Azubis und duale Studenten bloggen

Unsere Azubis und dualen Studenten geben Einblicke in ihren Alltag und was man sonst noch bei der BERA erlebt.


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Beziehung in Schieflage…

Liebes Finanz- und Lohnbuchhaltungsprogramm,

nach zwei ausgesprochen innigen Wochen Beziehung mit Dir, die auch von Höhen und Tiefen geprägt waren, möchte ich Dir ein paar Vorschläge für unsere zukünftige gemeinsame Zeit unterbreiten.

Eine gute Beziehung, lebt vom Engagement beider Seiten. Es ist ein gegenseitiges Nehmen und Geben. Doch mit dir, liebes System, ist das leider unmöglich. Ich leide an dem Gefühl der Schieflage, Ich, gebe Dir alles. Meine ganze Kraft, meine ungeteilte Aufmerksamkeit und meine unerschütterliche Hoffnung. Und was gibst du mir? Das Gefühl der vollständigen Verwirrtheit, Hoffnungslosigkeit und Ungeliebtheit. Mein ganzes Bestreben, mich nicht vor meinen Kolleginnen lächerlich zu machen oder mich nicht allzu schlimm anzustellen, vernichtest du mit wenigen Zahlen.
Nein, es reicht nicht, dass du mir keine Hilfestellungen gibst, nein, du schaffst es noch, mir keine Doppelungen und falsche Nummerierungen anzuzeigen. Dass ganze Abschnitte, die wir in vermeintlicher Zusammenarbeit ausgefüllt haben, in den noch scheinbar harmonischen Zeiten unserer Zusammenarbeit, gelöscht werden müssen – das, werde ich dir nie verzeihen. Du hättest mich ruhig darauf hinweisen können, dass in die wichtigste Spalte fünf und keine vier Zahlen gehören. Aber nein, das war ja wieder zu viel verlangt. Zu viel Aufmerksamkeit Deinerseits.
So sind wir nun an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr weiter weiß. Nein, ich möchte nicht nur die folgenden Wochen mit dem Scanner fremdgehen oder mit allem anderen außer mit Dir arbeiten. Aber Du lässt mir kaum eine andere Wahl.
Ich würde mir wünschen, dass du dich stärker in unsere Beziehung einbringst. Ich weiß, es ist schwer, Monat für Monat neue Partner zu haben. Hatte ich Recht, zu Beginn unserer Beziehung Bedenken und Vorurteile zu äußern? Das tut mir Leid, aber ich war gewillt, das Beste aus uns beiden zu machen. Aber dazu gehören zwei. Lass uns die nächsten zwei Wochen in Harmonie miteinander verbringen.

Hoffnungsvoll,
Deine duale Studentin
Kerstin

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Bild: pixabay.com, Engel62
p.s.: In der Hochschule hatten wir zwar deine Funktion besprochen und über das, was du machst; aber auf dich – darauf wurde ich nicht vorbereitet. Nicht auf deine Dickköpfigkeit, deine Sturheit und deinen Egoismus. Schade eigentlich, sonst hätten wir vielleicht einen besseren Start gehabt.

 
Wie schön hätte es werden können …