Azubis und duale Studenten bloggen

Unsere Azubis und dualen Studenten geben Einblicke in ihren Alltag und was man sonst noch bei der BERA erlebt.


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„No Lama, no Poncho“ – meine Summer School in Chile

Liebe Leser und Leserinnen,

diese Woche lade ich Euch ein auf eine Reise in eine andere Welt. Schließt die Augen und stellt Euch ein Land vor, welches viermal so lang ist wie breit. Ein Land, das erst vor 20 Jahren nach militärischer Diktatur eine Demokratie wurde. Ein Land, das von Erdbeben geplagt wird. Ein Land, das eingeschlossen von Bergen, Wüste und Wasser, das längste Land der Erde darstellt. Wo sind wir?

Was ich mir vorgestellt habe, als ich mich für die Summer School in Chile entschieden habe? Eigentlich nicht viel. 😉 Aber was ich gesehen habe  – ist wunderschön.

Mittlerweile, nach  einer Woche kann ich sagen, dass ich schon einiges, aber noch lange nicht genug von Chile gesehen habe. Wir befinden uns gerade in Santiago. Santiago ist nicht nur die Hauptstadt,   sondern auch die dicht besiedelte Stadt mit über 6 Millionen Einwohnern. Dazu muss gesagt werden, dass Chile insgesamt nur etwa 16.6 Millionen Einwohnern hat. Da wir uns ja nicht im Urlaub, sondern auf Bildungsreise befinden, spielt die Universität eine große Rolle in unserem Alltag. Unsere Uni, die Universidad de Chile, eine der mindestens 30 verschiedenen Universitäten hier, liegt direkt neben unserem Hostel. Und unser Hostel liegt direkt neben einem der belebtesten Viertel Santiagos.

Also liegt alles so ziemlich nahe – zu unserem Vorteil natürlich. 😉

Aber nun zurück zum Anfang: Alles begann am 22.06 am Flughafen von Frankfurt …

Chile also. Das waren meine Gedanken, als ich am Flughafen wartete. Wahnsinn! Dass 16 Stunden, die mir bevor standen, lange sind, das muss ich hier wohl nicht näher erläutern, oder? Was mir wohl am ehesten in Gedanken bleiben wird, ist die durchgängige Dunkelheit. Fast 16 Stunden durchgängig Nacht. Auch als meine Uhr (nach deutscher Zeit) schon auf 9.00, 10.00 und 11.00 Uhr zuging, war es um uns herum noch immer dunkel. Erst um 14.00 Uhr, als wir endlich ankamen, wurde es endlich wieder hell. 12527,978 km entfernt von Frankfurt. Einmal um die halbe Erde.

Ankunft in Chile

„Schau mal auf die Autokennzeichen!“, „Wir sind echt in Chile“, typische  Kommentare nach unserer Ankunft. Die Sonne schien glücklicherweise, aber warm – das war es leider nicht wirklich. Eine Jacke war notwendig. Ja, ich weiß: Wer reist schon freiwillig im deutschen Sommer in den chilenischen Winter? Wohlmeinende Zurückbleibende versuchten mich so vermutlich sanft auf die anstehende Klimakatastrophe  vorzubereiten. Aber ich kann mitteilen: Die Temperaturen in der letzten Woche sind den deutschen ähnlich. 😉

Vom Flughafen ging es dann mit dem Shuttle, extra für uns organisiert, in unser Hostel. Dort begrüßte uns Meridethe, eine Mitabeiterin der Uni. Im Bus lernten wir noch die Studenten der anderen Campus kennen und – nun ja – waren doch ziemlich erschöpft. Aber an Schlaf war nicht zu denken. Immerhin hat wir die Uhr gerade um sechs Stunden vorgedreht (oder zurück?). Fakt ist: Während es in Deutschland (laut meiner Uhr) langsam dunkel wurde, war es hier noch strahlend hell. Um nicht einzuschlafen, begannen wir damit, die Umgebung zu inspizieren. Wir peilten die Plaza Italia an: ein belebter Ort mit vielen Bars, Restaurants, kleineren Geschäften und ganz wichtig – einer Wechselstube. Erstes chilenisches Essen.  Was man über das chilenische Essen sagen kann: viel Fleisch und Empanadas. Und Fisch! Verständlich, wenn das Land 4300 Kilometer Küstenlinie hat. Nun ja, nachdem die Lebensqualität vor allem in den Städten steigt, wurde der Konsum enorm. Fast wie in Deutschland vor vielen, vielen Jahren. Empanandas (gefüllte Hefetaschen) und Completo (chilenische Hot Dogs mit Avocado-Creme und viel Mayonnaise)  sind nur einige der Spezialitäten hier vor Ort. Kaufen kann man sie hier quasi überall. An der Straße und auch auf der Straße. Die Lebensmittelvorschriften sind hier wohl nicht ganz so streng wie bei uns. Sonst könnten sie diese nicht mit ihrem Wägelchen an der Straße verkaufen. Die argentinischen Rindersteaks sollen auch ziemlich gut sein – kommen aber leider, wie ihr Name schon sagt – nicht ganz aus Chile. 😉

Weil es sehr lange dauern würde, die letzte Woche wiederzugeben (Mann, haben wir viel erlebt!), hier ein paar Ausschnitte.

Sonntag: Nach dem Essen sind wir noch auf den Berg „Cerro San Cristóbal“ gelaufen. Ein Berg, der etwa 300 Meter höher (als Santiago) ist und sich inmitten der Stadt befindet. Wir konnten einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt werfen:

Cerro San Cristóbal

 

Montag: Wie auch die meisten anderen Tage war unsere Zeit von den Vorlesungen in der Uni geprägt. Zwischen Fächern wie Wirtschaft, Außenpolitik, chilenischem Spanisch, und „How to do Business“, erzählen uns die Dozenten viel über das Land und ihre Menschen. Die guten sowie die schlechten Seiten. Große Probleme sind die kostspielige Bildung, die Luftverschmutzung und die hohen Lebenskosten. Positiv ist die gute wirtschaftliche Entwicklung des Landes, die steigende Attraktivität für ausländische Unternehmen und Reisende und die geringe Bestechungs- und Kriminalitätsrate. Wenn ihr Fragen zu einem der aufgeführten Punkte habt, könnt ihr sie mir gerne als Kommentar hinterlassen, dann kann ich es auch ausführlich erklären. Dass nicht nur ich die Bildung für das interessanteste Thema hielt, bestätigte am Mittwoch eine Demo der Studenten.

Die Vorträge sowohl an der Hochschule und in den Unternehmen sind übrigens alle auf Englisch. Da haben wir wohl genau die 5% der Chilenen erwischt, die Englisch sprechen. Auf der Straße kann das Verständigen also mitunter etwas schwierig werden.

Dienstag: Besuch eines Unternehmens „Pro Chile“. Dort bekamen wir einen sehr interessanten Vortrag über die Handelsgüter und Handelspartner Chiles. Platz eins der Güter: Kupfer. Platz eins der Länder: China. 😉 Deutschland liegt weiter hinten und erhält vor allem Fisch, getrocknete Früchte und ein bisschen Wein. Der übrigens fast an den deutschen herankommt. 😉

Mittwoch: Vorlesungen und Besuch der chilenischen Bundesbank. Hier bekamen wir erläutert, wie die Inflationsrate geregelt wird, in was investiert wird und, und, und. In den Tresor durften wir leider nicht 😉

Donnerstag: Vorlesung und Besuch der Börse. Aber leider wurden dort unsere Erwartungen etwas enttäuscht: Es gab leider keine Banker, die wild gestikulierend herumschrien und mit Zettelchen herumfuchteln. Sie sitzen mittlerweile alle ganz still und leise in ihren Büros vor den Computern. Aber immerhin weiß ich jetzt, wie man hier in Chile eine Aktie kaufen kann. 😉 Sollte ich mal ausprobieren. Wer weiß, vielleicht werde ich damit noch irgendwann ganz reich. Vielleicht gehe ich in Kupfer oder Wein … 😉

Ach ja, ich war an diesem Tag übrigens das erste Mal in einer Ballettvorführung des chilenischen Staatsballettes. Wie die sich bewegen können. Einfach der Wahnsinn!

Freitag: Vorlesungen und Weinprobe. 12 Uhr Chile. 29 Studenten sitzen in einem Weingut und trinken Wein. Aber keine Sorge – wir hatten nur zwei, die wir probieren durften. Davon werden wir noch nicht betrunken. Vor allem, weil die meisten von uns ja aus Weingegenden kommen. 😉

Die Vorlesungen sind meistens echt unterhaltsam. Zum einen haben wir eine Dozentin, die uns Spanisch beibringen soll, die aber nur auf Spanisch spricht. Unsere erste Aufgabe: 10 Fragen auf Spanisch formulieren. Ähm ja, ich hatte ja versucht, in den letzten drei Wochen Spanisch zu lernen. Aber mehr als „¡Hola!“ und „Una coca cola por favor“ wurde es aufgrund des Zeitmangels leider nicht. 😉 Also saßen die meisten von uns doch ziemlich überfordert vor ihren leeren Blöcken. Dann haben wir noch Dozenten, die einfach so schnell in ihrem chilenischen Spanisch sprechen, dass man kaum mehr mitkommt. Vor allem, wenn es um Fachwörter geht, oder die einfach mitten im Satz die Sprache ändern, wie bei uns in der Vorlesung über Außenpolitik. Aber alles in allem sprechen sie alle sehr gutes Englisch und wir lernen sehr viel – nicht nur über die eigentlichen Themen, sondern auch soziale Themen.

 

So, das war‘s dann nun erst einmal wieder von mir. Und damit liebe Grüße aus Chile 🙂

 


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Meine unerwartete Reise nach Chile

Wenn sich eine Tür schließt,
dann öffnet sich eine andere;
aber wir schauen meist so lange und
so bedauernd auf die geschlossene Tür,
dass wir die, die sich für uns öffnet, nicht sehen
Alexander Graham Bell

Chile – das Land der „verrückten“ Geografie mit Wüsten, Fjorden, Gletschern, Küsten und Urwäldern. Ein Land, das etwa die Hälfte der Ostküste von Südamerika bildet. Ein Land, das etwa 25 Mal länger ist als breit (4300:180km).

Ein Land…, in das ich in wenigen Wochen reisen werde. *Ahhh* 🙂

Chile_01

Und damit herzlich willkommen auf meinem Weg nach Südamerika

Keine Sorge – der Blog wird jetzt nicht in einen Reiseblog umgewandelt. Es behält seinen eigentlichen Auftrag, über das Studentenleben und die Ausbildung zu berichten – denn mein Chile-Ausflug ist ein Teil davon.

Ich werde ab dem 24.06 die Universidad de Chile, eine der ältesten Universitäten Amerikas in Santiago (de Chile, nicht zu verwechseln mit dem nordamerikanischen Santiago ;)) besuchen. Der Trip wurde von unserer Hochschule organisiert und wird leider nur drei Wochen gehen. Beim dualen Studium geht halt alles ein bisschen schneller 😉

Natürlich bin ich nicht alleine unterwegs, sondern mit 24 anderen Mitstudenten aus Mosbach, Bad Mergentheim und eben Heilbronn. Was uns erwartet, sind englischsprachige Vorlesungen zur Einführung in die chilenische Wirtschaft, Politik, Handel und vieles mehr; Besichtigungen chilenischer Unternehmen und Ausflüge in die Umgebung von Santiago. Natürlich bekommen wir auch Unterricht in chilenischem Spanisch. Aber dazu … muss ich erst einmal Spanisch lernen. 😉 Spezielle Angebote wie Skifahren oder ans Meer fahren gibt es dann auch noch. Entschieden, was ich alles machen werde, habe ich mich noch nicht. Was meint Ihr, soll ich in Chile Ski fahren gehen? Für Expertentipps bin ich immer dankbar.

Das alles klingt ziemlich aufregend, oder? Ich werde schon ganz nervös, wenn ich mich damit beschäftige (wie z.B. gerade beim Blogschreiben oder beim Reiseführer durchforsten).

Die unerwartete Reise – wie es dazu kam

Habt ihr euch schon einmal innerhalb 23 Stunden entschieden, in einen Urlaub zu gehen? Last Minute sozusagen? Wohl eher nicht, oder? Das ist auch eher ungewöhnlich, aber genau so war es bei mir.

Eine Summer School zu besuchen, war schon immer ein Ziel von mir. Klassische Auslandssemester, wie bei einem normalen Studium gibt es hier ja nicht. Wir haben dafür aber andere Möglichkeiten. Unsere Auslandssemester dauern zwischen drei und fünf Monaten. Dafür fehlt man aber einige Zeit sowohl an der Hochschule als auch im Betrieb. Und dann gibt es eben noch die Summer Schools. Diese gehen zwischen meist nur drei oder vier Wochen. Und genau so eine wollte ich auch im vierten Semester machen.

England ich komme … nicht.

Auf der Webseite unserer Hochschule waren verschiedene Angebote. Unter anderem Reisen nach England, China, Russland, Frankreich und Chile. Meine Wahl fiel auf England. Aber dann musste ich meinen eigentlichen Plan, an die Staffordshire University in Großbritannien zu gehen, leider begraben: Die Uni wird gerade umgebaut – just dann, wenn ich kommen will! Eine Intrige? 😉

Was nun?

Aber nur weil etwas auf Anhieb nicht klappt, heißt das noch lange nicht, dass man alle Hoffnungen aufgeben sollte. Man muss nur etwas über den Tellerrand schauen oder sich nochmal selbst testen, was man denn WIRKLICH möchte. Ich wollte eigentlich in ein englischsprachiges Land. Stopp! Wollte ich das WIRKLICH? Ja, ich wollte, aber …

… nein, ich wollte zu einer englischsprachigen Summer School und ich wollte ein fremdes Land kennenlernen. Warum denn nicht was anderes außer England?

¡Hola, Chile! – Ein Angebot, das ich nicht ablehnen kann

Weil ich mich so auf England fixiert hatte, hatte ich den Anmeldeschluss für Chile, meine zweite Wahl, natürlich verpasst. Im Internet stieß ich dann auf weitere interessante Summer Schools, aber meine Entscheidung fiel mit einer E-Mail einer Kommilitonin. Sina wusste, dass ich, genau wie sie an einer Summer School interessiert war. Sie selber fliegt nach Chile und erhielt am 13.05 eine E-Mail von unserer Hochschule, dass spontan ein Platz frei geworden war. Genau diese E-Mail schickte sie mir weiter und ich – nun ja – schickte am nächsten Tag die Anmeldung um 9.00 Uhr an meine Hochschule. Erst per E-Mail und dann per Post. Und war die Erste. Ganz nach dem Prinzip „first come first serve“ erhielt ich nachmittags die Bestätigungs-E-Mail. Das nennt man Windhundprinzip 😉

Ich bin dabei!

Und bereuen – tu ich es nicht. Im Nachhinein bin ich echt froh, wie alles abgelaufen ist. Während des ganzen Prozesses (in den Monaten zuvor) hatte ich, eine Vorrausetzung für die Summer Schools, natürlich mit meinem Unternehmen gesprochen. Und hatte das Okay dafür. Und genau das war es auch, das mir meine 23-Stunden-Anmeldung überhaupt möglich machte. Also: Falls Ihr auch so etwas plant, kümmert euch früh genug darum. Ihr wisst nie, wie schnell ihr später sein müsst.

Nach England  – das kann ich ja später immer noch. Von Stuttgart aus ist man heute mit dem Flieger zu bezahlbaren Preisen in einer guten Stunde da.

 


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Vorhang auf für die etwas andere Theorie…

800px-Globe_Theatre_Innenraum
Bild: wikipedia.de; Globe Theatre

Guten Tag und damit herzlich willkommen in der Buchhaltung. Bitte begrüßen Sie mit mir unsere Protagonisten Pia K., Regina N., Tanja S. und natürlich: mich. Das folgende Theaterstück wird noch etwa drei Wochen andauern.

Zur Handlung: In unserer Geschichte findet eine junge duale Studentin nach langer Zeit den Weg in die Buchhaltung, genauer: in die Finanzbuchhaltung. Vorhang auf für das Drama in drei Akten 😉

1. Szene:

Kerstin betritt die Bühne. Die Uhr auf ihrem mobilen Endgerät zeigt 7:55 Uhr. Der Vorhang öffnet sich, sie tritt ins Zimmer. Zu sehen sind drei Frauen, die jeweils an verschiedenen Tischen vor ihren Computern sitzen. Das Zimmer ist weiß und hell wegen der ausladenden Fensterfront mit Blick auf den Amateur-Bauernhof mitten in der Stadt. Requisiten: einige Schränke und Bilder.

Die schon anwesenden Personen drehen sich zur Tür. Sie begrüßen die neu Angekommene. Es herrscht eine angenehme, unaufgeregte Atmosphäre. Ein Platz zwischen den Buchhalterinnen ist noch frei. Die Studentin setzt sich. Ein „Schön, zwei Bildschirme“, kam aus ihrem Mund, „könnte ich auch an meinem Arbeitsplatz gebrauchen“. „Du wirst schon sehen, warum das hier so wichtig ist“, folgt die Erwiderung vom Platz gegenüber. Kerstin fährt den Computer hoch und checkt ihre E-Mails. Über das Wochenende war erwartungsgemäß wenig los. Minuten später meldet sie ihrem neuen Umfeld: „Bin bereit“. Die ersten Aufgaben warten schon auf den Neuankömmling…

Blog_Bildschirme_01

Zur Hintergrundinformation. Die Buchhaltung ist das Zimmer, in dem das Geld fließt. Rechnungen werden beglichen und gebucht, Soll- und Ist-Zahlen ausgewertet, Ausgaben geplant und Investitionen ins Auge gefasst. Es ist der Dreh- und Angelpunkt des Unternehmens. Direkt nach dem Geschäftsführer-Büro. 😉

2. Szene:

Neues Bühnenbild. Unsere Protagonistin Kerstin steht in einem anderen Raum. Dieser Raum enthält eine Kaffeemaschine, Schränke und den Drucker/Scanner, vor dem die Studentin nun steht. Sie scannt Blätter. Eine weitere Kollegin betritt den Raum: „Oh, wurdest Du gleich zum Scannen geschickt?“ „Ja, eine wirklich sehr anspruchsvolle Aufgabe.“ „Ja, bestimmt. Aber nicht die Schlechteste an einem Montagmorgen.“ „Da hast du Recht. Und mein Lauftraining für den Stimmelauf habe ich somit auch schon für heute absolviert.“ „Wie oft bist du denn schon hin und her gelaufen?“ „Heute schon achtmal.“ „Na mal sehen, ob du die 101er-Marke von Tom noch übertriffst.“ „Bestimmt!“, antwortet Kerstin lachend.

3. Szene:

Kerstin ist an ihren Platz zurückgekehrt. Pia K. gibt ihr Anweisungen und deutet mit dem Finger auf den Bildschirm. Vor ihnen liegen die Rechnungen, die gerade noch eingescannt wurden. Auf dem linken Bildschirm ein Programm, auf dem rechten die eingescannten Rechnungen. „Dafür also die zwei Bildschirme“, erinnert sich Kerstin. Nun sieht man Kerstin Notizen machen, Daten in das Programm eintragen und Fragen stellen. Die Überschrift auf ihrem Notizblock zeigt: „Rechnungen buchen“. „Puh, ganz schön anstrengend und schon gar nicht wie in der Theorie“, ruft Kerstin aus.

„Das stimmt. An den Buchungssatz: Soll an Haben kannst du dich aber erinnern, oder? Dieser ist auch, wie in der Theorie das Grundgerüst, an dem du dich orientieren kannst.“ „Ja, das bekomme ich noch hin“, so Kerstin. „Na, dann kann ja nichts schiefgehen“ – meint sie. Und so versucht sie es selbstständig. Es funktioniert, bis wenig später das Programm einen Fehler anzeigt. „Error“. „Pia, kannst du mir kurz helfen?“. Auf Kerstins Bitte gesellt sich Pia zu ihr: „ Nun das habe ich auch noch nie gesehen.“ Was so ein Kontentausch bewirken kann … so viel zum Thema: Es kann nichts schiefgehen … 😉

Zur Hintergrundinformation: Ich befinde mich, wie ihr bestimmt wisst, bereits im 4. Semester. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Aber darum soll es jetzt nicht gehen. In den letzten zwei Jahren hatte ich in der Hochschule Fächer wie Finanzbuchhaltung und Kosten- und Leistungsrechnung. Abgesehen davon, dass diese so gar nicht meinen Lieblingsfächern entsprachen, quälte ich mich durch und wurde sogar mit recht guten Noten belohnt. 😉 Aufgrund der Azubi-Einteilung war es leider nicht möglich, mich schon während den ersten drei Semester in der Buchhaltung einzusetzen. Schade, aber so sitze ich nun eben hier und versuche mich an das zu erinnern, was ich einst gelernt habe. 😉

Aber die Praxis unterscheidet sich dann doch etwas von der Theorie. Zum einen arbeitet man in der Hochschule lediglich mit einem Kontenplan, hier in der Buchhaltung mit einem Buchhaltungsprogramm. Und dieses kennenzulernen, bedarf einiges an Zeit. Zumindest am Anfang war ich damit am meisten überfordert. So gibt es z. B Lebensmittel und Getränke. Dabei unterschieden sich die Getränke noch in Wein und Sekt, Spirituosen und nicht alkoholische Getränke. Natürlich ist die Milch auch wieder etwas ganz anderes. Ich kam mir vor, als wäre ich in einem Zimmer mit tausenden Paketen und ich müsste ein richtiges finden. Hätte ich nicht den einen oder anderen Tipp meiner Kolleginnen erhalten, wäre ich wohl aus diesem Zimmer nie herausgekommen (und wäre traumatisiert wahrscheinlich in Jahren dort gefunden worden). Fast wie ein Fass ohne Boden. Aber mit der Zeit findet man sich schon besser zurecht. Man findet heraus, dass die Konten, die mit Essen und Trinken zu tun haben in der rechten Ecke stehen, die Werbemittel und Co. in der linken und so weiter. 😉 Ordnung, ist alles – sagen ja viele. Ich behaupte immer, die Ordnung muss erst einmal verstanden werden und genau daran arbeite ich gerade.

Puh, ganz schön schwierig, so ein Theaterstück zu schreiben! Ich werde wohl nicht, ab nächster Woche die letzten zwei Akte schreiben, sondern eher wieder auf meinen „Blogstil“ zurückgreifen. 😉 Ist dann doch um einiges angenehmer. 😉 Die Woche ging dann übrigens noch sehr schnell vorüber. Zwischen dem Buchen der Rechnungen wurde mir mal wieder bewusst, dass das für den Anfang gar nicht so ohne ist. Aber langsam gewöhne ich mich an die Abläufe und die Rechnungen, egal ob im Soll oder Haben – das bekomme ich so langsam hin. Aber ob ich jemals mit dem Bücherhalten warm werde? 😉


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Zurück im Arbeitsalltag

„[…] Gerade noch warst du ein Stück der Ewigkeit [nun] schon Vergangenheit. Es ist vorbei, es ist vorbei […]“, fällt mir doch da ganz spontan zu meinem vierten Theoriesemester ein. Ich vermute aber nicht, dass Rosenstolz mit diesem Lied meine überstandenen Prüfungen gemeint hat, aber gut. Kleinigkeit, immerhin lässt es sich gut übertragen.;) Meine Prüfungszeit ist vorbei und ja, ich bin dann doch ziemlich froh darüber. „Wie lief‘s denn?“, wurde ich schon mehrfach gefragt, aber das kann man nie so genau beantworten. Schlecht lief‘s nicht, aber ich persönlich warte erst einmal die Ergebnisse ab. Die interpretiere ich dann 😉

Aber nun zurück von der Vergangenheit in die Zukunft: Seit nunmehr zwei Tagen hat mein Praxissemester begonnen und mich erwartet eine Phase, die siebeneinhalb Monate andauern soll. Warum diese so lange ist und nicht den gewöhnlichen drei Monaten entspricht, ist ziemlich einfach nachzuvollziehen: In diesen mehr als sieben Monaten sollen wir die Chance haben, auch eigene Projekte zu übernehmen, mehr Erfahrung zu sammeln und auch andere Geschäftsbereiche kennenzulernen. Mich erwartet dieses Semester zum Beispiel die Lohn- und Finanzbuchhaltung in Schwäbisch Hall.

Ganz neu wird die Abteilung für mich nicht (sitze ja in Schwäbisch Hall im Zimmer gegenüber), aber die Aufgaben werden fremd sein. Vielleicht werde ich auch hier mein Gelerntes umsetzen können. Immerhin will ich mich ja nicht umsonst die letzten Semester durch Fächer wie Finanzbuchhaltung und Kosten- und Leistungsrechnung gequält haben. 😉 Aber ich vermute, Praxis und Theorie werden doch ein wenig unterschiedlich sein.

Siebeneinhalb Monate. Das ist ganz schön lang. Um ehrlich zu sein, habe ich bisher noch nie so lange an einem Stück gearbeitet. Einige von euch werden jetzt bestimmt schmunzeln, aber für jeden ist es irgendwann das erste Mal. So eben für mich diesen Sommer über. Anfangen hat es übrigens sehr gut. Gestern habe ich das vertraute Gefühl meines Bürostuhls in Schwäbisch Hall genossen. Und ich habe den Weg ins Büro noch gefunden – nachdem ich ungefähr acht Monaten weg war. 😉 Sogar die Kolleginnen konnten sich noch an mich erinnern und empfingen mich mit einem freudigen Hallo. Als ich dann den Computer hochgefahren hatte, fühlte es sich schon wieder vertraut an. Ich werte das als gutes Zeichen.

We can do it!

Auf in die nächste Praxisphase.

Bild: pixabay.de; Nemo

Dass mir schon vom ersten Tag an nicht langweilig werden sollte, merkte ich, als ich mich an mein E-Mail Postfach machte. Zwischen den E-Mails aus dem Marketing-Verteiler mit den ganzen anstehenden Veranstaltungen und dem Verteiler der Hauptverwaltung, fand ich einige E-Mails, die mit „Welcome Back“ begannen und mit „Hier einige Aufgaben“ endeten.

Aber ich fand‘s super, welch ein Start ins Arbeitsleben. 😉 Gestern konnte ich sogar meinem „Fachbereich“ dem Social-Media-Marketing nachgehen und gleich einiges auf der Facebook- und Xing- Seite der BERA veröffentlichen. Ich war sehr zufrieden mit meinem ersten Tag. Ein schönes Gefühl, wenn man gebraucht wird und was Sinnvolles für das Unternehmen leisten kann.
Heute ging es für mich dann gleich weiter nach Heilbronn ins Marketing. Aber anders als im Januar, nur auf einen eintägigen Kurzbesuch. Eine große Marketingbesprechung stand an. Mit dieser Besprechung konnte ich sogar zwei „Fliegen mit einer Klappe schlagen“. Zum einen wurde ich gleich mal über die nächsten Veranstaltungen und Themen informiert und zum anderen erfuhr ich, was für Aufgaben mich wohl in den nächsten Wochen erwarten würden.
Gerade sitze ich im „Chefzimmer“ der Niederlassung Heilbronn und schreibe, Überraschung, an meinem Blogbeitrag. Dieses Mal ohne Stress und Hektik wie in den Wochen zuvor. Ganz angenehm. Aber auch heute Nachmittag stehen einige Projekte an, wie z.B. die Überprüfung einer Adressliste oder die Suche nach Statistiken. Tja, Marketing besteht halt nicht nur aus Flyer erstellen und Feste besuchen. 😉

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Melde mich zurück aus der Lern-„Unterwelt“

Die Prüfungsphase läuft auf Hochtouren  oder, um genauer zu sein, sie beginnt in weniger als einem Tag, sprich morgen. Die Erste zu bewältigende Hürde ist VWL mit Makroökonomie und Geldpolitik.

Euer Leserreflex erwartet jetzt wahrscheinlich einen Aufschrei meinerseits. „So viel Stoff in zwei Semestern, alles furchtbar schwer etc.“ (Wie man es eingentlich von Studenten erwarten würde.) Doch dieses Mal ist alles anders…

Ich finde es nämlich interessant zu wissen, wie unsere Wirtschaft so funktioniert, wie es sein kann, dass Staaten pleitegehen und wie die Europäische Zentralbank versucht, dies zu verhindern. Zudem finde ich es spannend zu sehen, wie eine Veränderung der Staatsausgaben Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt hat und was der Unterschied zwischen dem BIP (Bruttoinlandsprodukt) und dem BSP (Bruttosozialprodukt) ist. Gut – ich würde jetzt nicht so weit gehen, VWL-Lernen als Spaß zu bezeichnen, aber schlimm ist was anderes . Wenn das mal nicht optimale Bedingungen für morgen sind … 🙂

Für VWL habe ich zwei ziemlich eigenwillige Lernmethoden angewandt:

Nummer Eins: „Das papierne Riesengehirn“

Zu Beginn fasse ich den Stoff auf einem College-Blog zusammen. Weil die (neo-)klassische Theorie und die keynesianische Theorie (das sind zwei unterschiedliche Ansätze, die Volkswirtschaft zu verstehen) danach aber immer noch böhmische Dörfer für mich waren, habe ich mir eine riesige Mind-Map aufgezeichnet. Der komplette Stoff auf einer A3- und zwei A4-Seiten. Ich suche derzeit einen Verlag, der das Standardwerk auflegt 😉

VWL

Nummer Zwei: „Der Frontwechsel“

Bei der Geldpolitik war das wieder etwas anderes. Die besteht zum größten Teil nur aus trockener Theorie ohne Praxisübungen. Dort habe ich mir eigene Klausurfragen ausgedacht. Damit schlüpfe ich aus meiner Haut und betrachte den Stoff nochmal von der anderen Seite. Mit dieser Lerntechnik  lerne ich den Stoff  besser als beim x-ten Durchschauen. 😉

Nummer Drei: „Geteiltes Leid“

Auch Vögel treten ihre Kontinentalreisen im Schwarm an. In meine Fall also: Ich habe mich ziemlich oft mit anderen Lernenden zusammengesetzt. Das kann einen Kommilitonin sein oder eine Freundin, die sich gerade auf die Abschlussprüfung vorbereitet. Die dabei entstehende Lernstimmugn wirkt ansteckend und motivierend.

Was habe ich gelernt?

Am Meisten habe ich mich mit dem Skript beschäftigt, das wir von unserem Dozenten erhalten haben. Das ist ziemlich übersichtlich und zusätzlich mit einigen Übungen bestückt. Außerdem habe ich mir eine kleine Bücherherde aus unserer Bibliothek zugelegt. Manche waren gut, manche eher nicht. 🙂 Welche Bücher am Besten passen, müsst Ihr selber ausprobieren. Aber damit ihr bei der Auswahl schon mal ein wenig Zeit einsparen könnt, ein Tipp: Bücher wie „VWL für Anfänger“ bringen nur etwas für den Überblick – nicht aber fürs eigentliche Lernen. Wenn ihr einen Begriff nicht versteht, ist es ganz wichtig, nachzuschlagen, was sich dahinter verbirgt. Falls ihr dann direkt in der Bibliothek seid, nutzt am besten das Stichwortverzeichnis der themenspezifischen Bücher – oder nutzt das Internet ;-). Wikipedia hilft zur Not auch als erste Anlaufstelle, aber mit dem Gabler Wirtschafslexikon fahrt Ihr besser.

Wo habe ich gelernt?

Gelernt habe ich vor allem zu Hause. Durch Ostern bekam ich aber zumindest örtliche Abwechslung: Omas Küche, Opas Arbeitszimmer. Wenn ich ungestört bin, lerne ich am besten – möglichst mit einem Knopf im Ohr. Alternativen sind die Hochschule oder die Bibliothek gute Lernorte. Der Vorteil: die wilden Lernfeinde Kühlschrank und Fernseher sind in einer anderen Galaxis.

Wann habe ich gelernt?

Je nachdem, wie viel Zeit ich hatte, war ich jeden Tag zwischen zwei und acht Stunden lernaktiv. Bei mir klappt das am besten zwischen 8 und 12 Uhr morgens und zwischen 18 und 22 Uhr abends. Nachmittags – naja, vergessen wir das. Insbesondere nicht nach dem Mittagessen 😉

Jetzt aber genug geschrieben. Die nächste Lerneinheit steht an. Und damit verabschiede ich mich jetzt für die nächsten zwei Wochen. Bis nach den Prüfungen. Drückt mir die Daumen  😉

Lernen

Bild: pixabay.com; geralt


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Der Countdown beginnt…

“It’s the final countdown
We’re leaving together
The final countdown
We’ll all miss her so
It’s the final countdown (final countdown)
Oh, it’s the final countdown.”

Nein, der wirkliche Countdown steht mir ja erst in über einem Jahr bevor, aber der Countdown für meine nächsten Prüfungen steht bereits an. In genau zwei Wochen werde ich um die Uhrzeit bereits meine Makroökonomie-Prüfung hinter mir haben. Aber bis dahin gibt es noch einiges zu tun …

Präsentation und Vorträge

In den zwei Wochen vor den Prüfungen haben wir noch zwei Präsentationen zu absolvieren. Die erste hat einen klasse Titel: „Hauptversammlung der AG“. Wer regelmäßig mitliest, ahnt es schon: Es ist die Abschlusspräsentation unseres Planspiels. Showdown ist am Montag. Und das bedeutet dann: Planspiel – es war schön mit uns.

Wird ja auch langsam Zeit!

Aber apropos Planspiel: die letzte Präsentation (Zwischenpräsentation), von der ich euch am 27.02.2013 erzählt hatte, lief gut und auch den Test bewältigte ich mit einer richtig guten Note. Mann, habe ich mich da gefreut – das könnt ihr mir glauben. 😉

Ich schrieb von zwei Präsentationen, stimmt´s? Countdown Nummer zwei läuft für die Präsentation im Profilfach Personalmanagement. Bis Freitag müssen wir einen Vortrag ausarbeiten, der sich mit dem Thema Personalentwicklung befasst. Dazu wurde unser Kurs in verschiedene Gruppen eingeteilt, die sich mit der Personalentwicklung für verschiedene Arbeitnehmer-Gruppen beschäftigen: Fach- und Führungskräfte, Auszubildende, Vertriebspersonal usw.

Kürzlich hat die GGS hier am Campus übrigens eines Studie veröffentlicht, die zeigt, dass Personalentwicklung bzw. Weiterbildung Unternehmen richtig gut tut, weil die Mitarbeiter dadurch eine viel stärkere Beziehung zum Unternehmen bekommen. Das Thema ist also nicht unwichtig.

Wir haben die Auszubildenden abbekommen. Das ist eine Welt, von der wir glücklicherweise nicht so weit entfernt sind. Wir müssen nun passende Fort- und Weiterbildungskurse für Auszubildende suchen und bewerten. Kriterien dafür sind Budget und Kosten, Institut/Trainer, Zeitraum, Inhalte, Methoden und Evaluierung. Ich bin im Team mit Rebecca, Vanessa und Verena und wir haben uns für die Personalentwicklung der Auszubildenden einiges überlegt … 😉

Aber psst – unsere Ergebnisse sind noch top secret. Der Vortrag ist ja erst am Freitag.

Ostern und Prüfungen

Ostereier

Bild: pixelio.de/ Petra Bork

Versteckte Eier suchen, die Feiertage mit der Familie verbringen und tolle Geschenke erhalten – ach, war das früher eine schöne Zeit. Dieses Jahr wird es leider nicht mehr: „Suche die Eier, die der Osterhase versteckt hat“ heißen, sondern wohl eher „Finde die Paragrafen“, „Zeichne das Schaubild des Geldmarktes der neoklassischen Theorie“ oder „Nennen Sie den Unterschied zwischen der Null- und der Alternativhypothese“.  Sagt Euch nichts? Mir schon – aber eben noch nicht genug 😉

Ostern wird prickelnd. Meine alte Freundin, die Makroökonomie (3. und 4. Semester) wird mich beehren. Eingeladen haben sich auch noch das DL-Controlling, die Marktforschung und die Unternehmensorganisation. Meine alten Bekannten Personalentwicklung und Recht (3. und 4. Semester) kommen ebenfalls  auf einen Sprung vorbei. Hach, da werden wir in unserer gemeinsamen Vergangenheit schwelgen 😉 und uns herzlich über den Geldmarkt austauschen. Zum Glück sind die Gäste genügsam. Meine Kakaovorräte werden nicht dramatisch abschmelzen. Achso: Ostereier suche ich übrigens schon länger nicht mehr, aber vielleicht könnte ich daraus ein neues Lernsystem machen: den Lernstoff auf Eier schreiben bzw. zeichnen und dann auf die Suche gehen 😉

Ein Highlight bleibt aber: das gute Essen im Familienkreis. Und darauf freue ich mich wirklich.


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Das Lern-ABC – Studium in 26 Buchstaben

Part 1

Kennt Ihr das? Ihr liegt gerade im Bett und wollt einfach nur einschlafen, um fit für den morgigen Tag zu sein und in eurem Kopf schwirren tausende Gedanken? Was muss ich morgen alles zu den Vorlesungen mitnehmen? Was muss ich morgen zusätzlich noch erledigen? Und so weiter… Ich vermute mal, dass jedem diese Situation bekannt ist. So erging es mir gestern Nacht. Aber dieses eine Mal war ich froh darüber; denn mir kam die Idee für den nächsten Beitrag …

KerstinBild: http://blog.carat-hotel.de/?attachment_id=261

 

Das Lern-ABC – Studium in 26 Buchstaben

Warum nicht mal etwas wirklich Originelles? Etwas, das ich zuvor noch nicht geschrieben hatte. Das Ergebnis: 26 mehr oder weniger ernst gemeinte Fakten rund ums Studium und Lernen/Prüfungsvorbereitungen. Los geht’s …

A wie Auswendiglernen: Wie auch in der Schule ist es auch hier so, dass man in einigen Fächern viel auswendig lernen muss. Wer damit Probleme hat, orientiert sich am „W“2. 😉

B wie Bücher: Bücher sind normalerweise eine sehr nützliche Sache. Sie helfen uns Zusammenhänge besser zu verstehen und unser Wissen zu erweitern. Aber Vorsicht: nicht alle Bücher haben zu bestimmten Themen die gleiche Ansicht. -> nicht verwirren lassen!

C wie Chaos: Warte mal: Welche Fächer schreiben wir nochmal alles? Das Skript steht doch in Moodle1, oder? Wie, wir schreiben in 1.02? Und warum sitzen wir nochmal bei den Konsumgüterhändlern? Während des Studiums begegnet uns schon die ein oder andere chaotische Situation. Was dann zu tun ist? Einfach mal ganz „G“ bleiben…

D wie Durchhaltevermögen: Und das ist, wie bei allem, das man anfängt ziemlich wichtig. Nicht nur, dass man Durchhaltevermögen beim Studium im allgemeinen zeigt, sondern auch während der Prüfungsphase. Bei über 10 Prüfungen (wie wir sie letztes Semester hatten) kann es schon mal sein, dass man beginnt, stark an sich zu zweifeln. Nicht aufgeben – Durchhalten!!

E wie Ehrgeiz: Ein Studium ist immer mit Ehrgeiz verbunden. Ein duales Studium erst recht. Hier muss und kann man beweisen, wie stark der Wille und damit der Ehrgeiz ist. – „Ran an den Speck!“

F wie Fleiß: Bücher lesen, Skripte durcharbeiten, Aufgaben lösen … das klingt schon alles ziemlich anstrengend. Auch hier gilt: „Ohne Fleiß kein Preis“ – und schon gar nicht den Bachelor. 😉

G wie Gelassenheit: Ganz nach dem Motto „Take it easy“ oder „just relax“ sollte die Stimmung vor den Prüfungen sein. Was bringt es schon, sich wahnsinnig nervös zu machen? Und lasst euch schon gar nicht von euren hyperventilierenden Kommilitoninnen anstecken! Konzentriert euch auf das, was ihr gelernt habt und dann kann schon nichts schief gehen. Und wenn doch: Einfach nach vorne sehen und das nächste Mal mehr dafür arbeiten (siehe „F“).

H wie Hoffnung: Hoffnung – dein bester Freund. Wir Studenten hoffen auf vieles. Eine einfache Prüfung, eine nicht ganz so strenge Korrektur und auf viele Punkte. Würden wir das nicht machen – wären wir hoffnungslos verloren. 😉

I wie Interessant: Marketing, Personalmanagement, Consulting …, das sind schon ziemlich interessante Fächer. Es sind auch die Fächer, die einem beim Lernen meistens leichter fallen. Leider gibt es ja für jeden auch uninteressante Themen. Bei mir wäre das z.B. Kosten- und Leistungsrechnung, Buchhaltung und Controlling – über die wir ebenfalls eine Prüfung schreiben. Wie ich mich auf die Fächer vorbereite? Ich fange mit ihnen an und „belohne“ mich anschließend mit einem, nach meinem Empfinden, schönerem Fach.

J wie jagen: Wir jagen, aber nein, nicht irgendwelchen Tieren nach, sondern nach guten Noten. Es bedarf einer langen Vorbereitung, eines sich hinziehenden Abwartens und dann lediglich eines Schusses (der dann allerdings ungefähr 60  bis max. 180 Minuten dauert). Dann ist auch schon wieder alles vorbei … – zumindest für den Tag. 😉

K wie Kopieren: Martha, hast du die Kopierkarte? Oh, ja. In unserem Kurs wird viel kopiert. Fehlende Unterlagen, noch nicht ausgedruckte Skripte oder die Aufschriebe der Nebensitzerin. Mein Tipp: sucht euch dann wenigstens jemanden aus,  dessen Schrift Ihr auch lesen könnt. 😉

L wie Langeweile: Lernen kann ganz schön langweilig sein. Da wird plötzlich alles andere interessanter. Man hört oft von neu entdeckten künstlerischen Fähigkeiten während der Prüfungszeit oder von ungeahnten Backkünsten und die Zimmer sind meist auch immer so schön aufgeräumt… Ich versuche der aufkommenden Langeweile immer so entgegenzukommen, dass ich nach etwa zwei Stunden das Fach wechsle. Das bringt zumindest manchmal eine angenehme Abwechslung und eine bessere Konzentration. Aber auch „S“2 ist ein probates Mittel gegen das „L“.

M wie Mind-Map: Ja, ja die gute alte Mind-Map. Jedem ist die Aufzählung mithilfe von Strichen und Pfeilen vermutlich bekannt, aber ich habe sie wieder für mich entdeckt. Es bietet eine gute Möglichkeit,  das Fach mal zusammenzufassen um überhaupt einen Überblick zu erhalten und die Zusammenhänge zu verstehen. Ich arbeite damit besonders gerne bei Makroökonomie – damit ich mal die Unterschiede der neoklassischen und der keynesianischen Theorie herausfiltern kann.

Die nächsten Buchstaben folgen dann nächste Woche. 😉

1: Unser Intranet in der Hochschule
2: Die Buchstaben kommen nächste Woche. 😉