Azubis und duale Studenten bloggen

Einfach mal entspannen….

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Einfach mal chillen...

Heute Nachmittag haben wir frei. Ein eher seltenes Phänomen in unserer Hochschule. Einen ganzen Nachmittag freie Zeit also. Aber … was mache ich denn mit der geschenkten Zeit?

Was könnte ich denn Sinnvolles auf die Beine stellen? Wie setze ich das Geschenk nutzbringend ein? Oder darf ich die einfach verplempern? In den letzten Jahren ist der Begriff „Burnout“ immer wieder und immer öfter in den Medien aufgetaucht – auch ein Kollege von uns beschäftigt sich intensiv damit. Ich möchte mich nicht den zahlreichen Diskussionen über Prävention, Existenz oder Herkunft anschließen. Hierfür gibt es genug gute Artikel von Wissenschaftlern, die sich womöglich jahrelang damit auseinandergesetzt haben. Und ich werde auch keinen Bezug zwischen Burnout und dualem Studium herstellen. Der Begriff ist nur in einem Artikel aufgetaucht, den ich kurz zuvor entdeckt hatte.  Hier taucht das Wort im Zusammenhang mit „Terminstress“ auf. Terminstress als Auslöser.

Terminstress? Das kennt wohl jeder.  Vielleicht liest gerade jemand den Beitrag, während er von einem Gespräch zum nächsten hastet. Aber nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Leben spielt der Stress eine große Rolle. Mal eben essen, dann Training und später bin ich noch auf einem Geburtstag. Eigentlich sind es schöne Erfahrungen. Den Erfolg im Sport spüren, wenn etwas noch besser klappt als das letzte Mal, der Freundin zum Geburtstag gratulieren und spüren, wie die Zeit wie im Fluge vergeht, bevor man dann ziemlich erschöpft ins Bett fällt. Aber wie viel Terminstress ist eigentlich gut für uns und wie viel können wir ertragen?

Laut einer österreichischen Aussage der Arbeitsgemeinschaft für Präventivpsychologie (APP) sind etwa 5% der 1,2 Millionen Schüler von Burnout gefährdet. Weitere 13% stark belastet.

Aber auch in Deutschland ist es kein unbekanntes Phänomen in den Klassenzimmern. Aber woran es liegt? Der Terminkalender wird immer voller. Egal ob in der Musikgruppe, dem zusätzlichen Nachhilfeunterricht, dem Sport und vielem mehr. Es bleibt keine Zeit mehr zum „Spielen oder auch Langeweile haben“. Es gibt mittlerweile so viele Kurse, die für Kinder angeboten werden und die die Fähigkeiten und Kenntnisse der Kinder erweitern sollen. Aber irgendwann ist auch die Konzentration eines Kindes überstrapaziert.

Wir hetzen sozusagen von einem Klassenzimmer ins nächste. Auch wir haben an der Hochschule und im Betrieb volle Tage. Und wir füllen sie noch weiter: Vorlesungen bis abends, Hobbies dürfen ja nicht fehlen und unsere Projekte für die Hochschule stehen ebenfalls an. Langeweile kommt da eher selten auf. Und erst nach diesen Artikeln fällt mir auf, dass mir gar nicht bewusst war, wie wichtig Langeweile eigentlich ist.

Auch ich habe immer versucht, der Langeweile zu entgehen. Oder eigentlich habe ich mich dazu gezwungen. Einfach mal um 15.00 Uhr vor dem Fernseher sitzen – dank meines schlechten Gewissens fast unmöglich. Dieses vertritt nämlich die Ansicht: „Zeitverschwendung“. Aber dadurch habe ich mich auch selber unter Stress gesetzt. Manchmal war ich bis zum Abend nicht erfolgreich, aber erholt und ausgeruht auch nicht. Jetzt, am Anfang des Semesters  gibt es noch nicht viel für die Hochschule zu erledigen, viel Stoff zum Bearbeiten gibt es noch nicht, aber dennoch lässt mir mein Kopf keine Ruhe. Ich könnte doch…, und da wäre noch was…

Heute sage ich einfach mal: „Nein!“

Ich schalte meinen Kopf mal aus. Heute genieße ich einfach mal die unverplante Zeit. Keine extra hereingeschobenen Termine, keine ausgebuchten Stunden, wie es bei mir wochenends meistens der Fall ist. Nein, heute werde ich einfach entspannen, relaxen, ausruhen, mich hängen lassen, abschalten, erholen, regenerieren, mir Ruhe gönnen  und innehalten. Ich werde einfach sehen, was mir der Tag so bringt, ich werde jede Minute wahrnehmen, auch wenn ich nicht lerne, an etwas arbeite oder sonst irgendwie beschäftigt bin.

Ja, Zeit ist kostbar, aber wer sagt denn, dass man immer unter Stress sein muss, um sie zu würdigen? Reicht es nicht ab und an, sich an einem guten Buch zu erfreuen, den Kopf auszuschalten und bei Mamma Mia ganz laut mitzusingen? Stundenlang in der Küche zu stehen und einen Kuchen zu backen oder einen halben Tag auch mal alleine nach Schuhen zu suchen? Keine Sorge: An einem Bore-Out-Syndrom werde ich dennoch nicht erkranken. 😉

Keine Termine, kein Stress. Das wird mein Nachmittag.

Mal sehen, was der Tag noch bringt..

Ein bisschen träumen…

Und wie war eurer? Was macht Ihr, wenn Ihr richtig entspannen wollt?

Bild 1: pixsti/ Pixelio.de
Bild 2: waldili/ Pixelio.de
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Autor: Kerstin

Mein Name ist Kerstin Höhn und ich bin 21 Jahre alt. In meiner Freizeit bin ich gern sportlich unterwegs und treffe mich gern mit meinen Freunden. Beruflich habe ich ein duales Studium abgeschlossen und berichte darüber in dem Blog.

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