilt übrigens auch für die Beine. Das bedeutet, dass all die „Couchsitzer“ sich im Auto mal lieber anders hinsetzten sollten.  🙂 Die Kopflehne sollte hinter dem Kopf liegen – bitte nicht zu weit nach unten. Und zum Schluss noch: Bitte auch über das Lenkrad schauen. Wer zu tief sitzt, sieht weniger und baut daher eher Unfälle.

6.) Keine Angst vor verschiedenen Untergründen! Man fährt und plötzlich kommt man von der Fahrbahn ab und die eine Autoseite ist nun auf glatter Oberfläche. Keine Angst! Den größten Fehler, den man machen kann, ist nun stark auf die andere Seite zu lenken und womöglich in den Gegenverkehr zu fahren. Hier gilt: lieber weiter fahren und nur minimal gegenlenken. Die ganze Elektronik im Auto, hier vor allem das ABS, bringt das Auto dazu, trotz verschiedenem Untergrund geradeaus zu fahren. Das geschieht durch die gezielte Bremsung einzelner Räder. Auch wenn wir am Anfang etwas unsicher waren, es hat bei allen Autos funktioniert und so konnten wir entspannt mit einer Autohälfte auf der glatten Fläche und mit der anderen Hälfte auf der trockenen den Weg entlang fahren.

Der Beitrag hier kann natürlich ein Fahrsicherheitstraining in keiner Weise ersetzten. Er soll nur einen kleinen Überblick geben. Mein Fazit ist also: So ein Sicherheitstraining ist auf jeden Fall zu empfehlen! Ich habe einiges für mich mitgenommen und fühle mich jetzt sicherer, wenn der Winter kommt. Denn es gilt: Lieber einmal zu viel das Bremsen geübt, als später das Nachsehen zu haben.

Falls ihr auch ein Fahrsicherheitstraining vor euch habt, dann wünsche ich euch viel Spaß dabei und keine Angst vor der glatten Fläche 😉

Fahrsicherheitstraining_02

November-Bild: pixelio.de/segovax