Azubis und duale Studenten bloggen

Unsere Azubis und dualen Studenten geben Einblicke in ihren Alltag und was man sonst noch bei der BERA erlebt.


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Let´s get started!

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Angela Di Pinto, ich bin 23 Jahre alt und habe am 1. Oktober mein duales Studium BWL-Dienstleistungsmanagement (Personal- und Bildungsmanagement) an der DHBW in Heilbronn begonnen. Somit darf auch ich mich nun stolz zu den BERA-Starters-Bloggern zählen! 🙂

Meine Praxisphasen verbringe ich in der Recruiting-Abteilung in der Hauptverwaltung der BERA GmbH in Schwäbisch Hall. Bevor das Duale Studium allerdings richtig losgeht, absolvieren alle Studenten erst mal ein einmonatiges Vorpraktikum. Hier erhalten wir erste Einblicke in den Arbeitsalltag des Unternehmens und lernen schon vorab unsere zukünftigen Kolleginnen und Kollegen kennen.

In meinem ersten Blogbeitrag möchte ich euch erzählen, was ich in meinem Vorpraktikum erleben durfte.

Mein Start bei der BERA
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Natürlich war ich – wie jeder andere wahrscheinlich auch – unheimlich aufgeregt vor meinem ersten Arbeitstag. „Was werden meine Aufgaben sein? Wer sind meine Kollegen? Werde ich mich gut zurechtfinden?“ Doch meine Aufregung war völlig unbegründet, ich wurde vom gesamten Team nett und mit offenen Armen empfangen. 🙂

In den nächsten Wochen ging es dann darum, mir möglichst viel Wissen in möglichst kurzer Zeit anzueignen – eine Eigenschaft, die ich für’s Studium sicher noch öfter gebrauchen kann. 😀

Während meines Vorpraktikums hatte ich die Möglichkeit, für 2 Tage die Marketingabteilung und für einen Tag eine der 11 Niederlassungen zu besuchen. Im Marketing durfte ich schon fleißig mithelfen und sogar schon zwei von mir geschriebene Texte veröffentlichen und in der Niederlassung durfte ich einen ersten Blick in das Tagesgeschäft werfen, von dem ich hier in der Hauptverwaltung ansonsten nicht sehr viel mitbekomme. Für meine weiteren Praxisphasen ist dann auch eine längere Hospitation in allen Abteilungen und einer Niederlassung geplant, um alle Bereiche der BERA ausgiebig kennenzulernen. 🙂

Außerdem wurde ich in meiner Abteilung eingelernt und durfte mehrere Seminare besuchen, bei denen ich nicht nur alle Azubis und Studenten, sondern auch Mitarbeiter anderer Abteilungen und Niederlassungen kennenlernen durfte. Die Seminare sind eine tolle Möglichkeit, sich mit den neuen Kollegen zu unterhalten und wertvolle Tipps und Tricks auszutauschen. Außerdem hat man hier immer direkt einen Profi seines Fachs vor Ort, der einem alle Fragen rund um seinen Verantwortungsbereich beantworten kann.

Zu aller erst findet das 2-tägige Kompetenzseminar statt. Am ersten Tag, dem Willkommenstag, erhält man einen Überblick über die BERA und die Gründungsgeschichte – und wer könnte die schon authentischer erzählen als der Geschäftsführer selbst?! 🙂

Am zweiten Tag geht es dann weiter mit den Grundlagen der FIBU (Finanzbuchhaltung), LOBU (Lohnbuchhaltung) wie auch des Recruitings und man erhält einen Überblick über das Leistungsspektrum der BERA. Dieses reicht von der klassischen Arbeitnehmerüberlassung über die Personalberatung sowie die Vermittlung bzw. Überlassung von Fach- und Führungskräften bis zum Management von Master Vendor- und On-Site-Projekten. Zu unserem Unternehmen gehört außerdem die MEDICALBERA, das Erste Deutsche Zentrum für Leistungsmanagement sowie das unternehmenseigene Schloss zu Hopferau.

Während meines Vorpraktikums fand auch ein Azubi und Studenten Workshop statt. Hier nahmen alle Nachwuchskräfte der BERA teil – auch die, die bereits länger dabei sind – und haben mit den „Newbies“ ihre Erfahrungen geteilt. So fällt der Start ins Studium gleich viel leichter. 🙂
AngelaDiPintoNach meinem ersten Monat bei der BERA kann ich jetzt schon sagen, dass ich total begeistert bin. Meine Aufgaben im Recruiting sind sehr vielfältig und wirkliche Routineaufgaben gibt es nicht.

Jetzt heißt es aber erst einmal „Hallo Hochschule“. Schon komisch, dass ich nach dem einmonatigen Praktikum direkt für 3 Monate „abhaue“ um die erste Theoriephase zu meistern. Aber ich bin mir sicher, dass ich nach dieser Zeit über viele spannende Projekte berichten kann! 🙂

Bis dahin wünsche ich euch einen guten Start in den Herbst!

Bis bald,

Angela Di Pinto

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Theoriephase Nummer 4

Mein Name ist Fabio Schumacher, ich bin 21 Jahre alt und einer der drei dualen Studenten der BERA GmbH. In der DHBW Heilbronn studiere ich Dienstleistungsmanagement mit Fachrichtung Personal sowie Vertrieb und darf in den Praxisphasen die Heilbronner Niederlassung unterstützen.

Nach einer aufregenden Praxisphase ging es wieder zurück in die duale Hochschule Heilbronn, um das 4. Semester zu absolvieren. Im Gegensatz zu den ersten drei Semestern saßen diesmal 22 Studenten und nicht mehr 15 in unserem Kurs. Der Grund hierfür war die Zusammenlegung unseres Kurses mit dem des 14-3, da mehrere Kommilitonen aus beiden Kursen die Gelegenheit bekamen ein Auslandssemester zu belegen.

Der gesamte Kurs verstand sich trotz der Umstellung blendend und es gab keinerlei negative Auswirkungen der Zusammenlegung.

Neues Semester – neue Vorlesungen

Die Vorlesung Geld und Währung kam im 4. Semester neu hinzu und wurde von Frau Dr. Tauer gehalten. Es war ein sehr interessantes Fach, da Themen wie die Wirtschaftskrise 2008 sowie Aktiengeschäfte und die Finanzwelt behandelt wurden.

Ein besonderes Highlight war das Projekt zur Entwicklung eines Leitsystems für den Bildungscampus. Unter Leitung unseres Studiendekans Prof. Dr. Käßer-Pawelka wurde uns das Problem fehlender Orientierungshilfen auf dem Campus erläutert. Viele Personen, vor allem jene, die nicht regelmäßig auf dem Campus unterwegs sind, beklagten sich über Orientierungsschwierigkeiten auf dem Gelände.

Somit wurde uns die Aufgabe übertragen, Systeme und Ideen für eine bessere Orientierung auf dem Campus auszuarbeiten und anschließend zu präsentieren. Jede Gruppe fasste ca. 5-6 Personen, die sich gemeinsam der Problemstellung widmeten.

Es wurden Ideen mit Pfeilen und Schildern ausgearbeitet, doch unsere Gruppe entschloss sich etwas technologisch modernes und außergewöhnliches zu entwickeln, das es so noch nicht gab. Gemeinsam arbeiteten wir ein Konzept zur videogestützten Orientierung aus und setzten dies Schritt für Schritt um.

Mit einer Kopfkamera ausgestattet liefen wir die Wege zu den unterschiedlichen Gebäuden des Geländes ab und zeichneten diese auf.

FAS_Video

Anschließend schnitten wir die aufgezeichneten Wegbeschreibungen zu und veröffentlichten diese dann auf der Videoplattform YouTube.

Danach erstellten wir mithilfe eines Programms für jedes Video einen entsprechenden QR-Code. Durch das Scannen dieser QR-Codes gelangt man auf unmittelbarem Weg zu dem entsprechenden Orientierungsvideo auf Youtube.

Wenn also eine Person zu einer Veranstaltung eingeladen wird, fügt die Sachbearbeiterin, die die Einladung erstellt und versendet, den entsprechenden QR-Code in die Einladung ein. Wenn der Gast beispielsweise eine Veranstaltung im D-Gebäude besuchen wird, fügt die Mitarbeiterin den QR-Code für das D-Gebäude ein.

Zuhause kann sich dieser dann mithilfe seines Handys und der entsprechenden APP den Code scannen und sich vorab schon mal per Video einen Überblick verschaffen. Durch ein Gäste-WLAN könnte sich der Gast das Video vor Ort am Campus erneut anschauen und live nachlaufen.

Für Leute, die sich mit QR-Codes und dem Thema nicht auskennen, befindet sich auf der Rückseite der Einladung eine Anleitung zur Benutzung und Ausführung.

Klingt kompliziert? Na dann versucht es doch selbst 🙂

FAS_QR-Code

Hier seht ihr den QR-Code der Video-Wegbeschreibung zum D-Gebäude, in welches man möglicherweise zu einer Veranstaltung eingeladen werden könnte. Das Einzige was ihr nun tun müsst ist, die QR-Code-APP, sofern ihr diese noch nicht besitzt, kostenlos herunterladen und anschließend den Code scannen.

… seht ihr, gar nicht so schwer. 😉

Vorfreude auf die Praxisphase

Mittlerweile sind alle Studenten schon fleißig am lernen für die routinemäßige Prüfungsphase.

Besonders das Fach VWL macht uns am meisten Bauchschmerzen, da hier der Lernumfang am größten ist. Nach der Prüfungsphase geht es dann logischerweise wieder zurück in die Niederlassung der BERA GmbH, auf die ich mich schon sehr freue, da ich einen großen Teil im Vertrieb verbringen werde. Erste Eindrücke durfte ich schon in der letzten Praxisphase sammeln, als die Jahresabschlussgespräche bei den Kunden anstanden.

Bis dahin muss jedoch noch viel Lernaufwand betrieben und die Prüfung erfolgreich gemeistert werden.

 


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„Alle Monate wieder“… oder wie war das?

Mein Name ist Fabio Schumacher, ich bin 21 Jahre alt und einer der drei dualen Studenten der BERA GmbH. In der DHBW Heilbronn studiere ich Dienstleistungsmanagement mit Fachrichtung Personal und darf in den Praxisphasen die Heilbronner Niederlassung unterstützen.

„Welcome to iRobot!“

So oder so ähnlich hätte die Einführung in unser neues Fach „Apparative Marktforschung“ lauten können. Besonders unser Klassenraum brachte uns zum Staunen. Im Raum befanden sich keine gewöhnlichen Stühle sondern multifunktionale, hochmoderne Drehstühle. Auch die Tafeln waren auf dem neusten Stand der Technik. Die sogenannten Smartboards  bedient man über ein Touchdisplay und man kann mehrere Bildschirme gleichzeitig auf dem Board anzeigen.

Meiner Meinung nach war dieses Fach eines der spannendsten und interessantesten unseres bisherigen Studiums. Wir durften die einzigartige Technologie des Eye-Trackings durchführen und erste Erfahrungen in der modernsten Methode der Marktforschung sammeln.

Eye-Tracking_FAS

Für diejenigen, die mit dem Begriff Eye-Tracking nichts anfangen können, hier eine kurze Erklärung:

Beim Eye-Tracking geht es darum, mithilfe entsprechender technischer Hilfsmittel (z.B. Brille) die Augen- bzw. die Blickbewegungen einer Testperson aufzuzeichnen und hinsichtlich verschiedener Fragestellungen auszuwerten. Eye-Tracking kommt daher oftmals bei Marktforschungsanalysen oder zur Wirksamkeit von Werbekampagnen bzw. Internetseiten zum Einsatz. In unserem Fall wurde die Reihenfolge der Blickbewegungen und die Länge des Blickes auf unterschiedliche Werbereklamen untersucht. Anschließend wurde auch, wie im Bild vorher zu sehen ist, analysiert, auf welche Produkte und Verpackungen beim Blick auf ein Einkaufsregal zuerst geachtet wird. Solche Analysen kosten Unternehmen normalerweise ca. 50.000 €, mit großem Spielraum nach oben und sind sehr wertvolle, aussagekräftige Unternehmensinvestitionen.

 „Ein bisschen Spaß muss sein :)“

Ein Event, welches besonders hervorzuheben ist, war die Semesterparty im neuen Heilbronner Club „Kaisers“, der wie der Name schon sagt sich in den obersten Stockwerken des Kaiserturms befindet. Fast alle Studenten unserer Kursstufe feierten zusammen in ausgelassener Atmosphäre, mit Blick über ganz Heilbronn, das 3. Semester. Auch der ein oder andere Dozent ließ sich blicken und führte Gespräche mit einigen Studenten über den Dächern von Heilbronn.

Kaisers_FAS

Doch dann war sie da… vorhersehbar aber gleichzeitig auch rasend schnell… die gefürchtetste und nervenaufreibendste Zeit des Studiums:

DIE PRÜFUNGSPHASE

Dieses Jahr standen zwar lediglich 5 und nicht 9 Prüfungen wie letztes Semester an, jedoch genügt diese Anzahl nach Empfinden jedes Studenten ausreichend 😉 Die Masse an Lernstoff war wiederum auch dieses Semester sehr umfassend. Besonders die beiden Prüfungen in unseren Profilfächern Personalmanagement und meinem persönlich gewählten 2. Profilfach Vertrieb- und Servicemanagement hatten es in sich, da hier der Stoff aus 3 Semestern mit mehreren Dozenten und Vorlesungsskripten zusammenkam. Alles in Allem überstanden wir jedoch auch diese Klausurphase wie erhofft gut und können nun wieder in den Arbeitsalltag zurückkehren.

Ich freue mich auf die kommenden und abwechslungsreichen Praxisphasen bei der BERA GmbH und die zukünftigen Semester an der Hochschule Heilbronn!


Ein Kommentar

Vorstellung der Profilfächer Part 1: Die Berater kommen

Consulting

http://www.youtube.com/watch?v=Ivfx0fSPJ-U

In einer kleinen Serie möchte ich Euch in den nächsten Wochen meine Fächer ein wenig näher bringen. Damit Ihr mal seht, was in diesem BWL Dienstleistungsmanagement drinsteckt.

Los geht´s mit einem meiner Profilfächer, dem Consulting (auf Deutsch:  Beratung). Nach dem Gabler Wirtschaftslexikon ist es „die individuelle Aufarbeitung betriebswirtschaftlicher Problemstellungen durch Interaktion zwischen externen, unabhängigen Personen oder Beratungsorganisationen und einem um Rat nachsuchenden Klienten.“

Aha! Ich verstehe das so, dass Personen beim Lösen von Problemen und Beantworten von Fragen unterstützt werden. Ganz nach dem Prinzip: Hilfe zur Selbsthilfe. Consulting kommt in vielen Erscheinungsformen daher. Zum Beispiel: Strategieberatung, Finanz- und Vermögensberatung, Feng Shui Beratung, Social Media Beratung, Modeberatung, Umweltberatung, Schuldenberatung, IT-Beratung, Sexualberatung etc. Vermutlicher jeder von uns hat in seinem Leben schon einmal in irgendeiner Weise Consulting erlebt. Und sei es bloß beim Kauf von Klamotten gewesen …

Im Kurs vor uns hieß das Fach noch „Unternehmensberatung“. Warum das geändert wurde? Ich denke mal, das liegt daran, dass Unternehmensberatung nur einen Teilbereich des Consulting darstellt. Das Gehörte gilt nur für den speziellen Organisationstyp Unternehmung. Also die externe Beratungstätigkeit an einem Wirtschafts-Unternehmen zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Überlebensfähigkeit, des Cash Flow, der Zahlungsfähigkeit, Produktion, Logistik, der Beschaffung, des Vertriebs … und eben nicht für Privatpersonen, Behörden oder Non-Profit-Organisationen.

In unserer Vorlesung lernen wir beides, allgemeine Inhalte genauso wie das Beraten von Unternehmen, konzentrieren uns aber auf letzteres. Was ich noch nicht wusste ist, dass es das Berufsbild „Berater“ nicht geschützt ist. Also könnte sich jeder Berater nennen, in welchem Fachgebiet auch immer. Natürlich, so unser Dozent, lässt sich sehr schnell erkennen, wer seriös ist und wer nicht. Während manche Consultants einfach darauf los arbeiten, halten sich große Beratungsunternehmen wie z.B. McKinsey an einen Beratungsprozess. Diesen haben auch wir kennengelernt: Angefangen vom Projektstart über die Analyse (IST-Situation) und die Konzeptentwicklung bis hin zur Präsentation, dem Bericht.

McKinsey - eines der größten Beraterunternehmen

McKinsey – eines der größten Beraterunternehmen

Bild: http://images.businessweek.com/ss/10/09/0928_most_attractive_companies/36.htm

Um für eine Beratung gewappnet zu sein, brauchen wir natürlich ziemlich viele Hintergrundinformationen. Was bedeutet Projektmanagement? Was ist der Unterschied zwischen Projekt und Prozess? Welche Analyseinstrumente wende ich in welchen Fällen an? Was ist die SWOT-Analyse und warum verwende ich bei Lieferanten die ABC-Analyse? Und was für Vorteile bringen Berater im Allgemeinen? Wann braucht ein Unternehmen einen Berater?

Aber auch Ethik und steuerliche Aspekte werden für einen Rundum-Blick aufgegriffen.

Gerade beschäftigen wir uns mit den Werkzeugen der Unternehmensberatung. Wie setzt man die nonverbale Kommunikation am besten ein und wie kommuniziert man mit den verschiedenen Kundengruppen? Zu den Werkzeugen gehören aber auch das Brainstorming und die Osborne-Liste. Welchen  Nutzen haben diese Kreativitätstechniken und wann setzt man sie ein?

Ich hoffe, ihr habt einen kleinen Überblick erhalten und wisst jetzt ein bisschen mehr über Consulting oder Beratung im Allgemeinen. 😉   Ich habe mich für das Thema interessiert, weil ich es für wichtig halte zu wissen, wie man etwas verbessern kann. Während der Praxisphase habe ich beispielsweise schon mit einem der vielen Analyseinstrumente gearbeitet: der SWOT-Analyse. Dabei geht es um die Stärken (strength) und Schwächen (weakness) eines Produktes/Leistung  gegenüber  der Konkurrenz und der Chancen (chance) und Risiken (risk) auf dem Markt.

Meine Kollegen aber meinen zusätzlich, dass es ja klar sei, dass ich BERAtung belegt habe, wenn ich schon bei einem Unternehmen mit dem Namen bin.


3 Kommentare

1. kommt es anders und 2. als man denkt ;)

Nachdem ich ja letzte Woche über meinen Wiedereinstieg zur Praxisphase geschrieben habe, werde ich mich nun mit meiner Prüfungszeit auseinandersetzen.

Wie Ihr vielleicht mitbekommen habt, war das eine ganz schön anstrengende Sache. Vielen Dank nochmals an Jaqueline, Sergej und Tom, die mich mit ihren Blogbeiträgen unterstützt haben. 😉

Die Prüfungszeit an sich ging genau zwei Wochen. Am Montag den 14. Mai ging es los und endete am Freitag den 27. Mai. Zwei Wochen full power also. 😉   Das Prinzip ist einfach, man schreibt jeden zweiten Tag ein oder zwei Stunden an zwischen einem und drei Fächer. Alles verstanden? ;D Als Beispiel: am ersten Montag schrieben wir zwei Stunden an drei Fächern. Natürlich sollten die drei Fächer, die wir an einem Tag schreiben, inhaltlich zusammengehören, aber bei Logistik, KLR (Kosten- und Leistungsrechnung) und internen Wertschöpfung habe ich bis heute noch nicht den Zusammenhang gefunden. 😉

So, jetzt geht’s vom Prinzip zur Umsetzung. Und das war teilweise ein richtiges Chaos, was nicht nur zu Verwirrung der Studenten, sondern auch zur Konfusion im Sekretariat führte, aber dazu später.. 😉

1. Tag: Kosten- und Leistungsrechnung, interne Wertschöpfung und Logistik. Wie Ihr euch vorstellen könnt, war die Vorbereitung etwas anstrengend bei soviel Stoff. Da tauchte bei manch einem schon die Frage auf: Was ist nochmal der Unterschied zwischen KLR und FiBu? Warum brauchen wir nochmal Logistik? Wir studieren doch Dienstleistungsmanagement! Interne Wertschöpfung? Waren das nicht die paar Vorlesungen, von denen die Hälfte ausgefallen ist oder der Dozent zwischendrin weg musste?

2. Tag: Strategisches Dienstleistungsmanagement und Instrumente des Dienstleistungsmanagement. Die Vorbereitungen zu den Prüfungen waren voll in Ordnung. Wir wussten, welche Themen dran kommen würden und konnten uns mehr oder minder optimal vorbereiten. Die Überraschung kam dann während der Prüfung. 😉 SWOT, Porter, Strategisches Marketing, Ansoff und vieles mehr –so wweit, so gut. Aber dann: Harry Potter. Eine der Aufgaben bestand darin, die Theorie am Beispiel eines „magischen“ Freizeitparks anzuwenden . SWOT-Analyse mal auf eine ganz andere Weise. Für kreative Köpfe war die Aufgabe natürlich optimal, dennoch hörte ich öfter verzweifeltes Stöhnen  als unterdrückte Jubelschreie oder Gelächter. 😉

3. Tag: Recht. Wirklich nicht eines meiner Lieblingsfächer und ich war froh, als das dann endlich vorbei war. Am Wochenende 2,5 Tage freie Zeit am Stück! Eine echte Rarität – ging drauf für die Vorbereitung der nächsten Prüfungen …

4. Tag: Technik der Finanzbuchführung 1 und   2. Kurzum FiBu des ersten, und des zweiten Semesters. Wie ich vielleicht das ein oder andere Mal erwähnt haben könnte, gehört FiBu nicht wirklich zu meinen Stärken. „Achtet auf die Kontennummern und vergesst nicht bestandsorientiert zu buchen“, waren nicht wirklich meine Lieblingssätze der Dozenten. Alles in allem ein großes Rätsel für mich, aber ich schaffte es, den Stoff am Tag vor der Prüfung prinzipiell zu verstehen. Das etwas Deprimierende war schlussendlich, dass in der Prüfung eine Aufgabe dran kam, von der zuvor hieß, der Stoff käme nicht dran. Und netterweise gab es dafür auch noch 40 von 100 Punkten. Für mich war das natürlich ein Schlag ins Gesicht. Nach einer Reklamation bei unserem Kursleiter, hat er sich der Sache angenommen und wird das für uns regeln. Zum Glück! 😉

5. Tag: Statistik. Spätestens nach der FiBu-Prüfung schmolz die Motivation dahin wie Eis in der Sonne. Selbst die verschiedensten Lerngruppen konnten sich nur mit aller Mühe und Not zum Lernen aufraffen. Ein Tipp von mir: Sucht euch eure eigenen Motivations- Strategien! Ich hatte das Glück, dass ein Freund von mir wetten wollte, wer denn wohl besser in Mathe ist. Also  habe ich eingeschlagen und mich reingehängt. 😉 Schließlich wollte ich mir meinen klaren Vorsprung von 0,1 Noteneinheiten aus dem ersten Semester nicht nehmen lassen. 😉

6. Tag: Informationsmanagement: Motivation = 0. Lernstoff > ∞. In der letzten Prüfung ging es um 2 Semester Informationsmanagement. Egal ob Cloud, Geschäftsprozesse, Datenschutz und Datensicherheit, es kam alles dran, was in irgendeiner Weise mit IT verbunden ist, oder Geschäftsprozesse beschreibt. Also ein Fach mit ziemlich viel Stoff sollte unsere Prüfungen abschließen. Sollte? Ja, genau. Und jetzt komme ich nochmal auf das Thema Konfusion.

Prüfungssituation: Alle Studenten sitzen an den mit ihrem Namen vermerkten Tischen.
Taschen, Handys, Jacken und leere Mäppchen vorne an der Wand.
Erwartungsvolle Stille.
Prüfungsbögen werden ausgeteilt.
Startzeichen der Aufsichtsperson.
Öffnung des Prüfungsbogens.
Schnaufen, Stöhnen , verzweifelte Gesichter.
Stille.
Grinsen.
Ausgelassenes  Gelächter.
Wildes Schreiben.

Heitere Stimmung bei einer Prüfung? Ist das überhaupt möglich? Bei uns schon.;)  Dem Sekretariat oder unserem Dozenten oder wem auch immer, war ein ziemlicher Schnitzer unterlaufen. Als Bonus zu den Prüfungsaufgaben wurden nämlich zusätzlich die Musterlösung dazu ausgeteilt. Eigentlich fair angesichts des immensen Lernstoffs ;-).

Aber zurück: Als ich die erste Seite sah und mir die Aufgaben anschaute, war ich schon fast am Verzweifeln. Meine fehlende Motivation des Vortages und meine zunehmende Erschöpfung durch die Prüfungszeit machten sich bemerkbar. Ich blätterte zur zweiten Seite und wurde ziemlich überrascht. Mit einer Schriftgröße von mindestens 36, stand ganz oben: „Musterlösung“. Anfangs hielt ich das alles für einen dummen Scherz und begann die Aufgaben mit den Lösungen zu vergleichen, aber dank meines immerhin dafür ausreichenden Wissens, sah ich ein, dass das wohl die richtigen Antworten waren. Nach einem Kontrollblick durch den Kurs, in dem wohlgemerkt alle fleißig schrieben oder nacheinander anfingen zu lachen, begann ich die Lösungen auf meinen Antwortbogen zu übertragen. Es hätte die perfekte Prüfung werden können. Hätte, … wäre nicht irgendwann eine Sekretärin ins Zimmer gestürmt. Sie besah sich den Bogen und rannte wieder davon, um einen Dozenten zu alarmieren, der die Prüfung schließlich abbrach. Schade eigentlich. 😉 Darin waren sich alle drei Kurse Dienstleistungsmanagement einig, aber sonst unterschieden sich die Meinungen sehr. Während die Einen sich ziemlich aufregten, weil sie alles auswendig gelernt hatten, waren die Anderen ganz entspannt, ihnen war alles egal und der dritte Teil freute sich. 😉 Ich sehe es als Chance, mich in Ruhe vorzubereiten. Wahrscheinlich schreiben wir die Prüfungen, am Anfang des nächsten Semesters, weit vor den Anderen. 😉 Auf jeden Fall habe ich hier jemanden gefunden, der mir das alles ganz ausführlich nochmal erklären kann. Chance gefunden – Chance wird genutzt. 😉