Azubis und duale Studenten bloggen

Die Leiden der jungen K.

Ein Kommentar

Da sind sie wieder: die liebgewonnenen kleinen Freunde. Nein, falsch.Vertraut, ja vertraut ist das bessere Wort. Sie sind mir in den Jahren meines Lebens vertraut geworden, diese … ekelhaften, winzigen, zerstörerischen, gemeinen Lebensqualitätverminderer. Nein, ich rede ausnahmsweise nicht von der virtuellen Welt, sondern von der SEHR realen.

Es ist Winterzeit und da fluten die Krankheitserreger in Scharen aus den Winkeln, in denen sie sich über das ganze Jahr hinweg versteckt hielten. „Auf zum Angriff. Lasst uns die duale Studentin da drüben anfallen“ „Ja, auf sie mit Gebrüll – lasst uns sie quälen“. Mist, ich war zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Und jetzt habe ich mir halt was eingefangen. Was Unangenehmes. Ich möchte nicht darüber reden. Es ist so … ich möchte nicht darüber reden. Und nicht schreiben.
Aber … ich liege so im Bett und sinniere und leide vor mich hin. Da unterliege ich – quasi als weiterer Demotivationsfaktor – einer zusätzlichen moralischen Attacke: „Da draußen warten HEERSCHAREN von Lesern auf meinen wöchentlichen Blogpost.“ Wahrscheinlich laufen sie schon mit leicht schwammigem Blick über den Campus, durch die Büros, durch die Chefetagen multinationaler Konzerne und durchleben schwere Entzugserscheinungen. Irgendjemand trug mir zu, dass der Straßenbahnverkehr in Heilbronn zusammengebrochen ist, weil einige Fahrer gestern ihre tägliche Dosis Blogpost nicht bekamen, in der dualen Hochschule wurde eine Schweigeminute gehalten. Gerade eben erreichte mich eine Karte mit Genesungswünschen vom Bundespräsidenten. Er bedaure ganz außerordentlich, dass es mir so schlecht gehe und wo er denn jetzt die Inspirationen für seine Ausführungen zum deutschen Hochschulwesen her beziehen solle. Es ist schlichtweg ein DRAMA von A wie Aspirin bis Z wie Zudecke! Möglicherweise – aber nur möglicherweise! – entstammt dies alles aber nur einem Fiebertraum, den ich gerade durchlebt habe. Ich habe doch die Karte von Herrn Gauck gerade noch gesehen, die lag doch da auf dem Nachttisch …
Diese Last, dieser gnadenlose gesellschaftliche Druck, die Erwartungen nicht zu erfüllen. Schlimmer als jede Klausur. Dabei hatte ich so viele Pläne, so viele Ideen – für den Blog und für mein Leben. Doch momentan sieht das so aus, als ob ich die nicht mehr werde realisieren können. Oh, wie ich leide!
Kurz und gut: Ich dreh mich jetzt rum und leide weiter. Und mein Bericht über meinen ersten Kundenbesuch oder über mein Abendessen mit Barack Obama kommt dann halt nächste Woche. Oder war es Brad Pitt? Wenn meine Gäste mich bis dahin nicht um die Ecke gebracht haben. Oh, mein Kopf, oh, meine Glieder, oh, mein Bauch … ich will nicht darüber reden … und nicht schreiben. Gebt mir Medis, schickt mir Genesungswünsche, gedenkt meiner – bis nächste Woche.

Und vielen Dank an meinen Ghostwriter Martin, der mir mit diesem theatralischem Post einmal wieder geholfen hat, diese schwere Zeit zu überstehen. 😉

Danke Martin!

Advertisements

Autor: Kerstin

Mein Name ist Kerstin Höhn und ich bin 21 Jahre alt. In meiner Freizeit bin ich gern sportlich unterwegs und treffe mich gern mit meinen Freunden. Beruflich habe ich ein duales Studium abgeschlossen und berichte darüber in dem Blog.

Ein Kommentar zu “Die Leiden der jungen K.

  1. Ghostwriter? Ghostwriter? Was ist das ein Geisterschreiber? Ist das was Anstößiges? Gute Besserung Dir 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s