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Praxisbeispiel CSR: die Heilbronner Erklärung

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CSR? Und, wem ist diese Buchstabenkombination bekannt? Als Hilfestellung: Es ist ein Begriff, der in den letzten Jahren zum Trend geworden ist.  Beinahe so etwas wie einen „Boom“ ausgelöst hat. Er ist vor allem für Unternehmen wichtig; egal ob bei einer Entscheidungsfindung oder im Alltag. Aber es ist auch für Kunden oder sogar Geschäftspartnern ein Entscheidungskriterium – für oder gegen das Unternehmen.

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Bild: pixabay.de/

CSR = Corporate Social Responsibility

CSR ist die Abkürzung der Wörter Corporate Social Responsibility und ist zu Deutsch die „soziale“ Verantwortung des Unternehmens. Die Definition  der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2011 bezieht sich dabei auf die Verantwortung der Unternehmen „für Ihre Auswirkung auf die Gesellschaft“. Eine andere Definition besagt, dass CSR für ein „ganzheitliches alle Nachhaltigkeitsdimensionen integriertes Unternehmenskonzept steht, das alle sozialen, ökologischen und ökonomischen Beiträge eines Unternehmens zur freiwilligen Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung umfasst, die über die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen hinausgehen.“

So ausführlich wie die zweite Definition ist, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten, die jedes Unternehmen hat, sich in dem Bereich zu engagieren und es ist so wichtig, dass wir Studenten es sogar als Wahlfach belegen können.

CSR = Das Fach, der Inhalt

Schon vor wenigen Wochen hatte ich unsere Wahlfächer bereits aufgezählt. Eines davon ist eben auch CSR. Während wir am Anfang noch Themen wie Ethik und Moralvorstellungen aus den verschiedenen Epochen besprachen (ich sage nur Kant und Aristoteles), wurde es langsam aber sicher immer interessanter und auch aktueller. Über die Auseinandersetzung mit der Charta der Menschenrechte der Vereinten Nationen und dem Leitfaden „Menschenrechte achten – Ein Leitfaden für Unternehmen“ des Deutschen Global Compact Netzwerks ging es dann über zu einem Praxisbeispiel aus der näheren Umgebung – die Heilbronner Erklärung.

Die Heilbronner Erklärung

Die Heilbronner Erklärung ist eine von bisher elf unterzeichneten Unternehmen „freiwillige Selbstverpflichtung zu verantwortungsvollem Wirtschaften unter ökonomischen, ethischen, sozialen, ökologischen und langfristigen Aspekten“. Durch den Initiator Prof. Dr. Christopher Stehr, Professor an der GGS in Heilbronn, kamen wir in der Hochschule in Kontakt mit der Erklärung. Er ist einer unser Dozenten, die uns in dem Fach unterrichten. Während er normalerweise ausgebildete Fach- und Führungskräfte, die einen Master anstreben, unterrichtet, waren es dieses Mal eher die etwas jüngeren und zukünftigen Fach- und Führungskräfte.

Prof. Stehr klärte uns über die Idee, die Umsetzung und die Entwicklung auf. Wir lernten viel über die Chancen solch einer Erklärung und sprachen das erste Mal auch direkt über Anknüpfungspunkte und Maßnahmen, die ein Unternehmen verwirklichen kann, um seiner Verantwortung gerecht zu werden. Zum einen ist es beispielsweise Nachhaltigkeit,  also die Schonung der Umwelt. Dies reicht von größerem Aufwand wie z.B.  die Nutzung von Solarstrom und Elektroautos, Optimierung des Abwassermanagements und die effiziente Nutzung von Ressourcen bis hin zu kleineren Veränderungen wie die Benutzung von recyclebarem Papier oder Recycling.  Zum anderen sind es aber auch die Arbeitsbedingungen und Bezahlungen der Mitarbeiter – auch global. Hier sprechen wir von Themenbereichen wie „Work-Life-Balance“, „Aus- und Weiterbildungen“ und „Gesundheitsmanagement“. Das klingt nach ganz schön viel, oder?

voller_schreibtisch3Bild: http://dokumentenmanager.files.wordpress.com/2011/04/voller_schreibtisch3.jpg

Die Heilbronner Erklärung und die BERA

Damit die Unternehmen aber nicht alleine mit diesem Berg von Aufgaben dastehen, gibt es die Heilbronner Erklärung. Als Einzige konnte ich mit der Heilbronner Erklärung schon bereits vor Vorlesungsbeginn etwas anfangen. Das kommt daher, dass die BERA das erste Unternehmen war, das die Erklärung unterschrieben hat. Im September 2012 unterzeichnete die BERA mit der Berner-Group, der GGS, der Heilbronner Stimme, Hirschmann Laborgeräte, Intersport, Marbach, Martin Priebe Beratung und Training die Heilbronner Erklärung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten – immerhin sprechen wir hier von elf Unternehmen, die unterschiedlicher nicht sein können – ist man gerade dabei, den IST-Zustand zu durchleuchten, Messkriterien aufzustellen und einen Maßnahmenkatalog zu entwerfen.

Während die einige Produktionsunternehmen unterdessen sich vor allem auf die Ressourcenschonung konzentriert, hat die BERA auch einiges anderes zu bieten. Wären da z.B. unsere Baureisen in Rumänien und Äthiopien oder unser Azubieinsatz beim Stadt- und Kreisjugendring. Auch spielt das Gesundheitsmanagement, welches von Gesundheitschecks bis hin zum Fitnessprogramm reicht, bei uns eine große Rolle. Um nur einige zu nennen.

Wohin das Ganze noch führt, das bleibt nun abzuwarten, aber wenn sich etwas entwickelt, gebe ich euch natürlich sofort Bescheid. Abschließen möchte ich mit einem Video, welches uns auch unser Dozent gezeigt hat: http://www.youtube.com/watch?v=lNDnlkuT44w. Dieses Video war die Grundlage für seine Entscheidung, sich in dem Bereich CSR zu engagieren. Wenn Ihr es angesehen habt, werdet Ihr es wahrscheinlich auch verstehen. Und damit eine wunderschöne Woche!

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Autor: Kerstin

Mein Name ist Kerstin Höhn und ich bin 21 Jahre alt. In meiner Freizeit bin ich gern sportlich unterwegs und treffe mich gern mit meinen Freunden. Beruflich habe ich ein duales Studium abgeschlossen und berichte darüber in dem Blog.

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