Azubis und duale Studenten bloggen

Mein Ausflug in die Welt der Zahlen

2 Kommentare

von Jacqueline Koegel

Über „Sonne, Sommer, Sonnenschein“ hat Kerstin vorletzte Woche geschrieben und sich dann gleich mal in den Urlaub verabschiedet. Ich befinde mich im Moment auch in der Ferne, allerdings nicht im Urlaub, sondern in Schwäbisch Hall in der Buchhaltung.

Houses in the centre of Schwäbisch Hall, next ...

Schwäbisch Hall – 300 Meter Luftlinie vom Büro (Photo credit: Wikipedia)

Jeder Azubi und Student bei der BERA besucht während seiner Ausbildung alle unterschiedlichen Bereiche der BERA, also die Arbeitnehmerüberlassung, die Personalberatung, das Marketing und eben die Lohn- und die Finanzbuchhaltung. Mein Schwerpunkt ist das Marketing, wo ich normalerweise bin, und inzwischen hatte ich auch schon einen Einsatz in der Arbeitnehmerüberlassung und in der Personalberatung. Jetzt bin ich also zu Besuch in der Buchhaltung.

Also die lieben Zahlen

Die FiBu-Vorlesungen (FiBu=Finanzbuchhaltung) an der DH waren, ehrlich gesagt, nie so ganz mein Fall. Zahlen bleiben einfach nicht in meinem Kopf hängen, geschweige denn die Nummern der einzelnen Konten. Dazu diente ja der viel beschworene Kontenplan: Aber statt dass ich ihn beherrschte, übernahm er die Kontrolle und ich irrte durch das Zahlenlabyrinth. Dementsprechend hart erkämpft waren auch meine Noten. Und ich war mir gar nicht sicher, an wie viel aus diesen Vorlesungen ich mich noch erinnere …

Karl-Heinz Laufe /pixelio.de

Angekommen in der Buchhaltung fühlte ich mich zurückversetzt an den Anfang meines Studiums: Alles ist neu, auf dem Rechner sind seltsame, komplizierte Programme installiert, man ist dauernd auf der Suche nach irgendwelchen benötigten Dateien und vor jedem Handgriff muss man noch drei Mal nachfragen. In meiner „Heimat“ Marketing habe ich inzwischen den Durchblick. Dort habe ich meine eigenen Aufgaben, weiß über die aktuellen Projekte Bescheid und finde auf alle Fragen der Kollegen eine Antwort. Mit der Buchhaltung hatte ich dort nur wenig zu tun – hauptsächlich wenn ich eine Rechnung zur Zahlung hingeschickt oder eine andere Rechnung zur Prüfung bekommen habe :). Aber jetzt wollte ich doch auch einmal wissen, was mit den Rechnungen dazwischen und danach passiert.

Theorie und Praxis

Das erste, was ich hier gelernt habe: 70% der Vorlesungsinhalte aus Personal und Buchhaltung kann ich vergessen, die Praxis sieht ganz anders aus. Ein paar Beispiele:

Zahlen scheinen Spaß zu machen ;-)

Jacqueline Koegel (li.) mit Tanja Schurtz inmitten der Zahlenkolonnen

An der DH haben wir gefühlt etwa 50.000-mal Löhne und Gehälter gebucht und mussten dazu einiges an Zeit, Energie, Papier und Tipp-Ex aufwenden. In der Realität übernimmt das meiste davon das Lohnprogramm. Wenn ein Mitarbeiter ins Unternehmen eintritt, gibt man die wichtigen Infos wie Lohnsteuerklasse oder Sozialversicherungsnummer ein und am Ende eines Monats spuckt das Programm eine komplette Lohnabrechnung aus, auf der alle Posten berechnet und bereit zur Überweisung sind. Faszinierend war auch der Unterschied zwischen Theorie und Praxis bei der Aktivierung eines geringwertigen Wirtschaftsguts. In der Theorie war es für mich so undurchsichtig, dass ich es schon wieder verdrängt habe, in der Praxis waren für den Vorgang genau 2 Mausklicks nötig. In der Realität muss man auch nicht auswendig wissen, auf welche Produkte 19 oder 7% Mehrwert- bzw. Umsatzsteuer anfallen, man muss es nur auf der Rechnung finden 🙂

Einfacheres Zusammenarbeiten

Apropos Rechnung: Meine Rechnungen aus dem Marketing hab ich hier auch wiedergefunden und durfte sie gleich buchen und überweisen. Dabei habe ich auch gelernt, wie ich den Kolleginnen  in der Buchhaltung in Zukunft die Arbeit erleichtern kann.

Alles in allem ist es wirklich interessant, die unterschiedlichsten Bereiche im Unternehmen zu besuchen und bei dieser Gelegenheit alle blöden Fragen stellen zu können, die einem einfallen. Man bekommt einen Eindruck davon, was alles im Hintergrund läuft und was man alles in seinem Tagesgeschäft nicht mitbekommt. Man sieht, was die Kollegen in anderen Teams leisten und versteht besser, warum manche Dinge auf eine bestimmte Art gemacht werden. Trotzdem freue ich mich schon wieder sehr auf das Marketing – viele Grüße an das Team, ich bin bald wieder da! 🙂

Jacqueline Koegel

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Autor: martinreti

Naturwissenschaftler, PR-Manager, Autor, Blogger und Referent. Früher in der Cloud, heute in Social Media - Übergang fließend. Wie Sie feststellen werden, aber auch mit einem Hang zum Um-die-Ecke-denken. Was sich in mancherlei rätselhaften Verklausulierungen ausdrückt ;-)

2 Kommentare zu “Mein Ausflug in die Welt der Zahlen

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